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Müsli für den Mörder
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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Müsli für den Mörder

Diane Mott Davidson
Flexibler Einband
Erschienen bei Econ TB., 01.06.1998
ISBN 9783612250476
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Goldy Bear, die sympathische Mutter und Inhaberin eines Partyservice, hat viel zu tun. Kurz vor Halloween beginnt ihre Hochsaison. Und zudem richtet sie viele Essen für die anstehenden Veranstaltungen der Abschlußklasse der Privatschule ihres Sohnes aus. Bei einer der Orientierungsgespräche, wo die ältesten Schüler der Elk-Park-Schule, in der es um die Collegewahl und die Empfehlung der Schule geht und somit um die Zukunft, stolpert Goldy dann über die Leiche des Klassenbesten.
Und nicht nur das: danach erhält sie Drohungen und es geschehen seltsame Unfälle in ihrem Umfeld, die sie beunruhigen.
Was geht hinter der noblen Kulisse dieser teuren Schule vor? Und zu was sind von Ehrgeiz zerfressene Eltern und Kinder fähig, denen es mehr um den guten Namen des künftigen Colleges geht, als um Noten an sich? Goldy Bear gerät mitten hinein in das Getümmel. Und zu all dem beschäftigt sie noch die intensiver werdende Beziehung zum Polizisten Tom Schulz. Wie der erste Band auch, ist auch dieser Krimi von der ersten bis zur letzten Seite unterhaltend und spannend. Eine spannende Krimihandlung mit einer Lösung, die bis zum Schluß für den Leser offen bleibt, ist umrahmt von einer netten Liebesgeschichte zwischen Goldy und Tom, die zarte Bande knüpfen. Natürlich bleibt bei Goldy alles "cozy" unter der Bettdecke. Aber das ist auch gut so. Alles andere wäre bei dieser Art Krimi dann eher störend.
Zudem lernt der Leser mit diesem Krimi nicht nur so manches über das Schul- und Bildungssystem in den USA, sondern sogar backen und kochen. Die vielen Rezepte von Gebäck und leckerem Essen verlockt regelrecht, sie sofort nach zu kochen.

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Eiskalt
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(36)

65 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 7 Rezensionen

thriller, alaska, amok, leichen, spannung

Eiskalt

Chandler McGrew , Paul Lukas
Flexibler Einband: 458 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur, 01.09.2004
ISBN 9783426622957
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Die ehemalige Polizistin Micky Ascherfeld wurde als Jugendliche Zeugin, wie ihre Eltern im eigenen Blumenladen bei einem Überfall getötet wurden. Sie konnte nur durch Glück dem Mörder entkommen. Jahre später in Houston als Polizistin gerät sie mit ihrem Partner ins Visier amoklaufender Polizistenjäger. Wieder gelingt es ihr, lebend zu entkommen, während Kollegen und auch ihr Partner und Lebensgefährte Wade Opfer der Amokläufer wird. Sie zieht sich mehr und mehr in sich zurück und selbst ihr Freund Damon, ein Psychologe, dringt nicht zu ihr durch.
Eine Einladung in das Nest McRay im abgeschiedenen Teil Alaskas bringt eine Wende in ihr Leben. Hierhin folgt Micky Damon. Und es vergehen einige ereignislose Jahre in dieser Abgeschiedenheit und Idylle, die einzig durch Bären gestört wird. Viele die in diesem Ort wohnen, flüchteten sich hierhin vor der bösen Außenwelt oder sie suchen einfach nur Gold. Bis zu einem Tag, an dem einer der Bewohner, ein undurchsichtiger Kerl namens Ed, aus heiterem Himmel anfängt eine Blutspur durch den Ort zu ziehen. Er bringt einem nach dem anderen um, zieht von Blockhaus zu Blockhaus, vernichtet alle Waffen, tötet die Bewohner und schneidet ihnen die Augen aus. Die junge Dana sieht den Mord an ihrer Mutter und kann fliehen. Auch Micky kann dem Mörder ausweichen und sie scheint die einzige, die diese Bluttat stoppen kann. Ein spannender Thriller mit einem dann doch sogar noch unvermutet überraschendem Ende. Die Situation und das Ambiente und die beklemmende Lage wird sehr eindrucksvoll geschildert. Unterstützt durch eine Karte mit dem "Stadtplan" vom Örtchen verliert man nicht den Faden. Er ist etwas blutrünstig, das muß ich zugeben.

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Frag nicht nach ihr
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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

dara

Frag nicht nach ihr

Carlene Thompson , Irmengard Gabler
Fester Einband: 476 Seiten
Erschienen bei Krüger Verlag, 01.08.2003
ISBN 9783810520265
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Durch das Hochwasser taucht die Leiche einer jungen Frau am Ufer des Crescent Creek auf, einem kleinen Fluß in der Nähe einer Kleinstadt in West Virginia. Es spricht vieles dafür, daß es sich bei der jungen Frau um Dara Prince handelt, die vor drei Jahren über Nacht verschwand. Zwar fehlten einige ihrer Kleidungsstücke und es gab über drei Jahre hinweg gelegentliche Postkarten an ihren Vater, doch gab es viele, die Ungereimtheiten darin sahen und vermuteten, daß es sich dabei um Ablenkungsmanöver handelt und Dara tot ist.
Diese Nachricht trifft die Familie, vor allem Daras Vater, der nicht glauben will, daß es sich um die Leiche seiner Tochter handelt und sich an den Postkarten festklammert. Daras "Halbschwester" Christine, die das Haus ihres Ziehvaters und Daras Vater inzwischen verlassen hat, glaubt hingegen, daß es sich bei der Leiche um Dara handeln kann. Als ihr geistigbehinderter Bruder Jeremy kurz am Crescent Creek in einer Baumhöhle das Tagebuch von Dara findet und darin ein Verwirrspiel von mehreren Liebhabern, erhält auch sie Todesdrohungen. Der mit dem Fall beauftragte Deputy Sheriff Michael Winter muß ihr mehr als einmal zur Hilfe eilen und zwischen Christine und Michael entwickelt sich eine zarte Beziehung.
Mir gefällt, daß die Spannung vom finden der Leiche bis zum "Show down" durchweg spannend bleibt. Den Täter erahnt man zwar, aber wird von der Autorin auch geschickt in die Irre geführt, so daß es dann doch eine Überraschung wird. Die Personen sind durchweg sympathisch und es ist auch angenehm, daß die Grenzen zwischen Gut und Böse nicht ganz so simpel gezogen sind. Letzlich hat jeder seine Abgründe und Charakterschwächen - nicht nur der Täter.
Auch das Beziehungsgeflecht in der Familie ist interessant.
Ein bißchen zu viel des Guten ist die Liebesgeschichte in dem Buch, die ein bißchen zuckergußartig über dem Krimi verteilt wird. Es stört mich, weil es eigentlich nicht nötig gewesen wäre.

