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Die Wächter von Avalon
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29 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

avalon, esm, raven, quinlan, lichtelfe

Die Wächter von Avalon

Amanda Koch
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei familia koch Verlag, 08.03.2013
ISBN 9783943987140
Genre: Science-Fiction/Fantasy

Rezension:

Esmé hat sich schon lange von ihrer Umwelt Stück für Stück zurückgezogen und der Kontakt mit anderen Menschen ist für sie oftmals sehr anstrengend. Sie verliert sich in ihren Träumen, in denen immer öfter ein junger Mann erscheint, von dem sie sich magisch angezogen fühlt. Einzig ihr Bruder Eric schafft es, sie ab und an aus sich herauszuholen und nur zu ihm verspürt sie eine tiefere Verbundenheit.

Obendrein fühlt sie immer öfter eine fremde und beschützende Präsenz um sich herum, die sie eines Tages zu einem geheimnisvollen Dachbodenfund führt, der die Erinnerung an Vergangenes in ihrer Familie wieder heraufbeschwört.

Gemeinsam mit Eric versucht sie hinter ein Geheimnis zu kommen, das ihren Bruder lange belastet hat und ihm auch jetzt, nach dem Auffrischen seiner Erinnerung, wieder sehr zu schaffen macht. Bei ihren diesbezüglichen Nachforschungen trifft Esmé zufällig auf zwei merkwürdige, junge Männer. Einer von ihnen ist der Mann aus ihren Träumen. Wie kann das möglich sein? Gibt es tatsächlich eine Verbindung zwischen ihnen?

Meine Meinung:

Die ansprechenden Grün-Töne des Covers haben mich gleich angesprochen und zum Lesen eingeladen. Das 415 Seiten starke, gebundene Buch ist eine echte Augenweide für jeden Fantasy-Fan.

Der Schreibstil von Amanda Koch ist wirklich sehr schön und fließend und hat mich sehr schnell in die Geschichte hineingetragen. Angenehm aufgefallen ist mir auch der umfangreiche und gehobene Wortschatz, der sich angenehm von manch anderen Romanen abhebt und zwischendurch fast als poetisch zu bezeichnen ist.

Die gut beschriebenen Charaktere waren mir recht schnell sympathisch und insbesondere Esmé, an deren Gefühlen und Gedanken ich teilhaben durfte, hat es mir mit ihrer inneren Zerissenheit sehr angetan. Schon lange fühlt sie sich fehl am Platze und zieht sich immer mehr zurück. Sie fühlt, dass sie anders ist und erst Ravens Auftauchen holt sie aus ihrem Schneckenhaus heraus. Von da an macht sie eine unbeschreibliche Entwicklung durch, von der man einfach selbst gelesen haben muss.

Auch Raven ist ein ganz besonderer Mann. Geprägt durch die Ereignisse in seiner frühen Kindheit hat er einen besonderen Bezug zu seinem Großvater, der für ihn Lehrmeister und Vorbild ist und, der sich für seine Enkel liebevoll aufopfert. Doch gleichzeitig bereitet er sie auf eine besondere Aufgabe vor, die ihr Familienerbe ist und vermittelt ihnen unter anderem auch sehr viel Verantwortungsbewusstsein. Dies hat Raven sehr geprägt und bestimmt schon lange sein Handeln. Esmés Auftauchen wirft ihn daher aus seiner vorherbestimmten Bahn, weshalb er lange mit seinen Gefühlen hadert.

Letztendlich war ich nicht nur von den Charakteren begeistert, sondern auch von dem wundervollen Gerüst, dass die Autorin um sie herumgezaubert hat. Ich denke, Avalon ist wahrscheinlich fast jedem ein Begriff und ich habe es sehr genossen, wie stimmig die Autorin die Mystik, die sich darum rankt, in ihre Geschichte miteingearbeitet hat. Ihre bildhaften Beschreibungen haben mich an ferne Orte entführt und mit das Gefühl gegeben, gemeinsam mit den Charakteren im magischen Land Amaduria zu sein.

Fazit:

"Die Wächter von Avalon - Die Prophezeiung" ist der Auftakt einer Fantasyreihe von Amanda Koch. Viel zu schnell war ich am Ende angelangt; dabei hätte ich zu gerne noch viel mehr von den gut gezeichneten Charakteren erfahren. Ich wurde verzaubert von einer fantastischen Geschichte, die immer noch in mir nachhallt und hoffe auf ein baldiges Wiedersehen mit den liebgewonnen Charakteren und dem magischen Amaduria.

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House of Secrets
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

chris columbus, arena verlag, house of secrets, ned vizzini

House of Secrets

Chris Columbus , Ned Vizzini
Sonstige Formate
Erschienen bei Harpercollins Publishers, 25.05.2013
ISBN 9780007465866
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als die Familie Walker eine wunderschöne, alte Villa zu einem Spottpreis angeboten bekommt, können sie ihr Glück gar nicht fassen und greifen sofort zu. Doch hinter diesem Haus verbirgt sich viel mehr als sie ahnen. Einst gehörte es dem eher erfolglosen Autor Denver Kristoff und es strahlt etwas Unheimliches aus. Schnell stoßen die Kinder nicht nur auf die Werke des ehemaligen Hausbesitzers, sondern haben auch draußen im Garten eine merkwürdige Erscheinung, die sie zunächst für eine Sinnestäuschung halten.

Dann taucht plötzlich ihre seltsame Nachbarin bei ihnen auf und entpuppt sich als ein magisches und tollwütiges Wesen, das eine Spur der Vernichtung hinterlässt und die Familie Walker attackiert. Als die Kinder Brendan, Cordelia und Eleanor nach dem Angriff wieder zu sich kommen, sind ihre Eltern verschwunden und vor ihrer Haustür breitet sich ein gefährlicher Urwald mit bedrohlichen Bewohnern aus. Entschlossen begeben sich die Kinder auf die Suche nach ihren Eltern und müssen dabei gleichzeitig einen magisches Buch finden, hinter dem die furchtbare Nachbarin her ist. Werden sie es rechtzeitig schaffen?

Meine Meinung:

Man merkt gleich beim Lesen, dass das Autorenduo sehr viel Erfahrung im Fernseh- und Kinosektor hat. Die Erzählung ist sehr actionreich und bildhaft beschrieben, so dass ich das Gefühl hatte, der Roman liefe einem Film gleich in meinem Kopf ab. Und ein Film war es auch, den ich zuerst mit dem Geschehen assoziiert habe, denn als die Kinder sich unvermittelt in einem gefährlichen Urwald wiederfinden, kam mir gleich "Jumanji" in den Sinn. Doch im weiteren Verlauf zeigte sich, dass die Erzählung weit darüber hinausging, aber nichtsdestotrotz mit seinen außergewöhnlichen Settings und Figuren auch gleichzeitig eine geniale Filmvorlage ist.

Die Walkerkinder sind - wie bei Geschwistern oft üblich - sehr unterschiedlich in ihrem Wesen und Verhalten. Cordelia ist ein überaus intelligentes, junges Mädchen, das ausgesprochen vielbelesen ist und Bücher geradezu inhaliert. Währenddessen Brendan ein außergewöhnliches Gedächtnis besitzt, seine Zeit aber lieber mit seiner Konsole oder seinem Lacrosse-Team verbringt. Seine freche Zunge hat mir ganz besonders gefallen und hat mir das ein oder andere Mal ein Grinsen aufs Gesicht gezaubert. Das Nesthäkchen Eleanor ist ebenfalls sehr gewitzt, leidet aber an einer Lese-Rechtschreibschwäche, die ihr oft sehr zusetzt.

Trotz üblicher Kabbeleien unter Geschwistern zeigen die Kinder jedoch, dass sie zusammengehören und füreinander da sind. Sie alle sind Versuchungen ausgesetzt und treffen bei ihrem Abenteuer auf die verrücktesten Figuren, die sie in große Gefahr bringen. Hier beweisen sie nicht nur, dass sie sehr mutig sind, sondern auch wie erfindungsreich. Sie wachsen förmlich über sich hinaus und lernen dabei sehr viel über sich selbst und ihre Geschwister.

Fazit:

"House of secrets - Der Fluch des Denver Kristoff" ist ein actiongeladener Jugendabenteuerroman von Chris Columbus und Ned Vizzini und der Autakt einer neuen Reihe. In einem atemberaubenden Tempo fliegt man als Leser durch den Roman, in dem Themen wie Vertrauen, Loyalität und Liebe aufgegriffen werden. Gerne habe ich die sympathischen Geschwister auf ihr Abenteuer begleitet und mit ihnen gelacht, gebangt und gehofft. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.

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Einsatzort Vergangenheit
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45 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

zeitreise, liebe, england, zeitreisen, geschichte

Einsatzort Vergangenheit

Sandra Neumann
E-Buch Text: 327 Seiten
Erschienen bei null, 17.04.2012
ISBN B007S139AM
Genre: Sonstiges

Rezension:

Laura ist Lehrerin für Englisch und Geschichte an einem Gymnasium und ist mit ihrem Leben eigentlich sehr zufrieden. Sie hat eine nette Familie, tolle Freunde, liebt ihre Arbeit, nur der Richtige hat bisher noch nicht an ihre Tür geklopft. Auf einer Party ihres Bruders lernt sie dann Sven kennen und die beiden scheinen sich wirklich gut zu verstehen.

Einzig der neue Lehrer an ihrer Schule sorgt dafür, dass ihre Stimmung regelmäßig auf dem Tiefpunkt gelangt. Gleich am ersten Tag belegt er einfach ihren persönlichen Parkplatz und auch später lässt er keine Möglichkeit aus, Laura auf die Füße zu treten. Obwohl er wirklich ein sehr leckerer Anblick ist, scheint er immer wieder ein rotes Tuch für sie zu sein. Erst eine erzwungermaßen gemeinsame Projektwoche sorgt dafür, dass die beiden sich ein wenig annähern, doch die aufkeimende Freundschaft wird jäh durch einen zufälligen und unglaublichen Sprung in die Vergangenheit gestört. Plötzlich befinden sich die beiden im London des späten 16. Jahrhunderts und müssen erst eine gefährliche Aufgabe lösen, damit sie zurück in ihre eigene Zeit können. Wer zur Hölle ist Phil wirklich?

Meine Meinung:

Ich liebe ja Zeitreiseromane und habe bereits einige aus dem Jugendbuchbereich verschlungen. Mit "Einsatzort Vergangenheit" habe ich mich das erste Mal an einen Roman für Erwachsene herangetraut und hatte sehr viel Spaß beim Lesen.

Sandra Neumann versteht es, ihre Leser zu unterhalten. Die Protagonisten Laura und Phil kabbeln sich untereinander mehr oder weniger vom ersten Augenblick an und liefern sich dabei einen herrlichen Schlagabtausch. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Laura, in der Ich-Form, mit einem tollen,  lockeren Schreibstil und dem Sprachgebrauch meiner Generation, so dass ich mich sehr schnell mit den Charakteren identifizieren konnte.

Laura ist sympathisch, hilfsbereit und definitiv nicht auf den Kopf gefallen. Sie hält sich nicht für den Nabel der Welt, hat aber wiederum genug Selbstbewusstsein, dass sie sich nicht einfach alles gefallen lässt. Phils Anblick lässt sie nicht kalt, aber im Gegensatz zu den meisten anderen Frauen, schmilzt sie nicht sofort dahin, sondern bietet ihm ordentlich Paroli.

Das braucht er auch, denn Phil ist es gewohnt, dass ihm die Damenwelt zu Füßen liegt. Trotzdem lässt er aber immer wieder durchblicken, dass er eigentlich ein sehr netter Kerl ist. Dabei wechselt er oftmals so schnell zwischen seinen Gefühlslagen, dass die arme Laura gar nicht so schnell mitkommt, was sie ebenfalls wieder schnell auf die Palme bringt. 

Die Auflüge in die Vergangenheit der beiden fand ich sehr schön beschrieben. Mit London hat die Autorin natürlich eine sehr eindrucksvolle Kulisse gewählt mit einem Zeitfenster, in dem sehr viele bedeutende Persönlichkeiten der Geschichte auftreten, die von der Autorin sehr schön skizziert und auch schnell für mich lebendig wurden.

Fazit:

"Einsatzort Vergangenheit" ist ein Zeitreiseroman mit tollen Charakteren und einem schönen Setting, bei dem die Liebe und auch der Humor nicht zu kurz kommen. Der lockere und spannende Schreibstil hat mich sehr schnell gefesselt und den Roman in einem Rutsch verschlingen lassen. Ich fühlte mich ausgezeichnet unterhalten und bin schon sehr neugierig auf die Fortsetzung.

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Bitterzart
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schokolade, win, kaffee, new york, verbrechen

Bitterzart

Gabrielle Zevin
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 01.04.2013
ISBN 9783841421302
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Anya Balanchine lebt im New York von 2083. Rohstoffe sind knapp, vor allem Wasser und Papier und Genussmittel wie Schokolade und Kaffee sind verboten. Nach dem gewaltsamen Tod ihrer Eltern kümmert sie sich gemeinsam mit ihrer bettlägerigen Großmutter um ihre kleine Schwester Natty und ihren Bruder Leo, der nach einer Kopfverletzung ein beeinträchtigtes Auffassungsvermögen hat. Als wäre das nicht schon schlimm genug, ist sie auch noch die Tochter eines berüchtigten Verbrechers und damit Mitglied einer Familie, die führend im Schwarzmarktbereich des Schokoladenhandels ist. Gebrandmarkt mit diesem prekären Hintergrund, versucht sie verzweifelt ihre Geschwister und sich aus allem herauszuhalten. Doch als Win plötzlich in ihrem Leben auftaucht und ihr Exfreund Gable an einer Schokoladenvergiftung fast stirbt, drohen all ihre Pläne den Bach herunterzugehen.

