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394 Bücher, 216 Rezensionen

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One for the Money
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(8)

14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

geld, zeuge, kopfgeldjägerin, vergewaltigung, kopfgeld

One for the Money

Janet Evanovich
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Penguin Books Ltd, 01.02.1996
ISBN 9780140252927
Genre: Sonstiges

Rezension:

Stephanie Plum ist bereits seit mehreren Monaten arbeitslos und langsam aber sich gehen ihr die Möbel zum Verkaufen aus. Kurzerhand lässt sie sich von ihrem Cousin als Kopfgeldjägerin einstellen und schnappt sich einen großen Fall: 10.000 $ Kopfgeld sind auf Joe Morelli ausgesetzt, der wegen Mordes gesucht wird. Der ist für Stephanie kein Unbekannter, denn in Kinder- und Jugendtagen hatten die zwei ein paar intensive Begegnungen. Ein Grund mehr für Stephanie, Joe ausfindig zu machen und das Geld zu kassieren. Das erweist sich jedoch schwerer als gedacht. Zwar spürt sie Joe immer wieder auf, doch der kann jedes Mal entwischen. Hartnäckig bleibt sie ihm auf den Fersen und beschließt, besagten Mord etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Aufmerksam geworden bin ich auf One for the Money durch den Trailer zur Verfilmung, die 2012 in die Kinos kommen wird. Bisher hatten mich die Cover von Janet Evanovichs Bücher immer abgeschreckt, aber wie sich herausstellte, war es ein Fehler, sich von der Optik beeinflussen zu lassen, denn der Auftakt zu Stephanie-Plum-Reihe ist richtig super!
Stephanie ist nicht nur witzig, sondern gleichzeitig auch eine ganze normale Frau, mit der man sich identifizieren kann. Ihre Jagd auf Joe Morelli bringt eine gewisse erotische Spannung mit sich. An dieser Stelle hätte ich mir etwas mehr zwischen den beiden gewünscht (immerhin hat es schon mächtig geknistert), aber das folgt vielleicht in den nächstes Teilen.
Neben dem typischen Frauroman fehlte aber auch eine gute Portion Action gemixt mit einem Klacks Thriller nicht. Meiner Meinung nach eine gute Mischung! Alle Ereignisse wurden wunderbar auf den Punkt gebracht, bevor an den richtigen Stellen ein Schnitt kam.
Mit Sicherheit lasse ich mir die weiteren Bücher der Reihe nicht entgehen, wobei mir die Anzahl (inzwischen ist die Autorin nämlich bei Band 18 angekommen) schon ein wenig Sorgen macht, denn meistens leidet nach einer gewissen Anzahl von Bänden irgendwann die Qualität.

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Tags: geld, kopfgeld, kopfgeldjägerin, mord, vergewaltigung, zeuge   (6)

  

 

Die Mütter-Mafia
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(524)

765 Bibliotheken, 6 Leser, 5 Gruppen, 87 Rezensionen

kinder, scheidung, mütter, humor, liebe

Die Mütter-Mafia

Kerstin Gier
Flexibler Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Lübbe, 22.03.2005
ISBN 9783404152964
Genre: Unterhaltungsliteratur

Rezension:

Frisch und völlig unerwartet reicht ihr Mann Lorenz die Scheidung ein und verfrachtet Constanze sowie die beiden Kinder kurzerhand in das Haus seiner verstorbenen Mutter. Ein Alptraum aus Mahagoni erwartet die drei in der Insektensiedlung! Doch zum Glück bietet sich Nachbarin Mimi gleich an, zusammen mit Constanze frischen Wind in die neue Wohnumgebung zu bringen. Es könnte also doch ein schöner Neuanfang werden, wären da nicht die Nachbarn, die von ihrem Rechtsschutz inflationär Gebrauch machen und die Bilderbuch-Mamis von der Mütter-Society, die sich zum Ziel gesetzt haben, ihre Kinder zu kleinen Supertalenten zu machen. Zum Glück finden sich sehr schnell neue Freundinnen, bei denen es auch mal drunter und drüber gehen darf.

Wie beinahe nicht anders zu erwarten, ist Die Mütter-Mafia ein wunderbaren Frauenroman - leicht, witzig und einfach unglaublich sympathisch! Constanze bietet das reinste Kontrastprogramm zu den spießigen und arroganten Müttern der Mütter-Society und liefert dadurch jede Menge heitere Lesestellen. Auch ihre Freundinnen bringen Spaß in das Buch und an keiner konnte ich so richtig etwas zum Aussetzen finden.

Selbstverständlich darf auch ein Mann in der Geschichte nicht fehlen! Und ich bin gespannt, wie sich die Geschichte zwischen Constanze und Anton und auch allen anderen weiterentwickeln.
Ein rundum gelungener Start für eine hoffentlich gelungene Reihe!

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Tags: alleinerziehend, mutter, mütter mafia, scheidung   (4)

  

 

Erbarmen
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(429)

708 Bibliotheken, 17 Leser, 5 Gruppen, 72 Rezensionen

entführung, dänemark, thriller, krimi, rache

Erbarmen

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 424 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.02.2011
ISBN 9783423212625
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Nach einem folgenschweren Unfall kehrt Carl Morck zurück in den Polizeidienst, doch so richtig ist niemand froh darüber. Kurzerhand wird er als leitender (und einziger) Ermittler in das neu gegründete Sonderdezernarz Q versetzt, das sich mit bisher ungelösten Fällen beschäftigt. Eher lustlos nimmt sich Carl der Fälle an, aber sein syrischer Assistent Assad ist so energisch, dass schnell klar wird: Hier muss tatsächlich gearbeitet werden! Als erstes landet die Akte der vor Jahren auf einer Fähre verschwundenen Merete auf dem Tisch des Ermittlers. Alles deutet auf einen Unfalltod durch Ertrinken hin, bei dem die Leiche nicht gefunden wurde. Doch das kann sie auch gar nicht, denn Merete lebt und vegetiert seit Jahren in einem kahlen Raum vor sich hin. Wird es Carl schaffen, sie lebend zu finden, bevor ihr Peiniger seinen Plan vollenden und sie töten kann?

Nach Stieg Larsson ist Jussi Adler-Olsen mein zweiter Ausflug in die Welt der skandinavischen Autoren und ich muss sagen, dass mir dieser Herr wesentlich besser gefällt.
Schon allein durch Carl Morck, der weder Lust auf seinen Job noch auf sein Leben hat und mit dieser Einstellung nicht nur bei Kollegen aneckt, bekommt dieser Einstieg in einer Krimireihe einen ganz besonderen Touch. Aber auch Assad, der eindeutig ein paar Geheimnise hat, muss man einfach gern haben.
Das Buch verläuft den Großteil der Zeit in zwei Zeitsträngen: Die Zeit vor und während Mertes Entführung sowie Carls Ermittlungen, bis die beiden Handlungen aufeinandertreffen. Anfangs war ich auch tatsächlich sehr gefesselt von Meretes Geschichte und vor allem ihre Zeit in Gefangenschaft wird krass beschrieben, aber leider kann der Leser sehr schnell darauf kommen, wer hinter all dem steckt.
Insgesamt nimmt der Spannungsgrad der Geschichte zum Ende hin eher ab und wird für meinen Geschmack etwas zu abgedreht und actionreich.
Dennoch ist Erbarmen ein netter Einstieg in eine Reihe, die ich sicher weiterlesen werde. Und ganz besonders dankbar bin ich für das "unsaubere" Ende, das der Leser hier geboten bekommen und was eine schöne Abwechslung zum ordinären Happy End ist.

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Tags: dänemark, entführung, folter, gefangenschaft, sonderdezernat   (5)

  

 

Les Miserables
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(5)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

paris, frankreich, französische revolution, elend, flucht

Les Miserables

Victor Hugo , Norman Denny
Fester Einband: 226 Seiten
Erschienen bei Penguin Books Ltd, 30.04.1998
ISBN 9780140622911
Genre: Sonstiges

Rezension:

Neunzehn Jahre lang war Jean Valjean in Haft - wegen eines gebstohlenen Stück Brotes. Als er entlasse wird, ist er so voller Zweifel und Misstrauen gegen sich selbst und die Welt, dass er die Barmherzigkeit des Bischofs von Digne, der ihm Obdach gewährt, nicht glauben kann und diesen kurzerhand um dessen Silber erleichert. Doch statt ihn anzuklagen, werden Valjean auch noch zwei wertvolle Kerzenständer geschenkt, die als Zeichen für eine neue Zukunft stehen sollen. Unter neuem Namen wird er Bürgermeister von Montreuil, wo er viel Gutes tut. Dort trifft er auch auf Fantine, die wegen ihm aus der Fabrik entlassen wurde und nunmehr als Prostituierte ihr Geld verdienen muss, um für ihre Tochter Cosette. Als Fantine stirbt, macht sich Valjean auf, um sich Cosette anzunehmen und sie als Tochter aufzuziehen. Jahre können sie ungestört leben, bis Thénardier auftaucht und droht das schwer aufgebaute Leben zu zerstören. Während Cosette sich in Marius verliebt, versucht Valjean alles, um weiterhin ihre Identität geheimzuhalten. Dabei wird er in die Kämpfe der Französischen Revolution hineingezogen, immer verfolgt von Inspektor Javert, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Ex-Sträfling Valjean für immer hinter Gitter zu bringen.