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Fantasien der Nacht
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(41)

83 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

vampire, liebe, eric, vampir, tamara

Fantasien der Nacht

Maggie Shayne , Daniela Brüggemann
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.10.2007
ISBN 9783899414493
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Die junge und schöne Tamara erwacht nacht für Nacht kurz nach Sonnenaufgang von Albträumen geplagt und glaubt langsam verrückt zu werden. In einer ihrer schlaflosen Nächte begegnet sie dann dem Vampir Eric Marquand und fühlt sich von ihm magisch angezogen. Ist es nur das Trugspiel eines Vampirs, um sie in seine Fänge zu bekommen, wie ihr Ziehvater behauptet, oder sind Vampire doch nicht die Monster, für die sie gehalten werden? Das Band zwischen Tamare und Eric scheint sehr eng zu sein und Eric kennt den Grund dafür. Oder kennt ihn auch Tamaras Ziehvater, Danie St. Claire, der zufällig ein engagierter Vampirjäger ist und seit Jahrzehnten hinter Eric Marquand her.
Vampire sind im Mode, ohne Zweifel. So sehr, daß man auch 15 Jahre alte Romane nochmal schnell als Neuerscheinung vermarkten kann. Nicht ganz unclever und sicher geht die Strategie auf. Denn auch hier haben wir einen Vampirroman, wie er im Moment in das beliebte Schema passt: eine wilde Romanze zwischen einer menschlichen Frau und einem Vampir. Und natürlich sind Vampire keine blutrünstigen Monster, sondern edel, hilfreich und gut - und nur weil sie anders sind, verkannt.
Irgendwie erinnert mich das sehr an eine Teenager-Vampir-Roman-Reihe unserer Tage. Das kann man nur Mrs. Shayne nicht vorwerfen - sie war mit ihrer Version einige Zeit früher.
Und im Gegensatz zu dem Teenager-Pendant geht es hier in Sachen Sex mal erheblich deutlicher zur Sache und es wird nicht nur rumgeplappert.
Das ist dann aber auch schon das einzige, was man dem Roman zu gute halten kann. Ansonsten: zu viel Liebe, zu wenig Spannung, zu viel Kitsch und zu viel Klischee.

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Partyservice für eine Tote
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6 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

rezepte, goldy bear, hobbydedektivin, goldie bear, hobbydetektivin

Partyservice für eine Tote

Diane Mott Davidson
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Econ TB.
ISBN 9783612252685
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Das ist der erste Band der Goldy Bear Reihe von Davidson. Sie begann vor 18 Jahren daran zu schreiben und letztes Jahr ist der 14. Band der Reihe in den USA erschienen. Es wurde also Zeit, daß ich nun endlich damit angefangen habe.
Seit gut 10 Jahren steht dieser Band ungelesen in meinem Bücherregal und nun habe ich mich endlich daran gemacht - und freue mich, daß auch noch 10 weitere Bände in meinem Regal auf das Lesen warten.
Goldy Bear ist eine geschiedene, alleinerziehende Mutter eines 11jährigen Sohnes, die ihren Lebensunterhalt mit einem Catering-Service verdient. Eine humorvolle, sehr sympathische Person, die in dem kleinen Nest Aspen Meadows in Colorado lebt, wo auch ihr brutaler Exmann lebt, seine Familie und all ihre Freunde.
Nun hat sie den traurigsten Teil ihres Jobs: sie muß einen Leichenschmaus ausrichten, eine Beerdigungsfeier für eine ehemalige Lehrerin ihres Sohnes, die sich angeblich umgebracht haben soll, was aber so gar nicht zu der lebenslustigen, humorvollen Person zu passen scheint.
Als dann bei der Feier Gift im Kaffee ihres Ex-Schwiegervaters beinahe zu einem weiteren Todesfall führt, wird die Sache für Goldie persönlich. Denn solange der Täter nicht gefunden ist, wird ihr Cateringunternehmen geschlossen, denn es war ihr Kaffee, in dem das Rattengift war.
Goldy verlässt sich nicht auf die Leistungen der Polizei. Auch wenn der zuständige Polizist Tom Schulz sehr bemüht ist, Goldy zu helfen. Sie recherchiert auf eigene Faust und stößt auf viele Geheimnisse aus der Vergangenheit, auch aus der Familie ihres Exmannes.
Dieser Krimi ist ein typischer Cozy mit allem, was ich an diesen Krimis mag: ein ländliches Ambiente mit einer überschaubaren Anzahl Beteiligter, eine spannende "Wer hats getan" Handlung, sympathische Hauptfiguren und eine charmante Amateurdetektivin mit interessanten Alltagssorgen und Gefühlsverwicklungen.
Es macht Spaß diesen Krimi zu lesen, weil man schon wissen will, wie es Goldy ergeht.
Und es ist spannend, von Anfang bis Ende. Der Täter kommt nicht überraschend, man konnte es ahnen. Aber wie sich das Puzzle am Ende zusammensetzt, das ist einfach das spannende.
Es ist ein schön zu lesender, gemütlicher Krimi, ohne Längen und ohne unnötige Gewalt.

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Froschkönig
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97 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

liebe, new york, endometriose, klischee, usa

Froschkönig

Adam Davies
Fester Einband: 383 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.09.2007
ISBN 9783257066012
Genre: Sonstiges

Rezension:

Harry wäre eigentlich ein gutes Leben in die Wiege gelegt: aus wohlhabenden Haus, Abschluß an einer Elite-Universität. Doch Harry hasst Klischees. Und er will sein Leben in die Hand nehmen. Als geht er als Lektor-Assistent zu einem großen Verlagshaus nach New York City. Und bekämpft dort, was er hasst: Klischees. Er eliminiert sie aus Manuskripten und versucht sie aus seinem Leben zu halten: keine schicke Wohnung, keine traute Zweisamkeit, keine Karriere, kein Geld.
Mehr schlecht als recht hält er sich über Wasser. Und ist vor allem damit beschäftigt, das Wort Liebe zu meiden und Kollegin Evie trotzdem zu lieben. Harry schlängelt sich durch seinen Berufsalltag, versucht dem Chef aus dem Weg zu gehen, verlorene Manuskripte zu finden. Und er sucht die Nähe zu Evie. Er liebt sie. Aber da Liebe das schlimmste Klischee ist, spricht er es nicht aus. Und kann auch die Dates nebenher nicht lassen. Und so kommt es, wie es kommen muß: für Evie und Harry gibt es kein Happy End und Harry muß feststellen: er ist selbst ein Klischee!
Ich bin bei dem Buch hin und hergerissen.
Was mir gefällt: die lockere Sprache, der flotte Schreibstil und die Kurzweiligkeit der Geschichte.
Was mir nicht gefällt Harry ist eine fürchterlich unsympathische und nervige Person für mich. Ich kann den Charme, den diese Hauptfigur haben soll, nicht so recht sehen und erliege ihm nicht. Auch andere Figuren bleiben oberflächlich und uninteressant, obwohl sie Potential hätten.
Und mir gefällt die Übersetzung nicht. Soll die Übersetzung eines Bagelladens Eat-A-Bagel als "Ess-A-Bagel" originell sein, witzig oder ist es einfach nur so dumm übersetzt, wie es aussieht?
Ich finde manche dieser Übersetzungskreationen eher weniger witzig und einfach nur nervig.