Meine Meinung:

Der Titel des Buches allein suggerierte einer Schokoladenliebhaberin wie mir schon direkt, dass dieses Buch unbedingt mein Eigen werden musste. Und auch inhaltlich befasst sich der Roman mit einer der größten Versuchungen, die es kulinarisch für mich gibt.

Gabrielle Zevin hat diesen Roman aus der Sicht von Anya verfasst, die, einem persönlichen Rückblick gleich, ihre Geschichte dem Leser erzählt und ihn zwischendurch auch immer wieder unvermittelt anspricht. Normalerweise ist dieser Schreibstil eigentlich nicht mein Geschmack, doch hier schien er mir genau die richtige Wahl zu sein.

Die Idee des Buches fand ich sehr reizvoll und hat mich auch zum Nachdenken angeregt. Was wäre, wenn in unserer Welt die Schokolade verboten wäre? Immerhin ist sie ein Genussmittel, das bei übermäßigem Verzehr durchaus gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen kann. Insofern ist der Gedankengang gar nicht so absurd, wie er mir zunächst vorkam, allerdings wenn man berücksichtigt, dass der Alkohol in der Geschichte wiederum legal ist, dann erkennt man doch schnell die Willkür der dortigen Legislative.

Die Welt der Zukunft in "Bitterzart" hat sich verändert und ist stellenweise sehr grausam. Rohstoffe, insbesondere Wasser, sind sehr knapp und die zahlreichen Verbote führen zu hoher Kriminalität und beleben den Schwarzmarkt. Mittendrin die Familie Balanchine, die der Inbegriff für qualitativ hochwertige Schokolade ist und zu den fünf mächtigsten Schokoladen-Dynastien gehört.

Anya Balanchine ist mit all dem aufgewachsen und hat in ihrem jungen Leben schon viel Leid erfahren. Der Verlust der Mutter und der Mord an ihrem Vater haben ihr Leben als Kind einer Verbrecherfamilie geprägt. Die Verantwortung, die sie für ihre kleine Schwester und ihren geistig etwas einfach gestrickten Bruder tragen muss, drohen sie manchmal zu überwältigen, doch sie versucht stets ihre Familie aus allen Problemen herauszuhalten. Ihre Entscheidungen sind pragmatisch und immer auf das Wohl ihrer Geschwister ausgerichtet, doch die Liebe zu Win stellt sie auf eine harte Probe, zumal sein Vater als zweiter Oberstaatsanwalt ein sehr mächtiger Mann ist, der von der Beziehung nicht sehr angetan ist. Es war sehr interessant, Anyas persönliche Entwicklung zu beobachten, die sich im Laufe der Geschichte immer mehr zu einer erwachsenen und selbstbewussten Frau wandelt.

Aber auch die zahlreichen Nebencharaktere machen hier eine gute Figur, obwohl sie neben Anya nicht ganz so präsent sind. Angefangen bei ihrer treuen Freundin Scarlet, die stets hunderprozentig loyal ist, bis zu ihrem liebenswerten Bruder Leo, der intelligenten Schwester Natty und Wil, dem Jungen, der Anyas Herz erobert und, der immer freundlich ist und an Anya glaubt. Er ist nicht der typische starke Held der Protagonistin, sondern hinterlässt eher einen etwas soften Eindruck, obwohl er ohne zu zögern für seine Liebe eintritt. In dieser Hinsicht bin ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung, da ich vermute, dass auch Win noch eine ordentliche Entwicklung durchmachen wird.

Fazit:

"Bitterzart" ist der Auftakt einer neuen dystopieähnlichen Reihe von Gabrielle Zevin, in dem eine tolle Idee wirklich gut umgesetzt ist. Der angenehme Schreibstil hat mich an diesen Roman, der wichtige Themen wie Liebe, Freundschaft, Macht und Loyalität als Grundlage hat, gefesselt und in freudiger Erwartung auf die Fortsetzung "Zartherb" zurückgelassen.

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Spiegelriss
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70 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

alina bronsky, spiegelriss, phee, dystopie, juli

Spiegelriss

Alina Bronsky
Fester Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2013
ISBN 9783401067995
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Es ist einige Zeit vergangen seit dem Tod von Dr. Rudolf Rettemi und seitdem ist einiges geschehen. Juli lebt auf der Straße und hat sich einem "Rudel" Jugendlicher angeschlossen, die ebenfalls kein "normales" Leben mehr haben. Sie versucht nicht aufzufallen oder erkannt zu werden, denn inzwischen wird sie in der ganzen Stadt für den angeblichen Mord an ihrem Adoptivvater gesucht. Schmutz, Hunger und Kälte setzen ihr zu und Juli erweckt den Eindruck, als hätte sie sich aufgegeben.

Als sie die Aufmerksamkeit des inoffiziellen Rudelführers Kojote erregt, kommen die Dinge jedoch etwas ins Rollen und Juli fängt endlich an, ihr Leben aktiv in die Hand zu nehmen. Sie sucht die Menschen auf, die bisher in ihrem Leben wichtig waren und bringt sich dabei in sehr große Gefahr.

Meine Meinung:

Der erste Teil "Spiegelkind" von Alina Bronsky hatte mich vor einiger Zeit unheimlich begeistert, so dass ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut habe. Doch während ich in der Erwartung war, dieselbe Atmosphäre wieder anzutreffen, hat mich die Autorin mit einer ganz anderen überrascht. Viel düsterer als noch die anfängliche, heile Welt von Juli beginnt der Roman und wirft seine Leser sofort ins kalte Wasser.

Seit dem Ende des ersten Teiles ist einiges an Zeit vergangen und ich sah mich als Leser mit einer völlig neuen Situation konfrontiert. Zu Beginn hatte ich ständig das Gefühl, wichtige Informationen vielleicht überlesen zu haben und das legte sich erst langsam im Laufe der Geschichte, in der die Autorin die Geschehnisse der Zwischenzeit häppchenweise einstreute. Dadurch war die Spannung von Anfang an ungebrochen spürbar, aber irgendwie hinterließ das bei mir auch ein leicht unzufriedenes Gefühl, denn ich fühlte mich lange nicht angekommen in der Geschichte, die mir doch eigentlich noch so gut im Gedächtnis haftete.

Trotzdem habe ich auch diesen Teil als sehr lebendig und fesselnd empfunden. Erneut erzählt die Autorin die Geschichte aus der Sicht von Juli im Präsens und lässt ihre Leser an deren Verzweiflung teilhaben. Juli fühlt sich sehr verloren und eingelassen in einer immer feindlicher werdenden Welt. Zugleich spürt man auch, wie sehr sie von den zurückliegenden Geschehnissen bedrückt ist. Doch nach und nach rappelt sie sich wieder auf und beginnt, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Die Nebencharaktere des Vorgängerbandes sind größtenteils alle wieder präsent, rücken in diesem Teil aber viel mehr in den Hintergrund. Die meisten von ihnen haben Veränderungen mitgemacht oder zeigen neue Facetten ihrer Charaktere. Eine Verbindung zu ihnen konnte ich hier jedoch nicht mehr so stark fühlen. Auch Julis neue Bekanntschaft Kojote bleibt ein wenig schwach hinter ihr zurück, obwohl er derjenige ist, der ihr den sprichwörtlichen Tritt in den Allerwertesten verpasst, damit sie endlich aus ihrem Selbstmitleid wieder auftaucht.

Fazit:

"Spiegelriss" von Alina Bronsky ist die Fortsetzung von "Spiegelkind" und hat mich durchgehend mit seiner Mischung aus Fantasy, Dystopie und stetig präsenter Spannung gefesselt. Düster und geheimnisvoll ist dieser zweite Teil ganz anders als der erste und sehr stark auf die Protagonistin konzentriert. Das und meine anfängliche Verwirrung haben diesen Teil für mich nicht ganz so rund gemacht wie den Vorgänger. Obschon sich das Ende für mich irgendwie abgeschlossen anfühlt, erwartet die Leser noch ein dritter Teil der Reihe, auf den ich trotzdem sehr gespannt bin und, mit dem mich die Autorin bestimmt wieder überraschen kann.

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Dein göttliches Herz entflammt
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71 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

mythologie, liebe, young adult, kelly keaton, arena verlag

Dein göttliches Herz entflammt

Kelly Keaton , Bea Reiter
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2013
ISBN 9783401067513
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Die Suche nach ihren leiblichen Eltern führt die siebzehnjährige Ari ins Roquemore Haus, eine Klinik für psychisch Kranke, in der ihre Mutter sich das Leben genommen hat. Eine kleine Kiste mit ihrem Hab und Gut ist alles, was der zuständige Arzt Ari geben kann. Darin stößt sie auf einen an sich gerichteten Brief, der sie zur Flucht drängt. Doch wovor?

Kopflos verlässt Ari ihr Hotel und trifft unmittelbar auf einen Mann, der ihr mit einem Schwert das Leben nehmen will. Zum Glück haben ihre Pflegeeltern Ari berufsbedingt auf mögliche Kämpfe gut vorbereitet und so gelingt es ihr, den Spieß umzudrehen. Doch kurz nach seinem Ableben verschwindet der Mann direkt vor ihren Augen!

Aris Neugier führt sie ins mysteriöse und gefährliche New 2, wo sie geboren wurde und sie sich mehr Informationen über ihren leiblichen Vater erhofft. Die von den meisten Menschen wegen seiner mysteriösen Bewohner gemiedene Stadt birgt jedoch viele Risiken und unversehens befindet sich Ari nicht nur im Zentrum des Interesses einiger mächtigen Persönlichkeiten, sondern auch in enorm großer Gefahr. Wird sie sich retten können und finden, wonach sie sucht?

Meinung:

Das wunderschöne Cover und der spannende Klappentext haben mich gleich gefangengenommen für dieses Buch und so ließ ich mich von der Autorin in eine faszinierende, neue Welt entführen. Kelly Keaton schreibt aus der Sicht ihrer Protagonistin Ari, der gleich zu Beginn meine Sympathien zuflogen.

Ari hat es bisher nicht leicht gehabt in ihrem Leben, da sie in diversen Pflegefamilien aufgewachsen ist. Erst die letzten Pflegeeltern haben ihr ein Gefühl von Zuhause gegeben und sie zudem aufgrund ihres Berufes gut vorbereitet auf die Schwierigkeiten des Lebens. Doch trotzdem lässt Ari der Gedanke an ihre eigentliche Herkunft nicht los und sie begibt sich auf die Suche. Ich fand es sehr bewundernswert, wie zielstrebig und unerschütterlich Ari war. Bei ihren Erfahrungen hatte sie wahrscheinlich nur die Wahl, irgendwann aufzugeben oder erstärkt aus allem hervorzugehen. Zum Glück war sie stark genug, den zweiten Weg zu wählen. In New 2 erschließt sich ihr dann eine komplett neue und unerwartete Welt und Ari beweist vor Ort erneut, wieviel in ihr steckt.

New 2, das ehemalige New Orleans, ist eine sonderbare Stadt, in der sich allerlei magische und mysthische Kreaturen tummeln. Hier hat sich die Autorin nicht nur auf ein oder zwei Wesen beschränkt, sondern das komplette Ensemble der Fantasywelt aufgefahren. Anfänglich dachte ich, dass dies zuviel des Guten sei, aber unwahrscheinlich schnell war ich stattdessen davon total fasziniert und hätte sogar gerne noch viel mehr erfahren.

Auch die Wahl des Handlungsortes der Autorin fand ich ausgezeichnet, zumal er seit jeher mit Magie und Voodoo in Verbindung gebracht wird, der in der Erzählung natürlich auch nicht fehlen darf. Als New 2 ist die Stadt jedoch nach einer schweren Naturkatastrophe autark und nunmehr im Besitz der Novem, der neun führenden, übernatürlichen Familien.

Die gesamte Atmosphäre des Buches wahr unheimlich geheimnisvoll und mystisch und wurde, nicht zuletzt dank des wunderschönen, bildhaften Schreibstils der Autorin, quasi in meinem Kopf zum Leben erweckt. Dabei war die Spannung kontinuierlich spürbar und der Roman fesselte mich zudem sehr schnell mit seinen gut entwickelten Charakteren.

Fazit:

"Dein göttliches Herz entflammt" ist ein spannender Jugendfantasyroman, der ein gelungener Cocktail aus Fantasy, Abenteuer, Romantik und Mystik ist. Das einzige Manko war für mich die verhältnismäßige Kürze des Buches, denn ich hätte mir manchmal ein paar Ausführungen mehr gewünscht. Doch da es sich hier um den Auftakt einer Reihe handelt, hoffe ich in dieser Hinsicht auf die Folgebände, deren Erscheinen ich bereits sehnsüchtig erwarte. Kelly Keatons Roman hat mich durchgehend gefesselt und ich kann ihn Freunden dieses Genres nur unbedingt ans Herz legen.

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Bonfire-Chroniken - Initiation
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48 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

ernat, mpire, bonfir, liebe, gestaltwandler

Bonfire-Chroniken - Initiation

Imogen Rose
Flexibler Einband: 422 Seiten
Erschienen bei Imogen Rose, 04.03.2013
ISBN 9780985676674
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Bonfire Academy liegt in der Nähe von St. Moritz und ist eine Schule für übernatürlich Begabte, die hier nicht nur erlernen können, mit ihren eigenen Fähigkeiten umzugehen, sondern auch miteinander. Die meisten von ihnen sind adeliger Herkunft oder zeichnen sich durch etwas anderes besonders aus.

