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Die Landkarte der Liebe
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253 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 66 Rezensionen

schwestern, reise, liebe, tagebuch, tod

Die Landkarte der Liebe

Lucy Clarke
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.10.2012
ISBN 9783492300858
Genre: Zeitgenössische Literatur

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Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
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(302)

550 Bibliotheken, 16 Leser, 8 Gruppen, 115 Rezensionen

england, pilgerreise, krebs, liebe, reise

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Rachel Joyce , Maria Andreas-Hoole
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Krüger Verlag, 01.05.2012
ISBN 9783810510792
Genre: Zeitgenössische Literatur

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Staub von den Sternen
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Staub von den Sternen

Lily Konrad
Flexibler Einband: 494 Seiten
Erschienen bei Titus Verlag, 08.03.2013
ISBN 9783942277341
Genre: Gegenwartsliteratur

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Knapp am Herz vorbei
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117 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 39 Rezensionen

willie sutton, bankräuber, new york, gefängnis, usa

Knapp am Herz vorbei

J.R. Moehringer , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Fischer (S.), Frankfurt, 01.02.2013
ISBN 9783100496034
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Was ist der Stoff aus dem Legenden entstehen? Ist es nicht immer so, dass Legenden entstehen, durch Dinge und Geschehnisse, die man hören, sehen und glauben möchte? Und genau dies trifft in den Fall auf Willie Sutton, geb. 1901 in Irish Town (Brooklyn) – gestorben 1980 in Florida, zu.

J.R. Moehringer erzählt in seinen Roman „Knapp am Herz vorbei“, auf beeindruckende Weise, das Leben des notorischen Bankräubers Willy „The Actor“ Sutton. Und am Ende wird klar, wieso er zur Legende geworden ist.

Weihnachten 1969 wird Willie Sutton wird nach 17 Jahren Gefängnis im Alter von 68 Jahren begnadigt. Seine Entlassung wird von einem Großaufgebot der Medien verfolgt und jeder möchte ein Interview mit dem betagten Bankräuber führen. Doch Willy ist nur bereit ein Interview zu geben. Und so begibt er sich gemeinsam mit einem Journalisten und einem Fotografen auf eine Reise, zu den wichtigsten Stationen seines Lebens. Zurück in den Straßen New Yorks wird alles wieder lebendig und die Zeiger der Uhren scheinen sich rückwärts zu drehen, denn an den Orten seiner Erfolge und Misserfolge, erwacht das Vergangene wieder zum Leben.

In diesem bewegenden Roman, wird man Zeitzeuge wie ein ganz gewöhnlicher Junge nach und nach zum Gesetzesbrecher wird – Opfer seiner Zeit. Einer Zeit in den die Banken korrumpieren. Die Börsen wieder und wieder zusammen brechen, weil die wirklich einflussreichen Menschen sich verspekulieren. Daraus resultiert hohe Arbeitslosigkeit, Armut, Verzweiflung und Bitterkeit in der Bevölkerung. Der Hass auf die Banken wächst und aus der Verzweiflung heraus wächst der Gedanke sich an den Banken auf eine gewisse Weise zu rächen. Die Aktualität der Thematik, ist dabei nicht von der Hand zu weisen.

Willy wird zum Bankräuber, doch stets bleibt er seinen Prinzipien treu: Keine Waffen und niemand wird verletzt. Bei seinen Überfällen und auch bei seinen Ausbrüchen bewies er stets Intelligenz und eine gewisse Überlegenheit. Während der vielen Stationen seines Lebens: seinen Versuchen ein ehrliches Leben aufzubauen, um doch wieder zu scheitern, den Misshandlungen bei der Festnahme, seinen Aufenthalten in den Gefängnissen, seinen brillanten Fluchten und bei der ewigen Sehnsucht nach der Frau, der er sein Herz geschenkt hat, lernt man Willy mehr und mehr lieben – schließt ihn mehr und mehr ins Herz und hofft immer darauf, dass alles gut ausgeht. Hofft darauf, dass er es endlich schafft sein Leben auf die Reihe zu bekommen und vor allem hofft man darauf, dass er endlich sein Glück mit Beth findet.