Elf ganze Mal habe ich die Musicalversion von Les Misérables gesehen und nach vier Jahren in meinem Bücherregal nun auch endlich die Vorlage gelesen - und ich frage mich, warum ich das nicht schon viel früher getan habe! Ohne es so recht zu wissen hatte ich mir damals die gekürzte (nämlich um ganze zwei Drittel) Version gekauft, was ich im Endeffekt begrüße, denn ich kann mir vorstellen, dass dieses Werk in seiner vollen Pracht mit der Zeit doch anstrengend werden kann. Die Übersetzung von Norman Denny, die ich erwischt habe, ist sehr gut gewesen, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass einige Zusammenhänge durch die Kürzung teilweise verloren gingen und dadurch manchmal nicht ganz klar schienen, wenn man die Geschichte vorher nicht kennt.

Die Beziehungen und Verstrickungen in Les Misérables sind sehr weitreichend. Jeder kennt jeden und hat seine eigenen Absichten, wodurch die Dinge geschehen wie sie geschehen. An einigen Stellen muss der Leser deshalb aufpassen, um nicht den Überblick zu verlieren, denn es treten nicht nur viele Personen auf, sie wechseln zwischendurch auch gern ihre Namen. Hinzu kommt, dass auf den knapp 230 Seiten jede Menge passiert: Valjeans Leben, das Zusammentreffen mit Cosette, die ständige Flucht vor Javert und die Pariser Juniaufstände, um nur einige von den Handlungen aufzuzählen.

Nach doch einigen eher negativen Bewertungen von Victor Hugos Werken war ich mehr als positiv überrascht, denn Les Misérables lässt sich nicht nur wunderbar leicht lesen, es ist auch ein Werk, das von einer gewissen Aura umgeben ist, die den Leser zurück ins Frankreich des 19. Jahrhunderts versetzt, mit all seinem Elend, aber auch der gewissen romantischen Note, die diesem Land anhaftet. Ich habe mir vorgenommen, später einmal die vollständige Version zu lesen und kann dieses Buch wirklich wärmstens empfehlen!

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Tags: elend, flucht, frankreich, französische revolution, gnade, paris   (6)

  

 

Todsünde
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(403)

657 Bibliotheken, 3 Leser, 9 Gruppen, 42 Rezensionen

thriller, kloster, mord, jane rizzoli, boston

Todsünde

Tess Gerritsen
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 15.05.2006
ISBN 9783442364596
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

In einem Kloster werden zwei Nonnen brutal überfallen, eine von ihnen stirbt. Bei der Autopsie findet Maura Isles heraus, dass sie erst vor kurzem ein Kind zur Welt gebracht haben muss, doch von dem fehlt jede Spur und auch keine der anderen Nonnen will etwas von der Schwangerschaft bemerkt haben. Bald darauf taucht eine zweite Frauenleiche auf, an denen Anzeichen für Lepra gefunden werden. Erst haben die beiden Fälle scheinbar nichts miteinander zu tun, doch dann betritt Agent Gebriel Dean das Spielfeld und führt die Fäden zusammen. Aber er bringt nicht nur die Verbindung in den Ermittlungen, sondern auch erneut Rizzolis Leben durcheinander.

Das dritte Buch der "Rizzoli & Isles"-Reihe beginnt ser vielversprechend. Dinge wie eine schwangere Nonne sind Rätsel, die ich an Krimis mag, da mehr dahinterzustecken scheint. Leider endet der Fall weniger spektakulär als gehofft und nimmt spannungsmäßig leider auch recht schnell ab.
Gute gefallen hat mir aber, dass man zum einen mehr über Maura Isles erfahren hat und zum anderen, dass die Geschichte zwischen Jane Rizzoli und Agent Gabriel Dean, die im vorherigen Band begann, weiterging. Ich bin gespannt, wie mit der neuen Situation in den nächsten Bänden umgegangen wird und hoffe auf spanndendere, aber auch außergewöhnlichere Fälle.

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Tags: chemieindustrie, kloster, mord, schwanger   (4)

  

 

Chill mal, Frau Freitag
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(170)

270 Bibliotheken, 14 Leser, 3 Gruppen, 60 Rezensionen

schule, lehrer, schüler, humor, lehrerin

Chill mal, Frau Freitag

Frau Freitag
Flexibler Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.03.2011
ISBN 9783548373997
Genre: Comic & Humor

Rezension:

Frau Freitag ist Gesamtschullehrerin in einer deutschen Großstadt. Dort unterrichtet sie Schüler mit Sozial- und Leistungsdefiziten, die zwar schon mal extrem anstrengend sind, aber auch jede Menge Potenzial für gute Geschichten bieten.

Chill mal, Frau Freitag habe ich auf Empfehlung gekauft. Als ich in der Buchhandlung reingelesen hatte, habe ich mich kaum eingekriegt vor lachen! Manche Kapitel sind wirklich zum Brüllen komisch! Frau Freitag erzählt mit trockenen Humor von ihrem Schulaltag, wodurch man nicht nur sie, sondern auch ihre Schüler kennenlernt.
Bei einigen dieser Geschichte musste ich aber nicht nur lachen, sondern habe mir auch an den Kopf gefasst. Ist das wirklich die Zukunft Deutschlands? So viel Dummheit, Ignoranz und Aggressionspotenzial war für mich teilweise nur schwer zu ertragen.
Und auch Frau Freitags Ansichten waren mir nicht immer ganz klar. Ist sie nun eine eher konservative Lehrerin oder würde sie doch lieber im Waldorf-Stil unterrichten? Und meint sie Wendungen wie "Mach nicht so!" wirklich ernst?

Alles in allem ein humorvolles Buch, mit jedoch nicht durchgängig viel Witz.
Eine Kaufempfehlung bekommt das Buch von mir jedoch nicht, denn auf dem Blog fraufreitag.wordpress.com könnt ihr regelmäßig neue Geschichten von Frau Freitag lesen und das völlig kostenlos!

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Tags: deutschland, gesamtschule, lehrer, schüler   (4)

  

 

Tote Augen
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(107)

234 Bibliotheken, 6 Leser, 5 Gruppen, 29 Rezensionen

sara linton, will trent, thriller, atlanta, folter

Tote Augen

Karin Slaughter , Klaus Berr
Fester Einband: 573 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 28.10.2011
ISBN 9783764503437
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Sara Linton ist aus Grant County weggezogen. Sie wohnt und arbeitet nun in Atlanta, um ihr Leben neu zu beginnen und den Geistern der Vergangenheit zu entkommen. Doch als eine Frau in die Notaufnahme gebracht wird, die offenbar auf grausamste Art und Weise gefoltert wurde, regt sich in Sara die Gerichtsmedizinerin, die mithelfen möchte, den Fall dieser Frau zu lösen. Betraut mit dem Verbrechen werden Will Trent und seine Partnerin Faith Mitchell vom GBI. In einem Waldstück finden sie eine unterirdische von Menschenhand ausgehobene Höhle voller Folterinstrumente. Dort finden sich auch Hinweise darauf, dass es ein zweites Opfer geben muss, doch von dem fehlt jede Spur, zumindest vorerst. Als dann auch noch eine dritte Frau verschwindet, gilt es, den Täter schnell zu finden.