Cordelia, die Tochter des Dämonenkönigs von Paris, befindet sich in ihrem dritten und letzten Jahr an der Akademie und wollte sich ursprünglich ihrer Freude und ihrem Talent im Tennis widmen. Als sie jedoch zur Mentorin eines ganz besonderen Mädchens berufen wird, begibt sie sich dadurch in große Gefahr und muss sich unmittelbar einiger Angriffe erwehren. Gleichzeitig fühlt sie sich emotional zwischen ihrem langjährigen Freund Quinn und dem geheimnisvollen Schülerratsvorsitzenden Jagger hin- und hergerissen, so dass ihr kaum noch Zeit zum Luftholen bleibt.

Meinung:

Anfänglich war ich ein wenig verwirrt, weil die Geschichte so unmittelbar begann und von so vielen vergangenen Ereignisse erzählte, dass ich das Gefühl hatte, nicht den ersten Band einer Reihe in den Händen zu halten, sondern bereits eine Fortsetzung. Doch mein Blick auf die Rückseite des Buches bestätigte den Auftakt und so startete ich etwas beruhigter in den Roman, obwohl ich mir die Einführung etwas ausführlicher gewünscht hätte. Nach einer Weile legte sich das Gefühl und ich verfolgte gespannt das Geschehen.

Dieses wird aus der Sicht der Dämonin Cordelia geschildert und nimmt sehr schnell an Fahrt auf. Obwohl Cordelia hauptsächlich in ihrer menschlichen Erscheinungsform auftritt, sind ihre Instinkte und Verhaltensweisen auf den dämonischen Anteil in ihr ausgelegt. Das erklärt auch den etwas laxen Umgang mit Moral und dem Thema "zwischenmenschliche" Beziehungen. Nichtsdestotrotz scheint sie das Herz auf dem rechten Fleck zu haben und kümmert sich hingebungsvoll um ihren Schützling Faustine.

Diese ist nicht nur ausgeprochen jung, sondern auch der einzige Dämon-Mensch-Hybrid an der Akademie. Das führt unweigerlich zu Konflikten mit den anderen Spezies, insbesondere den Vampiren. Cordelia hat mit ihrer Aufgabe also allerhand zu tun. Dazu kommt noch, dass Faustine mysteriöse Fähigkeiten besitzt, die sie nicht kontrollieren kann und, die es zu ergründen gilt.

Empfohlen wird der Roman ab 16 Jahren, was ich nur unterstützen kann, da Cordelia eindeutig kein Kind von Traurigkeit ist. Die Kombination aus Jugendroman und erotischen Szenen ist meines Erachtens etwas ungewöhnlich und hängt für mich etwas zwischen den Genres. Tendentiell würde ich den Roman eher als Fantasyroman für Jugendbuchliebhaber bezeichnen.

Fazit:

Trotz des etwas irritierenden Beginns des Romans hat mich "Bonfire Chroniken - Initiation" von Imogen Rose gut unterhalten. Die Spannung war durchgängig spürbar, so dass ich keine Längen beim Lesen fühlen konnte. Zusammen mit den gut beschriebenen Charakteren und der fantasyreichen Handlung war der Roman sehr gelungen und hat in mir durchaus den Wunsch nach der Fortsetzung geweckt.

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Gallagher Girls - Spione küsst man nicht
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66 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

jugendbuch, spione, liebe, spionage, internat

Gallagher Girls - Spione küsst man nicht

Ally Carter , Gerda Bean
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Planet Girl, 15.03.2013
ISBN 9783522503310
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Cammie, Bex und Liz sind Schülerinnen der Gallagher Akademie für hochbegabte Mädchen. Doch tatsächlich verbirgt sich hinter der vermeintlichen Eliteschule ein Ausbildungsort für angehende Top-Agentinnen. Neben dem flüssigen Gebrauch von 14 Sprachen, dem Knacken von Codes und Fertigkeiten des Nahkampfs beherrscht Cammie das Talent, sich wie ein Chamäleon unsichtbar zu machen. Aber all dieses außergewöhnliche Können hilft ihr nicht weiter, als sie sich das erste Mal verliebt. Also starten die Mädchen die Mission "Jungs".

Meine Meinung:

Da ich mit den Romanen von Enid Blyton aufgewachsen bin, liebe ich fast alle Romane, die in einem Internat spielen. Die Gallagher Akademie ist da natürlich etwas ganz Besonderes und ich finde die Idee einer Spionageschule für junge Mädchen wirklich gut und hier auch sehr spannend umgesetzt.

Die Mädchen in diesem Internat sind fast alle außergewöhnlich intelligent und vielseitig begabt und zumeist sehr sympathisch dargestellt. Als Tochter der Schulleiterin nimmt Cammie eine Sonderposition ein, die ihr meist nicht sonderlich gefällt. Dazu kommt noch, dass sie den Verlust ihres Vaters immer noch nicht ganz verarbeitet hat. Doch zum Glück sind ihre beiden Freundinnen Bex und Liz immer für sie da.

Gemeinsam widmen sie sich auch der neuen Mission "Jungs". Ihre Herangehensweise an dieses Thema ist einfach herrlich, zumal die Mädchen durch die Akademie und ihr bisheriges Leben nicht wirklich vorbereitet darauf sind. Also wird dies - ähnlich einem Studienobjekt - behandelt wie ein neuer Fall, was mich manches Mal ordentlich zum Lachen gebracht hat. Da ist es gut, dass Außenseiterin Macey zu ihnen stößt und ihre "Erfahrungen" auf dem Gebiet mit ihnen teilt.

Fazit:

"Spione küsst man nicht" ist der Auftakt einer neuen Reihe, die nun auch in Deutschland erscheint. Der locker, leichte Schreibstil von Ally Carter ist gespickt mit einer ordentlichen Portion Humor, die unheimlich viel Spaß am Lesen hervorruft. Ich fühlte mich gut unterhalten und freue mich schon auf den nächsten Band.

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Blanche - Die Entscheidung
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16 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

blanche, beliar, saetan

Blanche - Die Entscheidung

Jane Christo
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.04.2013
ISBN 9783864431296
Genre: Science-Fiction/Fantasy

Rezension:

Blanche ist völlig fertig, weil Beliar sie verlassen hat. Ohne irgendeine Erklärung ist er einfach abgetaucht und lässt seine Gefährtin in einem emotionalen Tief zurück, die sich dadurch erneut den Avancen von Marcel ausgesetzt sieht, der seine ehemalige Geliebte zurückerobern will.

Gleichzeitig spitzt sich die Lage in Paris immer weiter zu und Mafiaboss Enzo bemüht sich verzweifelt sein Revier zu verteidigen. Dabei versucht Blanche, diejenigen, die sie liebt, zu schützen, doch ihre desolate Gefühlslage lässt sie immer häufiger unvorsichtig werden und so gerät sie in arge Bedrängnis. Als dann noch Engel Miceal gegen Saetan Front macht, muss Blanche sich zu einer Entscheidung durchringen.

Meine Meinung:

Was habe ich mich gefreut, endlich das Blanche-Finale lesen zu dürfen. Als ich das Buch dann endlich in meinen Fingern hatte, konnte ich vor lauter Vorfreude kaum an mich halten und doch schlich sich bereits ein wenig Melancholie mit ein, denn natürlich bedeutet ein Finale auch das Ende einer wundervollen Geschichte.

Jane Christos Schreibstil ist einfach unverwechselbar und ich tauchte sehr schnell wieder in die liebgewonnene Umgebung ein. Ich liebe Blanches Sarkasmus-Filter, der mich nicht nur regelmäßig zum Lachen bringt, sondern mancher Situation ein wenig die Härte nimmt und den Charakter von Blanche einfach unvergleichlich macht.

Die Protagonisitin erfährt in diesem dritten und letzten Teil auch eine ordentliche, persönliche Wandlung. Der Fortgang ihres geliebten Dämons stürzt sie in ein ungewohntes, tiefes Loch und reißt dabei Blanches emotionale Schutzschilde völlig nieder. Viel zu lange hat sie sich dahinter verschanzt um die Erlebnisse ihrer Kindheit zu verdrängen und erst die Abwesenheit von Beliar führt ihr vor Augen, was im Leben wirklich wichtig für sie ist. Diese Erkenntnis sorgt im weiteren Verlauf der Geschichte zu einer Veränderung ihrer Persönlichkeit, die insbesondere Blanche selbst vermutlich nicht für möglich gehalten hätte.

Beliar selbst tritt in diesem Teil im Vergleich zu Blanche etwas mehr in der Hintergrund, was auch bei mir ein leichtes Gefühl der Leere hinterlässt, obwohl seine Abwesenheit für Blanches Entwicklung sehr wichtig erscheint. Gut gefallen hat mir, dass Enzos Geliebte Nella im Gegensatz dazu mehr Anteil an Blanches Leben erhält und sich auch einmal von einer anderen Seite als der gewohnten präsentieren kann. Auch ihr fällt es schwer, sich von ihrer Vergangenheit zu lösen, um in der Zukunft glücklich werden zu können. Ihre leicht naive Art hat dafür gesorgt, dass es sehr viel Spaß gemacht hat, sie auf ihrem Weg zu begleiten.

Fazit:

Ebenso wie die ersten beiden Teile ist "Blanche - Die Entscheidung" ein Urban Fantasy-Buch der Extraklasse. Wie es sich für ein würdiges Finale gehört, zieht die Protagonistin hier noch einmal alle Register und begeistert mich dabei erneut mit ihrer spitzen Zunge. Durchgängige Spannung, kunstvolle Action, bildhafte Erotik und eine ordentliche Portion Witz haben mich von Anfang bis Ende gefesselt und in mir den Wunsch geweckt, dass diese Reihe niemals enden möge.

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Gefährliche Gedanken - Zu schön zum Sterben
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(13)

36 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

familie, beweise, mädchen-schule, thriller, freundschaft

Gefährliche Gedanken - Zu schön zum Sterben

Hanna Dietz
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2013
ISBN 9783401068299
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Natascha Sander ist neu an der Liebfrauenschule, ein exklusives Elite-Gymnasium nur für Mädchen. Nataschas Vater hat Geld wie Heu und vermutlich eine Menge davon springen lassen, damit seine Tochter mitten im Schuljahr auf dieses Gymnasium wechseln kann, da man sie bei der alten Schule ´rausgeworfen hat.

Aber Natascha hat nicht nur reiche Eltern und ist bildhübsch, sondern besitzt obendrein noch eine große Klappe, viel zu viel Neugier, als dass es gesund wäre und ein sicheres Gespür dafür, immer am falschen Ort zur falschen Zeit zu sein. Das ist auch der Grund dafür, dass ausgerechnet sie in einem abgelegenen Teil der Schule auf eine Mädchenleiche stößt!

Dummerweise sind die sterblichen Überreste genauso schnell verschwunden wie Natascha sie entdeckt hat und, da ihr niemand glauben will, macht sie sich allein auf die Suche nach der Leiche und dem Mörder. Leider haben ihre Eltern ihr seit dem Verschwinden von ihrem Bruder Basti aber einen Bodyguard zur Seite gestellt, der zwar ganz schnuckelig, aber auch super nervig ist und Natascha bei ihren Ermittlungen mächtig stört. Gut, dass es da noch Justus gibt, ihren allerbesten Freund seit Kindheitstagen, der ihr in allem treu zur Seite steht.

Meine Meinung:

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich das Buch lesen durfte, denn seine peppige Aufmachung hat mich gleich von Anfang an angesprochen. Mit seinen weißen, visierähnlichen Kugeln, in deren Zentren sich diverse Mädchen tummeln und der Zielscheibe musste ich gleich an altbekannte Kriminalfilme denken. Zusammen mit der peppig, roten Schrift auf lila Hintergrund war meine Aufmerksamkeit gleich geweckt und ich habe mich gefreut, dass das Buch meinen Erwartungen mehr als gerecht geworden ist.

Hanna Dietz hat den Roman in der Ich-Form aus der Sicht von Natascha geschrieben und es hat mir wirklich Spaß gemacht, ihren Gedankengängen zu folgen. Natascha ist mit einem gesunden Selbstbewußtsein ausgestattet, dabei keinesfalls arrogant und hat das Herz auf dem rechten Fleck. Ihre mehr als direkte Art hat sie schon oft in Schwierigkeiten gebracht und auch die Tatsache, dass ihre Zunge oft schneller als ihr Gehirn ist. Dabei nimmt sie alle Lebenslagen mit einem herrlich sarkastischem Humor hin, den ich ganz besonders liebe.

Ihr Bodyguard Enzo hat es wirklich nicht leicht mir ihr, denn ständig versucht Natascha ihm zu entwischen. Und Widerworte gibt sie auch noch ständig. Zum Glück reagiert Enzo meist sehr gelassen auf ihre Eskapaden, auch, wenn sie sich andauernd in der Wolle haben und dabei Diskussionen der ganz besonderen Art führen.

Doch die Geschichte ist nicht nur unterhaltsam und megawitzig, sondern gleichzeitig auch ungeheuer spannend. Die ganze Zeit habe ich mitgerätselt auf der Suche nach dem Mörder, bei der Natascha kaum einen Verdächtigen auslässt. Letztendlich war ich dennoch überrascht, als es dann zur Auflösung kam, denn ich bin Nataschas einleuchtenden Kombinationen die ganze Zeit brav gefolgt und fühlte mich von der Lösung des Kriminalfalls ebenso überrumpelt wie sie.