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Leichte Beute
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110 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

thriller, serienmörder, verfolgung, bodyguard, schriftstellerin

Leichte Beute

Allison Brennan , Edith Walter
Flexibler Einband: 478 Seiten
Erschienen bei Diana TB, 04.06.2007
ISBN 9783453351691
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Rowan Smith ist eine erfolgreiche Thrillerautorin. Eines Tages wird sie mit dem Schrecken konfrontiert, daß ein Serienmörder die Morde ihrer Krimis in die Wirklichkeit umsetzt bis ins kleinste Detail. Schnell wird klar, daß er hinter ihr her ist.
Rowans Schatten ihrer Vergangenheit holen Sie wieder ein: als Kind wurde sie das Opfer einer Familientragödie und auch als FBI Agentin hat sie dieses Trauma nie ganz los gelassen. Der Mörder scheint alles über ihre Vergangenheit zu wissen, doch tappen Rowan und auch die Polizei lange im Dunkeln. Zum Schutz werden Rowan die Brüder Michael und John als Bodyguards zur Seite gestellt und zumindest John ist für Rowan mehr als nur ein Bodyguard.
Das Buch wurde auf vielen Seiten des Internets verrissen. Es sei eine Qual zu lesen, banal, zu viel Liebeszenen, zu wenig Spannung...Ich kann die Kritiken nicht in diesem Umfang nachvollziehen.
Es ist ein klassischer Vertreter des Romantic Suspense. Das wird beim Lesen des Klappentextes und bei der Aufmachung des Buches überdeutlich. Was also haben die Leser denn hier erwartet? Als ein Vertreter des Genres geht es - neben einer durchaus, wie ich finde - spannenden Krimihandlung auch um ein Romanze mit allem Drum und Dran. Das liefert der Roman - und das in einer Art und Weise, daß es mit Sicherheit nicht der schlechteste Vertreter seines Genres ist. Mir gefällt an dem Buch, daß die Spannung durchgehend auf einem hohen Niveau gehalten wird. Mir wurde es in keinem Abschnitt des Buches langweilig. Mir gefällt, daß die Liebesszenen nicht um ihrer selbstwillen einflickt sind, wie man es öfter in diesem Genre findet, sondern das sie einen Platz haben und gewissermaßen einen Zweck erfüllen, um das Handeln der Protagonisten verständlicher zu machen.
Zwei kleine Kritikpunkte hätte ich aber auch: der Übeltäter war eine Spur zu perfekt "böse", so daß er mehr wie eine Comicfigur wirkt und nicht recht, aus Fleisch und Blut.
Ein paar Sachen zum Ende schreien regelrecht: Fortsetzung! Sowas finde ich eher störend.

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Fänger des Glücks
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38 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

baseball, liebe, nora roberts, sport, heirat

Fänger des Glücks

Nora Roberts , Anne Pohlmann
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Cora, 03.09.2007
ISBN 9783899413885
Genre: Gegenwartsliteratur

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Hilflos
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(18)

41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

kindesentführung, entführung, kind, platt, zeitgenössische belletristik

Hilflos

Barbara Gowdy
Fester Einband: 333 Seiten
Erschienen bei Kunstmann, A, 08.03.2007
ISBN 9783888974625
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Tagelang beobachtet Ron, ein selbständiger Handwerker, die 9jährige Rachel. Er hat schon vorher Mädchen auf Schulhöfen heimlich beobachtet, doch Rachel fasziniert ihn. Er entwickelt eine psychopathische Liebe zu ihr und bereitet heimlich in seinem Keller ein Zimmer für Rachel vor. Als bei einer seiner Beobachtungen ein Stromausfall die Gelegenheit bietet, greift er zu und entführt Rachel. Seine Lebensgefährtin Nancy weiht er ein und sie hilft ihm, auch um das Mädchen vor Ron und eventuellen sexuellen Angriffen zu schützen. Er hält sie gefangen im Keller, versucht das Vertrauen des Mädchens zu gewinnen, was ihm nach Wochen auch gelingt, in dem er ihr Horrorgeschichten über die böse Welt draußen erzählt. Doch in ihm wächst der Wunsch, sich ihr körperlich zu nähern.
Als dieses Verlangen unüberwindbar wird, zieht er die Notbremse.
Dieser Roman beschreibt die Entführung aus Sicht des Täters, des Opfern, aus Sicht der Mutter, die geplagt ist von nagenden Selbstzweifeln und mit dem großen Medieninteresse konfrontiert wird, daß ihre Lebensweise in Frage stellt.
Ron erfüllt nicht die Rolle des bösen Psychopathen - und da liegt gewissermaßen mein Problem mit diesem Buch. Er entführt ein Mädchen in eindeutiger Absicht - und dann schildert die Autorin den inneren Kampf dieses Mannes mit seinem Verlangen. Gewissermaßen macht sie ihn zu einem "Guten".
Auf mich wirkt das verstörend. Sicher beabsichtigt von der Autorin, die mit den Lesegewohnheiten brechen will. Sie gibt dem Täter ein menschliches Gesicht und zeigt: es gibt nicht nur schwarz und weiß. Auch nicht, wenn es um Kindesentführung geht.
Nun gehöre ich aber wohl zu den Leserinnen, die das nicht will. Für mich gibt es keinen "guten" Kindesentführer, für mich gibt es keine Graustufen bei einem so unmenschlichen Verbrechen, wie ein Kind in einen Keller zu sperren aus sexuellen Absichten heraus.
Gowdy hat in einem Interview gesagt, daß sie das Buch geschrieben hat, um zu verstehen, was im Kopf eines Menschen passiert, der der sexuellen Anziehungskraft eines kleinen Mädchens erliegt. Verständnis, Einfühlung, Empathie - das ist etwas, was ich für solcherlei Täter nicht aufbringen kann und nicht aufbringen will - und darum bleibt nicht viel Sympathie für dieses Buch bei mir übrig.

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Komm und küss mich!
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(120)

226 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 11 Rezensionen

liebe, frauenroman, chaos, susan elizabeth phillips, golf

Komm und küss mich!

Susan Elizabeth Phillips , Carmen Montez
Flexibler Einband: 508 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 01.01.2004
ISBN 9783442360239
Genre: Unterhaltungsliteratur

Rezension:

Manchmal muß es einfach eine banale Liebesgeschichte sein. Nichts aufregendes, nichts anstrengendes, einfach was zum weg-träumen. Und in so einem Fall greif ich dann auch mal gerne zu einem Buch von Susan E. Phillips.
Die zur britischen Societylady erzogene Lady Francesca Day findet sich eines Tages im Süden der USA wieder, allein und ohne Geld. Hier nützt ihr ihre Schar an verflossenen Liebhabern in England nichts und hier ist auch ihr mit Designerblüschen gefüllter Koffer nicht von nutzen. Sie braucht Geld, sie braucht ein Flugticket und sie will um jeden Preis ihr Gesicht wahren vor der britischen Gesellschaft. Ihr Retter in dieser Not ist der rauhbeinige Golfprofi Dallie Beaudine, der seine eigenen Neurosen mit sich rumträgt. Er wird ihr Retter wider willen und auch wider willen entwickelt sich zwischen den beiden eine stürmische Liebesaffäre. Doch sie gehen wieder getrennte Wege und Francesca muß ihren eigenen Weg finden in diesem Land.
Viele Jahre später begegnen sie sich wieder - und Francesca hat ein Geheimnis.
Eine wirkliche "Kritik" finde ich, ist schwer zu schreiben. Die Geschichten von Phillips erfüllen ihren Zweck: sie unterhalten. Und das sollen sie wohl auch.
Ihre Charaktere sind immer ein bißchen zu "perfekt" um wahr zu sein und immer ein bißchen unglaubwürdig, aber die Liebesgeschichten gehen zu Herzen und auch damit erfüllen sie ihren Zweck. Es hat einen gewissen Witz, ist charmant erzählt. Eine Prise Romantik und Erotik und schön hat man etwas zum träumen.

