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Zwei an einem Tag
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175 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 15 Rezensionen

liebe, freundschaft, england, roman, liebesroman

Zwei an einem Tag

David Nicholls , Simone Jakob
Flexibler Einband: 541 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 07.03.2011
ISBN 9783453811843
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Am 15. Juli 1988 verbringen Emma Morley und Dexter Mayhew nach ihrem Abschluss die Nacht miteinander, noch nicht wissend, dass sie für den Rest ihrer Leben miteinander in Verbindung stehen werden. Zwar gehen Em und Dex nach diesem Tag getrennte Wege, doch ihre Leben kreuzen sich immer wieder. Emma ist unschlüssig, was sie mit ihrer Zukunft anstellen soll, versucht sich mit Schauspielern und als Kellnerin. Dextrer hingegen macht Karriere und landet als Moderator beim Fernsehen. Während der eine abstürzt, rappelt sich der andere auf, immer wissend, dass der beste Freund zur Seite stehen wird. Doch obwohl die beiden sich so nahe stehen, sieht es nicht danach aus, als ob sie sich jemals ihrer Gefühle füreinander bewusst werden. Oder vielleicht doch?

Zu Zwei an einem Tag kam ich durch den Trailer zur Verfilmung, die im Oktober in die deutschen Kinos kommen wird.
Das Prinzip des Buches gefällt mir gut: Zwei Menschen scheinen sich immer wieder nur knapp zu verpassen, entwickeln und verändern sich und der Leser fiebert mit und stellt sich permanent die Frage: "Werden sich die beiden kriegen?"
Der Lesespaß wurde für mich etwas getrübt, weil ich weder mit Emma noch mit Dexter richtig warm wurde. Beide entwickeln sich im Verlauf der Geschichte zu Menschen, mit denen ich nichts anfangen kann. Dexters Drogenexzesse, Emmas Ziellosigkeit - beides Dinge, die ich einfach nicht billigen wollte. Vielleicht bin ich allerdings zu konservativ und engstirnig, um dem tolerant und verständnisvoll gegenüberzustehen.

Ohne zu viel verraten zu wollen, hat mir auch das Ende des Buches nicht gefallen. Ich war wie vor den Kopf gestoßen! "Wieso musste das jetzt passieren?"

Die Leben der beiden sind auf jeden Fall sehr aufreibend und trotz Nicholls' recht distanzierter Erzählweise, gibt es durchaus Platz für emotionale Momente.
Christine Westermann vom WDR sagt: "Eine herrliche Liebesgeschichte. Das schönste Buch des Jahres!" Dem würde ich nicht unbedingt zustimmen. Dennoch ist es eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, die auch - oder vor allem - für diejenigen geeignet ist, die so gar nichts mit schnulziger Romantik anfangen können.

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Tags: england, freundschaft, liebe   (3)

  

 
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