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Die Treppe im See
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horror

Die Treppe im See

Ronald Malfi , Michael Preissl , Andreas Schiffmann
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Voodoo Press, 01.03.2012
ISBN 9783902802163
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Der Horrorschriftsteller Travis Glasgow zieht mit seiner Frau Jodie in eine idyllische Kleinstadt in der auch sein älterer Bruder Adam wohnt. Das Haus war für einen Spottpreis zu haben, denn nachdem der Sohn der Dentmans starb, wollten sie es nur noch los haben. Travis hofft hier mitten in der Natur seine Schreibblockade zu überwinden und mit seiner Vergangenheit abzuschließen, denn er fühlt sich verantwortlich für den Tod seines kleinen Bruders, der damals erst 10 Jahre alt war, als er starb. Der See hinter dem Haus scheint ihn magisch anzuziehen. Hat das etwas mit dem Tod des kleinen Elijahs zu tun, der in diesem See ertrank? Seine Leiche wurde nie gefunden. Und auch mit dem Haus stimmt irgendetwas nicht. In der Nacht hört Travis Schritte von nackten Füßen im Haus, die Kellertür geht auf und zu und Stimmen wispern in der Nacht. Bildet Trevis sich das alles ein oder möchte ihm Elijahs Geist etwas mitteilen?

Der Ich-Erzähler Travis erzählt seine Geschichte und lässt uns so an seiner Gedankenwelt und seinen Gefühlen teil haben. Er leidet unglaublich unter dem Tod seines Bruders Kyle und hatte immer wieder Depressionen und auch einen Nervenzusammenbruch. Hier in der Nähe seines älteren Bruders erhofft er sich, sich wieder mit Adam auszusöhnen, mit dem er vor Jahren im Streit auseinanderging. Wir erleben den Einzug von Trevis und Jolie mit, wir hören in der Nacht die Geräusche im Haus, wir fühlen mit ihm die Kälte und sehen die kleinen Fußabdrücke im Keller. Doch trotzdem habe ich mich nicht gegruselt. Das lag wahrscheinlich daran, dass auch Trevis diese Phänomene ziemlich gelassen hingenommen hat. Er schien auch nie wirklich Angst zu haben und so blieb auch ich als Leser sehr gelassen. Das nimmt aber dem Buch keineswegs die Spannung, denn man liest Seite um Seite um endlich zu erfahren was in diesem Haus passiert ist.

Der Schreibstil von Ronald Malfi ist einfach großartig. Er versteht es in einfachen Sätzen die Personen, die Handlung und die Landschaft vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen zu lassen. Man läuft mit dem Ehepaar Glasgow durch das alte Haus und hört die Holzbohlen knirschen. Das Buch ist wirklich sehr gut gelungen, auch wenn bei mir kein Gänsehautfeeling aufkam. Es punktet mit düsterer Atmosphäre und kommt ganz ohne Literweise Blut und Gedärm aus. Ein absolutes muss für alle Horrorfans. Ich vergebe 5 von 5 Punkten.

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was vom Sommer übrig ist
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freundschaft, sommer, einsamkeit, selbstmord, jugendbuch

was vom Sommer übrig ist

Tamara Bach
Fester Einband: 137 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 17.02.2012
ISBN 9783551582423
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Das Buch handelt von der 17jährigen Louise und der 13jährigen Jana. Beide haben so ihre Probleme. Louises Eltern arbeiten beide im Krankenhaus im Schichtdienst. Es ist zwar meistens jemand zu Hause, aber der Elternteil ist dann immer müde. Louise hat Probleme mit ihren Klassenkameraden und niemanden mit dem sie reden kann. Da lernt sie die jüngere Jana kennen. Deren Bruder liegt im Krankenhaus im Koma und das Leben der Eltern dreht sich nur noch um Arbeit und Krankenhaus. Mit Jana kommunizieren sie fast ausschließlich über Zettel auf dem Frühstückstisch. Jana leidet wahnsinnig unter dieser Situation, aber die Eltern sind so in ihrer Trauer gefangen, dass sie das nicht merken. Die Sommerferien haben gerade begonnen, als sich die beiden Mädchen über den Weg laufen. Nach anfänglichem Misstrauen, verbringen die beiden viel Zeit miteinander.

An dem Buch werde ich wohl noch eine Weile zu knabbern haben. Klar leiden Janas Eltern sehr, weil ihr Sohn im Koma liegt, aber in ihrer Trauer scheinen sie ganz zu vergessen, dass sie auch noch eine 13jährige Tochter haben. Jana ist einsam und unsicher. Louise bekommt von ihrer Eltern vorgeschrieben, wie sie ihr Leben zu führen hat. Kann niemals "Nein" sagen. Darum hat sie zu Beginn der Ferien 2 Jobs und einen Hund zu versorgen. Durch die Bekanntschaft mit Jana bricht sie endlich einmal aus. Ein schönes Jugendbuch, das sehr zum Nachdenken anregt. Ein Buch, das man mehr als einmal lesen sollte.

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