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Feuerfrau
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(11)

22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

vulkan, liebe, dreiecksbeziehung, manuel, phatasisch

Feuerfrau

Federica de Cesco
Flexibler Einband: 606 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 01.07.2004
ISBN 9783442360772
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Ariana ist die Hauptfigur des Romans. Seit ihrer Kindheit ist sie anders: sie kann mit dem Feuer spielen und es beherrschen - und sie liebt seit ihrer Jugend den Kunstreiter Amadeo. Längst erwachsen arbeitet sie als Vulkanforscherin und hat ihre Obsession mit dem Feuer zu ihrem Beruf gemacht und ihre Obsession mit Amadeo lebt auch noch fort. Die Liebe beschränkt sich auf wenige Wochen im Jahr, doch wenige intensive Wochen und der Rest des Lebens ist Warten. Bis sie bei einer Reise nach Griechenland Manuel kennenlernt und merkt, daß nicht nur Amadeo sie versteht. Und so steht sie zwischen diesen beiden Männern und ist hin und hergerissen. Die Erwachsenenbücher von Federica De Cesco scheint eines zu verbinden: starke, aber dennoch fast gebrochene Frauencharaktere, die auf der Suche nach "Erlösung" sind und die in einem Mann oder durch einen Mann finden. Das muß man zunächst mal mögen.
Ich muß ganz ehrlich sagen, daß ich dieses Buch zwar interessiert, aber doch ein wenig distanziert gelesen habe. Es packte mich nicht so recht, wohl auch, weil ich die Obsessionen nicht nachvollziehen und nicht verstehen kann. Diese fast zerstörerische Liebe zu einem Mann ohne den, aber mit dem sie nicht leben kann, ist mir doch mehr als fremd. Und De Cesco schafft es auch nicht so recht, mir das nahe zu bringen. Es wirkt exotisch und bleibt es. Und das unverständlichste für einen so unromantischen Typen, wie ich es scheinbar bin, ist dann wohl das Ende des Buches. Es war nicht wirklich verschwendete Zeit, weil es doch kurzweilig und unterhaltend war. Aber es war auch kein Buch, was ich nochmal lesen möchte.

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Dieses Buch wird Ihr Leben retten
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(49)

91 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

amerika, los angeles, roman, philosophie, usa

Dieses Buch wird Ihr Leben retten

A. M. Homes
Fester Einband: 446 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 22.02.2007
ISBN 9783462037678
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Richard führt ein wohlhabendes, sorgenfreies Leben. Genug Geld um nicht mehr arbeiten zu müssen, umsorgt von Haushälterin, Fitnesstrainerin und Ernährungsberaterin, seine Ex-Frau und sein jugendlicher Sohn an der anderen Küste lebend, hat sein Leben eine Ordnung bis zu dem Tag, wo ihn seine erste Panikattacke befällt.... oder doch ein Herzinfarkt.
Und er findet sich im Krankenhaus wieder und stellt fest, daß er von Dienstleistern umgeben ist, aber er keinen Menschen hat, der ihm wirklich nahesteht und den er in so einer Situation anrufen könnte. Das reißt ihn aus der gewohnten Ordnung und es geschehen noch mehr Dinge, und Richard läßt sie vor allem geschehen, die ihm andere Menschen nahebringen. Es reihen sich skurille Begegnungen und Ereignisse aneinander und Richard erwacht zu einem neuen Leben.
Mich hat das Buch begeistert. Es liest sich leicht und flüssig. Die Sprache ist nicht sperrig und auch den Inhalt kann man so weglesen. Die Sperrigkeit kommt dann mit dem Nachdenken. Das Buch ist so locker geschrieben, voll gespickt mit Satiren und Übertreibungen, alles übertrieben... oder ist das Leben in Los Angeles so? Man kann es fast glauben. Man ist erst fast ein bißchen neidisch auf diesen Richard, der sich alles spielend leisten kann. Ein neues Auto? Oder gleich zwei? Ein Strandhaus in Malibu für 25 000 Dollar Monatsmiete? Er hat persönliche Ernährungsberater und Fitnesstrainer, die sich um seine Gesundheit kümmern und eine Haushälterin, die sein Leben in Ordnung hält. Er hat mehr Geld, als er braucht. Er hat berühmte Nachbarn.
Am Ende des Buches ist man nicht mehr neidisch, atmet erleichtert auf, daß man selbst am nächsten Morgen wieder für den eigenen bescheidenen Lebensunterhalt wieder ins Büro gehen darf. "Jeder hat es besser als sie." sagt sein Arzt zu ihm... und man möchte ihm zustimmen. Etwas ratlos läßt einen das Ende zurück. Aber das kann man verschmerzen. Ein Buch, mit dem ich mich sicher noch ein bißchen beschäftigen möchte.

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Klappe, Liebling!
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(23)

50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jennifer crusie, frauenroman, liebe, film, romantik

Klappe, Liebling!

Jennifer Crusie , Bob Mayer , Eva Kornbichler
Flexibler Einband: 475 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 12.02.2007
ISBN 9783442463282
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Lucy Armstrong, Regisseurin, die bislang Werbefilme für Hundefutter in New York gedreht hat, hilft bei einem Filmdreh in Savannah aus. Ihre Schwester und ihr Ex-Mann, die beide bei diesem Film beschäftigt sind, haben sie zur Hilfe gerufen, nachdem der Regisseur zu Tode kam, das Drehbuch kurzfristig geändert wurde und nun alles drunter und drüber geht. Die letzten vier Tage soll Lucy helfen, das Chaos ordnen und die Stuntszenen in den Kasten bekommen.
Doch nicht nur, daß diese Szenen kaum zum Drehbuch passen. Auch zeigen sich die Crew und Schauspieler wenig eifrig. Lediglich der Green Beret J.T. Wilder, der zeitgleich mit Lucy als neues Stunt-Double des Hauptdarstellers neu am Set ankommt, ist engagiert bei der Sache. Doch dann passieren die ersten Unfälle und der Financier des Films schaltet sich ein und setzt Lucy unter Druck. Hinter den Unfällen scheint System zu stecken und mehr und mehr zeigt sich, daß vor allem ihr Ex-Mann andere Interessen bei diesem Dreh verfolgt.

Jennifer Crusie, die eher für leichten, romantischen Lesestoff bekannt ist, hat sich hier einen Co-Autor gesucht, um ein actionreicheres Werk zu verfassen. Bob Mayer, wie die Figur J.T. ein ehemaliger Green Beret, hat bei diesem Roman die Aufgabe, für Action zu sorgen. Die beiden haben sich ihre Rollen gut verteilt.
Wer Spaß an Hintergrundgeschichten hat, sollte auf http://www.crusiemayer.com/story.htm die Geschichte dieser Kooperation mal nachlesen. Sehr amüsant, die kleinen Kappeleien: (Zitat von der Seite:)
Jenny: “I want to write about a woman who runs a B&B or a woman who’s a film director.”
Bob: “How many people can I kill in a B&B?”
Jenny: “I’ll do the film director.”

