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247 Bücher, 78 Rezensionen

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Das Lächeln der Frauen
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(197)

346 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 46 Rezensionen

paris, liebe, restaurant, autor, verlag

Das Lächeln der Frauen

Nicolas Barreau , Sophie Scherrer
Flexibler Einband: 333 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2012
ISBN 9783492272858
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:  
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Die Bücherdiebin
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(631)

1.157 Bibliotheken, 40 Leser, 18 Gruppen, 103 Rezensionen

tod, bücher, krieg, 2. weltkrieg, freundschaft

Die Bücherdiebin

Markus Zusak , Alexandra Ernst
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 07.09.2009
ISBN 9783442373956
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
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Das Spiel des Engels
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(84)

189 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

barcelona, schriftsteller, engel, spanien, tödliche krankheit

Das Spiel des Engels

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar
Fester Einband: 710 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 06.06.2011
ISBN 9783596511815
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

“Jedes Überzeugungsmanöver, das etwas taugt, appeliert zuerst an die Neugier, dann an die Eitelkeit und zuletzt an die Güte oder das schlechte Gewissen.” (Zitat, Seite 375)

David Martín ist jung, ehrgeizig und talentiert. Doch das ersehnte Leben als  anerkannter Schriftsteller in Barcelona scheint ihm verwehrt, weshalb er sich mit dem Verfassen von Schauerromanen bei einem kleinen Verlag über Wasser hält.

Eines Tages erhält er einen mysteriösen Brief. Er trägt ein Engelssiegel und die Signatur eines gewissen Andreas Corelli. Ein unbekannter Verleger, der David suspekt erscheint und dennoch fasziniert.

Obwohl er hin und her gerissen ist, sucht er Corelli auf und erhält ein unwiderstehliches Angebot. Ein Angebot, das David nicht ausschlagen kann. Doch bevor er sich den weitreichenden Folgen des Angebots bewusst wird, ist es bereits zu spät, denn er hat eingewilligt.

David muss bald nicht nur um seine große Liebe sondern auch um sein Leben kämpfen. Der Wettlauf mit der Zeit beginnt…

 ”Selbst die schlechtesten Nachrichten haben etwas Erleichterndes, wenn sie nichts weiter bestätigen als das, was man uneingestanden bereits ahnte.” (Zitat, Seite 129)

Zafóns Werk „Der Schatten des Windes“ war ein Buch, das mich regelrecht in seinen Bann gezogen hat. Mit Bedauern muss ich feststellen, dass es seinem Nachfolgewerk „Das Spiel des Engels“ nur mühsam gelang. Auch wenn es Zafón erneut schafft, eine sagenhafte Atmosphäre zu erzeugen und den Leser in rasanter Geschwindigkeit ins Geschehen hinein zu katapultieren, fehlt dem Roman an Individualität und Struktur.

Gleich zu Beginn der Geschichte findet sich der Leser an denselben Orten wie im Vorgängerroman wieder und begegnet nicht selten Beschreibungen die dem Leser wie Satzwiederholungen erscheinen. Während „Der Friedhof der vergessenen Bücher“ mir im Vorgängerroman wie ein gigantischer Schachzug erschien, verliert er hier an Charme und Individualität. Man fragt sich, ob Zafón nun jeden seiner Protagonisten an diesen Ort mitnehmen muss. Ein notwendiges Übel?

Sicherlich ist es interessant, in einem Nachfolgewerk wieder auf vertraute Gesichter zu stoßen und eine bereits erzählte Geschichte aus einer anderen Perspektive kennen zu lernen. Doch was ist mit der Geschichte selbst? Sollte sie nicht eigenständig funktionieren und etwas gänzlich Neues erzählen? Geht es hier nicht um das „Spiel des Engels“ sondern vielmehr wieder um die Geschichte aus „Der Schatten des Windes“?

Neben den Wiederholungen streut Zafón derart viele neue Handlungsstränge in die Geschichte, dass der Leser die Orientierung verliert. Er überwürzt die Geschichte, wie viele Köche einen Brei verderben. Er nimmt Dinge auf und denkt sie nicht zu Ende. Hat sich Zafón hier selbst verzettelt? Ist es ein gelungener Schachzug oder eine Entscheidung ohne Sinn und Verstand?

Zafón hinterlässt einen ratlosen Leser, der sich fragt, ob es an ihm liegt, die Geschichte nicht wirklich verstanden zu haben oder an dem Werk selbst. Alles bleibt undurchsichtig. Selbst der Schluss ist wie ein Schlag ins Gesicht.

Zugegeben, die Geschichte ist erneut voller Spannung. Sie beinhaltet brutale Passagen, voller Intrigen und kriminellen Machenschaften. Sie unterhält den Leser auf hohem Niveau. Doch durch seine Vorgehensweise verärgert mich Zafón vielmehr, als dass er sich meine Sympathien einheimst. „Das Spiel des Engels“ lässt daher nur drei von fünf möglichen Engel vorbeiflattern.

“Sie sehen schlecht aus.”

“Verdorbener Magen.”