Auf dieses Buch war ich total gespannt! Endlich erfuhr der Leser wie es nach dem erschreckenden Ende von Zerstört mit Sara Linton weitergeht. Dieses Buch ist der Auftackt zu einer neuen Reihe, in der die Figuren Will Trent sowie Faith Mitchell und Sara Linton zusammentreffen. Insgesamt kam mir Sara ein wenig zu kurz, man könnt es eher als weiteren Will-Trent-Roman mit ihr in der Gastrolle bezeichnen. Doch verglichen mit den anderen Bücher um den legasthenischen Agent war Tote Augen unglaublich gut!
Schon allein die Story, die Karin Slaughter sich hier überlegt hat, knüpft an die tollen Bücher der Grant-County-Reihe an. Zwar war mir auch diesmal recht schnell klar, bei wem es sich um den Täter handelt, doch die Grausamkeit und (auch wenn dieses Wort hier vielleicht nicht angebracht ist) die Kreativität lassen darüber hinwegsehen.
Diesmal war mir auch Will Trent ziemlich sympathisch. In seinen beiden anderen Büchern konnte ich mir kein richtiges Bild von ihm machen. Er war zu sauber, zu glatt und zu unwirklich, aber hier nimmt er plötzlich Form an und steht vor mir.
Für das nächste Buch der Reihe erhoffe ich mir mehr Sara Linton und weiterhin einen so tollen Will Trent, die krassen Verbrechen nicht zu vergessen (es gibt schließlich einen Grund, weswegen man Karin Slaughter liest und liebt).
Übrigens empfehle ich euch, vorher die Grant-County-Reihe sowie die Will-Trent-Reihe zu lesen, da sich wegen Spoiler-Gefahr dieses Buch nicht als Einstieg eignet.

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Tags: atlanta, folter, krankenhaus, religion   (4)

  

 

Der Pestengel von Freiburg
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(13)

36 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 9 Rezensionen

mittelalter, freiburg, liebe, pest, juden

Der Pestengel von Freiburg

Astrid Fritz
Fester Einband: 478 Seiten
Erschienen bei Kindler, 12.07.2011
ISBN 9783463406084
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im Jahr 1348 leben in Freiburg Juden und Christen Tür an Tür und in Akzeptanz miteinander. Doch von Süden schleicht langsam die Pest heran und rafft alle dahin, die mit ihr in Berührung kommen. Schnell ist auch ein Sündenbock für das Massensterben gefunden: Die Juden mit ihren dunklen Ritualen und heidnischen Bräuchen müssen die Brunnen vergiftet haben, um so die Christen auszurotten und ihre eigene Religion zu stärken. Auch ein Beweis für diese Theorie lässt nicht lange in sich warten und so werden alle Juden der Stadt erst verhaftet und dann verbrannt. Auch Esther, ohne die Benedikt nicht mehr Leben will, ist unter den Gefangenen. Sein Vater Heinrich sowie dessen Frau Clara glauben jedoch nicht an eine Verschwörung der Juden gegen die Christen und so wird Heinrich für seinen offenen Widerstand gegen die Stadtoberhäupter zum Pestarzt ernannt. Jeden Tag geht er bei den Sterbenden ein und aus, bis auch er der Seuche zum Opfer fällt. Nun liegt es an Clara ihre Familie zu schützen und gleichzeitig die Kranken zu retten.

Gleich zu Beginn fiel mir der doch eher moderne Erzählstil auf. Anfangs war ich etwas verdutzt, sodass ich mich vergewissern musste, ob es tatsächlich zu der Zeit spielt, zu der ich dachte. Astrid Fritz schafft es so, eine mittelalterliche Welt gedanklich etwas mehr in unsere Zeit zu setzen, wodurch zumindest ich einen besseren Eindruck von der Zeit bekommen konnte, weil sie nicht so weit weg schien.

Um ehrlich zu sein hatte ich mir gar nicht die Inhaltsbeschreibung durchgelesen, bevor ich zu lesen anfing, weswegen ich ein wenig überrascht war, dass das Hauptaugenmerk auf der Judenverfolgung und -vernichtung zur Zeit der Pest lag. Die Autorin beschreibt das Zusammenleben mit den Freiburger Christen, deren Dummheit und Ignoranz sowie den dadurch hervorgerufenen Hass auf die jüdische Bevölkerung wirklich eindrucksvoll und zeigt, dass diese heftigen Antipathien nicht erst seit dem Dritten Reich existieren, sondern bereits vor Jahrhunderten zu grausamen und gezielten Massenvernichtungen der jüdischen Bevölkerung führten.

Die beschriebenen Charaktere haben wir wirklich gut gefallen! Allen voran Clara, die für damalige Verhältnisse unglaublich emanzipiert war, und ihr Sohn, der seine jüdische Nachbarin Esther liebt, diese Liebe aber nicht offen zeigen kann, da eine solche Verbindung unter schwerer Strafe stand.

Der Pestengel von Freiburg ist ein gutes Buch, das zeigt, welche Bande eine schwere Seuche knüpfen und wie sie die gesellschaftliche Moralvorstellung von einer auf die andere Sekunde kippen kann. Fritz gelingt es, Zeitsprünge zu machen, wenn sie angebracht sind und an den richtigen Stellen näher auf Details einzugehen. An einigen Stellen hätte sie das jedoch noch ein klein wenig verbessern können, daher einen Stern abzug.

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Tags: arzt, freiburg, juden, judenverfolgung, liebe, mittelalter, pest   (7)

  

 

Zwei an einem Tag
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(92)

175 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 15 Rezensionen

liebe, freundschaft, england, roman, liebesroman

Zwei an einem Tag

David Nicholls , Simone Jakob
Flexibler Einband: 541 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 07.03.2011
ISBN 9783453811843
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Am 15. Juli 1988 verbringen Emma Morley und Dexter Mayhew nach ihrem Abschluss die Nacht miteinander, noch nicht wissend, dass sie für den Rest ihrer Leben miteinander in Verbindung stehen werden. Zwar gehen Em und Dex nach diesem Tag getrennte Wege, doch ihre Leben kreuzen sich immer wieder. Emma ist unschlüssig, was sie mit ihrer Zukunft anstellen soll, versucht sich mit Schauspielern und als Kellnerin. Dextrer hingegen macht Karriere und landet als Moderator beim Fernsehen. Während der eine abstürzt, rappelt sich der andere auf, immer wissend, dass der beste Freund zur Seite stehen wird. Doch obwohl die beiden sich so nahe stehen, sieht es nicht danach aus, als ob sie sich jemals ihrer Gefühle füreinander bewusst werden. Oder vielleicht doch?

Zu Zwei an einem Tag kam ich durch den Trailer zur Verfilmung, die im Oktober in die deutschen Kinos kommen wird.
Das Prinzip des Buches gefällt mir gut: Zwei Menschen scheinen sich immer wieder nur knapp zu verpassen, entwickeln und verändern sich und der Leser fiebert mit und stellt sich permanent die Frage: "Werden sich die beiden kriegen?"
Der Lesespaß wurde für mich etwas getrübt, weil ich weder mit Emma noch mit Dexter richtig warm wurde. Beide entwickeln sich im Verlauf der Geschichte zu Menschen, mit denen ich nichts anfangen kann. Dexters Drogenexzesse, Emmas Ziellosigkeit - beides Dinge, die ich einfach nicht billigen wollte. Vielleicht bin ich allerdings zu konservativ und engstirnig, um dem tolerant und verständnisvoll gegenüberzustehen.

Ohne zu viel verraten zu wollen, hat mir auch das Ende des Buches nicht gefallen. Ich war wie vor den Kopf gestoßen! "Wieso musste das jetzt passieren?"

Die Leben der beiden sind auf jeden Fall sehr aufreibend und trotz Nicholls' recht distanzierter Erzählweise, gibt es durchaus Platz für emotionale Momente.
Christine Westermann vom WDR sagt: "Eine herrliche Liebesgeschichte. Das schönste Buch des Jahres!" Dem würde ich nicht unbedingt zustimmen. Dennoch ist es eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, die auch - oder vor allem - für diejenigen geeignet ist, die so gar nichts mit schnulziger Romantik anfangen können.

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Tags: england, freundschaft, liebe   (3)

  

 

Ich. Darf. Nicht. Schlafen.
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(475)

821 Bibliotheken, 11 Leser, 9 Gruppen, 140 Rezensionen

amnesie, tagebuch, thriller, vertrauen, london

Ich. Darf. Nicht. Schlafen.

S.J. Watson , Ulrike Wasel
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Scherz, 23.08.2011
ISBN 9783651000087
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Jeden Morgen wacht Christine Lucas auf und weiß nicht, wo sie sich befindet. Mal glaubt sie, sie sei ein Kind, mal wacht sie als Zwanzigjährige auf. Seit einem Unfall vor kann Christine keine neuen Erinnerungen dauerhaft speichern, wodurch ihr Gedächtnis nach dem Aufwachen wie ausgelöscht ist. Nur Ereignisse vor dem Unfall sind ihr noch bekannt. Erst durch Dr. Nash erlangt sie nach und nach so etwas wie eine Vergangenheit zurück, indem er sie auffordert, Tagebuch zu führen. Dort schreibt sie ihren Tagesablauf auf und stößt auf nach und nach auf Unstimmigkeiten. Erzählt ihr Ehemann Ben ihr wirklich die ganze Wahrheit? Wieso lügt er, was ihren Beruf angeht und warum steht auf der ersten Seite im Tagebuch, dass sie ihm nicht vertrauen soll?