Diese kleinen Reibereien finden sich auch im Buch wieder, wie ich sagen muß.
Auf jeden Fall merkt man deutlich, daß es zwei Seiten dieses Buches gibt. Die romantische und die actionreiche, um nicht zu sagen brutale... Da bedienen beide Autoren die Klischees perfekt. Da ist die geistreiche, hübsche Lucy, eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht, tough, gutaussehend... wie die Frauen in den Romanen nun mal so sind. Und da ist der harte Kerl, testosterongesteuert, der Beschützer und Versorger, der in den Armen der richtigen Frau auch seine "weiche Seite" entdeckt. Was bei dieser Konstellation und Zusammenarbeit herauskommt ist ein rasanter Thriller, der aber auch so rasant ist, daß ich mehr als einmal verwirrt war. Viele Personen und viel Handlung. Vier Tage auf 470 Seiten in einer Fülle, daß man damit auch ein paar Seiten mehr hätte füllen können. Witzige Szenen wechseln sich mit brutalen und dann wieder romantischen ab, daß das Buch ein bißchen einer Achterbahnfahrt gleicht.
Ich habe das Buch in zwei Tagen ausgelesen und mich gut unterhalten gefühlt. Das möchte ich erst einmal vorweg sagen. Es ist eine gute, solide Unterhaltung, ein bißchen Romantik, ein bißchen Abenteuer, ein bißchen Witz. Und ich habe mir immer überlegt, welchen Hollywoodschauspieler ich mir in den Rollen vorstellen könnte. Eigentlich schreit das ganze regelrecht nach Verfilmung.
Das einzige, was mich ein bißchen gestört hat, war die Fülle an Namen zu Beginn, die etwas verwirrend war. Und was mich bei diesen romantischen Geschichten immer stört, ist das märchenhafte "...und sie lebten glücklich, bis an ihr Lebensende". Nach vier Tagen und zwei, drei heißen Bettszenen wissen die Protagonisten, daß sie füreinander geschaffen sind und schon ist von großer Liebe und Ehe die Rede.

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Die Favoritin des Königs
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(15)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

frankreich, pompadour, historischer roman, hof, mätresse

Die Favoritin des Königs

Claudia Ziegler
Fester Einband: 735 Seiten
Erschienen bei Diana HC, 21.02.2007
ISBN 9783453290235
Genre: Historische Romane

Rezension:

An diesem Buch bin ich fast gescheitert - nicht das es so anspruchsvoll wäre, aber es war für mich doch ziemlich lähmend und hat meine Lesefreude doch sehr gemindert. Aber der Reihe nach, erst einmal kurz um Inhalt:
Das Buch erzählt das Leben der Jeanne-Antoinette Poisson, besser bekannt als Marquise de Pompadour. Die Autorin nimmt hierbei die historisch bekannten Fakten und macht daraus einen Roman, mit fiktiven Elementen und ihrer ganz eigenen Sicht der Geschichte. Das Anliegen der Autorin ist es, aus der in der geschichtlichen Betrachtung fast durchgehend negativ dargestellten Madame Pompadour eine lebendige und sympathische Frau zu machen, die nicht Intrigantin und Täterin ist, sondern liebende Frau und Opfer.
Und daran genau scheitert der Roman für mich. Das Pendel schlägt mir zu sehr nun nach der positiven Seite aus und Madame Pompadour ist genauso eindimensional geblieben. Für mich ist sie in diesem Roman keine glaubhafte Figur. Einerseits sittsam erzogen, mit eigenen Moralvorstellungen, schämt sie sich für das Leben ihrer Mutter und ist erschüttert über das Ziel, was ihre Gönner damit verfolgen, wenn sie ihr die Bildung zukommen lassen. Doch dann verfolgt sie sehr schnell selbst das Ziel, als sie nur ein Blick auf den König wirft und sich sofort verliebt. Und zwar nicht etwa in die Machtfigur, nein, in den Mann, wie die Autorin glaubhaft machen will. Muß Liebe schön sein, wenn es denn so wäre, wie uns hier vorgegaukelt wird. Doch so schön ist Liebe nur in Schmonzetten oder den Soap-Operas des Vorabendfernsehens. Und darin fühlt man sich oft sprachlich und inhaltlich versetzt. Der Autorin gelingt es nicht, vor meinen Augen ein historisches Versailes entstehen zu lassen, sondern ich hatte die ganze Zeit das merkwürdige Gefühl, hier spielen moderne Soap Opera - Darsteller ein bißchen in historischen Kostümen rum. Sprachlich und auch in der Beschreibung von Gefühlen und Beziehungen ist doch alles zu sehr von unserer Zeit geprägt und lassen die damalige Zeit nicht realistisch zum Abtauchen entstehen.
Die Intrigen um sie herum langweilten mich sehr schnell und es gibt auch keinen wirklich guten Spannungsverlauf, der einen mitziehen könnte.
Für mich ist das Buch nicht gelungen.

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Shiver
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182 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 10 Rezensionen

thriller, selbstmord, anstalt, abby, serienkiller

Shiver

Lisa Jackson , Elisabeth Hartmann
Fester Einband: 584 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 21.02.2007
ISBN 9783426662632
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Die Autorin Lisa Jackson wird im Romantic Suspense - Genre angesiedelt. Hinter diesem englischen Begriff stecken Krimis oder Thriller, die zusätzlich noch eine deutliche romantische Liebesroman-Handlung haben, zumeist mit doch recht deutlichen Liebesszenen. Bislang habe ich dieses Genre gelesen, ohne zu wissen, daß es einen Namen dafür gibt. Jetzt hat also auch dieses Kind einen Namen.
Zum Buch: Abby Chastain ist eine Fotografin in New Orleans, die nicht nur eine Scheidung zu verdauen hat, sondern auch in ihrer Vergangenheit traumatische Ereignisse, die Narben zurückgelassen haben. Als Kind mußte sie miterleben, wie ihre psychisch kranke Mutter aus dem Fenster des Krankenhauses gestürzt hat. Und jetzt, 20 Jahre später, geschehen grausame Morde, die alle auf dieses alte Drama und auf sie hinzuweisen scheinen. Der leitende Detective Reuben Montoya versucht das Rätsel zu entschlüsseln und dabei erwacht sein Interesse für Abby.
Die Krimihandlung hat mir gut gefallen. Es ist spannend, das kann man nicht leugnen. Allerdings gibt es so manches, was mich an dem Thriller stört. Nachdem die Handlung allmählich spannend aufbaut, kommt das Ende dann doch ein bißchen sehr überraschend, als sollte es nun doch mal schnell gehen. Damit war für mich der Spannungsbogen gebrochen. Schade! Auch nicht gefallen hat mir die Entwicklung der Liebesgeschichte. Ich habe nichts gegen Bettszenen... nicht falsch verstehen, aber hier hatte man den Eindruck, daß sie überflüssig und unnötig war. Diese Bettszene wurde geschrieben, weil sowas eben in das Genre gehört und weil es eben untergebracht werden mußte. Schade! Die Handlung fördert das nicht.
Und ein bißchen bitter aufgestoßen ist mir das Nachwort der Autorin:
"Dieser Roman ist vor dem Hurrikan Katrina entstanden, bevor die Stadt New Orleans und die nahe gelegene Golfküste vom Sturm verwüstet wurden. Ich hoffe, mir ist es gelungen, die einzigartige Atmosphäre von New Orleands einzufangen, wie es früher war und wieder sein wird."
Nein, tut mir leid, Mrs. Jackson, das ist ihnen nicht gelungen. Der Roman ist ein solider Thriller mit Schwächen und überflüssigem Ballast, aber Lokalkolorit hat er mal so gar nicht. Von New Orleans erfährt der Leser nichts. Der Roman hätte genauso in Miami, Los Angeles oder Chicago spielen können, ohne auch nur ein Wort zu ändern.