Während der einzelnen Episoden wechselt die Erzählebene immer wieder an den Weihnachtstag 1969 und man bekommt immer wieder wirklich amüsante Dialoge zwischen den beiden Journalisten und Willy zu lesen. Diese Abschnitte unterscheiden sich bedeutend von den Rückblenden. Sie sind belebt und witzig, während die Erinnerungen eher eine melancholische Stimmung haben. Die Übergänge sind fließend und passen jeweils ins Geschehen, so dass es dem Lesefluss nicht behindert.

Am Ende des Buches wird dann deutlich wieso Willy zur Legende wurde und er nicht umsonst den Beiname „The Actor“ hatte. Sein Leben wirkt wie ein guter alter Film, in dem er das Drehbuch geschrieben hat. Willy gibt stets nur so viel bekannt, wie er bereit ist preis zu geben. Während seiner Inhaftierung hat Willy zwei Biografien geschrieben, die nicht unterschiedlicher sein können. Und genau auf diesen Aspekt stößt der Leser im letzten Teil. Man bekommt mehr und mehr den Eindruck, dass doch nicht alles so passiert ist, wie Willy zu einen glauben lassen will. Es kommt immer mehr zu Widersprüchen und Ungereimtheiten in Willys Erinnerungen und Schilderungen. Und da erinnert man sich daran, dass der Autor bereits am Anfang des Buches vermerkt hat, dass über das wahre Leben des Mr. Sutton nicht viel bekannt ist und er die Dinge so darstellt, wie er glaubt, dass es gewesen sein konnte. Allerdings stellt er alles so überzeugend dar, dass man selbst möchte, dass es genauso gewesen ist. Seine Erzählungen wecken in einem das Gefühl selbst Teil der Geschichte zu sein. Am Ende hält Moehringer dann noch eine Überraschung bereit, die verwirrt und zum Nachdenken anregt. Und auf gewisse Weise in einem den Wunsch wachsen lässt, dieses Buch noch einmal zu lesen, um vielleicht gewisse Aspekte nun mit anderen Augen zu sehen.

Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch für mich eine rießen Überraschung ist. Dank eines Versehens bin ich in den Genuss gekommen, dieses Buch zu lesen, welches ich im Normalfall noch nicht mal in die Hand genommen hätte. Vielen Dank an dieser Stelle an den Fischer-Verlag. J.R. Moerhringer hat einen eigensinnigen Schreibstil, den man auf keinen Fall, als leichte Kost bezeichnen kann. Am Anfang benötigt man ein wenig damit zurechtzukommen, aber ist einem dies einmal gelungen, kann man jede Zeile genießen.
Und genau das habe ich getan.

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Shades of Grey - Befreite Lust
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(635)

1.013 Bibliotheken, 44 Leser, 2 Gruppen, 104 Rezensionen

erotik, liebe, sex, christian, ana

Shades of Grey - Befreite Lust

E. L. James
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 24.10.2012
ISBN 9783442478972
Genre: Erotik

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Zu zweit tut das Herz nur halb so weh
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(72)

130 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 48 Rezensionen

liebe, rassismus, rassentrennung, usa, kentucky

Zu zweit tut das Herz nur halb so weh

Julie Kibler
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 01.08.2012
ISBN 9783866123250
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Beim Blick auf das Cover (eine einsame Landstraße, ein Auto, welches durch die Nacht fährt) und beim Titel lässt sich nicht erahnen, was den Leser erwartet. Und als ich anfing zu lesen, wurde ich angenehm überrascht.

Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein Können.
Zum einen begegnet man der Enddreißigerin Dorrie. Sie ist geschieden hat zwei Kinder im Teenageralter, verdient sich als Friseurin in ihrem eigenem Laden und sie ist schwarz. Zum anderen lernt man die 90-jährige, weiße, selbstironische und manchmal recht mürrische Isabell kennen.
Doch trotz der großen Unterschiede haben beide so einiges gemeinsam, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint.
Seit 10 Jahren ist Miss Isabell Kundin in Dorries Friseursalon. Und mit der Zeit kamen sich die beiden Frauen näher, wurden beinahe Freundinnen. Und doch ist die junge Friseurin überrascht, als Miss Isabell Dorrie bittet sie nach Cincinati zu fahren – eine Fahrt von mehreren Tagen.
Gemeinsam begeben sich die zwei Frauen auf eine Reise quer durch mehrere Bundesstaaten und in die Vergangenheit von Miss Isabell, die über all die Jahrzehnte ein Geheimnis mit sich rumtragen hat. Aufgewachsen im Süden der USA, in einer Zeit als farbige Mitbürgern noch keine Rechte hatten, als sie zwar keine Sklaven mehr waren und dennoch nicht frei waren. In einer Zeit in denen es ihnen verboten war, sich nachts auf den Straßen einiger Städte blicken zu lassen und vor allem in einer Zeit in denen es verboten und verpönt war, dass Schwarze und Weiße sich liebten. Und ausgerechnet in der Zeit verliebt sich die damals 17 jährige Isabell in Robert, den Sohn der farbigen Haushälterin der Familie. Trotz aller Verbote beschließt Isabell für ihre Liebe zu kämpfen, dafür den Mann zu heiraten, den sie liebt, um am Ende festzustellen, dass sie gegen die Starrsinnigkeit und die Intoleranz der Menschen, denen nur der Prestige zählt, nicht ankommt.
Während ihrer Reise mit der betagten Miss Isabell, muss Dorrie mit ihren eigenen Problemen kämpfen, die sich in der Zwischenzeit zu Hause anbahnen. Dabei lässt sie sich zu schnell von ihren Gefühlen überrumpeln, zweifelt an der der Aufrichtigkeit ihrer neuen Liebe und an sich selbst. Doch schließlich bringen die Lebensereignisse von Miss Isabell Dorrie ihre eigenen Probleme, Ängste, Zweifel und Handlungen mit anderen Augen zu sehen.

Julie Kibler hat mit ihrem Debüt, einen tief emotionalen Roman geschaffen, der mich zu tiefst berührt hat. Ein Roman, bei dem ich ganz oft den Kopf schütteln musste und mir vor Entsetzen, über die damaligen Umstände, der Atem stockte. Und der mir gleichzeitig auch Wärme ins Herz und ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.
Mit all dem hatte ich nicht gerechnet, als ich dieses Buch begann zu lesen. Die Autorin erzählt mit ganz viel Emotion und Hingabe die Lebensgeschichte von Miss Isabell. Eine Geschichte von Rassenhass und Intoleranz, deren Aktualität auch heute nicht von der Hand zu weisen ist. Zwar ist es heute per Gesetz nicht mehr verboten, dass weiße und farbige Menschen zusammen sind und heiraten, doch gibt es nach wie vor Vorurteile gegenüber andersfarbig oder andersdenkenden Menschen und die Klüfte werden wohl nie vollends verschwinden. Und obwohl man von der Thematik weiß und auch über die geschichtlichen Begebenheiten schon mal etwas gehört hat, ist es erschüttern dies so vor Augen geführt zu bekommen. Julie Kibler ist es wunderbar gelungen all die Gefühle - Angst, Freude, Verzweiflung, den abgrundtiefen Hass – dem Leser nahe zu bringen, so dass man mit den Protagonisten mitleitet und mitfühlt.
Isabells und Roberts Geschichte war vorhersehbar und doch hatte man stets gehofft, dass es ein Happy End geben würde.
Zwischen den Erzählungen – wann immer Miss Isabell eine kleine Pause benötigte, erlebt man hautnah mit, wie auch Dorries Leben aus den Fugen gerät, während sie unterwegs ist. Man erlebt wie sie teilweise unüberlegt und unreif handelt. Und man erlebt wie die Lebensgeschichte einer alten Frau ihr aufzeigt, dass sie überreagiert hat und allmählich beginnt sie ihr Leben – ihre Handlungen zu überdenken. Insofern gibt es zumindest ein Happy-End.
Umso näher das Ende rückte, umso emotionaler wurde die ganze Geschichte und ich muss gestehen, dass ich so sehr wie schon lange nicht mehr beim Lesen geweint habe. Und Julie Kibler setzte in den letzten Kapiteln immer noch eins drauf, so, dass ich die letzten Seiten durch einen Tränenschleier gelesen habe.