Von Ich.Darf.Nicht.Schlafen. hatte ich von einigen Seiten viel Gutes gehört, weshalb ich es als Thriller-Fan auch unbedingt lesen wollte.
Die Idee des Buches ist spannend: Nicht nur Christine entdeckt jeden Tag etwas neuen über sich und ihr Leben, sondern auch der Leser, der so das Puzzle Stück für Stück zusammensetzen oder es zumindest versuchen kann. Für meinen Geschmack waren die notwendigen Wiederholungen zu Beginn jedes Eintrages (Denn Christine wacht ja jeden Morgen ohne Erinnerung auf.) jedoch auf die Dauer doch etwas zu langweilig. Sieht man darüber aber hinweg, hat man einen guten Thriller, den man stellenweise nicht aus der Hand legen kann.
Der Leser lernt Christine Tag für Tag ein wenig mehr kennen. Ihre Vergangenheit, ihre Gedanken und ihre Verzweiflung darüber, sich nicht erinnern zu können. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es ist, jeden Morgen aufzuwachen, ohne zu wissen, wo ich bin und wer der Mann neben mir ist.
Neben einigen Unstimmigkeiten waren mir dann - ohne zuviel verraten zu wollen - dennoch die Auflösung und das Ende zu unbefriedigend, weshalb es leider ein paar Punkte Abzug geben muss.

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Tags: amnesie, tagebuch   (2)

  

 

Alles über Lulu
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(41)

77 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

liebe, familie, geschwister, lulu, bodybuilding

Alles über Lulu

Jonathan Evison , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 01.08.2011
ISBN 9783462043334
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Will ist sieben Jahre alt, als seine Mutter nach schwerer Krankheit stirbt. Bald darauf verliebt sich sein Vater Bodybuilder Big Bill in seine Trauerberaterin Willow, die daraufhin mit Tochter Lulu ins Haus der Millers einzieht.
Sofort findet Will in ihr nicht nur eine gute Freundin, sondern verliebt sich auch in sie. Die beiden schwimmen auf einer Wellenlänge, verstehen sich super und teilen ihre Geheimnisse miteinander. Doch dann kommt der Sommer, in dem Lulu ins Cheerleadercamp fährt und als sie zurück kommt, ist sie nicht mehr die selbe. Scheinbar grundlos distanziert sie sich von Will, und ebenfalls scheinbar ohne jegliche Erklärung, gerät ihr Leben aus den Fugen. Doch egal, wie verzweifelt Will versucht, sich ihr wieder zu nähern, er kann die Mauer, die Lulu errichtet hat, nicht einreißen. Was ist im Camp passiert, was ist Lulus Geheimnis?

Will erzählt von seiner teilweise obsessiven Liebe zu seiner Stiefschwester mit sehr viel Zynismus. Anfangs war das zwar erfrischend, mit der Zeit wurde dieser negative Beigeschmack allerdings so bitter, dass es anstrengend wurde.

Ich weiß nicht so recht, wie ich das Buch einstufen soll. Die ganze Situation - Jahre des Schmerzes und der Verzweiflung - wurden eigentlich nur herbeigeführt, weil ein einfaches Gespräch fehlte, das von vielen Parteien hätte geführt werden können. Als das Geheimnis um Lulu gelüftet wurde, wollte ich schreien: "Das hättet ihr euch alles ersparen können, wenn nur einer den Mund aufgemacht hätte!"

Die Geschichte entwickelt sich mit einer nicht zu verachtenden Tragik, die ich nach Lesen der Inhaltszusammenfassung nicht erwartet hätte. Alle Charaktere haben einen traurigen Touch, auf jedes noch so kleines Hoch folgt ein noch tieferes Tief.

Alles über Lulu ist kein Buch, das der Wochenendunterhaltung dient. Es lässt den Leser nachdenklich zurück und zieht ihn in eine Welt, in der es nie wirklich Sonnenschein zu geben scheint.

Trotz des negativen Flairs ist das Buch durchaus lesenswert. Man sollte nur darauf vorbereitet sein, dass es kein "Friede, Freude, Eierkuchen"-Glücks-Jugendroman ist.

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Tags: familie, geheimnis, geschwisterliebe   (3)

  

 

Ehebrecher und andere Unschuldslämmer
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(96)

208 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 11 Rezensionen

tod, liebe, trauer, pfarrer, berlin

Ehebrecher und andere Unschuldslämmer

Kerstin Gier
Flexibler Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.07.2011
ISBN 9783404144075
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Eigentlich ist Louisa gar kein Fan von Kindern, spätestens seitdem die Schwester ihrer Mitbewohnerin Betty durch ihren Nachwuchs zu einer unerträglichen Person wurde. Doch nun ist sie schwanger und als wäre das noch nicht schlimm genug, stirbt Louisas Vater, was sie dazu veranlasst zurück zu ihrer Mutter zu ziehen. Diese ist Nach dem Tod ihres Mannes nur noch ein Schatten ihrer selbst. Zumindest so lange, bis der Pfarrer des Ortes sich als Seelsorger anbietet. Der sorgt sich jedoch nicht nur um Louisas Mutter, sondern auch im einige andere Frauen der Gemeinde, undzwar auf seine eigene Art.

Ehebrecher und andere Unschuldslämmer wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. So bekommt der Leser nicht nur einen Eindruck in das Geschehen durch Louisa, sondern hat dank Irmi, Carola & Co. sozusagen einen Rundumblick auf alle Charaktere, wodurch man nicht nur eine Facette kennenlernt und sie zu komplexeren Personen werden. In dem von außen idyllischen Örtchen mit seinen Reihenhäusern und seinem Kirchenchor ist, wie man bald merkt, gar nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Doch auch wenn Problematiken wie ein unerfüllter Kinderwunsch oder ein Pflegefall in der Familie ziemlich ernst sind, schafft es Kerstin Gier, sie mir viel Witz zu erzählen, wodurch der Leser regelrecht durch das Buch fliegt. Gut gefiel mir auch, dass Louisas Schwangerschaft keine unlösbare Katastrophe war, sondern damit vernünftig umgegangen wurde. Ich hatte in letzter Zeit zu viele Bücher gelesen, in denen genau solche Dinge eine Kette von verherrenden Handlungen ausgelöst hätte.
Nur zwischendurch gab es ein paar Stellen, die dann doch etwas ausuferten, dem Buch insgesamt aber nicht schaden. Meine Empfehlung hat es und ich freue mich schon auf das nächste Buch von Frau Gier.

  (7)
Tags: berlin, ehebruch, schwangerschaft, tod, trauer   (5)

  

 

Der Meister
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(398)

655 Bibliotheken, 8 Leser, 6 Gruppen, 44 Rezensionen

thriller, jane rizzoli, boston, krimi, mord

Der Meister

Tess Gerritsen
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 08.08.2005
ISBN 9783442362844
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Knapp ein Jahr ist es nun her, seit Jane Rizzoli den Chirurgen hinter Gitter gebracht hat, doch noch immer verfolgt er sie in ihren Albträumen und die Narben an ihren Händen halten ihr vor Augen, dass sie ihm nicht entkommen kann. Als Rizzoli dann auch noch zu einem Einsatz gerufen wird, kann sie es erst nicht fassen: Das Tatmuster gleicht dem des Chirurgen! Wer ist der Serienmörder, der Pärchen überfällt, dem Mann die Kehle durchschneidet und die Frauen verschleppt? Jane Rizolli setzt alles dran, den Täter zu finden, wobei sie Hilfe von der Gerichtsmedizinerin Maura Isles bekommt. Auch das FBI hat in Form von Gabriel Dean seine Finger im Spiel, doch schnell wird klar, dass der Agent etwas ganz wesentliches verheimlicht.