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Diner des Grauens
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48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

vampir, witzig, fantasy, geist, zombies

Diner des Grauens

A. Lee Martinez
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2008
ISBN 9783492291750
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Zwei Kerle in ihrem Pickup auf dem Weg durch die Wüste machen alt an einem heruntergekommenen Wüstendiner. Soweit alles ganz normal und ganz langweilig. Doch dann wird die Mahlzeit durch einen Angriff von Zombies gestört und auch die zwei Kerle entpuppen sich als wenig alltägliche Gestalten: Earl ist Vampir, Duke ein Werwolf.
Und in dem Diner und dem kleinen Ort mitten in der Wüste, Rockwood, geht auch nicht alles mit rechten Dingen zu: Geister und Zombiekühe und das wirklich böse bahnt sich gerade erst an. Doch Earl und Duke nehmen die Spur auf.
Ein köstlich unterhaltender Roman. Eine temporeiche Geschichte, schräge Gestalten und viele witzige Dialoge.

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Das Gesicht unter dem Eis
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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

krimi, tagebuch, mädcheninternat, internat, thriller

Das Gesicht unter dem Eis

Carol Goodman , Christine Strüh , Adelheid Zöfel
Fester Einband: 455 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.10.2003
ISBN 9783453875838
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

20 Jahre nach ihrem Schulabschluß kehrt Jane Hudson, nach der Trennung von ihrem Mann, in das Internat Heart Lake zurück als Latein-Lehrerin.
Das Leben mit ihrer kleinen Tochter scheint sich in dem Mädcheninternat und ihrer alten Heimat wieder zum positiven zu wenden, als sie eines Tages zwischen den Arbeiten ihrer Schülerinnen die Seite aus ihrem alten, verschollenen Tagebuch vom letzten Schuljahr findet. Das bleibt nicht das letzte Zeichen aus der Vergangenheit, die sie bedrohlich einzuholen scheint. Denn in ihrer Vergangenheit lauern so manche Dramen ... und Leichen. Und sie scheint sich zu wiederholen.
Carol Goodman legt hier einen beachtlichen Erstlingsroman hin, wie ich finde. Allerdings nur in Teilen.
Der Roman ist unterteilt in drei Teile. Und ich persönlich fand den ersten und den letzten Teil sehr spannend. Allerdings der mittlere Teil liest sich unglaublich zäh und langweilig. Hier wird in einer ausführlichen Rückblende haarklein die Ereignisse von Janes Schulzeit geschildert - eine Ausführlichkeit, die so absolut überflüssig ist.
Ich war von diesem Teil sehr gelangweilt und das hat mein Lesevergnügen schon sehr eingeschränkt. Der dritte Teil wird dafür wieder umso spannender und die Geschichte hat eine gute Wendung und Auflösung.
Wenn ich also von dem langweiligen Mittelteil absehe, ein sehr guter Krimi mit interessanten Figuren und netten Details.

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120 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

thriller, gentechnik, usa, gene, next

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Michael Crichton
Fester Einband: 539 Seiten
Erschienen bei Blessing, Karl, 15.01.2007
ISBN 9783896673374
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Es dreht sich alles um die Gene und um ihre Nutzung - in Forschung und kommerziell. Darum ranken sich die verschiedenen Handlungsstränge in diesem Roman: da gibt es transgene Tiere, deren Erbgut menschliche Gene hinzugefügt wurden. Da gibt es Zellstrukturen, deren Besitz einem Gentechnologieunternehmen zugesprochen wurde. Da gibt es Patente auf Gene und Zellen...
Diese Handlungsstränge verflechtet Crichton zu einem sozialkritischen Thriller.
Mich als Leser lässt das ganze aber eher verwirrt zurück. Crichton hat die besten Absichten: nicht zu letzt deswegen findet sich im Anhang fast zwanzigseitiges Ergänzungsmaterial zur Lage der Gesetze bezüglich der Gentechnologie. Mit seinen kleinen Szenarien malt Crichton ein dunkles Zukunftsbild: nicht mehr der Mensch ist Eigentümer seiner eigenen Zellen, sondern ein Biotechnologieunternehmen - mit allen Konsequenzen. Tiere mit menschlichen Problemen werden ein ethisches Problem. Tiere werden genmanipuliert um als lebende Werbeflächen durch die Welt zu laufen: diese Schildkröte wird ihnen präsentiert von ...
Alles was gentechnisch möglich wäre oder sein könnte, wird von Crichton ausgespielt. Dabei vergisst er dann aber dem Roman eine gelungene Struktur und so etwas wie Spannung zu geben.
Und der Autor scheint sich auch sehr in seiner Fantasie zu gefallen - und so manches, was er vermutlich als Horrorszenario gedacht hat, bekommt eine niedliche und fast schon verlockende Note. Der Papagei, der Chansons singt, sich für einen Menschen hält, ist einfach nur putzig und amüsant. Die erschreckende Note verliert sich hierbei völlig.
Für dieses Buch gilt meiner Meinung nach: das Gegenteil von gut gemacht ist manchmal gut gemeint. Gut gemeint hat es Crichton, das liest man aus jedem Satz. Gut gemacht sieht anders aus.

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Das hier ist nicht New York, wissen Sie
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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

new york, pine barrens, freundschaft, cranberries, verkehrsunfall

Das hier ist nicht New York, wissen Sie

Kathleen DeMarco
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.02.2002
ISBN 9783785715321
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Dianas Welt bricht zusammen, als ihre Eltern und ihr Bruder bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommen. Gelingt es ihr zunächst die Fassade aufrecht zu erhalten, kommt der Zusammenbruch aber unweigerlich. Die Mittdreißigerin schmeißt ihren Job, schlägt die Hilfe ihrer Freunde und Verwandten in den Wind und verläßt New York. Ziellos fährt sie mit dem Auto los, um ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Aber sie kommt nicht weit: in Pine Barrens, New Jersey strandet sie, als sie - fasziniert von der fremden Landschaft - eine alte Frau umfährt. Rosie und ihre Familie nehmen sie auf und in der Fremde muß sich Diana nun dem Kampf mit ihrer Trauer stellen.
Es ist keine leichte Kost. Es liest sich gut und flüssig, aber es ist ein trauriges Buch. Der Klappentext spricht von einem Großstadtroman... eine Einschätzung, die ich gar nicht teilen kann. Eigentlich ist es genau das Gegenteil. Es ist ein Roman, der vom Leben auf dem Land erzählt, von intakten sozialen Strukturen, vom Leben von und mit der Natur fern von jeder Umweltschützer-Natur-Idylle. Es ist vielmehr ein Landroman - und eine Liebeserklärung an ein New Jersey, die man so auch noch nicht gelesen hat. Diana ist in ihrer Zerissenheit und in ihrem Gefühlschaos sehr glaubhaft geschildert. Ein paar andere Personen des Romans (Rosie zum Beispiel) scheinen dagegen sehr einem Klischee einer liebenden, gütigen Großmutter vom Land entsprungen und bleiben ein bißchen farblos.
Alles in allem aber ein schönes, trauriges Buch.