Fazit:

Bei dem Jugendroman "Gefährliche Gedanken- Zu schön zum Sterben" von Hanna Dietz ist eigentlich alles mit dabei, was man für ein gutes Buch braucht: Spannung, Witz und eine Prise Romantik, die angenehm leicht im Hintergrund bleibt und die Handlung unaufdringlich einrahmt. Ich habe mitgezittert und auch viel gelacht und habe die Handlung dabei total gebannt verfolgt. Zudem habe ich mich sehr gefreut, dass der zunächst in sich abgeschlossene Roman, am Ende noch ganz viel Potential für eine Fortsetzung enthält und hoffe sehr, bald ein neues Abenteuer verfolgen zu dürfen, denn ich brauche unbedingt noch viel mehr von Natascha Sander!

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Zeitenzauber - Die goldene Brücke
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227 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

paris, zeitreise, vergangenheit, buchreihe, liebe

Zeitenzauber - Die goldene Brücke

Eva Völler , Tina Dreher
Fester Einband: 338 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Medien, 01.03.2013
ISBN 9783833901683
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Seit ihrem Abenteuer in Venedig hat Anna gemeinsam mit Sebastiano bereits einige Zeitreisen überstanden und auch privat läuft es richtig gut für die beiden, die so oft es geht, hin- und herpendeln, um einander zu sehen. Während Anna sich gerade im dicksten Abiturstress befindet, erreicht sie jedoch eine furchtbare Nachricht: Sebastiano ist im Paris des siebzehnten Jahrhunderts verschollen! Irgendetwas ist furchtbar schief gelaufen und Anna lässt alles stehen und liegen und begibt sich zu seiner Rettung nach Paris.

Doch als sie zurück nach 1625 gereist ist, muss sie zu ihrem Entsetzen feststellen, dass Sebastiano sich an sie und sein Leben in der Zukunft überhaupt nicht mehr erinnern kann! Er hält sich für einen Musketier und Anna befürchtet, dass er in die Vergangenheit integriert wurde und es kein zurück mehr für ihn gibt. Doch so schnell gibt sie nicht auf und setzt alles daran, den Mann, den sie liebt, zu retten. Dabei verstrickt sie sich jedoch in die Ränke des Hofes und trifft dabei auf viele interessante und gefährliche Persönlichkeiten der damaligen Zeit. Werden die beiden es dennoch schaffen?

Meine Meinung:

Ich hatte bereits eine Weile auf das Erscheinen von "Zeitenzauber - Die goldene Brücke" gewartet und war nun hocherfreut, das Buch in meinen Händen halten zu dürfen. Auch in diesem Band besticht Eva Völler wieder mit einem locker, lässigen Schreibstil und erzählt ein neues Zeitreiseabenteuer aus der Sicht von Anna. Diese ist mit ihrer leicht tolpatschigen Art wie immer einfach nur liebenswert. Man muss sie einfach gernhaben und verfolgt zwansläufig ganz gebannt, wie es ihr in der Vergangenheit ergangen ist.

Der Schauplatz der neuen Geschichte ist Paris. Nach Venedig im ersten Band wieder eine Stadt, die ein ganz besonderes Flair hat. Doch nicht nur die zauberhaften Seiten der Stadt der Liebe zeigt die Autorin auf, sondern auch die Schattenseiten der damaligen Zeit, in der Hygiene ein Fremdwort ist und Wohlstand meistens nur ererbt werden kann. Und gerade auch mit der Liebe tut sich Anna dieses Mal besonders schwer, da Sebastiano sich nicht mehr an sie erinnern kann und sie bei dem Versuch, sein Gedächtnis zu reaktivieren, beinahe eine wichtige Aufgabe vergisst. Doch keine Sorge: Die Romantik kommt auch in diesem Band nicht zu kurz.

Sebastiano selbst kann sich merkwürdigerweise nicht mehr an seine Aufgabe oder gar an Anna erinnern, doch verspürt er bei ihrem Auftauchen trotz allem, die Verbindung zwischen ihnen. Als Musketier seiner Majestät teilt er jedoch nicht Annas Absichten und Pläne, was die Beziehung der beiden ziemlich belastet. Ausgestattet mit Mantel und Degen und einem ganz besonderen Auftrag übt er eine starke Anziehung auf Anna aus und seine Abenteuer hätten Alexandre Dumas bestimmt in Verzückung versetzt.

Besonders gut gefallen hat mir wieder mal die Idee des "intergalaktischen Translators" wie Anna ihn nennt, der praktischerweise nicht nur automatisch Fremdsprachen übersetzt, sondern auch den Sprachstil zeitgemäß anpasst. Begrenzt durch die sogenannte "Sperre", die verhindert, dass Dinge aus der Zukunft ausgeplaudert werden können, verschlägt es Anna deshalb ein ums andere Mal buchstäblich die Sprache.

Fazit:

Der bildhafte und freche Sprachstil von Eva Völler hat mich bei "Zeitenzauber - Die goldene Brücke" sofort wieder gefesselt. Gespickt mit viel Witz und Charme habe ich Annas Erlebnisse und Gedanken verfolgt und sie erneut schnell in mein Herz geschlossen. Auch dieses Abenteuer von Anna und Sebastiano ist sowohl inhaltlich, als auch örtlich in sich abgeschlossen und ich hoffe sehr, noch viele weitere von ihnen lesen zu dürfen und bin dabei sehr neugierig, in welche Stadt und welche Epoche es die beiden das nächste Mal verschlägt.

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Elixirium - Das gefährliche Erbe des Apothekers
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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

abenteuer, london, alchemie, magie, young adult

Elixirium - Das gefährliche Erbe des Apothekers

Maile Meloy , Ian Schoenherr
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, Münster, 01.01.2013
ISBN 9783649611547
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Jane und ihre Eltern müssen das sonnige Kalifornien verlassen und beginnen im London der Nachkriegszeit ein neues Leben. Die Umstellung ist hart und auch der erste Tag an der neuen Schule ist nicht wirklich vielversprechend. Der einzige Lichtblick für Jane ist Benjamin, der Sohn des Apothekers, der ihr unheimlich imponiert. Die beiden lernen sich kennen und schon ihre erste Verabredung gestaltet sich ausgesprochen aufregend. Als sie zufällig zwischen die Fronten der Geheimdienste gelangen und Benjamins Vater verschwindet und den beiden ein sehr wichtiges Buch anvertraut, wird es schnell brenzlig für sie. Denn das Buch, das sie beschützen, ist die Pharmacopeia, eine Sammlung von alchemistischem Geheimwissen, hinter dem viele Menschen her sind. Die beiden stürzen sich daraufhin in ein Abenteuer, das sie nie für möglich gehalten hätten.

Meine Meinung:

Ich war sehr gespannt auf den Roman von Maile Meloy, da ich vor ungefähr einem Jahr bereits einen Roman aus der Feder ihres Bruders Colin gelesen habe und nun sehr neugierig war, welchen Eindruck seine Schwester bei mir hinterlassen würde. Nach Beendigung der Lektüre war ich sehr angetan und bin überzeugt, dass Maile Meloy hier eindeutig ihrem Bruder den Rang abläuft.

Der Roman wird als Rückblick aus der Sicht der 14-jährigen Jane Scott erzählt. Das Vorwort hat mich anfänglich etwas verwirrt und auch neugierig gemacht. Erst im Nachhinein habe ich die Anspielungen zuordnen können.

Jane macht für ihr Alter schon einen sehr selbstbewußten Eindruck. Sie weiß sich zu helfen und, wenn man bedenkt, in welcher Zeit die Geschichte spielt, ist dies auch nicht weiter verwunderlich. Damals mussten die Kinder viel schneller erwachsen werden und auf eigenen Beinen stehen und es ist ein echtes Privileg für Jane, dass sie immer noch die Schule besuchen darf.

Ihre erste Begegnung mit Benjamin zeugt bereits von ihrer Bewunderung für ihn und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die beiden sich zusammentun und dabei immer näherkommen. Benjamin ist sehr eigenwillig und träumt davon Spion zu werden. Keinesfalls möchte er so eine langweiligen Beruf ergreifen wie sein Vater. Doch wie sehr er sich da geirrt hat, wird ihm schon bald bewußt.

Unterstützt vom pfiffigen Pip, den ich ganz besonders mochte, erleben die Kinder in wenigen Tagen ein Abenteuer von ganz besonderem Ausmaß. Der Schutz und das Wissen der Pharmacopeia, das nahezu magisch anmutet, stürzen die Kinder in ein Abenteuer, dass sehr gefährlich wird. Dabei war die Spannung die ganze Zeit beim Lesen spürbar und mündete in einem grandiosen Finale.

Das Cover ist sehr ansprechend und liebevoll gestaltet und gibt einige Szenen und Gegenstände aus dem Roman wieder. Alles ist angeordnet in einer großen Flasche  mit dem Titel, der im Verlaufe der Geschichte eine besondere Bedeutung bekommt und immer wieder auftaucht.

Fazit:

"Elixirium" ist ein spannender Jugendabenteuerroman, der viele fantastische Elemente enthält. Ich fühlte mich durchgängig sehr gut unterhalten und selbst das zumindest für Erwachsene etwas unglaubwürdige Ende tat dem keinen Abbruch. Ich habe mich sehr gefreut, als ich gelesen habe, dass im Juni eine Fortsetzung auf Englisch erscheint und hoffe, dass die Übersetzung nicht allzu lange auf sich warten lässt.

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Im Schatten des Mondkaisers
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79 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

dystopie, paris, carya, religion, arcadion

Im Schatten des Mondkaisers

Bernd Perplies
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Egmont Verlagsgesellschaft, 01.03.2013
ISBN 9783802586385
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Im Anschluss an die grandiose Rettungsaktion von Carya und ihren Eltern kehren alle zurück ins Dorf der Ausgestoßenen. Doch schnell wird klar, dass sie hier nicht sicher sind und alle nur in Gefahr bringen. Die Bewohner beschließen daraufhin, ihr Zuhause zu verlassen und an einer anderen Stelle wiederaufzubauen.

Auch Carya, Jonan, Pitlit und Caryas Eltern begeben sich auf Wanderschaft, jedoch auf einen getrennten Weg, der sie zunächst in Sicherheit führen soll. Unterwegs trennen sie sich von Caryas Eltern, die anderswo unerkannt neu anfangen wollen, und Carya, Jonan und Pitlit begeben sich allein weiter auf die gefährliche Reise ins unbekannte Francia. Hier glaubt Carya mehr über ihre Herkunft zu erfahren, denn die Koordinaten ihres Raketenflugzeugs führen sie direkt ins Zentrum dieses fremden und mysteriösen Landes.

Meine Meinung:

Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, da für mich der erste Band der Trilogie "Flammen über Arcadion" eines meiner Highlights 2012 war. Und wie ich es mir vom Autor erhofft hatte, wurde ich auch nicht enttäuscht.

"Im Schatten des Mondkaisers" macht genau da weiter, wo sein Vorgängerband aufgehört hat. Ich war sehr schnell wieder drin und habe die fesselnde Atmosphäre genossen, die der Autor scheinbar so mühelos erschaffen kann.

Die Suche nach Caryas Vergangenheit führt die Protagonisten diesmal in ein aufregendes, neues Land, das mit seinen Intrigen am Hofe des Mondkaisers einen unerwartet neuen Handlungsmittelpunkt darstellt. Viele gut beschriebenen Charaktere kommen neu dazu und überraschen mit einer tiefgründigen Identität, die ich beim Lesen begeistert versuchte zu enträtseln und mich letzten Endes doch völlig umgehauen hat, da ich diese so nicht erwartet habe.

Carya hat sich in diesem zweiten Teil ungeheuer weiterentwickelt. Schon lange nicht mehr ist sie das kleine Mädchen aus Arcadion, das auf den Schutz anderer angewiesen ist, sondern mausert sich immer mehr zu einer starken Kämpferin. Das ist sicherlich größtenteils ihren Erlebnissen geschuldet, aber auch ihrer geheimnisvollen "Programmierung", die immer wieder in Notsituationen greift.

Zum Glück ist Jonan auch hier wieder ihr Fels in der Brandung. Der sympathische Ex-Templer hat sein ganzes Denken und Können nur auf das Wohl seiner Gefährten ausgerichtet. Stets brilliert er mit einer Selbstlosigkeit, die insbesondere von Carya diesmal auf eine harte Probe gestellt werden.

Auf das Wiedersehen mit Pitlit hatte ich mich ganz besonders gefreut. Der Straßenjunge, der sich den beiden angeschlossen hat und große Abenteuer erleben will, muss diesmal auch einiges einstecken. Trotz allem verliert er aber nie seinen Lebensmut, den Glauben an seine Gefährten und sein loses Mundwerk. Dabei besitzt er bereits in seinen jungen Jahren eine Lebenserfahrung und eine unerwartete Lebensweisheit, die mir sehr imponiert hat.