“Wovon?”

“Vom Leben.”

Textauszug, Seite 177

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Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
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(302)

550 Bibliotheken, 16 Leser, 8 Gruppen, 115 Rezensionen

england, pilgerreise, krebs, liebe, reise

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Rachel Joyce , Maria Andreas-Hoole
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Krüger Verlag, 01.05.2012
ISBN 9783810510792
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

Rachel Joyce spielt die Geschichte von Harold Fry in sehr leisen und sanften Tönen. Es gelingt ihr, sich auf unaufdringliche und fast schon unbemerkte Weise einen Platz in unserem Herzen zu ergattern.
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Je unspektakulärer und unaufdringlicher die Geschichte uns in erster Linie erscheint umso deutlicher wird die Kraft und Bedeutung der Worte im Nachhinein. Sie lehren uns, schenken uns neue Denkansätze und lassen uns über Vergangenes nachdenken.
Harolds Geschichte ist eine Geschichte wie sie das Leben schreibt. Sie ist authentisch und transparent. Sie ist voller Höhen und Tiefen. Weder aufdringlich noch spektakulär. Sie ist vielmehr etwas Besonderes: eine Geschichte, die von liebevollen Begegnungen wie auch von Wut, Hass und Trauer geprägt ist.
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Seine schmerzhafte Vergangenheit lässt Harold unauffällig werden. Auch seine Frau Maureen, die er innig liebt, ist ihm über die Jahre fremd geworden. Schritt für Schritt haben sie sich voneinander entfernt, sind vielmehr zu zwei Fremden geworden, die aneinander vorbeireden als miteinander. Der gemeinsame Sohn David kann den Gedanken nicht mehr ertragen von seiner Familie nicht verstanden zu werden und flieht recht früh aus dem Elternhaus, gerät auf die falsche Bahn und orientiert sich an den falschen Dingen. Unbemerkt entgleitet Harold sein Leben. Plötzlich geht alles nur noch seinen Gang. Keine großen Emotionen, keine Aufregung, nur Routine.
Als Harold ein Abschiedsbrief von Queenie Hennessy erreicht, erwacht Harold wie aus einer Trance. Sie hat Krebs und wird wohl bald sterben. Es bedeutet ihm viel, ihr zu antworten. Auf dem Weg zum Briefkasten kommt er zu dem Entschluss, dass keine Zeile der Welt das auszudrücken vermag, was er ihr sagen möchte. Von einer spontanen Idee angetrieben läuft er am Briefkasten vorbei, lässt Bäume und Häuser hinter sich und läuft einfach weiter. 1000 Kilometer bis Berwick upon Tweed. Er will zu Queenie laufen. Er will sie retten. Er will für sie laufen damit sie weiterleben kann.
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“Wenn wir nicht ab und zu was Verrücktes tun, können wir uns gleich begraben lassen.”
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Zitat, Seite 45
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“Aber vielleicht braucht die Welt ja genau das: ein bisschen weniger Vernunft und ein wenig mehr Glauben.”
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Zitat, Seite 236
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Auf seiner Reise begegnet Harold den unterschiedlichsten Menschen. Jede dieser Begegnungen gibt ihm einen neuen Denkansatz mit auf den Weg. In Momenten der Einsamkeit erinnert er sich an schmerzvolle wie wunderschöne Momente seiner Vergangenheit, entdeckt ein Auge für die Natur und für die Dinge die scheinbar so offensichtlich sind und trotzdem von keinem bemerkt werden. Er stößt an seine Grenzen und durchlebt ein Meer an Gefühlsregungen.
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In der Geschichte geht es nicht nur um Harolds Weg zu Queenie. Es geht auch um Harolds Beziehung zu seiner Frau Maureen und dem gemeinsamen Sohn David. Es geht um unterlassene Dinge und unausgesprochene Worte. Um Berührungen und Gesten der Zuneigung, die aus Angst verborgen blieben. Aus diesem Grund ergattert Harold 5 von 5 schmerzlindernden Wundpflastern für seine gepeinigten Füße.
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“Einen Anfang kann es öfter als einmal geben, und immer wieder anders. Man konnte sich auch nur einbilden, neu anzufangen, obwohl man denselben alten Stiefel weitermachte.”
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Zitat, Seite 188
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“Er ging unter den Sternen und dem sanften Licht des Mondes, wenn er wie eine Wimper am Himmel hing und die Baumstämme wie Knochen schimmerten. Er ging durch Wind und Wetter, ging unter sonnengebleichtem Himmel. Es kam Harold vor, als hätte er sein ganzes Leben darauf gewartet, zu laufen. Er wusste nicht mehr, wie weit er gekommen war, nur, dass er vorankam.”
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Zitat, Seite 246

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Tags: alltag, freundschaft, leben, liebe, pilgern, reise, trauer   (7)

  

 

Der Schatten des Windes
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(708)

1.262 Bibliotheken, 21 Leser, 13 Gruppen, 77 Rezensionen

barcelona, bücher, liebe, spanien, spannung

Der Schatten des Windes

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar
Fester Einband: 526 Seiten
Erschienen bei Insel, Frankfurt, 01.01.2004
ISBN 9783458171706
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