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Alma Mater
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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

lesbische liebe, lesben, usa, liebesgeschichte

Alma Mater

Rita Mae Brown
Fester Einband
Erschienen bei Ullstein Buchverlage
ISBN 9783550083686
Genre: Sonstiges

Rezension:

Vic (Victoria) besucht ein nobles College, ist hübsch, beliebt und mit dem Footballstar des Colleges, Charly Harrison liiert. Die beiden sind das Traumpaar des College und jeder, auch sie selbst und ihre Familien gehen davon aus, daß nach dem Abschlußjahr geheiratet wird. Ihre Südstaatenfamilie freut sich, daß ihre Tochter einen Sohn aus gutem Haus, einer alten Präsidentschaftsfamilie ehelichen wird. Und auch das Geld käme der Familie recht, die mal wieder unter den Börsenspekulationen des Vaters leidet. Doch alles wird auf den Kopf gestellt, als die junge Studentin Chris in das Nachbarhaus von Vic einzieht und die beiden sich erst befreunden und dann verlieben... Vic muß sich entscheiden.
Dieses Buch hat mich sehr geärgert.
Von Rita Mae Brown bin ich besseres gewohnt und auch sollte man meinen, daß Thema könnte ihr vertraut sein. Doch statt die Seelennöte, die die plötzliche Erkenntnis um die eigene homosexuelle Neigung zu erfassen, statt die Konflikte mit Freund, Familie und Nachbarn zu behandeln, bleibt Rita Mae Brown belanglos und oberflächlich und geradezu absurd konfliktfrei.
Statt Eifersuchtsdramen bekommen wir die detaillierte Schilderung eines Dreiers - und nicht mal danach Gewissenskonflikte und Unsicherheiten - nein, alle sind fröhlich.
Statt einer Südstaatenfamilie, die um ihr Ansehen in der konservativen Kleinstadtgemeinde fürchten muß, kommt Verständnis für die absurdesten Beziehungsverwicklungen. Die kleine pubertierende Schwester reagiert verspielt neugierig, die Mutter mit "Hauptsache, du bist glücklich Kind..." und die Nachbarn haben für alles Verständnis. Der Freund läßt sie ohne Kampf, Streit und Selbstzweifel ziehen.
Zu keinem Zeitpunkt in dem Buch hat man das Gefühl die Figuren nehmen sich und ihre Situation ernst. Die Autorin nimmt das Thema und ihre Figuren nicht ernst, sondern setzt uns eine schwule, heile Welt vor, die es wohl nur in ihren Träumen gibt, aber wohl kaum in der amerikanischen Südstaatenrealität.
Vielleicht habe ich hier eine sehr versteckte Sozialkritik nicht verstanden? Vielleicht ist es ihr Versuch eine traumhafte Phantasiewelt eines reibungslosen, glücklichen Coming Outs zu erschaffen? Dem Thema wird sie damit jedenfalls nicht gerecht - und allen Mädchen und jungen Frauen, die jemals in dieser Situation gesteckt haben auch nicht.

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Tokio
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123 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

nanking, japan, tokio, krieg, thriller

Tokio

Mo Hayder , Ute Thiemann
Fester Einband: 415 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag (HC), 07.06.2005
ISBN 9783442310180
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Die englische Studentin Grey kommt nach Tokyo um ein schreckliches Geheimnis der japanischen Geschichte aufzudecken. Was ist 1937 bei der japanischen Besetzung in Nanking wirklich passiert? Doch sie selbst trägt auch ein schreckliches, verstörendes Geheimnis mit sich herum und wird immer wieder mit ihrer Geschichte konfrontiert. Auf der Suche nach der historischen Wahrheit gerät sie nicht nur an einen Zeitzeugen, einem Professor, sondern auch an Gestalten der japanischen Unterwelt.
Nach dem Lesen bin ich noch nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll. Es ist ein spannender Roman, der verschiedene Ebenen mit einander vereint. Was geschah 1937? Was will der Professor? Was hat der Yakuza mit all dem zu tun? Und welches Geheimnis verbirgt sich hinter Greys eigenen eingestreuten Erinnerungen?
Das alles ist recht kunstvoll verwoben und zu einer Geschichte zusammen gepackt.
Spannend ist es, mitreißend auch. Aber es ist auch so eindringlich, daß es mich etwas ratlos und schockiert zurücklässt. Insgesamt ist es mir dann ein bißchen viel.
Ich fürchte der Leser, der einen einfachen Thriller zur Unterhaltung lesen möchte, konnte manches ein wenig überfordern.
Auf jeden Fall aber empfehlenswert - ein Thriller, der mehr ist als ein Thriller und nachdrücklich noch wirkt.

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Wolfsfährte
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98 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

hamburg, gebrüder grimm, thriller, märchen, jan fabel

Wolfsfährte

Craig Russell , Bernd Rullkötter
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 09.01.2007
ISBN 9783431036978
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Bei diesem Krimi handelt es sich um den zweiten Fall für Hauptkommissar Jan Fabel nach Blutadler. Und obwohl der Autor Schotte ist, spielt der Krimi in Hamburg.
Es geschehen grausame Morde in Hamburg und alle Morde verbindet eines: der Mörder scheint sich an den Grimms Märchen zu orientieren. Und das wo gerade ein Roman Furore macht, in dem der Autor behauptet, Jacob Grimm sei ein Serienmörder, der selbst nach den Motiven der gesammelten Geschichten gemordet hat.
Jan Fabel steht vor der Herausforderung das Motiv hinter den Morden und den Täter zu finden. Und es fängt damit an, daß er herausfinden muß, was das ganze mit einem drei Jahren verschwundenen Mädchen zu tun hat. Obwohl ich den ersten Krimi um das Team von Jan Fabel nicht gelesen habe und eigentlich einen riesigen Bogen um deutsche Krimis mache, hat mich dieses Buch schon von der ersten Seite an voll überzeugt. Es ist eine spannende Krimihandlung, ein interessantes Motiv mit der Umsetzung der Märchen, und eine sehr detailgetreue und lebensnahe Beschreibung der Menschen vor allem, die diesen Krimi zum Lesegenuß macht.
Besonders bei der Beschreibung der Personen beweist der Autor ein gutes Händchen. Sowohl die Polizisten, wie auch Opfer und Familienangehörige werden sehr lebendig und vor allem realistisch, nicht klischeehaft.
Der Leser kann miträtseln und wird am Schluß nicht durch ein ganz abstruses Ende geschockt.
Für mich war der Krimi und der Autor eine neue Entdeckung und ich werde sicher noch das ein oder andere Buch mehr lesen.