Fall zwei für Jane Rizzoli. In diesem Band wird auch die Protagonistin vorgestellt, die künftig mit von der Partie sein soll: Gerichtsmedizinerin Maura Isles. Wie bereits im ersten Band muss sich Rizzoli vor ihren männlichen Kollegen beweisen oder glaubt zumindest dies tun zu müssen. Durch ihre Verkapselung wirkt sie beinahe unnahbar und nach außen hin stark und kalt, obwohl sie spätestens seit dem Vorfall in Der Chirurg beinahe schon als gebrochene Frau bezeichnet werden kann. Von Maura Isles bekommt der Leser noch nicht allzu viel zu sehen, es zeichnet sich jedoch ab, dass sie ebenfalls eine sehr starke, jedoch unterkühlte Frau ist.
Inhaltlich gab es ein paar sehr spannende Stellen, die aber vom restlichen Geschehen überschattet werden, das eher durchschnittlich ist. Und da kommen wir auch zu einem Punkt, der mich enorm an diesem Buch gestört hat, nämlich der Chirurg. Ohne zu viel verraten zu wollen, bin ich der Überzeugung, dass Tess Gerritsen hier einen weiteren Verlauf gezeichnet hat, der so nicht möglich ist. Die Motive und Handlungen vom Chirurgen haben plötzlich eine ganz andere Motivation, die der aus dem ersten Band völlig widerspricht. Da konnten mich auch "logisch" Erklärungversuche seitens Profiler und Agent Dean nicht überzeugen.

Insgesamt fand ich den zweiten Band ein wenig schwächer als den ersten, lasse mich davon jedoch nicht abhalten, auch die anderen Teile der Reihe zu lesen. Es kann nur besser werden!

  (6)
Tags: boston, serienmord   (2)

  

 

Dark Silence
LOVELYBOOKS-Statistik

(46)

111 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 11 Rezensionen

thriller, mord, amnesie, koma, autounfall

Dark Silence

Lisa Jackson
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.07.2010
ISBN 9783426503508
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Marla Cahill ist kurz nach der Geburt ihres Sohnes James mit einem fremden Auto unterwegs, als sie aus ungeklärten Gründen von der Fahrbahn abkommt. Während sie schwer verletzt überlebt, ist die Beifahrerin sofort tot. Erinnern kann sich Marla an nichts davon, auch nicht an ihr Leben vor dem Unfall. Als sie aus dem Koma erwacht, ist ihr Kiefer mit Drähten fixiert und die Menschen um sie herum sind Fremde für sie, die sie behandeln wie ein rohes Ei. Besonders ihr Ehemann Alex schirmt sie von der Außenwelt ab und bevormundet sie zusehens. Als langsam die Erinnerung wiederkommt, ist sich Marla jedoch nicht mehr so sicher, ob alles wirklich zu ihrem besten geschieht. Und die Erinnerungsfetzen, die immer wieder aufblitzen, wollen auch nicht so recht zu dem Leben passen, das sie eigentlich geführt haben soll. Marla versucht herauszufinden, was es mit dem Unfall auf sich hat, doch sie weiß nicht, wie nah die Gefahr wirklich ist.

Nach einer sehr langen Pause von Lisa Jacksons Büchern, habe ich mich nun doch an Dark Silence – die Vorgeschichte von Deadline – gewagt. Dadurch, dass ich schon wusste, was im späteren Buch mit Marla Cahill geschieht, hatte ich schon eine kleine Ahnung, welche Richtung die Geschichte einschlägt, dennoch beeinflusste diese Tatsache die Spannung nicht. Vielmehr habe ich während des Lesens gerätselt, wie es denn nun so kommt, wie es eben kommt.

Die Charaktere sind, wie in bisher alles Büchern von Jackson, die gelesen habe, doch eher flach gehalten und stellenweise sehr schnulzig dargestellt. Innere Konflikte und die Vergangenheit geistern durch den Plot und lassen aus unerklärlichen Gründen erotische Fantasien erblühen. Die obligatorische “Duschszene” war also selbstverständlich vorhanden, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tut.

Dark Silence ist ein guter Krimis für Frauen, voller Spannung, Erotik und Wendungen. Ich kann ihn euch empfehlen – undzwar möglichst, bevor ihr Deadline lesen wollte.

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Tags: amnesie, erotik, familie, gefahr, geheimnis, san francisco   (6)

  

 

Entsetzen
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(147)

294 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 32 Rezensionen

entführung, thriller, will trent, mord, legasthenie

Entsetzen

Karin Slaughter , Klaus Berr
Fester Einband: 509 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 21.08.2010
ISBN 9783764503444
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Als Abigail Campano nach Hause kommt, findet sie ihre Tochter tot auf dem Treppenabsatz, ein Mann mit Messer noch über sie gebeugt. Um ihr eigenes Leben zu retten, tötet Abigail den Eindringling in einem Kampf. Doch die Tote ist nicht ihre Tochter und der Fremde nicht der Mörder. Will Trent vom GBI und Faith Mitchell von der Polizeit werden mit dem Fall betraut, denn Abigail hat einen mächtigen Vater und einen reichen Ehemann, weshalb höchste Sensibilität gefragt ist. Es gilt, die verschwundene Emma Campano zu finden, und den seltsamen Mord aufzuklären. Von Stunde zu Stunde sinkt die Chance, Emma lebend zu finden.

Ich bin ein riesengroßer Fand von Karin Slaughters Grant-County-Reihe um Sarah Linton, doch bereits Verstummt, das erste Buch mit Will Trent, hatte mich enttäuscht! Und leider fand ich auch Entsetzen nicht besser. Die Story kleckert nach einem vielversprechenden Prolog so langsam vor sich hin. Der Leser erfährt viel nebensächliches über Will und Faith, über ihre Vergangenheit und ihre gegenwärtigen Probleme. In Bezug auf den Fall kommen zwar Stück für Stück immer mehr Details ans Licht, doch von Spannung keine Spur. Erst gegen Ende stellt sich wieder das ein, was ich das Karin-Slaughter-Gefühl nenne - der Wunsch, das Buch nicht weglegen zu wollen, weil man gepackt ist.
Wenn ihr die Bücher um Sara Linton gern gelesen habt, sollter ihr aber trotzdem einen Blick auf die Atlanta-Reihe mit Will Trent werfen, denn in Tote Augen treffen Will und Sarah aufeinander. Da kann Vorwissen nicht schaden.

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Tags: atlanta, entführung, legasthenie, mord   (4)

  

 

If I Stay
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(6)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

entscheidung, suchtpotential, autounfall, lieblingsbuvch, liebe

If I Stay

Gayle Forman
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Penguin Group USA, 19.07.2011
ISBN 9780142415436
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Als wegen Schnee die Schule aufällt, wollen Mia und ihre Famile den Tag nutzen, um Freunde und Großeltern zu besuchen. Doch dort sollen sie nie ankommen. Plötzlich wird das Auto gerammt, alle Insassen auf die Straße geschleudert. Mias Eltern sind augenblicklich tot, ihr Bruder Teddy und sie werden sofort in die Notaufnahme gebracht, wo sie operiert und anschließend auf die Intensivstation gebracht wird. Das alles beobachtet Mia als eine Art Geist. Sie ist nicht tot, aber außerhalb ihres Körpers. In diesem Zustand kann sie bei ihren Verwandten sein, durch das Krankenhaus wandern und auch sehen, wie ihr Freund Adam versucht, zu ihr zu kommen. Bald wird ihr klar, dass sie sich in diesem Zustand befindet, weil sie sich noch nicht entschieden hat zu leben oder zu sterben. Einen Tag lang wandelt sie zwischen Gegenwart und Erinnerungen an ihre Familie, ihre Musik und ihre große Liebe Adam, um zu entscheiden, ob sie bleiben will.

Mit großen Erwarungen habe ich mir If I Stay gekauft, wurde aber, trotz beinahe ausschließlich sehr gut Bewertungen, leider enttäuscht. Die Idee der Geschichte gefällt mir sehr gut! Allerdings hätte es mir besser gefallen, wenn Mia kein "Geist" gewesen wäre und die anderen hätte beobachten können, sondern wenn es in die Richtung gegangen wäre, dass sie im Koma über die Entscheidung zu bleiben durch Erinnerungen nachgesonnen hätte. Denn eben diese Entscheidungsfindung kam mir zu kurz. Mia spricht es zwar des öfteren an, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass sie wirklich versucht, überhaupt eine Entscheidung zu treffen. In ihren Rückblenden kam mir Mia nicht vor wie diejenige, die diese Geschichte erzählt, sondern wie eine andere Person. Ich konnte sie nicht wirklich greifen, sie nicht nachvollziehen. Auch die anderen Charaktere fand ich nur angeschnitten, aber nicht richtig greifbar.
Am Ende kullerten zwar auch bei mir ein paar Tränchen, doch das konnte leider die vorangegangenen eher langweiligen Seiten nicht wieder wett machen.
Für mich ist If I Stay leider ein Reinfall. Trotzdem werde ich den Nachfolger Where She Went lesen, denn der war mein eigentliches Ziel.