~°..”Das Schicksal lauert immer gleich um die Ecke – wie ein Dieb, eine Nutte oder ein Losverkäufer, seine drei trivialsten Verkörperungen. Hausbesuche macht es hingegen keine. Man muss sich schon zu ihm bemühen.”(Zitat, Seite 270)..°~
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Daniel Sempere ist zehn Jahre alt, als sich sein Leben für immer verändern soll. Gemeinsam mit seinem Vater wohnt er in der Calle Santa Ana in Barcelona, wo sein Vater die Buchhandlung ‘Sempere und Söhne’ leitet. Eines Tages offenbart ihm sein Vater einen ganz besonderen Ort, den Friedhof der vergessenen Bücher.
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Hier ruhen Bücher, denen keiner mehr Beachtung zu schenken scheint, die längst vergessen oder verloren sind. Verstaubt und erwartungsvoll reihen sie sich in den Regalen des Friedhofs. Jeder Besucher darf sich ein Buch aussuchen, wenn er sich dazu bereiterklärt, fortan für das Buch zu sorgen; es zu hüten und zu pflegen wie einen Schatz.
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Auch Daniel entdeckt ein Buch für sich, den Debütroman “Der Schatten des Windes” eines scheinbar unbekannten Jungautors namens Julián Carax. Wenig später ist Daniel bereits in die Geschichte eingetaucht und Feuer und Flamme weitere von Carax’ Werke zu finden.
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Bei seinem Recherche-Streifzug durch Barcelona wird er schon bald aufmerksam beäugt und heimlich verfolgt. Denn was Daniel nicht weiß, ist, dass dieses Buch von sehr großem Interesse und mit einer dramatischen Lebensgeschichte verknüpft ist. Einer Lebensgeschichte, die schon bald mehr mit Daniels Leben zerfließt, als ihm recht ist. Plötzlich bilden Vergangenheit und Gegenwart eine Einheit. Daniels Blick wird getrübt. Wird Daniel in sein eigenes Leben zurückfinden?
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~°..”Ein Geheimnis ist soviel wert wie der, der es uns anvertraut.”(Zitat, Seite 17)..°~
~°..”Die Zeit verfliegt desto schneller, je leerer sie ist. Ein bedeutungsloses Leben saust vorbei wie ein Zug, der am eigenen Bahnhof nicht hält.”(Zitat, Seite 500)..°~
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Daniel ist am Anfang der Geschichte noch jung und naiv. Durch den Besuch auf dem Friedhof der vergessenen Bücher scheint er die ersten Schritte ins Erwachsenenleben zu bestreiten. Mit der Aufgabe, Carax’ Erstlingswerk zu behüten, überträgt ihm sein Vater einen verantwortungsvollen Job. Einen Job, der für Daniel schon bald zur Lebensaufgabe wird und die ihn mit zahlreichen Ereignissen aus der Vergangenheit und Gegenwart konfrontiert.
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Da Daniel großes Interesse an Carax’ Nachfolgeromanen hat, öffnet er unbemerkt die Tür zu einem wohlgehütetem Geheimnis. Einem Geheimnis, dass nicht nur das Leben anderer sondern auch sein eigenes stark beeinflussen wird. Es lässt ihn die erste Liebe zu einer Frau erfahren; ihn Menschen begegnen, die sein Leben wesentlich prägen und zu engen Vertrauten oder großen Rivalen werden. Er wird mit Gewalt, Hass und Korruption konfrontiert und erfährt, dass das Leben seine eigenen Pläne für uns bereit hält.
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Was mir an Zafóns Geschichte wirklich gut gefallen hat, ist die lebendige Sprache. Zafón gelingt es ohne Probleme, die Dinge lebhaft und autentisch zu zeichnen. Sowohl Protagonisten als auch der Schauplatz der Geschichte scheinen förmlich greifbar. Durch die detailgetreue Beschreibung der Umgebung fühlt man sich schon bald ins Barcelona der 50er Jahre versetzt.
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Doch was mir negativ aufstieß, war das Ausmaß an Informationen, die einem teilweise um die Ohren fliegen. Man wird zwischendurch mit derart vielen Personen, Ereignissen und Verwicklungen konfrontiert, dass man ganz schnell den Überblick verliert. An einigen Stellen im Buch verpasst man den Anschluss; muss zurückblättern, einzelne Passagen erneut lesen um wirklich alles begreifen zu können.
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Auch wenn sich zum Ende des Buches vieles aufklärt und man plötzlich den “Aha-Effekt” verspürt, der vom Autor sicherlich beabsichtigt war, hat mich dieser Aspekt im Lesefluss behindert. Die Neugier des Lesers wiederum wurde durch die vielen auftauchenden Fragezeichen von Seite um Seite angestachelt, was wiederum für eine gleichbleibende Spannung gesorgt hat, die sich wie ein roter Faden durchs Buch zog.
Zafóns “Schatten des Windes” hat mich alles im Ganzen begeistern können, wirbelt aber nur mit 4 von 5 möglichen Manuskripten durch die Barceloneser Nacht.