Gut gefallen hat mir auch der neue Ort der Handlung. Das, was der Sternenfall vom ehemaligen Paris übriggelassen hat, ist kaum wiederzuerkennen, zumal die Charaktere so gut wie kein Wissen aus der Zeit davor vermittelt bekommen haben und damit viele Dinge gar nicht zuordnen können. Als ehemaliger Besucher dieser wundervollen Stadt hat es mir jedoch viel Spaß gemacht, den Beschreibungen eine aktuelle Örtlichkeit zuzuordnen und so begegnet man gemeinsam mit den Protagonisten - wenn ich richtig vermute - Versailles, dem Louvre, dem Eiffelturm und vielen anderen, bekannten Sehenswürdigkeiten.

Das Motiv von Versailles findet sich auch auf dem wunderschönen Cover wieder, das dem Design des ersten Bandes angepasst wurde, nur diesmal in Blautönen gehalten ist. Zentral darauf befindet sich die Maske des Mondkaisers, die sich strukturell abhebt und langsam zu zerbrechen scheint. Diese Symbolik erhält noch eine besondere Bedeutung, die der Leser aber erst auf den letzten Seiten des Buches erfährt.

Fazit:

"Im Schatten des Mondkaisers" ist der mittlere Teil einer spannenden Dystopie, die mich voll und ganz gefesselt hat. Bernd Perplies schafft es, mich mit seinem außergewöhnlichen Schreibstil und seiner Vielseitigkeit wieder einmal so gut zu unterhalten, dass die Seiten des Buches, ohne eine einzige Länge, viel zu schnell an mir vorüberzogen. Das Ende des Buches klärt viele offene Fragen und hat dabei trotzdem noch genug Potential für den schon im Herbst erscheinenden, finalen, dritten Band "Das geraubte Paradies", mit dessen Handlung mich der Autor bestimmt wieder überraschen und fesseln wird. Ich freu´ mich d´rauf.

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Traumprinzen und Wetterfrösche
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(6)

19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

cozy mystery, stephanie plum, roman, unterhaltung, new jersey

Traumprinzen und Wetterfrösche

Janet Evanovich
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 11.03.2013
ISBN 9783442547258
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Als Stephanie Plum am frühen Morgen ihre Wohnung verlassen will, findet sie den Affen Carl, angebunden an ihre Tür. Eine entfernte Bekannte bittet sie, während ihrer Hochzeitsreise auf das Tier aufzupassen. Also schleppt Stephanie Carl mit auf ihre Suche nach Kautionsflüchtlingen, die wieder mal sehr erfindungsreich sind, um sich ihr zu entziehen. Der dickste Fisch, nach dem sie sucht, ist derzeit Martin Munch, ein mickriger, hoch intelligenter Quantenphysiker, der nicht nur seinen Chef attackiert hat, sondern auch noch ein Magnetometer gestohlen hat.

Als sie denkt, dass der Tag gar nicht mehr schlimmer werden kann, taucht wieder mal unerwartet Diesel bei ihr auf. Von da an überschlagen sich die Ereignisse. Munchs Chef wird tot aufgefunden und Diesels böser Cousin Wolf taucht auf. Da spielt nicht nur die Magie verrückt, sondern natürlich gibt es auch wieder Explosionen, zerstörte Autos und merkwürdige Unfälle, die nur Stephanie passieren können. Gut, dass sie wie üblich auf Diesel, Ranger und Co. zählen kann...

Meinung:

Ein neuer Stephanie-Plum-Roman ist ´raus und natürlich konnte ich nicht widerstehen. Seitdem ich vor Jahren den ersten Band der Reihe in den Händen hielt, ist es um mich geschehen und ich bin zum absoluten Fan von Janet Evanovich geworden. Bei kaum einem anderen Frauenroman habe ich bisher so gelacht wie bei ihren Büchern. Für mich ist die Autorin dadurch zur Messlatte in diesem Genre geworden.

Obwohl ich eigentlich die Between-the-numbers-Romane aus der Reihe mit Diesel bisher nicht ganz so gut fand wie die eigentlichen Bände, hat mich "Traumprinzen und Wetterfrösche" hier eines besseren belehrt. Hier jagt ein Gag den anderen und ich habe immer wieder laut beim Lesen lachen müssen.

Nicht nur das Geplänkel mit Diesel war eine reine Wonne, sondern auch Luna, Morelli und Ranger konnten hier mal wieder ganz klar punkten. Mein besonderer Favorit in diesem Band ist jedoch der Affe Carl. Dieser scheint nicht nur besonders intelligent, er hat auch stets ein herrliches Gefühl für die richtige Geste in einer Konversation.

Janet Evanovich beweist wieder einmal, dass sie genau die richtige Mischung aus liebenswert, verdrehten Charakteren, skuriller Situationskomik und einer Prise Romantik schaffen kann. Ich bin jedes Mal wieder von neuem begeistert, woher die Autorin ihre Ideen holt. Während sich hier Morelli mit seinem wehleidigen Bruder Anthony ´rumschlagen muss, scheint Lula neuerdings auf ihren Verlobten Tank allergisch zu reagieren. Und da ein Roman mit Diesel auch immer einen magischen Touch hat, weiß ich jetzt auch endlich die Wahrheit über Bigfoot und den Osterhasen.

Fazit:

"Traumprinzen und Wetterfrösche" ist ein absolutes Muss für alle Stephanie Plum-Fans und jene, die es werden wollen. Wer die Reihe nicht kennt, sollte allein schon dem Verständnis der herrlichen Charaktere zuliebe, am Anfang beginnen und sich bis zu diesem Band durchlesen. Ihr werdet es nicht bereuen.  Janet Evanovichs Bücher haben einfach einen enormen und unvergleichlichen Unterhaltungswert.

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Ticket ins Glück
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(30)

37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

erholung, schwanger, dom rep., echte freunde, dominikanische republik

Ticket ins Glück

Elke Becker
E-Buch Text
Erschienen bei null, 07.01.2013
ISBN B00AYE0TXK
Genre: Sonstiges

Rezension:

Alexandra ist frustiert. Ihr Verlobter Tom hat sich im Laufe der Zeit immer mehr in einen peniblen und langweiligen Stubentiger verwandelt. Beruflich läuft es für ihn sehr gut und deshalb ist er auch sehr oft unterwegs. Als Alex gekündigt wird, schlägt Tom völlig unbedarft vor, dass sie doch jetzt mit der Familienplanung beginnen könnten ohne zu erkennen, welche Wünsche sie tatsächlich hat. Doch für diese ist das Maß jetzt voll. Viel zu lange hat sie ihre eigenen Bedürfnisse zurückgedrängt und sich immer nur noch Tom angepasst. Damit ist jetzt Schluss!

Als ihr im näheren Rückblick klar wird, wann und wo sie das letzte Mal wirklich glücklich war, beschließt sie, für eine Zeit in die Dominikanische Republik auszuwandern. Der Unglauben der anderen an ihren Plänen und ihrem Durchhaltevermögen spornt sie noch zusätzlich an und als ihre Schwester Sabina beschließt, sie zu begleiten, machen die beiden Nägel mit Köpfen und fliegen los. Doch vor Ort läuft zunächst alles nicht so wie geplant. Aber Alex lässt sich nicht unterkriegen und fängt langsam wieder an, ihr Leben zu genießen. Eine unerwartete Neuigkeit lässt sie erneut ins Grübeln kommen und schürt die Zweifel an der Richtigkeit ihrer Handlungen. Wird Alex trotzdem ihren Traum verwirklichen können?

Meine Meinung:

Elke Becker ist mit "Ticket ins Glück" ein herrlich beschwingter Unterhaltungsroman gelungen, der sich fast von ganz alleine liest. Sehr schnell ist man mittendrin im Geschehen und verfolgt gebannt die Ereignisse um Alex.

Diese hat sich immer mehr den Wünschen und Vorstellungen ihres Verlobten Tom angepasst und dabei gar nicht gemerkt, wie sich selbst immer mehr verloren hat. Früher haben beide es geliebt, als Rucksacktouristen durch fremde Länder zu streifen, doch heute ist nicht mehr viel davon geblieben. Selbst ganz normaler Urlaub ist in den letzten Jahren immer wieder von Tom verschoben worden und Alex hat sich in Rücksicht geübt. Toms Wunsch nach Kindern löst in Alex jedoch eine ganze Palette von ablehnenden Gefühlen aus, da sie sich dadurch immer mehr in die Ecke gedrängt fühlt.

Anfänglich konnte ich nicht ganz verstehen, wieviel Alex bereit war, aufzugeben. Hatte sie doch eigentlich fast alles, was sich Frau normalerweise vom Leben erhofft. "Man kann schließlich nicht alles haben", ging mir dabei als erstes durch den Kopf. Doch dann wurde mir klar, wie viele Träume sie dafür begraben hat und ich habe ihren Mut bewundert, mit dem sie ihre Zelte abgebrochen und noch einmal von vorne angefangen hat.

Tom ist eigentlich ein lieber Kerl, der selbst gar nicht gemerkt hat, wie er sich immer mehr in einen Spießer verwandelt hat. Erst als Alex ihn vor vollendete Tatsachen stellt und er langsam wieder aus seinem Selbstmitleid auftaucht, beginnt er, das ein oder andere zu hinterfragen.

Letzten Endes habe ich mich natürlich auch gefragt, ob auch ich in meinem Leben schon zu viele Wünsche beerdigt habe. Wo ist die Grenze, an der man die Zufriedenheit zurücklässt und nur noch vertanen Chancen hintertrauert? Hätte auch ich den Mut alles zurückzulassen für einen kompletten Neuanfang?

Fazit:

Ich habe "Ticket ins Glück" unheimlich genossen. Der Roman ist leicht und beschwingt und genau das Richtige für kurzweilige Unterhaltung, Abschalten der Realität und einfach mal in die Ferne schweifen. Tolle und gut ausgearbeitete Charaktere und schön beschriebene Schauplätze haben das Lesen zu einem Vergügen gemacht, das ich nur empfehlen kann.

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Ostfriesenmoor
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(70)

117 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

ostfriesland, krimi, mord, ann kathrin klaasen, klaus-peter wolf

Ostfriesenmoor

Klaus-Peter Wolf
Flexibler Einband: 492 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 21.02.2013
ISBN 9783596190423
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Eine Moorleiche wird gefunden. Es handelt sich um ein junges Mädchen, das vor Jahren ausgestopft und präpariert worden ist. Aber wer macht so etwas und warum? Die Spuren führen zu einer wohltätigen Stiftung für delinquente Kinder. Doch die Menschen dahinter sind sehr einflußreich und Ann Kathrin Klassen und ihr Team suchen verzweifelt nach Beweisen. Da wird in Norddeich plötzlich ein Baby enführt. Die Familienmitglieder wirken allesamt sehr suspekt und lange tappen die Ermittler im Dunkeln. Erst als ihnen der Zufall zu Hilfe kommt, zeichnen sich die Hintergründe langsam ab.

Meine Meinung:

"Ostfriesenmoor" ist der siebte Fall für Ann Kathrin Klassen und ihr Team. Klaus-Peter Wolf hat mit seiner Reihe ein Team etabliert, dass nicht nur vom Lokalkolorit profitiert, sondern auch von seiner Authentizität. Die hat es mir hier sehr angetan. Dabei gefällt es mir besonders, dass die Ermittler hier völlig normale Menschen sind und nicht total verkrachte Existenzen, die täglich an ihrem eigenen Limit schweben. Natürlich haben auch sie ihre persönlichen Probleme und ich fand es gut, dass diese auch thematisiert worden sind, denn so erhielten die Ermittler viel mehr Facetten und kamen mir damit näher.

Etwas schade war es jedoch, dass mir beim Lesen nicht so recht Spannung aufkommen wollte. Zwar war die Geschichte sehr unterhaltsam und es gab auch keine Längen, durch die man sich quälen musste, aber bei einem Kriminalroman hätte ich doch ein wenig mehr Spannung erwartet. Lediglich die immer wieder eingeworfenen Gedanken des Täters sorgten bei mir für fesselnde Momente. Erst zum Schluss hin nahm die Geschichte dann letztendlich doch ordentlich an Fahrt auf und überraschte mich mit einem unerwarteten Ende.

Die anschaulichen Beschreibungen von Ostfriesland sind vom Autor geschickt mit in die Handlung eingearbeitet worden und haben mir gut gefallen. Bilder von Norddeich stiegen beim Lesen gleich wie in einem Kinofilm in mir auf, wenn Klaus-Peter Wolf die vertrauten Örtlichkeiten beschrieb. Auch bei der Erwähnung weiterer lokaler Beonderheiten konnte man die Verbundenheit des Autors mit Ostfriesland fühlen.

Fazit:

"Ostfriesenmoor" ist ein solider Krimi mit einem angenehmen Schreibstil und gut gezeichneten Charakteren. Trotz der erst spät ansteigenden Spannung fühlte ich mich gut unterhalten und bin sehr gerne in die Handlung und die gut beschriebenen Örtlichkeiten eingetaucht. Gerne würde ich noch mehr von Ann Kathrin Klaasen und ihrem Team lesen.

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Zwischen Ewig und Jetzt
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(39)

128 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

freundschaft, familie, geister, liebe, dreiecksbeziehung

Zwischen Ewig und Jetzt

Marie Lucas
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 01.03.2013
ISBN 9783841422149
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Nach dem Tod ihres Vaters ist in Julias Leben nichts mehr wie es mal war. Entsetzt und auf die harte Tour muss sie erkennen, dass ihr Familienleben auf einer Lüge aufgebaut ist und ihrer Mutter und ihr nichts mehr geblieben ist. In einer neuen Stadt in einer Hochhausiedlung beginnen die beiden ein neues Leben, doch die Spuren des Erlebten haben Narben bei Julia zurückgelassen. In dem verzweifelten Versuch ihr altes Leben wiederzubekommen verstrickt sie sich in ein Netz aus Lügen. Sie gibt vor, in einer besseren Wohngegend zu leben, schnappt sich den umschwärmten Felix als Freund und wird Teil seiner angesagten Clique. Als dann jedoch ihr Opa stirbt und sie die nähere Bekanntschaft von Niki macht, droht alles über ihr zusammenzubrechen. Denn Niki kann mit den Toten sprechen und hat eine Nachricht für sie....