Fazit:
Ich habe in einer Rezension über dieses Buch gelesen, die Geschichte plätscherte vor sich hin. Das ist wohl war, aber wie sollte es auch anders sein, bei einen Roman, der eine Lebensgeschichte erzählt. Das Buch hat sowohl Höhen und Tiefen, welche den Leser auf ihre Weise fesseln. Eine wunderbare Liebesgeschichte, eingebettet in ein Thema, dass nach wie vor aktuell ist – das einen zum Nachdenken rührt.
Für mich auf jeden Fall volle Punktzahl. TOP !!!

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Shades of Grey - Gefährliche Liebe
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(897)

1.304 Bibliotheken, 44 Leser, 5 Gruppen, 166 Rezensionen

liebe, erotik, sex, ana, christian grey

Shades of Grey - Gefährliche Liebe

E. L. James
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.10.2012
ISBN 9783442478965
Genre: Erotik

Rezension:

Obwohl ich mich wahnsinnig auf den Teil gefreut habe und auf gewisse Weise fasziniert war von der Fortsetzung zu „Shades of Grey“, war ich während des Lesens mehrmals versucht, das Buch einfach zu schließen und es weg zu legen. Aus irgendeinem Grund habe ich es nicht getan und mich tapfer Seite um Seite vorwärts gekämpft. Als ich dann die letzten Zeilen des Buches gelesen habe, überfiel mich dann eine gewisse Erleichterung.
Am Anfang war ich noch sehr positiv überrascht. So hat mir der Schreibstil ein wenig besser gefallen, da auch die nervigen Wiederholungen und Phrasen, wie die der „inneren Göttin“ weitestgehend ausgeblieben sind. So entwickelte sich auch zu Beginn eine Art Geschichte. Doch ziemlich schnell ließ der Eindruck nach und der Erzählstrang bleib auf der Strecke. So dass ich die Handlung relative schnell zusammenfassen lässt.

Zum Inhalt:
Nach dem sich Ana von Christian getrennt hat, merkt sie schnell, dass sie trotz der verschiedenen Ansichten, die Ana und Christian von einer Beziehung haben, sie Christian nicht vergessen kann. Längst hat sie sich hoffnungslos in den charmanten CEO verliebt. Ana leidet sehr unter der Trennung. Sie wirkt nur noch wie ein Schatten ihrer selbst, vernachlässigt das Essen und ihre Hauptbeschäftigung liegt darin, stundenlangen zusammengerollt auf ihrem Bett zu liegen und zu weinen.
Und dann kommt der Tag an der sie ihren neuen Job antritt. Sie versucht sich bestens auf ihre Aufgaben zu konzentrieren, doch kann sie Christian nicht vergessen. Und dann erhält sie auch noch einen großen Blumenstrauß, von Christian, mit den besten Wünschen zum Start ins Berufsleben. Etwas später versichert er sich per Mail, bei Ana, ob sie die Blumen auch erhalten hat und erinnert sie an die Vernissage von José, die sie in dem ganzen Durcheinander tatsächlich vergessen hat. Gemeinsam fliegen sie mir „Charlie Tango“ nach Portland zu der Ausstellung. Das Knistern zwischen den Beiden ist nicht zu leugnen und schließlich sind sie wieder ein Paar.
Durch die Trennung von Ana hat Christian gemerkt, dass er tatsächlich mehr für Ana empfindet, als das er mit ihr nur eine Dom-Sub-Beziehung möchte. Seine Einstellung zu einer Beziehung hat sich geändert. Nach und nach erfährt man schließlich etwas aus Christians Vergangenheit. Eine Ex-Sub von Christian entwickelt sich zu einen rießen Problem, weshalb Ana gezwungen ist, vorerst bei Christian einzuziehen. Auch macht Ana schließlich Bekanntschaft mit „Mrs. Robinson“, auf welche sie liebend gerne verzichtet hätte.
Doch in dem ganzen Durcheinander, welches teilweise herrscht, nähern sie sich auch an.
Und dann kommt es auch noch zu einer unschönen Szene mit ihren neuen Boss, welche schwerwiegende Konsequenzen hat.