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Der dritte Bruder
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40 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 5 Rezensionen

drogen, familie, new york, bangkok, bruder

Der dritte Bruder

Nick McDonell
Flexibler Einband: 269 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 24.08.2006
ISBN 9783462037319
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Ich-erzähler Mike ist ein verwöhnter Sohn reicher Eltern, mit Haus auf Long Island, behütet aufgewachsen mit seinem Bruder Lyle. Beste Schulbildung, gute Beziehungen und eine nach Außen intakte Familie. Mit seinem Praktikum in Hong Kong bei einem Freund seines Vaters entzieht sich Mike nur scheinbar dem familiären Korsett und auch ein Ausflug nach Bangkok wirft ihn immer wieder in die alten Beziehungen seines Vaters zurück. Eine familiäre Katastrophe ruft ihn nach New York zurück. Die familiäre Idylle ist vollends zerstört. Mike kümmert sich um seinen Bruder Lyle. Und als am 11. September die Flugzeuge ins World Trade Center einschlagen macht er sich auf nach Downtown zu seinem Bruder der in der Nachbarschaft wohnt.
Soweit die Handlung... Es war schon schwer eine Inhaltsangabe zu schreiben, so vollgestopft mit ausbaufähigen Stories, so überladen ist das Buch.
Und das ist meiner Meinung nach das Problem. Ich frage mich immer noch, welche Geschichte der Autor erzählen wollte: die, des übersättigen Wohlstandsjünglings, der sich unter all den Gleichgesinnten im exotischen Bangkok tummelt, auf der Suche nach dem nächsten Rausch, dem nächsten Kick, dem nächsten Abgrund? Oder die der nach außen intakten, angesehenen, wohlständigen Familie mit Landsitz auf Long Island, die aber innerlich total verfault und morsch ist? Oder die Verzweiflung des 11. September, die für viele ein dramatischer Höhepunkt war?
Und das sind noch lange nicht alle Geschichten, die der Autor anfängt, umspannt und auch wieder fallen lässt. Und das alles auf gerade mal knapp 270 Seiten.
Mir sind es zu viele Stricke und irgendwie bleibt der schale Nachgeschmack, daß die Beiläufigkeit, in der der 11. September abgehandelt wird, auch dem nicht gerecht werden kann.
Gefallen hat mir die klare Sprache, gefallen hat mir die Familiengeschichte und die kurzen, knappen Kapitel mit vielen Zeitwechseln, die die Geschichte sehr dynamisch macht.
Ansonsten ist, glaube ich, mein Fazit: weniger wäre mehr gewesen - und hätte dem Buch genutzt. Schade!

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Ein todsicherer Job
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501 Bibliotheken, 6 Leser, 6 Gruppen, 69 Rezensionen

tod, humor, fantasy, san francisco, höllenhunde

Ein todsicherer Job

Christopher Moore
Flexibler Einband: 479 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 13.11.2006
ISBN 9783442542253
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Ein typischer Christopher Moore Roman: skurill, schräger Humor, eine Prise Realität und viel Phantasie.
Diesmal geht es um eine kleinen Antiquitäten- und Secondhand- Händler, dessen Leben auf den Kopf gestellt wird, als seine Frau bei der Geburt seiner Tochter stirbt. War sein Leben mit seinen schrägen Angestellten und seiner lesbischen Schwester schon vorher alles andere als normal, wird es jetzt richtig schräg. Am Sterbebett seiner Frau sieht er eine mintgrün gekleidete Gestalt - und danach fangen die Ungereimtheiten erst so richtig an. Und es dauert eine Weile bis Charlie weiß, was das Schicksal von ihm erwartet: er soll Todesbote werden oder vielmehr, er ist es schon. Anfangs wehrt er sich gegen die neue Berufung, doch er arrangiert sich bald damit. Nur treiben da noch andere Mächte ihr Unwesen, die immer stärker werden und auch ihn und seine kleine Tochter zunehmend bedrohen.
So recht weiß ich am Ende des Buches nicht, was ich davon halten soll. Als Leser war ich etwas überfordert damit. Nicht, daß es sprachlich oder inhaltlich anspruchsvoll ist... nein. Aber es ist gewöhnungsbedürftig traurige Themen mit fast schon brutalem Humor präsentiert zu bekommen und dann wieder fast schon philosophische, wunderschöne Bilder, wie das der Seelenschiffchen. (Als Leserin habe ich mich gerne mal gefragt, an welchem Gegenstand, der mich umgibt wohl meine Seele hängt). Liebevoll gezeichnete Charaktere und beißende Ironie. Und der Zeitverlauf ist auch ein bißchen rasant, was man nur an der Entwicklung der kleinen Sophie wirklich bemessen kann. Das Buch ist wie eine Achterbahnfahrt für die Gefühlswelt. Und genauso endet es auch.
Gefallen hat mir, daß es keinen Superhelden gibt, der am Ende die Welt rettet, sondern einen Vater und Mann mit Macken, Komplexen und Neurosen. Gefallen hat mir eigentlich auch die Art des Humors. Nicht so gefallen hat mir das Ende, hat mir so manche Überspitzung und vor allem daß meine nachdenklichere Seite in mir eher ratlos zurückbleibt.
Irgendwie bleibt ein fader Beigeschmack.

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Das Café der kleinen Träume
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79 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

liebe, café, träume, irland, freundschaft

Das Café der kleinen Träume

Sharon Owens , Angelika Naujokat
Flexibler Einband: 427 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.05.2006
ISBN 9783426629642
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Penny und Daniel haben ein kleines, altmodisches Café in der Innenstadt von Belfast. Der geschäftliche Erfolg führt aber nicht zum privaten. Ihre Liebe geht in der Routine und Geschäftigkeit unter. Und sie sind nicht die einzigen Liebesgeplagten im Café. Da wäre z.b. Henry, der sich mehr und mehr von seiner Frau entfremdet, die mehr ihren Wintergarten liebt, als ihren eigenen Mann. Oder Sadie, die Frau des Wintergarten-Verkäufers, die von ihrem Mann betrogen wird und ihren Frust in Kirschkäsekuchen erstickt. Oder Brenda, eine mittellose Künstlerin, die Nicolas Cage Liebesbriefe schreibt. Oder Clare, die früher mal in der gleichen Wohnung wie Brenda gelebt hat und dort unsterblich verliebt war, aber ihren Geliebten aus den Augen verloren hat.
Und so folgt der Leser all diesen Cafébesuchern und erlebt, wie sich die Geschichten auf die ein oder andere Art lösen, mal mit Happy End, für den ein oder anderen aber auch ohne.
Es ist ein leicht zu lesender Roman, in dem es über Freud und Leid der Liebe in vielen Facetten geht. Da gibt es Betrug und Eifersucht, da gibt es eine Liebe, die sich aus Freundschaft entwickelt, eine unsterbliche Leidenschaft, Fanliebe und die Elternliebe. Das Café bildet dabei einen gelungenen Zusammenhalt und Mittelpunkt für all die unterschiedlichen Geschichten. Auch wenn es so viel Liebe gibt, ist es kein kitschiger oder zuckersüsser Roman. Nicht die Romantik steht im Vordergrund, sondern die recht unterschiedlichen Charaktere, die sehr natürlich und glaubhaft wirken. Die Autorin verzichtet auf übermässige Gefühlsduselei genauso wie auf Sexszenen. Und das tut dem Buch gut und macht es zu einer schönen Lektüre, an der ich viel Spaß hatte. Und für alle Gebäck-begeisterten gibt es als kleines Schmankerl noch ein Kirschkäsekuchenrezept im Anhang.

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