Meine Meinung:

"Zwischen ewig und jetzt" ist ein spannender Jugendfantasyroman, der mich schnell gefesselt hat. Der jugendlich, leichte Schreibstil der Autorin und die gefühlvolle Erzählweise in der ersten Person aus der Sicht von Julia haben mich in die Geschichte hineingezogen und sie mich miterleben lassen. Dadurch hatte ich das Gefühl, durch die Geschichte zu fliegen und die Seiten zogen viel zu schnell an mir vorbei.

Julia hat ihr ehemaliges Leben komplett hinter sich zurücklassen müssen und fühlt sich von den Menschen, die sie liebt, belogen und betrogen. Der Neuanfang in einer anderen Stadt fällt ihr schwer und so erschafft sie für ihren neuen Freunde eine Fassade, hinter der sie sich versteckt. Nie wieder möchte sie zum Außenseiter werden und das ist auch einer der Gründe, weshalb sie nicht auf ihr Herz hört und Niki zunächst meidet und sehr schnell mit Felix zusammenkommt. Ich konnte Julias Zerrissenheit zwischen den beiden Jungs sehr gut nachvollziehen, da auch ich sie beide in mein Herz geschlossen habe. Zwar waren einige ihrer Handlungen ein wenig zu spontan für meinen Geschmack, aber das kann ihr sicher aufgrund ihres jungen Alters und des Gefühlschaos, das in ihr tobt, verziehen werden.

Niki umgibt eine geheimnisvolle Aura. Nicht nur, weil er der Sohn eines Bestattungsunternehmers ist, sondern er ist auch in der Lage mit den Toten zu sprechen. Er scheint sich mit seiner Gabe abgefunden zu haben und auch mit der Position, die sie ihm unter seinen Klassenkameraden verschafft. Obwohl er niemand dort zu seinen Freunden zählen kann, wirkt er zwar gelegentlich leicht resigniert, aber nicht verbittert und er strahlt zudem eine ordentliche Portion Selbstbewußtsein aus. Ich hätte mich gefreut, wenn es während der Erzählung auch Passagen aus seiner Sicht gegeben hätte, die den Fantasy- und Spannungseffekt sicherlich noch mehr verstärkt hätten.

Währenddessen ist Felix es gewohnt, das zu bekommen, was er möchte. Als gutaussehender Sohn reicher Eltern hat er eine gewisse Stellung in seiner Clique und die Mädchen fühlen sich von ihm angezogen. So auch Julia. Doch trotz gelegentlichem Aufblitzen einer unvermeidlichen Arroganz ist er doch ein sehr netter und umgänglicher, junger Mann, dem sehr an Julia gelegen ist.

Das Cover des Buches finde ich außerordentlich gelungen und hat es mir auch gleich angetan. Das passepartoutähnliche Motiv wirkt sehr filigran und nur die Blüten und der Titel werden durch die leichten Pinktöne akzentuiert. In einer Buchhandlung wäre ich garantiert nicht an diesem schönen Buch vorbeigegangen.

Fazit:

Der im Fischer FJB Verlag erschienene Roman "Zwischen ewig und jetzt" ist ein Jugendfantasyroman, der Liebe, Vertrauen, Verlust, Wahrheit und Freundschaft thematisiert und gleichzeitig auch Aspekte eines Kriminalromans aufweist. Ich fühlte mich von der spannenden Geschichte sehr gut unterhalten und habe sie mehr oder weniger in einem Rutsch durchgelesen. Der jugendliche Schreibstil und die gruselige Stimmung haben mich bis zum Ende gefesselt. Sehr gerne hätte ich noch mehr über Julia, Niki und Felix gelesen.
4,5 Sterne

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Touched - Die Schatten der Vergangenheit
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(62)

194 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

beschützer, heiler, liebe, remy, asher

Touched - Die Schatten der Vergangenheit

Corrine Jackson , Heidi Lichtblau
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Thienemann Verlag, 01.01.2013
ISBN 9783522201650
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Drei Monate ist es her seitdem Remy zu ihrem Vater und seiner Familie zog und in dieser Zeit ist sehr viel passiert. Remy gewöhnt sich langsam an ihr neues Leben, als dies bereits wieder erneut durch Unvorhergesehenes erschüttert wird.
Da sie in der ständigen Gefahr lebt, von einem feindlich gesinnten Beschützer angegriffen zu werden, trainiert sie mit Ashers Bruder Gabriel ihre Fähigkeiten und Verteidigungskräfte. Auch ihre Familie ist in Gefahr und kann als Druckmittel gegen sie eingesetzt werden und so möchte Remy versuchen, selbst für ihren Schutz einzutreten. Trotzdem Gabriel und sie sich im Grunde nicht wirklich leiden können, sind sie verbissen bei der Sache und Remy macht nicht nur dank ihrer Beschützerkräfte Fortschritte.

Schon eine ganze Weile hat sie versucht, ihren Großvater mütterlicherseits zu kontaktieren, von dessen Frau sie ihre Heiler-Kräfte geerbt hat. Nach einigen Fehlschlägen hat sie nun eine Antwort von ihm bekommen, doch es ist nicht die, die sie erwartet hat. Während sie lediglich einen ersten Kontakt herstellen wollte, bietet ihr Großvater an, bei ihm zu leben! Diese Neuigkeit treibt Remy Tränen in die Augen und löst ein wahres Gefühlschaos in ihr aus, denn natürlich ist Asher von dieser Entwicklung nicht begeistert. Doch wie wird sich Remy entscheiden?

Meine Meinung:

Schnell war ich wieder mittendrin in der Story und konnte mich in dieser fantastischen Geschichte fallen lassen, die die Autorin erneut aus der Sicht von Remy in der Ich-Form erzählt.

Corinne Jacksons Schreibstil ist unverwechselbar magisch und hat mich sofort wieder ganz schnell gefesselt. Sie schafft es ganz wunderbar, dass man an den Gefühlen ihrer Protagonisten teilhat und sich mit der Geschichte und den Charakteren verbunden fühlt.

Remy ist eine sehr starke Person, die im Laufe ihres Lebens schon einiges einstecken musste. Aufgewachsen mit ihrem prügelnden Stiefvater Dean hat sie sich jedoch nie unterkriegen lassen und ihm letztendlich endgültig die Stirn geboten. Mit ihrer Liebe zu einem Beschützer setzt sie sich über Grenzen hinweg, denn die Beschützer leben im allgemeinen schon sehr lange in Feindschaft mit den Heilerinnen.

Die Protagonisten entwickeln sich in diesem Band weiter und zeigen eine ungeahnte Vielschichtigkeit. Und natürlich habe ich wieder mit Remy mitgelitten und -geliebt und mir auch manchmal vor Verzweiflung die Haare gerauft. Dabei überraschte mich die Autorin mit zahlreichen Wendungen, die ich so nicht vorhersehen konnte und fesselte mich dadurch nur noch mehr an das Geschehen.

Während der erste Band sehr gefühlvoll war und das Hauptaugenmerk auf der beginnenden Liebe von Remy und Asher lag, dominiert nun im zweiten Teil Spannung und Action. Selbstverständlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, doch die Handlung ist zusehends rasanter geworden. Besonders gut gefallen haben mir auch die Dialoge zwischen Remy und Gabriel, der in diesem Band viel weiter in den Vordergrund rückt. Das offene Ende lässt mich in gespannter Erwartung auf die Fortsetzung zurück.

Fazit:

Der im Thienemann Verlag erschienene Roman "Touched - Die Schatten der Vergangenheit" ist eine gelungene Fortsetzung der Reihe, die neben viel Gefühl auch mit einer ordentlichen Portion Action und Spannung zu überzeugen weiß. Während ich von Band 1 bereits fasziniert war, konnte mich Corrine Jackson nun mit ihrer Fortsetzung vollends begeistern. Deswegen fiebere ich bereits jetzt dem Finale entgegen, auf den ich leider noch viel zu lange warten muss.

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Magnolia Steel - Hexenflüstern
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50 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

serpentina, usa, connecticut, hexen, magnolia steel

Magnolia Steel - Hexenflüstern

Sabine Städing
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Boje Verlag, 15.02.2013
ISBN 9783414823533
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Magnolia Steel freut sich schon unbändig auf die Sommerferien, denn dann darf sie mit ihrer Hexenfreundin Jörna und Tante Linette und der Watthexe Runa nach Amerika fliegen, wo sie nach einem kurzem Besuch bei ihrer Mutter, am Jugendcamp eines großen Hexenkongresses teilnehmen darf. Dieses Jahr ist dort das Thema Liebe vorgesehen. Nach einigen ereignisreichen Tagen bei Magnolias Mutter und einem Wiedersehen mit ihrem leiblichen Vater geht es dann endlich los und die Mädchen sind schon ganz aus dem Häuschen.

Dort angekommen stellen sie jedoch fest, dass nur Linette und Runa im Haupthaus logieren, während Magnolia und Jörna sich mit anderen Kids ein Zelt teilen müssen. Hier machen sie nicht nur interessante Bekanntschaften, auch sonst saugt Magnolia alles Neue begeistert auf. Aber als sie erfährt, dass der von ihr angehimmelte Halbelf Leander auch an der Veranstaltung teilnimmt, steht ihre Welt auf einmal Kopf. Ob er sie bemerken wird? Doch plötzlich sind Linette und Runa in Gefahr, denn neben dem Kongress hatten sie auch noch einen Geheimauftrag von Oberhexe Pestilla auszuführen. Können Magnolia und ihre Freunde die beiden und ihre Mission noch retten?

Meine Meinung:

Bereits den ersten Band aus der Magnolia Steel-Reihe von Sabine Städing habe ich mit Begeisterung verschlungen und der zweite Band steht dem in nichts nach. Es war eine echte Freude für mich, zu den liebgewonnenen Charakteren zurückkehren zu dürfen.

Obwohl es noch gar nicht so lange her ist, kommt es Magnolia schon wie eine Ewigkeit vor, dass sie bei Tante Linette eingezogen ist. Etwas Besseres hätte ihr gar nicht passieren können. Hier erlebt sie viele tolle Sachen und gemeinsam mit ihrer Freundin Jörna erhält sie von Runa Hexenunterricht. Doch Magnolia muss natürlich noch viel lernen, unter anderem auch, ihren Banshee-Anteil zu kontrollieren. Leanders Anwesenheit im Camp sorgt dafür, dass sich Magnolia zudem auch noch mit den typischen Problemen eines weiblichen Teenagers herumschlagen darf. Ihre sympathische und gewinnende Art sorgt jedoch dafür, dass man sich stets als Leser mit ihr verbunden fühlt.

Besonders gut gefallen haben mir hier nicht nur der wunderschöne Schreibstil der Autorin und ihre unverwechselbaren, bildhaften Beschreibungen, sondern auch die Tatsache, dass ich als Leser an Magnolias Entwicklung teilhaben darf. Längst ist sie nicht mehr das kleine Mädchen von damals, was natürlich unter anderem auch ihren Erlebnissen mit Graf Raptus geschuldet ist.

Das Cover des Buches ist genauso schön gestaltet wie der Vorgängerband, nur dass diesmal rote Töne vorherrschen. Eine echte Augenweide wie ich finde und auch meine Tochter war ganz begeistert von der schönen Optik.

Fazit:

"Magnolia Steel - Hexenflüstern" ist im Boje Verlag erschienen und ist der zweite Teil einer Fantasyreihe für junge Leser ab 11 Jahren aufwärts. Zwar bin ich davon überzeugt, dass man diesen Band auch verstehen kann, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat, allerdings würde man sich dann sowohl eine wundervolle erste Geschichte, als auch viele Informationen und kleine Details entgehen lassen, die für ein tieferes Verständnis des zweiten Buches sorgen. Sabine Städing ist es erneut gelungen, mich zu fesseln und in ihre fantastische Geschichte hineinzuziehen, von der ich mich nur zu gerne verzaubern lassen habe. Ich liebe diese Reihe und bin bereits wieder ganz gespannt auf ihre Fortsetzung.

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Wo die Nacht beginnt
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171 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

london, schottland, hexenverfolgung, zeitreise, frankreich

Wo die Nacht beginnt

Deborah Harkness , Christoph Göhler
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.03.2013
ISBN 9783764504670
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Die Hexe Diana und ihr geliebter Vampir Matthew sind auf ihrer Flucht im England des 16. Jahrhunderts gelandet und leider bleibt ihnen nicht viel Zeit sich zu akklimatisieren. Viel zu schnell stürmen die Ereignisse und die Menschen der damaligen Zeit auf sie ein. Neue Probleme tauchen auf und lenken die beiden leider viel zu oft von ihren eigentlichen Zielen ab. Trotz der Hilfe einiger Freunde haben sie bisher weder einen Lehrer oder eine Lehrerin für Diana, damit diese mehr über ihre besonderen Kräfte erfährt, noch das rätselhafte und mächtige Manuskript Ashmole 782 gefunden. Die Lage wird immer gespannter für die beiden und die Zeit läuft ihnen im wahrsten Sinne des Wortes langsam davon. Werden sie ihre Ziele noch erreichen?