Meine Meinung:
Diese Punkte wären spielend in der Hälfte des Buches mit gewissen Ausschmückungen und Vertiefungen im Detail erzählt gewesen und hätten das Buch um einiges Interessanter gemacht.
Stattdessen verliert sich die Autorin in den ständigen Beteuerungen der Beiden ihrer tiefen Gefühle für einander. Immer wieder zweifeln die Beiden an den jeweiligen Gefühlen des Anderen. Besonders Ana hätte ich am liebsten wieder und wieder geschüttelt, dass sie endlich zur Vernunft kommt und aufwacht. Christian versucht alles, um Ana das zu geben, was sie von ihm will. Verzichtet auf den Vertrag und auf die von ihm bevorzugten Sexpraxen, nur um Ana zufrieden zu stellen. Doch Ana zweifelt immer wieder an, dass Christian sie wirklich liebt, dass sie ihm genügt.
Christian hingegen glaubt immer wieder, dass Ana ihn verlassen wird, wenn er ihr sagt, warum er so ist, wie er ist. So wird das Thema: „Du darfst mich nicht verlassen – Ich werde immer bei dir bleiben“ wieder und wieder aufgenommen. Genauso verhält es sich mit: „Ich liebe dich und du gehörst mir – Du bist der wichtigste Mensch in meinen Leben – Ich kann es nicht glauben, womit ich dich verdient habe – Du bist so schön …“ Es gab wirklich Stellen an denen ich nur noch mit den Augenrollen konnte und mir gedacht habe: Nein, bitte nicht schon wieder.
Ein weiterer Minuspunkt sind die ständigen Eifersuchtsszenen. Insbesondere Anas Eifersucht und beinahe Hass auf „Mrs. Robinson“. Für Ana ist sie der Grund für Christians außergewöhnlichen Sexvorlieben. Elena bietet ihr mehrmals an, sich mit ihr zu treffen. Ana gibt ihr jedes Mal eine Abfuhr, die in meinen Augen absolut überzogen und unnötig ist. Ich denke, dass sich die unschöne Szene an Christians Geburtstag hätte vermeiden lassen, wenn sie sich nur einmal vernünftig verhalten hätte.
Natürlich kam die „innere Göttin“ auch wieder zum Einsatz und wusste zu nerven.
Obwohl es ein erotisches Buch ist, fand ich die Sexszenen einfach too much. Nicht war es der Sex an den ich mich gestört habe, sondern eher das wie. Ständig sind Ana und Christian übereinander hergefallen. Erleben wieder und wieder einen unglaublichen Orgasmus. Das ganze wirkte so unrealistisch – so aufgesetzt, dass ich auch hier nur mit den Augenrollen konnte. Und das waren dann die Momente, wo ich wirklich keine Lust mehr hatte, weiter zu lesen.
Doch ich habe es getan und war dann auch wieder froh. Denn es gab auch schöne Momente, wie die in denen die Verletzlichkeit Christians einen fast zu Tränen rührte. Szenen in denen er Ana erstmals erlaubte, seinen Körper zu berühren, in dem sie Grenzen mit Lippenstift auf seinen Körper zeichnete. Die ersten zaghaften Berührungen innerhalb der verbotenen Zone und auch die Szene in der Dusche, als Ana ihn waschen durfte. Ganz langsam haben sie sich angenähert. Immer mehr Grenzen fallen bei Christian und alles was für ihn zählt ist Ana. Leider waren solche Momente viel zu kurz und wurden durch unschöne Sexszenen und Liebesbeteuerungen zerstört.
Der allerletzte Abschnitt wechselt dann ganze abrupt die Erzählperspektive. Schöner wäre es gewesen, wenn dies nicht im letzten Kapitel eingearbeitet wäre. Aber letztlich ist es genau das Kapitel, weshalb ich den letzten Teil auch noch lesen werde. Schließlich möchte ich wissen, wie es zwischen den Beiden ausgeht.