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Tags: autounfall, entscheidung, familie, freunde, liebe, musik, tod   (7)

  

 

Wunschgeflüster
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(10)

24 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

familie, autismus, zwillinge, autist, liebe

Wunschgeflüster

Melina Gerosa Bellows , Antje Nissen
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.06.2011
ISBN 9783426638408
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Immer wenn ihre Mutter mit den beiden Geschwistern Bella und Bobby auf dem Rücksitz über den Bahnübergang fuhr, nutzte Bella die Chance, sich etwas zu wünschen: glatte Haare, Freunde, den ersten Kuss … Doch egal, wie viele Wünsche sich erfüllten, die Leere in Bellas Herzen blieb. Denn egal, wie sehr sie sich anstrengte oder wie glücklich sie war, nie konnte sie ihrem autistischen Zwillingsbruder Bobby das Leben und Glück geben, das sie sich für ihn vorstellte. Erst nach und nach lernt Bella, mit Bobbys Krankheit umzugehen und ihn so zu akzeptieren, wie ers ist, bis sie eines Tages droht ihn zu verlieren.

Wunschgeflüster hatte ich geschenkt bekommen und es ziemlich lange im Regal stehen lassen, weil ich nicht sehr viel mit dem Text auf der Rückseite anfangen konnte. Doch wie sich herausgestellt hat, war das Buch nicht nur besser als erwartet, sondern sogar ziemlich gut!
Bella erzählt in einzelnen Episoden ihr Leben vom Kindesalter bis hin zu einer erfolgreichen Karrierefrau. Dabei begleitet sie immer ihr autistischer Bruder Bobby, den sie zeitweise am liebsten aus ihrem Leben haben möchte, die meiste Zeit jedoch krampfhaft versucht, ihn glücklich zu machen und die Beziehung zu ihm aufzubauen, die sie sich wünscht. Dabei flieht sie von einem Mann zum nächsten, was jedoch das Loch in ihrem Herzen auch nicht füllen kann. Es braucht den Großteil ihres Lebens, bis sie akzeptieren kann, mit der Krankheit ihren Bruders richtig umzugehen.
Ich fand es unglaublich spannend und unterhaltsam, Bella durch ihr Leben zu verfolgen und dabei zuzusehen, wie sie selbst nicht glücklich werden kann, weil sie sich dabei selbst im Weg steht. Auch wenn es ein wenig nach einem Selbsthilferatgeber klingt, handelt es sich bei Wunschgeflüster um einen wunderbar zu lesenden, einfühlsamen Roman, der alles andere als schnulzig, sondern eher wie direkt aus dem Leben gegriffen ist.
Leider ist das Ende ein wenig abrupt geraten, doch ansonsten ein rundum gelungenes Buch!

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Tags: autismus, beziehungen, geschwister, liebe, männer   (5)

  

 

Die Wanderhure
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(400)

680 Bibliotheken, 13 Leser, 4 Gruppen, 68 Rezensionen

konstanz, mittelalter, historischer roman, wanderhure, hure

Die Wanderhure

Iny Lorentz
Fester Einband: 606 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 19.02.2004
ISBN 9783426661123
Genre: Historische Romane

Rezension:

Marie ist 17 Jahre alt, als ihr Vater die Hochzeit mit Graf Ruppert beschließt. Der Vertrag ist frisch unterzeichnet, da beschuldigt sie ihr Verlobter selbst der Unzucht, um an das Vermögen ihres Vaters zu kommen. In einem Blitzprozess lässt er Marie vorführen und aus Konstanz verbannen. Bevor sie schwer verletzt am Wegesrand sterben kann, wird sie von der Wanderhure Hiltrud gefunden, die sich ihrer annimmt. Schnell muss sie einsehen, dass auch sie fortan ihren Körper an Freier verkaufen muss, um überleben zu können. In ihrem Herzen jedoch brodelt die Rache an Graf Ruppert, der ihr Leben zerstört hat.

Nach vieler guter Kritik, habe auch ich endlich Die Wanderhure gelesen, doch so richtig begeistern lassen konnte ich mich nicht.
Der Anfang des Buches war ziemlich krass. Maries Schändung und Vertreibung, Rupperst diabolischer Plan und das Elend, das er damit über die Familie bringt. Doch danach verliert sich die Spannung auf dem langen Weg, den Marie mit ihrer Gefährtin geht.
Ehrlich gesagt hatte ich ein wenig mehr Emotion erwartet, denn immerhin muss Marie zum einen ihr Trauma der schlimmen Schändung überwinden, zum anderen arbeitet sie als Prostituierte, um ihr Überleben zu sichern. Generell konnte ich mit keiner der Figuren richtig warm werden, wodurch mir ein Sympathieträger fehlte.
Was ich auch ein wenig merkwürdig fand, war, dass offenbar alle bis auf Marie und Hiltrud das Waschen meiden und jedes männliche Wesen bei Huren ein und aus geht. Zwar kann ich mir schon vorstellen, dass Prostituierte auch im Mittelalter nicht unbeliebt waren, doch für mich ist die Darstellung in diesem Buch übertrieben. Vor allem als Maries Jugendfreund Michel ins Spiel kommt, der seine Männlichkeit offenbar ebenfalls nicht beherrschen kann, obwohl doch offensichtlich andere Saiten gespielt werden müssen.

Dennoch war nicht alles schlecht. Als Gesamtpaket war es ein nettes Buch mit einigen interessanten wie auch spannenden Passagen. Ingesamt gilt jedoch: Weniger Seiten sind manchmal mehr. Die nächsten (gefühlt) sechs Fortsetzungen werde ich sicher meiden.

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Tags: intrige, konstanz, rache, vergewaltigung, wanderhure   (5)

  

 

Never Knowing - Endlose Angst
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(168)

350 Bibliotheken, 4 Leser, 6 Gruppen, 41 Rezensionen

adoption, serienmörder, thriller, angst, familie

Never Knowing - Endlose Angst

Chevy Stevens , Maria Poets
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 01.10.2011
ISBN 9783596192748
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Schon lange beschäftigt Sara, die als Baby adoptiert wurde, die Frage, wer ihre leiblichen Eltern sind. Und nun, als ihre Hochzeit kurz bevorsteht, beschließt sie, ihre Wurzeln nachzuverfolgen. Doch wie sich herausstellt, ist das ein riesiger Fehler: Saras leibliche Mutter will nichts mit ihr zu tun haben und ihr Vater ist der Campsite-Killer, ein noch immer gesuchter Serienmörder.
Innerhalb kürzester Zeit steht Saras Leben Kopf, denn plötzlich nimmt ihr Vater Kontakt zu ihr auf und will alles über sie wissen. Sie bekommt furchterregende Pakete von ihm und muss ans Telefon gehen, sobald er anruft, denn sonst könnte eine weitere Frau sterben. Die Polizei hört die Gespräche zwar mit, kann ihn aber nach wie vor nicht fassen. Erst als John beginnt Fragen über Saras Tochter zu stellen und sie beide treffen möchte, merkt Sara, wie nah die Gefahr wirklich ist.

Nach Still Missing - Kein Entkommen hatte ich große Erwartungen an das Buch. Zwar nimmt Chevy Stevens auch hier ein mehr oder weniger ungewöhnliches Thema auf, das dem Leser durch die Ich-Perspektive durchaus näher geht, doch "endlose Angst" hatte ich beim Lesen nicht.
Das kann daran liegen, dass Sara mit ihrer labilen Psyche und ihren Selbstzweifeln einen Charakter darstellt, den ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Für mich war ihre anfängliche Reaktion auf das Thema übertrieben, aber da ich nicht adoptiert bin, ist es möglicherweise eine Lage, in die ich micht nicht hineinversetzen kann. Für mich war es schwierig herauszulesen, weswegen Sara so tief bewegt von ihrem familiären Hintergrund ist. Wollte sie wirklich mögliche Erbkrankheiten wegen ihrer Tochter abklären, wie sie immer behauptet hat? Sah sie in ihrem Vater die Ursache für ihr teils aggressives Verhalten? Oder wünschte sie sich so sehr eine liebevolle leibliche Familie, dass der Fakt einen brutalen Serienmörder zum Vater zu haben, sie einfach aus der Bahn warf?