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Tags: barcelona, bücher, freundschaft, friedhof, leben, liebe, schicksal, tod, trauer   (9)

  

 

Der Klang der Sehnsucht
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37 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 18 Rezensionen

indien, freundschaft, musik, raga, flöte

Der Klang der Sehnsucht

Manisha Amin , Ursula Gräfe , Manisha Jolie Amin
Flexibler Einband: 309 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 09.03.2012
ISBN 9783458358213
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:  
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Das schönste Wort der Welt
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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

kinderwunsch, rom, sarajevo, liebe, freundschaft

Das schönste Wort der Welt

Margaret Mazzantini , Karin Krieger
Fester Einband: 698 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 19.08.2011
ISBN 9783832195366
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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Die Unperfekten
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201 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 25 Rezensionen

rom, zeitung, journalismus, redaktion, journalisten

Die Unperfekten

Tom Rachman , Pieke Biermann
Flexibler Einband: 394 Seiten
Erschienen bei dtv, 21.09.2010
ISBN 9783423248211
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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Der Zauber der ersten Seite
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96 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 7 Rezensionen

bücher, buchhandlung, paris, literatur, roman

Der Zauber der ersten Seite

Laurence Cossé
Fester Einband: 463 Seiten
Erschienen bei Limes Verlag, 30.08.2010
ISBN 9783809025900
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:  
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Die Bücherflüsterin
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(34)

87 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 11 Rezensionen

geister, liebe, indien, buchladen, jasmine

Die Bücherflüsterin

Anjali Banerjee , Karin Dufner
Flexibler Einband: 319 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 14.10.2011
ISBN 9783442378340
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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Die Wellentänzerin
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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

liebe, altersunterschied, maler, familie, berlin

Die Wellentänzerin

Tania Krätschmar
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.12.2011
ISBN 9783426509449
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

..Die mit den Wellen tanzt..
-
Dana von Aken steht mit ihren 44 Jahren fest im Leben. Als Mutter dreier Töchter und Kapitänin ihres eigenen Hotelschiffes, der „Drei Töchter“, ist sie eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben. Einzig der Tod ihres Mannes vor ein paar Jahren hat Wunden in ihrem Herzen und einen leeren Platz an ihrer Seite hinterlassen. Einen Platz, der zukünftig leer bleiben wird, da ist sich Dana sicher.
-
Doch als der 15 Jahre jüngere Maler Antonius auf ihrem Schiff strandet, gerät ihr Standpunkt ins Wanken. Sein Wesen verzaubert sie und lässt trotz des deutlichen Altersunterschieds Begierde und Sehnsucht in ihr auflodern. Dinge, von denen sie nicht geglaubt hätte, sie noch einmal für einen Mann verspüren zu können. Auch Antonius sucht Danas Nähe. Eine Woge der Leidenschaft führt sie zueinander und spült sie immer wieder in die Arme des anderen.
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Das Glück währt nicht lange. Als Danas Töchter die beiden im Bett erwischen, ziehen dunkle Gewitterwolken über das Hause von Aken. Ist Dana nun tatsächlich gezwungen zwischen der Liebe und ihrer Familie zu entscheiden?
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Tania Krätschmar schuf mit „Die Wellentänzerin“ eine spritzige Geschichte über die Liebe zweier Menschen, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten. Sie erzählt von einer Liebe, die unmöglich scheint und trotzdem möglich ist. Zwei völlig unterschiedliche Welten, die aufeinander prallen und nur eine Gemeinsamkeit zu haben scheinen: die Verbundenheit zum Wasser.
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„Auf der anderen Seite ist Wasser auch ein großer Gleichmacher (..) Wo das Wasser bedrohlich steigt, müssen alle seine Macht fürchten. Eine Tsunami-Welle macht keinen Unterschied zwischen arm und reich. Wo das Wasser fehlt, haben alle Durst. Ein Fluss, der durch eine Stadt geht, schert sich nicht darum, ob er durch ein teures oder runtergekommenes Viertel fließt. Und alle, die mit dem Boot auf dem Wasser unterwegs sind, werden dieselben Bedingungen vorfinden.“
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Zitat, Seite 178
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Dana ist Anfang vierzig und fest im Leben verankert. Nach dem Tod ihres Mannes sind die Töchter, ihre Mutter und ihr Kreuzfahrtschiff, die „Drei Töchter“, zu ihrem Lebensmittelpunkt geworden. An einen neuen Mann an ihrer Seite will sie nicht denken.
-
Antonius ist 29 Jahre alt und lebt nach einer gescheiterten Karriere als Lehrer ein freies und ungezwungenes Leben eines freischaffenden Künstlers. Mit seinen Bildern fängt er die Gefühle ein, die er beim Betrachten des Wassers durchlebt. Sein charismatisches Erscheinen lässt viele Frauenherzen höher schlagen. Mehr Herzen, als Antonius lieb sind.
-
Als sich die beiden das erste Mal begegnen, ist es um Beide geschehen. Während Antonius schnell bemerkt, dass Dana eine besondere Frau ist, dessen Herz er gewinnen möchte, gesteht sich Dana nur sehr schwer ihre Sehnsucht nach dem um einige Jahre jüngeren Mann ein. Sie beginnen eine leidenschaftliche Affäre, die sich schon bald zu mehr entwickelt, als es ihrem Umfeld lieb ist. Vor allem Danas Töchtern ist die Beziehung zwischen ihrer Mutter und Antonius ein Dorn im Auge. Ein Aspekt, der die Liebe von Dana und Antonius auf eine harte Bewährungsprobe stellt. Denn ihre Töchter bedeuten Dana alles. Mehr, als die Liebe zu einem anderen Mann. Für wen wird sie sich also entscheiden?
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Krätschmar gelingt es auf sehr einfühlsame und lebendige Weise dem Leser Danas Sichtweise nahezubringen. Während sie sich auf der einen Seite nach Antonius sehnt und er ihr Fels in der Brandung wird, steht sie mit ihrer Beziehung zu ihm im stetigen Konflikt mit ihren Töchtern. Antonius schenkt ihr das Gefühl, begehrt zu werden. Ihre Töchter sind ihre Familie und stehen für das Leben, dass sie sich mit ihrem verstorbenen Mann mühsam aufgebaut hat.
Neben der Liebesgeschichte schenkt die Autorin auch der Umgebung, die das Kreuzfahrtschiff während seiner Route passiert, den Raffinessen der Passagiere und der individuellen Lebensgeschichte von Danas Töchter & ihrer Mutter ihre liebevolle Aufmerksamkeit. Sie beschreibt die Dinge in sehr bunten und schillernden Farben, weshalb sie einem sehr lebendig erscheinen.
Das alles lässt „Die Wellentänzerin“ zu einer bezaubernden Geschichte werden, die damit zur perfekten Lektüre für zwischendurch wird. Auch wenn kein großer Anspruch an den Leser gestellt wird, ist die Geschichte sowohl unterhaltsam als auch abwechslungsreich. Da sie mir ein Lächeln auf die Lippen zauberte, schenke ich ihr 5 von 5 tosenden Wellen, die den Sand am Wasserufer ganz gemächlich zurück ins Gewässer spülen.
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„Zu kurz, manche Lieben. Gerade die kürzesten bleiben am Längsten im Gedächtnis. Manchmal kann man das Gute in anderen nicht sehen, weil man zu dicht dran ist. N´ bisschen wie bei Monet. (..) Stehst du direkt davor, siehste nix als Pünktchen. Erst wenn du zurücktrittst, erkennst du, was es ist.“
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Zitat, Seite 317