Meine Meinung:

Der erste Band der Reihe "Die Seelen der Nacht" hatte mich bereits völlig in seinen Bann geschlagen; deswegen habe ich dem Erscheinungsdatum von "Wo die Nacht beginnt" schon lange freudig entgegengefiebert und war ganz begeistert, als ich es dann endlich in meinen Händen halten durfte.

Obwohl Deborah Harkness mit ihrem 800-Seiten-Buch wieder ein sehr umfangreiches Werk abgeliefert hat, schafft sie es, wie kaum eine andere Autorin, diese mit so viel Leben zu füllen, dass ich die enorme Länge der Geschichte gar nicht wirklich wahrgenommen habe und am liebsten immer noch weitergelesen hätte.

Sehr schön fand ich die kurze Zusammenfassung des ersten Teils, der dem zweiten vorangegangen ist. So wurden einem noch einmal die wichtigsten Ereignisse ins Gedächtnis gerufen, falls die Lektüre schon ein wenig zurückliegt. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass diese Zusammenfassung keinesfalls den ersten Band mit seinen ebenfalls 800 Seiten ersetzen kann und ich unbedingt empfehlen würde, der Reihenfolge nach zu lesen, da man sonst viel zu viele Informationen nicht zur Verfügung hat.

Band 2 setzt genau dort an, wo der erste endete. Anfangs habe ich ein wenig gebraucht, um mich in der Vergangenheit zurechtzufinden. Insbesondere die vielen neuen Charaktere, die der Geschichte hinzugefügt worden sind, haben mich zugegebenermaßen etwas verwirrt und ich brauchte eine Weile, um sie auseinanderhalten zu können. Das dem Buch angehängte "Libri Personae" habe ich in meiner Begeisterung leider erst zum Schluss entdeckt. Doch spätestens als Matthew und Diana England verließen, war ich bereits wieder so gefesselt von der Geschichte, dass ich alles um mich herum vergessen habe.

Besonders gut gefallen hat mir, dass sich die beiden Protagonisten hier weiterentwickelt und sich endlich gegenseitig geöffnet haben. Sogar Matthew lüftet einen Teil seiner Geheimnisse und verliert dabei keineswegs seine mystische Aura, sondern gewinnt vielmehr neue und sehr liebenswerte Züge dazu. Aber auch die Nebencharaktere sind einprägsam und detailliert gezeichnet und haben jeder für sich ihren ganz besonderen Charme. Mein ganz besonderer Liebling hier war Matthews Neffe Gallowglass, der mit seiner losen Zunge des öfteren zu meiner Erheiterung beigetragen hat.

Als studierte Historikerin ist dieser zweite Band, der ja größtenteils im 16. Jahrhundert spielt, bestimmt für die Autorin ein kreatives Schaffenswerk der besonderen Art gewesen. Sehr geschickt verwebt sie viele geschichtliche Aspekte mit der Handlung und vermittelt gekonnt einen Eindruck der damaligen Zeit.

Fazit:

"Wo die Nacht beginnt" von Deborah Harkness ist der zweite Teil einer wundervollen Fantasytrilogie, die im Blanvalet Verlag erschienen ist und mich voll und ganz verzaubert hat. Mit ihren gut entwickelten Charakteren und bildstarken Beschreibungen hat mich die Autorin bis zur letzten Seite gefesselt. Diese Reihe ist für mich einfach Lesevegnügen pur mit der genau richtigen Mischung aus Fantasy, Abenteuer, Spannung und Romantik.

Ebenso wie im ersten Band lässt mich Deborah Harkness auch hier mit einem Ende zurück, das einen gewissen Abschluss darstellt, aber trotzdem noch vieles offenlässt. Noch lange nach dem Lesen hat mich der Roman beschäftigt, meine Fantasie beflügelt und in mir den Wunsch geweckt, die Realität einfach hinter mir zu lassen und es mir wieder zwischen seinen Buchdeckeln gemütlich zu machen. Ich brauche unbedingt noch mehr davon und kann den dritten und finalen Band kaum noch erwarten.

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Göttlich verliebt
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588 Bibliotheken, 20 Leser, 1 Gruppe, 96 Rezensionen

götter, liebe, helen, griechische mythologie, hades

Göttlich verliebt

Josephine Angelini
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.03.2013
ISBN 9783791526270
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Helen, Lucas und Orion haben überlebt, doch der Preis dafür war sehr hoch. Durch sie hat sich das Blut aller Häuser miteinander vermischt und fortan sind die Götter nicht mehr auf dem Olymp gefangen. Ein Krieg droht, dessen Folgen kaum vorsehbar sind. Nicht nur Helens Familie und Freunde sind nun in Gefahr, sondern die ganze Menschheit droht, bei einem solchen Krieg mitunterzugehen.

Während die Götter durch Naturkatastrophen immer mehr ihren Unmut zeigen, entdeckt Helen plötzlich ungeahnte Fähigkeiten an sich. Ihre ursprünglich schon große Macht scheint ungeahnte Ausmaße angenommen zu haben, so dass selbst ihre Familie und Freunde anfangen, an Helen zu zweifeln. Werden ihre Kräfte ihr zum Sieg verhelfen oder ist sie gar eine Bedrohung für alle Lebewesen? Wer steht noch hinter ihr und für wen wird sich Helen letzten Endes entscheiden? Orion oder Lucas?

Meine Meinung:

Der im Dressler Verlag erschienene Roman "Göttlich verliebt" von Josephine Angelini ist der finale Band der Göttlich-Trilogie und setzt genau da an, wo Band 2 aufgehört hat. Mit ihrem herrlichen Schreibstil hat mich die Autorin auch gleich wieder gefesselt und in eine Welt entführt, die ich schon nach Band 1 lieben gelernt habe.

Besonders überzeugt haben mich auch hier wieder die Charaktere. Allen voran natürlich Helen, der auch jetzt wieder keine Verschnaufpause vergönnt ist, denn die Götter lassen nicht lange auf sich warten. Dabei ist Helen im Laufe der Geschichte ein wenig härter und selbstbewusster geworden. Das Erlebnis mit Ares hat dazugeführt, dass sie nicht mehr blindlings nur ihren Instinkten vertraut, sondern auch versucht, die dahinterliegenden Ursachen im Auge zu behalten. Doch nach wie vor sitzt ihr größtes Problem ganz tief in ihrem Herzen: Ihre Liebe zu Lucas. Obwohl sie versucht, sich dagegen zu wehren und auch für Orion sehr starke Gefühle hegt, kommt sie einfach nicht von ihm los.

Aber auch sämtliche anderen Charaktere sind sehr gut gezeichnet und runden das Gesamtbild des Romans sehr gut ab. Selbst die Nebencharaktere sind hier keine unwichtigen Randfiguren, sondern ein wichtiger Bestandteil der Handlung, den ich nicht missen mag.

Gut gefallen haben mir auch die Rückblicke, die die Autorin geschickt in die Handlung als Visionen von Helen miteinfließen lassen hat. Hier verbindet sie nicht nur die griechische Mythologie mit der aktuellen Handlung, sondern auch die anderer Kulturen, z. B. der Kelten. Dabei schlüpft Helen immer wieder in andere Rollen, die zu ihrer Verblüffung stets der Liebe zu Lucas in seiner entsprechenden Rolle verfallen sind. Im Laufe des weiteren Geschehens bekommen diese Ausschnitte der Vergangenheit dann noch eine besondere Bedeutung.

Zum Ende hin geht es dann auf einmal Schlag auf Schlag. Konstant baut die Autorin die Spannung immer weiter auf und überrascht mit unerwarteten Handlungen, sowie interessanten Entdeckungen. Ich fühlte mich von dem Geschehen einfach magisch angezogen und habe dabei mein Umfeld völlig ausgeblendet.

Fazit:

"Göttlich verliebt" ist ebenso wie seine Vorgänger wieder eine gelungene Mischung aus griechischer Mythologie und einem spannenden Jugendroman. Die Handlung und die Charaktere haben mich nicht nur überzeugt, sondern nahezu entführt in eine fantastische Welt, die mich konsequent gefesselt hat. Ich habe ausnahmslos mit sämtlichen Charakteren mitgelitten und -gefühlt und die allseits präsente Spannung hat mich so vereinnahmt, dass ich das Buch in einem Rutsch durchlesen musste. Der Schluss hat mich zurückgelassen mit der vollen Bandbreite der Gefühle, die nicht nur aus dem gerade erlebten Ende der Geschichte resultieren, sondern auch aus dem Bedauern, dass diese grandiose Trilogie nun beendet ist. Ich hoffe sehr, dass die Autorin bald wieder ein neues Buch veröffentlicht, mit dem sie hoffentlich an diesen Erfolg anknüpfen kann.

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Engelsleid
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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

inka-gabriela schmidt, engelsleid

Engelsleid

Inka-Gabriela Schmidt
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Oldigor Verlag, 01.10.2012
ISBN 9783943697063
Genre: Science-Fiction/Fantasy

Rezension:

Laura ist genervt. Schon wieder will eine ihrer Freundinnen sich in den heiligen Stand der Ehe begeben und diesmal soll sie sogar die Trauzeugin sein! Muss man denn unbedingt einen Trauschein haben? Doch bevor sich Laura den Wünschen ihrer Freundin beugen kann, ereilt sie ein schwerer Schicksalschlag: Ihre Mutter wurde ermordet! Entsetzen und Unverständnis hüllen Laura ein in eine dichte Wolke, in der sie nur unscharf das weitere Geschehen wahrnimmt. Auch das freundliche Bemühen von Kommissar Dominic Ertl bleibt zunächst von ihr unbeachtet.

Einige Tage später begibt sie sich ihrem Pflichtgefühl schuldend auf die Hochzeit ihrer Freundin und macht dort die Bekanntschaft des Grafen Giuseppe Orsini, der sie mit seiner ganz besonderen Attraktivität fasziniert und, der Laura schnell um den Finger wickelt und von ihrem Kummer ablenkt. Während sie durch das Testament auf ungeahnte Geheimnisse ihrer Mutter trifft, erhält sie von ihrem Chefredakteur das reizvolle Angebot einer Auslandsreportage in Italien, die sie zufälligerweise ganz praktisch mit einem Besuch bei Giuseppe verbinden kann. Denn längst scheint sie seinen Reizen verfallen zu sein und es zieht sie magisch zu ihm hin. Doch auch der smarte Kommissar drängt sich wieder in den Vordergrund und fällt es Laura schwer, in dieser Hinsicht eine Entscheidung zu treffen. Aus diesem Grund macht sie sich zunächst auf den Weg nach Italien, nichtsahnend, dass diese Entscheidung viel mehr als ihr eigenes Leben beeinflusst....

Meine Meinung:

Der im Oldigor Verlag erschienene Roman "Engelsleid" von Inka-Gabriela Schmidt ist ein spannender Urban-Fantasy-Roman, der auch mit erotischen Einlagen nicht geizt. Der Hauptteil der Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht von Laura geschildert, die mich an ihren Gedanken und Gefühlen Anteil haben ließ. Einige wenige Kapitel handeln jedoch von den gefallenen Engeln Azaradeel und Leviathan und verschaffen dem Leser damit einen Vorsprung vor Laura an Informationen.

Laura ist eine moderne, junge Frau, die genau weiß, was sie vom Leben erwartet. Heiraten gehört definitiv nicht zu ihrem Programm. Doch der Mord an ihrer Mutter bringt sie sehr durcheinander, so dass die eindeutigen Avancen des Trauzeugen des Ehemannes sie in einer sehr verletzlichen Phase erwischen. Selbst von sich überrascht folgt sie diesem Mann auf sein Anwesen, wo sie ihm gänzlich zu verfallen droht. Erst ein Erlebnis der besonderen Art scheint sie langsam wachzurütteln.

Azaradeel und Leviathan sind zwei gefallene Engel, die schon seit Urzeiten miteinander befreundet sind, trotz ihrer Verschiedenheit. Während Azaradeel verzweifelt versucht mit seinen guten Taten zurück in den Himmel zu gelangen, gibt sich Leviathan ganz den Freuden des Lebens hin und hat auf diese Weise schon zahlreiche Nachkommen gezeugt. Doch diese Nephilim befinden sich in ständiger Gefahr, denn nur mit ihnen können die Dämonen zu einem erneuten großen Schlag ausholen. Als den beiden Engeln klar wird, das eben gerade dies schon sehr bald bevorsteht, bereiten sie sich auf einen außergewöhnlichen Kampf vor.

Fazit:

"Engelsleid" ist ein spannender und unterhaltsamer Roman, der den Kampf von Engel und Dämonen thematisiert und dessen unmittelbare Auswirkung auf die Menschheit. Die Charaktere sind einprägsam, die Handlung spannend, gespickt mit einer guten Dosis Erotik. Der bildliche Schreibstil hat mich durch die Seiten fliegen lassen und viel zu schnell war ich am Ende des Buches angelangt, das ich gerne noch ein wenig herausgezögert hätte.