Fazit:
Buch verdient in meinen Augen 3.5 Punkte. Vergeben tue schließlich 3 Punkte, leider gibt es keine Halben und für Vier hatte ich zu oft das Gefühl, dass Buch weglegen zu wollen. Da der Erzählfluss zu oft jäh durch unnötige Liebes-bekundungen und wilden Sex zerstört wurde.
Für mich hat das Buch – die Geschichte rund um Ana und Christian – ganz großes Potential, welches leider nicht gut umgesetzt wird.
Dennoch bleibt zu sagen, dass trotz der vielen Kritikpunkte, das Buch dennoch seine gewisse Faszination nicht verloren hat - die ich mir auf keinen Fall erklären kann.

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Shades of Grey - Geheimes Verlangen
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(1.383)

1.950 Bibliotheken, 95 Leser, 8 Gruppen, 386 Rezensionen

erotik, sex, liebe, bdsm, ana

Shades of Grey - Geheimes Verlangen

E. L. James , Andrea Brandl , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.07.2012
ISBN 9783442478958
Genre: Erotik

Rezension:

Angezogen wie die Motte vom Licht wurde ich von diesem wunderschönen Cover, als zur Leserunde zu „50 Shades of Grey“ von L. E. James aufgerufen wurde. Bis zu diesen Zeitpunkt hatte ich noch nichts von dieser Reihe gehört und erst als ich mir die verschiedenen Beiträge zu der Bewerbung zum Testleser durchgelesen habe, habe ich erfahren, dass die Geschichte aus einer Fanfiction zu „Twilight“ entsprungen ist und das es DAS Buch ist, worüber im Moment jeder spricht. Ein Buch das in Amerika und Großbritannien einen absoluten Hype ausgelöst.
Auf Grund dessen und das die Leseprobe vielversprechend klang, habe ich mich ebenfalls beworben und konnte mein Glück kaum fassen, als ich tatsächlich zu den Gewinnern zählte. Von da an hieß es die Stunden zählen, wann es endlich kommt und ich mich davon selbst überzeugen konnte, dass der entstanden Hype um dieses Buch durchaus gerechtfertigt ist.
Ich habe mich zu dieser Reihe von L. E. James auch nicht weiterbelesen, so dass die Leseprobe alles war, was ich über das Buch wusste. Und eben die Tatsache, dass es in gewisser Weise von Twilight inspiriert war. Und als ich das Buch endlich in meiner Hand hielt, war ich erst mal sehr überrascht. Zum einen war es dicker als erwartet und das Cover sieht nicht nur wunderschön aus, es fühlt sich auch wunderbar an. Das vordere Cover hat eine samtene Oberfläche. So was hatte ich bisher noch nie gesehen.

Zum Inhalt:
Sie ist 21, Literaturstudentin, schüchtern, unerfahren und vor allem tollpatschig.
Er ist 27, verdammt reich, gut aussehend, leitet seine eigene Firma und in erste Linie ein absoluter Kontrollfreak. Gegensätzlicher geht es kaum und doch treffen die beiden – Anastasia Steele und Christian Grey – aufeinander.
Eigentlich wollte Ana nur ihrer Freundin und Mitbewohnerin Kate einen Gefallen tun, indem sie einwilligt für sie das Interview mit dem Geschäftsmann Christian Grey zu führen. Doch am Ende verliert sie ihr Herz. Bisher verlief Anas Leben eher unscheinbar. Sie konzentrierte sich in erster Linie auf ihr Studium. Es gab noch kein Mann, der ihr Interesse gewonnen hat und so hatte sie auch noch keine Beziehung – keine Erfahrung in sexueller Hinsicht. Und dann passiert es. Ausgerechnet der mysteriöse Mr. Grey erweckt ihre Aufmerksamkeit und Gefühle die ihr bis dahin fremd waren. Auch Christian scheint von ihr angetan zu sein. So sucht er ständig ihre Nähe, macht ihr Komplimente und umschmeichelt sie.
Eines Abends nimmt er Ana mit zu sich und enthüllt ihr dass er keines Wegs ein Mann für Zärtlichkeiten und Kuschelstunden zu zweit ist. Das was er von Ana will ist keine Beziehung im klassischen Sinne. Ana muss sich entscheiden, willigt sie ein und gewinnt damit Christian. Für den sie weit mehr Gefühle hegt, als sie sich zunächst eingesteht oder wird sie sich gegen dieses spezielle Arrangement entscheiden und somit auch ihre erste Liebe verlieren?