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Tags: affäre, altersunterschied, familie, konflikt, leidenschaft, liebe   (6)

  

 

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
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(740)

1.312 Bibliotheken, 89 Leser, 9 Gruppen, 170 Rezensionen

schweden, humor, freundschaft, elefant, atombombe

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Carl's Books, 24.08.2011
ISBN 9783570585016
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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Der Hals der Giraffe
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(101)

158 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

biologie, lehrerin, schule, evolution, ddr

Der Hals der Giraffe

Judith Schalansky
Fester Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 08.09.2011
ISBN 9783518421772
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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Das Lied vom Tun und Lassen
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(19)

40 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 18 Rezensionen

selbstmord, musik, schule, band, blog

Das Lied vom Tun und Lassen

Jan Böttcher
Fester Einband: 315 Seiten
Erschienen bei Rowohlt, 14.09.2011
ISBN 9783498006587
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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Das Labyrinth der Träumenden Bücher
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(314)

700 Bibliotheken, 21 Leser, 10 Gruppen, 74 Rezensionen

zamonien, fantasy, buchhaim, bücher, hildegunst von mythenmetz

Das Labyrinth der Träumenden Bücher

Walter Moers
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaus, A, 05.10.2011
ISBN 9783813503937
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

~°..Ein Lindwurm entdeckt das neue Buchhaim..°~
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Hildegunst von Mythenmetz is back!

Nach 200 Jahren lässt ein rätselhafter Brief den Lindwurm erneut in die Stadt der träumenden Bücher reisen. Die beeindruckende Bücherstadt, die er einst lichterloh hinter sich gelassen hat um zur vertrauten Lindwurmfeste zurückzukehren.

Durch seinen Bestseller "Die Stadt der träumenden Bücher", der von seiner jungfräulichen Reise in die Bücherstadt handelt, erlangte er Ruhm und Reichtum. Ein Aspekt, der ihn nicht nur dick sondern auch faul und überheblich hat lassen werden. Vom Orm, welches ihn einst durchfloss, ist er meilenweit entfernt, weshalb er sich im Schreiben belangloser Lektüren verliert. Einzig und allein die Leserbriefe, die ihm seine alltägliche Ration "Belobhudeltwerden" schenken, scheinen seinem Leben noch einen Sinn zu schenken.