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Breathe - Gefangen unter Glas
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(132)

408 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 73 Rezensionen

sauerstoff, dystopie, kuppel, glas, bäume

Breathe - Gefangen unter Glas

Sarah Crossan , Birgit Niehaus
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei DTV, 01.03.2013
ISBN 9783423760690
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Seit dem "Switch" ist der Sauerstoffgehalt auf der Erde so rapide gesunken, dass die Menschen nicht mehr atmen können. Die Pflanzen- und die Meereswelt sind tot. Einigen Auserwählten ist es gelungen innerhalb einer großen Glaskuppel ein künstliche Atmosphäre zu schaffen, in der nur ein Bruchteil der Menschen wegen des geringen Raumangebots überleben konnte. Geführt wird das ganze durch die Organisation "Breathe". Doch hier gibt es unterschiedlich privilegierte Klassen, denen je nach Position und Rang viel oder wenig Sauerstoff zusteht. Atembare Luft ist hier ein kostbares Gut, dass man bezahlen muss und die Ärmsten können sich kaum Kinder, noch irgendwelche Aktivitäten leisten, bei denen ein erhöhter Bedarf an Sauerstoff entsteht.

Hier leben Alina, Beth und Quinn, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Quinn ist ein Premium, kommt aus einer kinderreichen Familie und sein Vater ist ein hohes Tier bei "Breathe". Ihm fehlt es an nichts. Mit Beth, einer Second, ist er schon lange Jahre befreundet. Ihre Eltern sind arm, doch Beth versucht, sich verzweifelt hochzuarbeiten. Schon lange empfindet sie mehr für Quinn, doch dieser hat immer nur Augen für andere Mädchen. So auch für Alina, deren Eltern vor einiger Zeit verschwunden sind und, die nun bei ihrem Onkel, ihrer Tante und ihrem Cousin Silas lebt. Alle zusammen arbeiten für die Rebellen, die es sich zum Auftrag gemacht haben, die Erde wieder bewohnbar zu machen. Als Alina plötzlich aus der Kuppel flüchten muss, begegnet sie zufällig Quinn und Beth. Und auf einmal finden die drei sich in einem Abenteuer wieder, dass ihr Leben in große Gefahr bringt.

Meine Meinung:

Der im dtv-Verlag erschienene Roman "Breathe - Gefangen unter Glas" ist der Auftakt einer dystopischen Trilogie aus der Feder von Sarah Crossan. Diese beginnt ihre Geschichte mit einer herrlichen Leichtigkeit, die mich schnell in das Geschehen mithineinzieht. Mit jedem Kapitel verändert die Autorin die Erzählperspektive abwechselnd aus der Sicht der drei Protagonisten. Ich liebe diese Technik, verleiht sie dem Roman doch ein ungeheures Maß an Lebendigkeit und vielmehr Einblick für den Leser.

Auf diese Weise entwickelt sich beim Lesen sehr schnell Sympathie für die Charaktere. Obwohl sie alle unterschiedlicher Herkunft sind und sich typmäßig sehr unterscheiden, war es sehr schön zu sehen, wie die drei sich angesichts einer drohenden Gefahr schnell zusammenraufen und die Kluft zwischen sich verschwinden lassen. Dabei erkennen sie, dass sie im Grunde genommen alle dasselbe wollen und nur mit vereinten Kräften ihre Ziele auch erreichen können. In dieser Hinsicht fand ich die Veränderung von Quinn eigentlich am beeindruckendsten. Er ist derjenige von ihnen, der am meisten zu verlieren hat und meiner Meinung nach die größte Wandlung erfährt.

Besonders gefallen hat mir natürlich die Idee, die hinter dieser Dystopie steckt. Sarah Crossan legt ganz ohne erhobenen Zeigefinger das Augenmerk auf den Umgang des Menschen mit der Natur. Denn die Ursachen, die zu der erzählten Katastrophe geführt haben, sind nicht nur "hausgemacht", sondern wir sind bereits seit langer Zeit dabei, genau auf so ein mögliches Szenario hinzusteuern. Das fand ich sehr beängstigend und darauf kann meiner Meinung nach gar nicht oft genug hingewiesen werden. Trotzdem viele von uns sich dessen sicherlich sehr bewußt sind, rückt dieser erschreckende Gedanke leider immer wieder neben dem Alltag in den Hintergrund. Dabei müssten wir nur alle an einem Strang ziehen und könnten dabei soviel für unsere Umwelt tun, wenn alle es schaffen würden, dies zu ihrer Priorität zu machen.

Fazit:

"Breathe - Gefangen unter Glas" ist für mich nicht eine Dystopie unter vielen, sondern ein bemerkenswerter Roman, der mich zu überzeugen wusste. Die Charaktere sind gut gezeichnet, die Spannung war für mich konsequent spürbar und auch die Romantik hat hier nicht gefehlt. Die zugrundeliegende Idee ist gut und ansprechbar umgesetzt worden, so dass ich den Roman fast ohne Unterbrechung in einem durchgelesen habe. Ich bin begeistert und schon sehr gespannt auf die Fortsetzung. Dystopien-Fans und solche, die es werden wollen, kann ich den Roman uneingeschränkt empfehlen.

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Dark Destiny
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(92)

268 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

dystopie, liebe, joy, neél, jennifer benkau

Dark Destiny

Jennifer Benkau
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei script5, 18.03.2013
ISBN 9783839001455
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Joy ist am Boden zerstört. Zurück bei den Rebellen ist sie entsetzt über das, was Matthial Neél angetan hat. Nur ganz langsam schafft sie es, wieder zu funktionieren, doch ihr unvergleichlicher Lebenswille scheint gebrochen. Sie fühlt, dass sie so nicht weitermachen kann und will den Clan verlassen, obwohl Matthial dies stetig zu verhindern sucht. Der Zufall kommt Joy zu Hilfe, aber bevor sie sich auf den Weg zur Stadt macht, muss sie erst wissen, was genau mit Neél geschehen ist. Was sie dann erfährt, stellt ihr Leben erneut auf den Kopf. Hat sie noch eine Zukunft?

Meine Meinung:

Der im Script5 Verlag erschienene Roman "Dark destiny" von Jennifer Benkau ist der zweite und letzte Teil einer atemberaubenden Dilogie. Nachdem mich die Autorin bereits mit ihrem ersten Teil "Dark canopy" unheimlich gefesselt hat, mußte ich feststellen, dass "Dark destiny" dem in nichts nachsteht. Im Gegenteil hatte ich eher das Gefühl, dass Jennifer Benkau hier sogar noch einen d´raufgesetzt hat und mich mit ihrer wohldurchdachten Handlung und ihrem klaren Schreibstil tief in die Geschichte mit hineingezogen hat. Dabei sind ihre Beschreibungen so bildhaft, dass ich das Gefühl hatte, alles gemeinsam mit Joy mitzuerleben.

Ich habe mich auf die Fortsetzung wahnsinnig gefreut und konnte auch schnell wieder beim Lesen eintauchen. Der Band beginnt dort, wo der letzte geendet hat. Die liebgewonnenen Charaktere haben nichts von ihrer Ausstrahlung eingebüßt, sondern haben im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durchzogen, die beim Lesen deutlich spürbar wird.

Während der erste Band noch nahezu gänzlich aus der Sicht von Joy in der Ich-Form geschrieben ist, hat die Autorin nun noch die Sichtweise von Neél in der dritten Person mit einfließen lassen, die sich regelmäßig mit der von Joy abwechselt. Das ist sicher dem Umstand geschuldet, dass die beiden Protagonisten nun nicht mehr alles gemeinsam erleben, sondern getrennt mit ihrem Schicksal fertigwerden müssen. Dies ermöglicht aber auch einen tieferen Einblick in Neéls Leben, der mit sehr gefallen hat.

Joy und Neél sind keine Superhelden, sondern Produkte ihres Umfelds. Stets mußten sie sich beweisen, entweder um ihren Platz im Clan zu erhalten oder um die Wünsche ihres Mentors zu erfüllen. Doch sie machen verständlicherweise auch Fehler und sie sind verletzlich und doch haben sie neben einem sehr starken Freiheitsgefühl, einen Überlebenswillen, der sie vorantreibt. Das habe ich insbesondere bei Joy immer sehr bewundert. Ihre Handlungen habe ich stets als sehr realistisch empfunden und ich glaube, gerade deswegen fühlt man sich mit ihr auch so sehr verbunden.

Die Beschreibungen von Jennifer Benkaus dystopischen Szenarios regen zudem zum Nachdenken an, zumal sie nicht wirklich weit von unserer Realität entfernt zu liegen scheinen. Toleranz und Respekt sind hier zwei hochgeschätzte Güter, die leider viel zu oft mit Füßen getreten werden, doch leider gibt es auch in unserer Welt sehr viele Beispiele dafür.

"Dark destiny" hat mich mit einem Ende überrascht, das ich in dieser Form nicht erwartet habe, obwohl es im Nachhinein gesehen das einzig mögliche und richtige war. Es passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge, denn hier bleibt sich ein jeder treu. Jennifer Benkau hat dabei ein bewundernswertes Gespür für ihre Charaktere, das sie bereits in ihren vorherigen Romanen unter Beweis gestellt hat. Ich bin und bleibe ihr Fan und freue mich jetzt schon ihr nächstes Werk.

Fazit:

"Dark Destiny" ist das packende Finale einer Dilogie von Jennifer Benkau, das mich berührt hat, wie kaum ein anderes. Der bildhafte Schreibstil, die realitätsnahe Handlung und die stimmigen Charaktere erzeugen beim Lesen eine Atmosphäre, die unvergleich ist und, die mich alles um mich herum vergessen lassen hat. Ich fühlte mich als Teil dieser Dystopie, die für mich etwas ganz Besonderes ist und spreche für alle Fans dieses Genres eine ganz klare Leseempfehlung aus.

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Tanz der Engel
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84 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

engel, schloss, lynn, internat, racheengel

Tanz der Engel

Jessica und Diana Itterheim
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.02.2013
ISBN 9783746629117
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Lynn schwebt auf Wolke sieben, hat sich doch ihr geliebter Racheengel Christopher mit ihr verbunden und plant als Schüler in ihrem Internat in ihrer Nähe zu bleiben. Doch die Idylle währt nicht lange. Während Lynn immer wieder von spontanen Eifersuchtsattacken gequält wird, muss Christopher den gemeinsam geplanten Sommerurlaub plötzlich absagen. Wochenlang kommt keine Nachricht von ihm, so dass das Gefühlskarussell mit Lynn durchdreht und sie ihren Schutzengel herausfordert, um Verbindung zu Christopher aufnehmen zu können. Doch ihr Versuch misslingt und trotz eines unguten Gefühls lässt sich Lynn daraufhin mit ihrem ärgsten Widersacher ein: Sanctifer.

Als sie schon fast beim Schloss angekommen ist, eskaliert die Situation und Lynn lässt sich zu einer Tat hinreißen, die ihre extreme Verzweiflung widerspiegelt. Trotz allem erreicht sie ihr Ziel, doch der Preis dafür ist hoch. Nichts ist mehr wie es mal war und auch Christopher verhält sich mehr als ungewöhnlich. Wird Lynn ihre Liebe retten können?

Meine Meinung:

"Tanz der Engel" ist der zweite Teil einer Jugendbuch-Fantasy-Reihe von Jessica und Diana Itterheim, die im Aufbau Verlag erschienen ist. Das Cover des Buches ist wieder sehr schön gestaltet und passt hervorragend zu "Schloss der Engel". Das Buch ist wirklich eine echte Augenweide in meinem Bücherregal.

Wie auch schon im Vorgängerband ist die Geschichte in der Ich-Form aus der Sicht von Lynn geschrieben, die wie gewohnt einen sehr sympathischen Eindruck macht.
Erneut ist sie ein wenig sprunghaft und mimt dabei den typischen Teenager, der innerhalb von Minuten zwischen den Stimmungslagen wechseln kann. Doch im Laufe der Geschichte erfährt man als Leser mehr über die Ursache ihrer Gemütsschwankungen und spätestens ab diesem Zeitpunkt war es mir wieder nicht mehr möglich, mich dem Sog der Geschichte zu entziehen. Dabei war es sehr schön, mitzuerleben, wie sich Lynn im Laufe der Erzählung entwickelt und das impulsive Teenagermädchen langsam hinter sich lässt.

Doch während Lynn langsam erwachsener wirkt, überrascht Christopher immer öfter mit gewöhnungsbedürftigem Verhalten, denn er ist nicht ganz unschuldig daran, dass Lynn ständig ein Auf und Ab ihrer Gefühle durchleben muss. Wie auch schon bisher, lässt er sie oft im Dunkeln und schürt damit ihre Zweifel und Verlustängste. Seine eigene Unsicherheit, die zwischenzeitlich hervorblitzt, macht ihn aber auch gleichzeitig sympathischer, denn auch ein Engel ist hier ein fühlendes Wesen, das vor Fehlern nicht gefeit ist.

Fazit:

"Tanz der Engel" beginnt ähnlich wie der Vorgängerband mit einer verwirrenden, emotionalen Berg-und-Tal-Fahrt, die aber bald in einen konstanten Ablauf mündet. Der fesselnde Schreibstil der Autorinnen sorgt dabei jedoch unbeirrt für die bekannte Sogwirkung ihres Werkes und die zweite Hälfte des Buches flog nur so an mir vorbei. Überraschende Wendungen sorgten immer wieder für einen hohen Spannungspegel, so dass ich den Roman einfach nicht zur Seite legen konnte. Ein zusätzlich angehängter, kleiner Ausblick auf den nächsten Band, der vermutlich noch in diesem Herbst erscheinen wird, überzeugt bestimmt auch den letzten Leser, unbedingt die Reihe weiterlesen zu müssen. Ich für meinen Teil kann es jedenfalls nicht erwarten, zu erfahren, was die Zukunft noch für Lynn und Christopher bereithält.
4,5 Sterne

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