Meine Meinung:
In diesem Buch gibt es keinen Geschichte im klassischen Sinne. Es ist eher die Geschichte zweier vollkommen unterschiedlicher Menschen, die sich durch Zufall treffend und von da an immer wieder die Nähe des anderen suchen.
Ana wird als unschuldiges und unerfahrenes Mädchen beschrieben. Aber in erster Hinsicht ist sie mir einfach viel zu naiv. Sie ist ein Mädchen, dass die erste Liebe entdeckt und die ersten Erfahrungen mit Sex macht. Nur das sie da ausgerechnet an den dominanten, kontrollsüchtigen Christian trifft. Ein Mann der nicht auf „Blümchensex“ steht sondern seine Spielwiese ist die härte – seine Welt ist die des BDSM.
Genau dies war der Aufhänger des Buches und der Grund warum alle Welt darüber spricht. Für mich ist es allerdings eher ein Buch, in der eine wunderbare Liebesgeschichte beschrieben wird. Es geht ums Akzeptanz und Toleranz , darum aufeinander zuzugehen, aber auch um die Abhängigkeit von einander. Die Geschichte und die Beziehung der Beiden entwickelt sich mit jedem Kapitel und zum Ende hin, ist man einfach hin und weg. Christian leidet unter extremen Stimmungsschwankungen, mit denen Ana nicht zurechtkommt und was sie immer wieder an ihm und an ihrer Beziehung zweifeln lässt. Genau das ist ihr großes Problem und Manko. Sie zweifelt viel zu sehr an sich. Sie weiß von Anfang an, das Christian anders ist – vollkommen upgefuckt , wie er selbst über sich sagt und dennoch lässt sie sich auf ihn ein. Und doch ist sie immer wieder verunsichert, ob er ihr das geben kann was sie von ihm will. Beide Charaktere machen im Laufe des Buches eine enorme Entwicklung durch, wobei ich bei Christian die größere Veränderung sehe. Er ist so von Ana besessen, dass er viele seiner Prinzipien über Bord wirft – so schläft er mit Ana in einem Bett, hat das erste Mal „Blümchensex“ mit ihr und gibt sich alle Mühe ihr mehr zu geben, als er in seinen bisherigen „Beziehungen“ bereit war zu geben.
Ich habe es sehr genossen, diese Veränderung zu verfolgen und genau die daraus resultierenden Stimmungsschwankungen machen diesen Mann sehr interessant. Hier zeigten sich auch die Unerfahrenheit und die Naivität von Ana. Sie hatte bisher keinerlei Erfahrung mit Männern und Sex (noch nicht mal hatte sie sich bis dahin selbstbefriedigt) und dann stürzt sie sich in ein Abenteuer, welches sie in die Welt des BDSM führt. Sie tut einfach alles um Christian zufrieden zu stellen und ihn nicht zu verlieren. Was nicht immer nachvollziehbar war. Auch ist An in vielen Sachen einfach zu sehr aus der Haut gefahren, hat überreagiert und durch ihre ständigen Selbstzweifel hat sie sehr oft schöne Situationen mit Christian zerstört.
Die ganze Geschichte hat mir sehr gut gefallen und mich sehr fasziniert. Ja, man kann sagen, sie hat mich süchtig gemacht.
Allerdings gibt es auch negativ Punkte, die dazu geführt haben, dass ich nur vier und nicht fünf Punkte vergeben habe. Das Buch ist sprachlich und literarisch eine absolute Katastrophe. Flache und einfache Sätze – viel zu viele Wiederholungen. Das Buch ist in der „Ich“-Form und im Präsens geschrieben. Was wohl daher rührt, dass dieses Buch in seiner ursprünglichen Form eine Fanfiktion ist. Es wird aus der Sichtweise von Ana geschrieben und so bleibt es nicht aus, dass Ana in ein Zwiegespräch mit sich, ihrem Unterbewusstsein und ihrer „inneren Göttin“ verfällt. Und das genau ist der Knackpunkt. Das war so oft und in allen möglichen Situationen eingefügt, dass man davon regelrecht genervt war und beinahe Mordgedanken gegenüber der „inneren Göttin“ bekam.
Die Sexszenen waren platt und oberflächlich – keineswegs erotisch – und oft an falschen Stellen eingefügt, so dass er Lesefluss regelrecht unterbrochen wurde.
Was L.E. James allerdings sehr gut gelungen ist, war ein Einflechtung von den Chat-Unterhaltungen der Beiden. Während dieser Chats hat man beide von einer anderen Seite gesehen und hat den Leser immer wieder zum Lächeln gebracht.