Neben den Mängeln gab es aber auch einiges positives zu verzeichnen. Einige Kapitel waren sehr spannend geschrieben, besonders im letzten Drittel kam noch einiges an Action auf. Auch die Wendung am Ende des Buch dürfte einige Leser überraschen.
Insgesamt war das Buch in Ordnung, jedoch nicht so gut wie das Debüt der Autorin. Für das nächste Buch wünsche ich mir wieder mehr Psychothriller.

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Tags: adoption, angst, kanada, serienmörder   (4)

  

 

Jane Eyre
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(21)

36 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

liebe, england, klassiker, gouvernante, bronte

Jane Eyre

Charlotte Brontë , Martin Engelmann , Marie von Borch , Martin Engelmann
Fester Einband: 701 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.05.2009
ISBN 9783746661223
Genre: Literatur vor 1945

Rezension:

Nachdem ihre Eltern gestorben sind, kommt Jane Eyre zu Onkel und Tante. Noch auf dem Sterbebett nimmt ihr Onkel seiner Frau das Versprechen ab, Jane aufzuziehen wie ein eigenes Kind. Zehn Jahre lang wächst Jane nun als ungeliebte Waise bei Mrs. Reed und ihren drei Kindern auf, bis sie auf eine Schule geschickt wird. Dort eignet sie sich nicht nur vielfältiges Wissen an, sondern entdeckt auch das Zeichnen als ihre Talent. In den letzten beiden Jahren in Lowood arbeitet sie sogar als Lehrerin. Dann beschließt sie jedoch, ihren Horizont zu erweitern und mehr von der Welt zu sehen. Kurzentschlossen gibt sie eine Annonce in der Zeitung auf und kommt so als Gouvernante der kleinen Adèle nach Thornfield Hall. Herr des Anwesens ist der mürrische Mr. Rochester, der nur selten anzutreffen ist und lieber allein und rückgezogen bleibt. Seit Janes Ankunft jedoch, scheint Mr. Rochester länger auf Thornfield Hall bleiben zu wollen und schnell erobert er auch Janes Herz. Mr. Rochester jedoch scheint eher der schönen Blanche Ingram zugetan zu sein, denn Gerüchte besagen, dass er um ihre Hand anhalten möchte.

Zwischen der ganzen Unterhaltungsliteratur wollte ich mir mal wieder etwas "kultiviertes" zu Gemüte führen. Nachdem ich bereits Sturmhöhe von Brontës Schwester gelesen hatte, war ich erst ein wenig skeptisch, wurde jedoch positiv eines besseren belehrt.
Jane Eyre lässt sich wirklich einfach lesen und erinnert von Schreibstil und Inhalt an die Werke von Jane Austen.
Jane ist eine sympathische Erzählerin, die man trotz ihrer Macken schnell ins Herz schließt. Sie ist gütig und bescheiden, gleichzeitig aber auch bestimmt und überzeugt von dem, was ihr Herz ihr sagt, wodurch sie ihren Lebensweg meistert. Mr. Rochester konnte mich nicht ganz überzeugen. Mir war er nicht mussmutig und eigenbrödlerisch genug, sondern eher eine kleine männliche Zicke. Außerdem fehlte mir dieses Knistern zwischen Jane und Mr. Rochester, das dem Buch noch das gewisse Etwas verliehen hätte.
Dennoch: Jane Eyre sollte man früher oder später definitiv gelesen haben und sich auf keinen Fall davor scheuen, denn man wird mit einem wunderbaren, fast zeitlosem Werk belohnt.

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Tags: ehe, england, gouvernante, liebe, moral   (5)

  

 

Gegessen wird woanders
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(13)

34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

kuba, leben, freundschaft, liebe, urlaub

Gegessen wird woanders

Nina Schmidt
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 06.06.2011
ISBN 9783596189472
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Karla verbringt mit ihrer Freundin Yvette zwei Wochen Jahresurlaub auf Kuba. Dort lernen sie den Barkeeper Jesùs kennen, der Karla am letzten Abend zu einer kleinen Fiesta einlädt. Doch aus einem Abend wird eine ganze Nacht. Panisch wacht Karla am nächsten Morgen nackt in seinem Bett auf, kurz bevor ihr Flug zurück nach Deutschland geht. Dort wartet ihr Freund Björn auf sie und der darf nichts von dieser Nacht erfahren. Das ist jedoch leichter gesagt als getan, denn plötzlich steht Jesùs vor Karlas Tür und hat keinen Ort, an den er gehen kann.

Nachdem ich vor Jahren Bis einer heult von Nina Schmidt gelesen hatte, erwartete ich auch bei Gegegessen wird woanders sozusagen das weibliche Pendant zu Tommy Jaud: frisch und unglaublich witzig. Leider wurde ich enttäuscht, denn so lustig ist das Buch gar nicht. Es handelt sogar ziemlich ernste Themengebiet ab, wie z.B. Unzufriedenheit im Beruf und eine Beziehung die sich als etwas entpuppt, was sie wahrscheinlich schon die ganzen Jahre war. So richtig gern gelesen habe ich auch nicht, sondern musste mich immer wieder emahnen, meine täglichen "Pflichtseiten" zu schaffen, was eindeutig kein Pluspunkt für ein Buch ist.

Der einzige Charakter, der mir sympathisch war, war dann auch Karla. Jesùs war mir zu unbeschwert, verantwortungs- sowie verständnis los. Und Björn zu akkurat, spießig und engstirnig (gefiel mir damit aber immernoch besser als sein kubansicher Gegenspieler).
Im Endeffekt war es nett, jedoch nicht herausragend. Meine Empfehlung hat es nur, wenn man gerade keine anderen Bücher auf seiner Liste hat.

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Tags: beziehung, kuba, köln, leben   (4)

  

 

Still Missing – Kein Entkommen
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(279)

462 Bibliotheken, 6 Leser, 9 Gruppen, 66 Rezensionen

entführung, thriller, vergewaltigung, therapie, familie

Still Missing – Kein Entkommen

Chevy Stevens , Maria Poets
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 27.01.2011
ISBN 9783596187164
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Während einer Open-House-Besichtigung wird Annie O’Sullivan an hellichtem Tage von einem Mann verschleppt, in ein Auto gesteckt, betäubt und fast ein Jahr lang in einer Hütte in den Bergen gefangen gehalten. Jeden Tag muss Annie von nun an einer Art Ritual folgen. Es gibt feste Zeiten fürs Essen, sie darf nur viermal am Tag auf die Toilette und jeden Abend wird sie von dem Psychopathen, der sie dort zusammen mit sich einsperrt, gebadet, rasiert, eingecremt und anschließend vergewaltigt.
Doch als ihr endlich die Flucht gelingt, ist der Albtraum noch lange nicht vorbei. Annie kann nicht mehr in ihrem Bett schlafen, sondern muss Schutz in einem Schrank suchen. Ihren Freunden kann sie nicht mehr vertrauen und vor ihrer Tür warten die Medien wie eine Horde Geier, nur um ihre Geschichte zu Geld zu machen.
Endlich scheint sich die Situation nach endlosen Monaten zu normalisieren. Doch ein Einbruch in Annies Haus werfen nicht nur Fragen, sondern auch wieder Erinnerungen auf.

Wow, während des ersten Drittels musste ich mehrfach heftig schlucken. Annies Zeit in der Gewalt des Psychopathen wird wirklich heftig beschrieben und war zeitweise nicht leicht zu verdauen. Anschließend baute die Geschichte etwas ab, nahm am Ende in Grausamkeit und Ungläubigkeit jedoch wieder zu.
Statt in Kapitel ist das Buch in Therapiesitzungen eingeteilt. Annie erzählt ihrer Therapeuthin die Dinge, die ihr zugestoßen sind. Dazu gehört nicht nur die Entführung, sondern auch die Zeit danach. Und genau das finde ich gut! Viele Bücher enden mit einem Opfer, das nun wieder glücklich vereint mit seinen liebsten ist. Hier geht das Grauen jedoch weiter. Angstzustände, Panikatacken, fehlendes Vertrauen in jeden einzelnen Menschen und die Tatsache, dass Annie die Regeln, die ihr vom Psychopathen auferlegt wurden, wider jeglicher Logik nicht einfach brechen kann.

Annie beschreibt ihre Situation sehr bewegend und fesselnd, sodass man ihre Verzweiflung beinahe selbst spüren kann. Der Leser weiß selbst nicht, wem er noch trauen kann und was genau hinter der Entführung steckt. Die Auflösung ist beinahe so banal wie unfassbar.

Ich finde, ein sehr guter Thriller – der beste seit langem – und spreche meine eindeutige Empfehlung aus!