Doch nun findet sich Mythenmetz erneut in Buchhaim wieder. Er begegnet dabei nicht nur alten Freunden, sondern entdeckt auch, dass die Stadt neu zum Leben erweckt wurde. Denn Buchhaim ist aus der Asche auferstanden und scheint nun noch mächtiger als je zuvor. Ein magischer Sog umgibt ihn, der unaufhörlich an ihm zehrt...

~°.."Ich hatte mich in Buchhaim immer schon so gefühlt, als wandelte ich durch ein illustriertes Buch, in dem sich die Bilder bewegen."(Zitat, Seite 148)..°~
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Ich wage zu behaupten, dass sowohl die Ankündigung als auch der Aufbau des neuen Moers etwas unglücklich verlaufen ist. Während die Kurzbeschreibung von "Das Labyrinth der träumenden Bücher" den Leser auf eine spannendes Abenteuer in der Unterwelt Buchhaims hoffen lässt, wird er unweigerlich am Ende des Romans vor den Kopf gestoßen. Denn Moers neuestes Werk ist lediglich der erste Teil eines Zweiteilers und das eigentliche Abenteuer beginnt erst am Ende.
Dass sich Autor und Verlag dazu entschlossen haben, die Geschichte in zwei Teile zu verpacken, finde ich nicht weiter schlimm. Schließlich ist Moers für sein Ideenreichtum bekannt und es ist für mich nicht groß verwunderlich, dass nicht alle seine Ideen auf den 432 Seiten des neuen Buches Platz gefunden haben. Doch was mich enttäuscht, ist die Handlungsweise des Autors bzw. des Verlags, dem Leser diese durchaus wichtige Information erst am Ende des Buches zu gestehen und nicht schon am Anfang der Geschichte oder noch besser, bereits bei der Ankündigung des Romans. Denn dort hätte sie sicherlich für eine völlig andere Erwartungshaltung des Lesers gesorgt und wäre Enttäuschungen geschickt vorausgeeilt. Enttäuschungen, die jetzt warscheinlich unvermeidbar sind.

"Das Labyrinth der träumenden Bücher" begegnet dem Leser wie ein etwas umfangreicherer Neugierde weckender Prolog, eine Vorgeschichte vor der eigentlichen Geschichte. Eine Art humoristisches und lebhaftes Sachbuch, das unsere Erinnerung scheinbar nicht nur auffrischen soll, sondern unser Wissen zudem um eine Fülle an Informationen bereichert. Wir begleiten den Protagonisten Hildegunst von Mythenmetz erneut nach Buchhaim. In ein neues Buchhaim. Einer Stadt, die sich nach dem großen Brand neu erfunden hat und die aus der Asche auferstanden ist. Nachdem Buchhaim am Ende von "Die Stadt der träumenden Bücher" mitsamt dem Schattenkönig in Flammen aufging, blieb von der gigantischen Bücherstadt kaum mehr als Schutt und Asche übrig. Sie war verwundet, fast vollständig zerstört und zwang seine Bewohner zu einem radikalen Neuanfang. So entstanden neue Kulturen & Lebensstile, neue kulturelle Einrichtungen und neue Bewegungen. Kurzum eine neue Epoche. Eine Epoche, die literarisch sehr viel zu Tage brachte und das Stadtbild sichtbar prägte. Neue Viertel entstanden, die Architektur der Häuser veränderte sich und neue Arbeitsfelder wurden geschaffen. Neuerdings trifft Mythenmetz in der gesamten Stadt auf Puppentheater. Puppentheater jeglicher Art, bei denen der Fantasie des Betriebers keine Grenzen gesetzt sind. Das Puppaecircus Maximus soll dabei als das größte und beeindruckenste Theater aus dem Stadtbild herausragen. Hier werden die Werke der bedeutendsten Schriftsteller visuell wie akustisch in Szene gesetzt um sie den Bewohnern jeglicher Alterstufen nahe zu bringen. Auch Mythenmetz Werk "Die Stadt der träumenden Bücher" findet hier seine ehrenvolle und atemberaubende Inszenierung. Sie begegnet einem wie eine Ode an die Stadt und Mythenmetz zugleich.

Ohne zu viel vorweg zu nehmen, sei erwähnt, dass Moers neuestes Werk definitv seine Längen hat. Mythenmetz nimmt von seinem bereits aus "Die Stadt der träumenden Bücher" bekannten Stilmittel, der Mythenmetzschen Abschweifung, erneut Gebrauch und nutzt sie bis ins schier Unermässliche. Sie raubt einem oft den Atem und stellt die Geduld des Lesers auf eine harte Probe. Doch ein Moers wäre kein Moers ohne dieses eigens kreierte Stilmittel. Keine Abschweifung ist amüsanter, kreativer oder unterhaltender als die von Moers. Ein Moers ist eben nicht bescheiden oder gar wortkarg. Seine Neigung auszuschweifen ist allgegenwärtig. Sie gehört zu ihm wie das täglich Bort und könnte fast schon als eine seiner prägnantesten schriftstellerischen Charaktereigenschaften bezeichnet werden.