Fazit:
Trotz dass es rein literarisch wohl keine Meisterleistung ist, ist ein Buch was man einfach nicht aus der Hand legen kann. Es macht süchtig und man will einfach immer mehr. Die wirklich gute Handlung lässt die schwache Schriftsprache vergessen. Den Hype rund um die BDSM Sache kann ich nicht nachvollziehen, weil ich diese Szenen bisher harmlos fand. Es lohnt sich dieses Buch zu lesen und ich freue mich darauf im zweiten und dritten Teil weiter lesen zu können, auch wenn ich mir im Moment noch nicht richtig vorstellen kann, was da passieren wird. Zumindest endet das Buch mit einem großen Cliffhanger.

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Für immer der Deine
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335 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 38 Rezensionen

liebe, krieg, foto, glücksbringer, irak

Für immer der Deine

Nicholas Sparks , Adelheid Zöfel (Übers.)
Fester Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 01.05.2009
ISBN 9783453265530
Genre: Unterhaltungsliteratur

Rezension:

Mein erstes Buch aus dem Genre.
Verfilmungen seiner Bücher habe ich schon mehrere gesehen und war immer wieder beigstert.
Also habe ich mich jetzt mal an diese Lektüre gewagt.

zum Inhalt:
Im Einsatz hat der Kriegsveteran Logan Thibault seinen ganz persönlichen Glücksbringer. Ein Foto einer unbekannten Frau. Auch wenn er selbst nicht an so etwas glaubt, tut es sein bester Freund. Und doch scheint er seitdem ein besonderen Schutzengel zu haben, der ihn bei mehreren Einsätzen das Leben rettet, während viele seiner Kameraden den Tod finden. Und trotzdem trägt er das Bild immer bei sich
Als sein bester Freund schließlich bei einem gemeinsamen Angelausflug stirbt, während er wieder den Schutzengel auf seiner Seite hat. Dieses Ereignis verändert sein Leben und so macht er sich zu Fuss, in Begleitung seines Hundes, auf den Weg diese unbekannte Frau zu suchen. Nach einer einjährigen Wanderung durch die Staaten kommt er schließlich in ein kleines Städchen findet er schließlich die Frau auf dem Foto - Elisabeth.
Elisabeth wohnt zusammen mit ihrer Großmutter, die eine Hundeschule besitzt. Nach einem Schlaganfall kommt sie langsam wieder auf die Beine und trotz das Elisabeth ihr hilft, suchen sie dringend eine Aushilfe und dies finden sie in Logan.
Hingebungsvoll kümmert er sich um die Hunde und alle anfallenden Arbeiten. Während Elisabeth eher skeptisch gegenüber den neuen Angestellten ist, findet ihr Sohn Ben endlich jemanden der ihn genauso akzeptiert wie er ist. Allmählich nähern sich schließlich auch Beth und Logan an und es passiert dass was kommen muss: Die Anziehung siegt und sie verlieben sich in einander.
Allerdings wird das Glück ein wenig getrübt. Keith, der Exmann von Beth und Bens Vater macht ihnen das Leben schwer...

Meine Meinung:
Der Sprung über meinen Schatten und mein vorbrechen in ein für mich vollkommen neues Genre hat sich wirklich gelohnt. Sehr emotional und mitreießend erzählt Niklas Sparks die Geschichte zweier Menschen, die durch eine kleine Handlung für immer zusammen geschweißt werden.

Fazit:
sehr berührend - TOP

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