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Tags: angst, entführung, kanada, therapie, vergewaltigung   (5)

  

 

Dinner für drei
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(113)

196 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 12 Rezensionen

liebe, achterbahnfahrt, hollywood, susan elizabeth phillips, frauenroman

Dinner für drei

Susan Elizabeth Phillips , Uta Hege
Flexibler Einband: 541 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.02.2003
ISBN 9783442356706
Genre: Unterhaltungsliteratur

Rezension:

Als Honey Moon als kleines Mädchen Vollwaise wird und zu Onkel und Tante in den Freizeitpark zieht, findet sie Trost in der riesigen Achterbahn Black Thunder, die ihr zeigt, dass nach einem Fall immer der Aufstiegt kommt. Zehn Jahre später ist der Freizeitpark bankrott und Black Thunder droht – wie allen anderen Fahrgeschäften – der Verfall. Honey muss etwas unternehmen und schleppt ihre Cousine Chantall quer durchs Land zu einem Casting für die Dash Coogan Show. Doch statt die schöne Chantall auszuwählen, entscheidet man sich für Honey als Serientochter vom berühtem Westernhelden Dash Coogan.
Als der Kinderstar mit den Jahren erwachsen wird, kann Dash Coogan nicht mehr leugnen, das er Gefühle für diese Frau hat, die eigentlich auch seine Tochter sein könnte. Und auch ihr Serienpartner Eric Dillon, der bisher nur Spott für sie übrig hatte, sieht sie durch ihre Fraulichkeit in einem anderen Licht. Doch in Honeys Herzen ist nur Platz für eine Liebe und um diesen Platz muss gekämpft werden.

Als ich die Inhaltsangabe vom Verlag gelesen habe, war ich guter Dinge, dass das Schema von Frau Phillips älteren Büchern etwas von denen der neueren abweicht. Leider war es dann doch nicht die erhoffte Dreiecksbeziehung, der hier behandelt wird, sondern eher die Geschichte von Menschen, die sich einst trafen, dann ihren eigenen Weg gingen, um sich später wieder zu treffen.

Honey fand ich eine unglaublich schwierige Person. Anfangs, weil sie einfach nur ein unerzogenes Balg war, im späteren Verlauf, weil sie ihre ganze Psyche in gewisser Weise auf die Achterbahn Black Thunder reflektierte und meinte, nur Erlösung finden zu können, in dem das gute Stück aufwendig und teuer in dem sonst vollkommen leeren Park restauriert wird.

Erics Beweggründen, weswegen Honey auf einmal für ihn interessant wurde, habe ich auch nicht ganz nachvollziehen können. Zu Beginn erinnerte ihr jungenhafte Art ihn an seinen verstorbenen Bruder, am Ende wollte er sie unbedingt, um sich wenigstens einmal gegen Dash Coogan behaupten zu können. Für mich war dieser Sinneswandel nicht ganz schlüssig.

Nichtsdestotrotz wieder eine nette Strand-/Sommerlektüre. Vorerst brauche ich aber eine Pause von Susan Elizabeth Phillips, sonst hängen mir ihre Bücher ganz sicher für die nächsten Jahre zum Halse raus.

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Tags: achterbahn, hollywood, liebe, schmerz   (4)

  

 

Northanger Abbey
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(2)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

england, bath, liebe, intrige, parodie

Northanger Abbey

Jane Austen ,
Flexibler Einband: 283 Seiten
Erschienen bei Penguin Books Ltd, 06.04.2006
ISBN 9780141028132
Genre: Sonstiges

Rezension:

Catherine Morland fährt mit Freunden der Familie nach Bath, wo sie das gesellschaftliche Leben mit seinen Vorzügen wie schöne Stoffe und Abendveranstaltungen kennenlernt. Dort trifft sie bald auf Isabella, die eine liebe Freundin wird, und John, der Interesse an Catherine zeigt. Als sie sich jedoch langsam in Henry Tilney verliebt und gerne Zeit mit ihm und seiner Schwester Eleanor verbringen will, versucht Isabella das zu unterdrücken, indem sie in Catherins Namen falsche Nachrichten überbringen lässt.
Nach einiger Zeit wird sie jedoch von den Tilneys eingeladen nach Northanger Abbey zu kommen und dort einige Zeit zu verbringen. Den Wohnsitz der Tilneys umgibt eine mysteriöse Atmosphäre, die Catherines Fantasie beflügeln. Welche Geheimnisse sind in den Mauern des ehemaligen Klosters verborgen? Und warum schreibt Isabella ihr nicht, obwohl sie es ihrer Freundin doch so fest versprochen hatte?

Northanger Abbey war nach Stolz und Vorurteil mein zweiter Roman von Jane Austen. Im direkten Vergleich muss ich leider sagen, dass mir dieses Buch nicht so gut gefallen hat. Zum einen waren die Charaktere nicht so schön ausgearbeitet, zum anderen verlief die Geschichte teilweise sehr schnell und oberflächlich auf den knapp 300 Seiten des Buches, wodurch einige Ereignisse zu abrupt wirkten und Freundschaften zu schnell entstanden.
Ein wenig enttäuschend fand ich auch, dass der Klappentext eine Art Gruselroman versprochen hat. Anfangs sah es durch Catherines Vorliebe für ebendiese zwar noch danach aus, als könnte es sich zu einem entwickeln, doch Northanger Abbey kommt erst ab ca. der Hälfte des Buches ins Spiel und ist dann gar nicht so lange Grund für Gruseleien. Stattdessen erwartet den Leser Gesellschaftskritik à la Austen mit Intrigen und Konventionen, die uns in der heutigen Zeit beinahe lächerlich erscheinen.

Zusammengefasst fand ich Northanger Abbey nett, aber nicht so einnehmend und unterhaltend wie erhofft. Für Austen-Fans dennoch lesenswert.

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Tags: bath, england, intrigen, kloster, liebe   (5)

  

 

Der Augenjäger
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(358)

610 Bibliotheken, 8 Leser, 8 Gruppen, 122 Rezensionen

thriller, augen, psychothriller, entführung, berlin

Der Augenjäger

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 27.09.2011
ISBN 9783426198810
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Gerade erst hat der Augensammler sein Unwesen in Berlin getrieben, in dem er erst die Mutter, dann ihre Kinder getötet und ihnen das linke Auge entfernt hat. Und nun macht schon wieder ein Psychopath jagt auf Augen.
Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt, nach ihm wurde sogar ein spezielles Skapell benannt, doch nach Feierabend entführt er Frauen, öffnet ihnen buchstäblich die Augen, vergewaltigt sie und lässt sie wieder frei. Keine der Frauen hat der Augenjäger umgebracht, zumindest nicht direkt, denn sie nahmen sich - psychisch gebrochen - selbst das Leben. Als Dr. Suker nun aus der Untersuchungshaft entlassen werden soll, weil man ihn nicht länger festhalten kann, wird Alina Gregoriev hinzugezogen. Die Blinde Physiotherapeutin kann Visionen hervorrufen, indem sie ihre Patienten berührt.
Doch der Augenjäger ist nicht die einzige Sorge von Alina und der Polizei, denn auch der Augensammler ist noch auf freiem Fuß und sein jüngstes Opfer ist noch bei ihm.

Auf das Buch hatte ich mich wirklich sehr gefreut und ich wurde nicht enttäuscht! Gleich zu Beginn kommt ein riesen Hammer als Vorlauf für die anschließenden Wendungen. Gestört hat mich lediglich die etwas dünne Erklärung für Alinas Visionen, die mir nicht rational und somit nicht real genug war. Und auch die Tatsache, dass die Figuren, die bereits in Der Augensammler Unglaubliches erlebt haben, wieder ungeahnten Grausamkeiten ausgesetzt sind, ist für meinen Geschmack ein wenig zu unrealistisch.
Ansonsten hat Fitzek mit Der Augenjäger wieder einen Pageturner geliefert, der am Ende eine große Überraschung parat hat! Viele Figuren kennt der Leser schon aus dem Vorgänger und ich persönlich fand es toll, ihre Geschichte weiterzuverfolgen.
Fitzen hat mit diesem Buch wieder einen spannenden Psychothriller geschaffen, der den Leser in seinen Bann zieht und in nur wenigen Stunden verschlungen wird. Für mich eines seiner besten Bücher!

Wer übrigens Der Augenjäger als Einstieg in Fitzeks Bücher lesen möchte, dem rate ich vorher Der Augensammlerzu lesen, da sonst zu viel vorweggenommen wird.

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Tags: berlin, der augensammler, entführung, folter, mord, selbstmord   (6)

  

 
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