Auch wenn Moers in "Das Labyrinth der träumenden Bücher" wieder mal mit neuen Begriffen, Wesen und Szenerien jongliert, als hätte er die Raffiniertesten eigens für sich gepachtet, gelingt es ihm nicht, mich auf derartig enthustiastische Art und Weise zu begeistern, wie es ihm mit dem Vorgänger gelungen ist. Was dafür fehlte, war ein Hauch Gefahr, eine Prise Abentuer und eine Pipette Spannung. Doch der zweite Teil lässt mich auf derartiges hoffen und daher ergattert "Das Labyrinth der träumenden Bücher" gnädige 4 von 5 stolzierenden Unterwasser-Marionetten für sich.

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Tags: buchhaim, fantasie, kreativität, moers, mythenmetz, zamonien   (6)

  

 

Der Schwimmer
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(23)

43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

ungarn, familie, familiengeschichte, roman, reisen

Der Schwimmer

Zsuzsa Bánk
Fester Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Fischer (S.), Frankfurt, 01.03.2003
ISBN 9783100052209
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:  
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Das Buch der Kinder
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(6)

30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

england, fabier, london, sozialismus, geschwister

Das Buch der Kinder

A.S. Byatt , Melanie Walz
Fester Einband: 894 Seiten
Erschienen bei Fischer, S, 08.09.2011
ISBN 9783100044174
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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Die Melonen des Monsieur Dumas
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(2)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

frankreich, von a-z, reiseführer, humor, provence

Die Melonen des Monsieur Dumas

Peter Mayle , Ursula Bischoff
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blessing, Karl, 31.03.2008
ISBN 9783896673404
Genre: Sonstiges

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Der Junge im gestreiften Pyjama
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833 Bibliotheken, 4 Leser, 7 Gruppen, 123 Rezensionen

freundschaft, auschwitz, nationalsozialismus, konzentrationslager, kz

Der Junge im gestreiften Pyjama

John Boyne , Brigitte Jakobeit (Übers.)
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 27.07.2007
ISBN 9783596852284
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

~°..Der Inhalt..°~
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Bruno ist neun als er sein gemütliches Zuhause, seine besten Freunde und das Gewusel der Berliner Innenstadt für ein Leben in einem hässlichen Haus mitten im tristen Nirgendwo zurücklassen muss. Noch ahnt er nicht, welche schrecklichen Dinge im Land vor sich gehen und trauert daher vielmehr um seine Spielkameraden und die Großeltern in Berlin.
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Eines Tages trifft er am nahe gelegenen Drahtzaun einen Jungen namens Schmuel. Ein seltsamer Junge, der nicht nur abgemagert ist, sondern auch wie all die anderen Menschen auf der anderen Zaunseite einen gestreiften Pyjama trägt. Was Bruno anfangs als spielerische Entdeckungsreise ansieht, wird für ihn bald zu einer Reise in die Realität. Einer Realität, die Bruno brutal einholt und zu der er längst unwissentlich gehört.
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~°..”Seine Füße trugen ihn Schritt für Schritt näher zu dem Punkt in der Ferne, der zwischenzeitlich ein Fleck geworden war und langsam alle Anzeichen aufwies, sich in einen Klacks zu verwandeln. Und kurz darauf wurde der Klacks ein Schemen. Und als Bruno noch näher kam, sah er, dass das Ding weder ein Punkt noch ein Fleck noch ein Klacks noch ein Schemen war, sondern ein Mensch. Genau genommen war es ein Junge.”(Zitat , Seite 132)..°~
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“(..)Über den Holocaust zu schreiben ist eine umstrittene Angelegenheit, und jeder Schriftsteller, der sich mit dem Thema befasst, sollte sich seiner Absichten sehr bewusst sein, bevor er zu schreiben beginnt. Es ist vermessen anzunehmen, dass die Schrecken der Konzentrationslager aus heutiger Sicht wirklich begreifbar wären, und dennoch ist es die Pflicht eines jeden Autors, innerhalb dieser Landschaft des Grauens möglichst viel emotionale Wahrheit zu zeigen.
Beim Schreiben und Überarbeiten des Buches war ich überzeugt, dass es für mich nur einen respektvollen Weg gibt, mich dem Thema zu nähern: durch die Augen eines Kindes(..)”
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Auszug aus dem Nachwort des Autors
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John Boynes Werk sollte Pflichtprogramm an deutschen Schulen werden. Denn obwohl “Der Junge im gestreiften Pyjama” als eine Fabel gilt, verrät uns seine Geschichte viel mehr von der Vergangenheit unseres Landes als man anfangs annimmt.
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Boyne gelingt es auf spielerische Art und Weise nichts und zugleich “die Welt” zu erzählen. Er schürt die Fantasie des Lesers, verleiht den scheinbar unbedeutenden und leisen Zeilen so viel Stimme und schenkt ihnen Nachdruck. Er konfrontiert uns mit der Vergangenheit und übermittelt uns die Wahrheit, die viele vielleicht nicht mehr hören wollen, weil sie die Geschichten des Holocausts über haben, übersättigt sind von den vielen Eindrücken oder gänzlich geschockt von der Brutalität vieler unserer Vorfahren.
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Und dennoch kann man sich dem Sog der Geschichte nicht entziehen. Durch Bruno führt Boyne den Leser auf eine so naive und kindliche Art und Weise an die Ereignisse des Holocausts heran, dass sie einen noch tiefer berühren, als es vielen anderen Bücher je gelingen wird.

