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Zu zweit tut das Herz nur halb so weh
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liebe, rassismus, rassentrennung, usa, kentucky

Zu zweit tut das Herz nur halb so weh

Julie Kibler
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 01.08.2012
ISBN 9783866123250
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Beim Blick auf das Cover (eine einsame Landstraße, ein Auto, welches durch die Nacht fährt) und beim Titel lässt sich nicht erahnen, was den Leser erwartet. Und als ich anfing zu lesen, wurde ich angenehm überrascht.

Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein Können.
Zum einen begegnet man der Enddreißigerin Dorrie. Sie ist geschieden hat zwei Kinder im Teenageralter, verdient sich als Friseurin in ihrem eigenem Laden und sie ist schwarz. Zum anderen lernt man die 90-jährige, weiße, selbstironische und manchmal recht mürrische Isabell kennen.
Doch trotz der großen Unterschiede haben beide so einiges gemeinsam, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint.
Seit 10 Jahren ist Miss Isabell Kundin in Dorries Friseursalon. Und mit der Zeit kamen sich die beiden Frauen näher, wurden beinahe Freundinnen. Und doch ist die junge Friseurin überrascht, als Miss Isabell Dorrie bittet sie nach Cincinati zu fahren – eine Fahrt von mehreren Tagen.
Gemeinsam begeben sich die zwei Frauen auf eine Reise quer durch mehrere Bundesstaaten und in die Vergangenheit von Miss Isabell, die über all die Jahrzehnte ein Geheimnis mit sich rumtragen hat. Aufgewachsen im Süden der USA, in einer Zeit als farbige Mitbürgern noch keine Rechte hatten, als sie zwar keine Sklaven mehr waren und dennoch nicht frei waren. In einer Zeit in denen es ihnen verboten war, sich nachts auf den Straßen einiger Städte blicken zu lassen und vor allem in einer Zeit in denen es verboten und verpönt war, dass Schwarze und Weiße sich liebten. Und ausgerechnet in der Zeit verliebt sich die damals 17 jährige Isabell in Robert, den Sohn der farbigen Haushälterin der Familie. Trotz aller Verbote beschließt Isabell für ihre Liebe zu kämpfen, dafür den Mann zu heiraten, den sie liebt, um am Ende festzustellen, dass sie gegen die Starrsinnigkeit und die Intoleranz der Menschen, denen nur der Prestige zählt, nicht ankommt.
Während ihrer Reise mit der betagten Miss Isabell, muss Dorrie mit ihren eigenen Problemen kämpfen, die sich in der Zwischenzeit zu Hause anbahnen. Dabei lässt sie sich zu schnell von ihren Gefühlen überrumpeln, zweifelt an der der Aufrichtigkeit ihrer neuen Liebe und an sich selbst. Doch schließlich bringen die Lebensereignisse von Miss Isabell Dorrie ihre eigenen Probleme, Ängste, Zweifel und Handlungen mit anderen Augen zu sehen.

Julie Kibler hat mit ihrem Debüt, einen tief emotionalen Roman geschaffen, der mich zu tiefst berührt hat. Ein Roman, bei dem ich ganz oft den Kopf schütteln musste und mir vor Entsetzen, über die damaligen Umstände, der Atem stockte. Und der mir gleichzeitig auch Wärme ins Herz und ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.
Mit all dem hatte ich nicht gerechnet, als ich dieses Buch begann zu lesen. Die Autorin erzählt mit ganz viel Emotion und Hingabe die Lebensgeschichte von Miss Isabell. Eine Geschichte von Rassenhass und Intoleranz, deren Aktualität auch heute nicht von der Hand zu weisen ist. Zwar ist es heute per Gesetz nicht mehr verboten, dass weiße und farbige Menschen zusammen sind und heiraten, doch gibt es nach wie vor Vorurteile gegenüber andersfarbig oder andersdenkenden Menschen und die Klüfte werden wohl nie vollends verschwinden. Und obwohl man von der Thematik weiß und auch über die geschichtlichen Begebenheiten schon mal etwas gehört hat, ist es erschüttern dies so vor Augen geführt zu bekommen. Julie Kibler ist es wunderbar gelungen all die Gefühle - Angst, Freude, Verzweiflung, den abgrundtiefen Hass – dem Leser nahe zu bringen, so dass man mit den Protagonisten mitleitet und mitfühlt.
Isabells und Roberts Geschichte war vorhersehbar und doch hatte man stets gehofft, dass es ein Happy End geben würde.
Zwischen den Erzählungen – wann immer Miss Isabell eine kleine Pause benötigte, erlebt man hautnah mit, wie auch Dorries Leben aus den Fugen gerät, während sie unterwegs ist. Man erlebt wie sie teilweise unüberlegt und unreif handelt. Und man erlebt wie die Lebensgeschichte einer alten Frau ihr aufzeigt, dass sie überreagiert hat und allmählich beginnt sie ihr Leben – ihre Handlungen zu überdenken. Insofern gibt es zumindest ein Happy-End.
Umso näher das Ende rückte, umso emotionaler wurde die ganze Geschichte und ich muss gestehen, dass ich so sehr wie schon lange nicht mehr beim Lesen geweint habe. Und Julie Kibler setzte in den letzten Kapiteln immer noch eins drauf, so, dass ich die letzten Seiten durch einen Tränenschleier gelesen habe.

Fazit:
Ich habe in einer Rezension über dieses Buch gelesen, die Geschichte plätscherte vor sich hin. Das ist wohl war, aber wie sollte es auch anders sein, bei einen Roman, der eine Lebensgeschichte erzählt. Das Buch hat sowohl Höhen und Tiefen, welche den Leser auf ihre Weise fesseln. Eine wunderbare Liebesgeschichte, eingebettet in ein Thema, dass nach wie vor aktuell ist – das einen zum Nachdenken rührt.
Für mich auf jeden Fall volle Punktzahl. TOP !!!

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Zurück aus Afrika
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afrika, kenia, schweiz, biografie, massai

Zurück aus Afrika

Corinne Hofmann
Flexibler Einband: 233 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.11.2004
ISBN 9783426777176
Genre: Sonstiges

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Zauber der Leidenschaft
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liebe, dämonen, schwert, dämon, könig

Zauber der Leidenschaft

Kresley Cole , Bettina Oder
Flexibler Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Lyx, 05.04.2011
ISBN 9783802584824
Genre: Science-Fiction & Fantasy

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