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Tags: familie, hitler, holocaust, konzentrationslager, krieg, leben   (6)

  

 

Der Geschmack von Apfelkernen
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familie, liebe, vergessen, tod, erinnerungen

Der Geschmack von Apfelkernen

Katharina Hagena
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 25.02.2008
ISBN 9783462039702
Genre: Unterhaltungsliteratur

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Das Lächeln der Frauen
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paris, liebe, restaurant, buch, lektor

Das Lächeln der Frauen

Nicolas Barreau , Sophie Scherrer
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Thiele & Brandstätter Verlag, 22.10.2010
ISBN 9783851791440
Genre: Gegenwartsliteratur

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Das ferne Land
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sub, leukämie

Das ferne Land

Michael Baron , Edith Beleites
Fester Einband: 331 Seiten
Erschienen bei Eichborn, 01.07.2007
ISBN 9783821872025
Genre: Gegenwartsliteratur

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Deine Seele in mir
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liebe, autismus, wiedergeburt, amy, freundschaft

Deine Seele in mir

Susanna Ernst
E-Buch Text: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 08.07.2011
ISBN B005CHH4B4
Genre: Unterhaltungsliteratur

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Das Landei
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liebe, stadt, heimat, freundschaft, land

Das Landei

Florian Beckerhoff
Flexibler Einband: 251 Seiten
Erschienen bei List, Paul, 07.06.2011
ISBN 9783471350447
Genre: Gegenwartsliteratur

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Das Glück fährt Taxi
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liebe, freundschaft, taxi, leben, gefühl

Das Glück fährt Taxi

Rosita Hoppe
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Aaronis Collection, 28.06.2010
ISBN 9783936524147
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

~Story~
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Carly ist jung, gutaussehend und erfolgreich. Mit dem Erbe ihrer verstorbenen Tante hat sie einen Laden mit exklusiver Kleidung namens „Boutique Carlotta“ eröffnet, der bei den Anwohnern schnell Anklang gefunden hat. Jeden Mittwoch Abend trifft sie sich mit ihren Freundinnen Nadine und Jenni bei Luigi, ihrem Lieblingsitaliener in der „Pizzeria Roma“. Doch wirklich viel tut sich sonst in Carlys Privatleben nicht. Seit der schmerzhaften Trennung von Tom, der sie gnadenlos ausgenommen hat, ist sich Carly sicher, dass sie auch ohne Mann ganz gut klarkommt und distanziert sich aus Angst, wieder verletzt zu werden, von den Männern. Ihre Freundinnen wollen nicht tatenlos zusehen und stellen sie kurzerhand vor die Wahl: entweder sie nimmt das Ruder selbst in die Hand oder sie übernehmen es. Doch was sie alle nicht ahnen können, ist, dass das Schicksal durch einen Taxifahrer namens Philipp längst zugeschlagen hat…
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~Meine Meinung~
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Rosita Hoppes zweiter Roman „Das Glück fährt Taxi“ ist eine kurze unterhaltsame Liebesgeschichte. Carly nimmt die Rolle der enttäuschten jungen Frau ein, die in der Vergangenheit leider nicht viel Glück mit Männern hatte. Als sie es am wenigsten erwartet, schlägt das Schicksal zu und der Taxifahrer Philipp düst in ihr Leben. Carly, die sich ihm gegenüber anfangs noch sehr skeptisch und zickig verhält, merkt schon bald, dass auch sie Gefallen an ihm findet. Es beginnt ein witziges und unterhaltsames Durcheinander, worin die beiden in ein Fettnäpfchen nach dem anderen treten und irgendwie nicht zueinander finden. Als ihr Exfreund Tom auftaucht, ist das ganze Chaos perfekt. Eine Wendung, die zum Schluss hin noch etwas Abwechslung in Hoppes Geschichte bringt. Generell ist die Handlung des Romans relativ vorhersehbar, auch wenn es der Autorin gelungen ist, sie durch erotische Fantasien und witzige Nuancen zu würzen. Manche Dialoge waren meines Erachtens etwas zu kitschig und erinnerten mich mehr an einen Rosamunde Pilcher als an einen der wenigen Liebesromane, die mich in der Vergangheit emotional mitreißen konnten. Auch wenn es mit leid tut, dass zu sagen, aber das scheint nun mal nicht jeder Autorin zu gelingen. Hoppes Stil las sich trotz alledem sehr flüssig und ich war innerhalb weniger Stunden am Ende des Buches angelangt. Ein Aspekt, der dem Roman zu 3 von 5 vorbeidüsenden Taxis verhilft.

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Tags: freundschaft, leben, liebe, schicksal   (4)

  

 
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