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Wo samstags immer Sonntag ist
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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

israel, deutsche, liebe, wg, juden

Wo samstags immer Sonntag ist

Markus Flohr
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Kindler, 01.01.2011
ISBN 9783463405919
Genre: Sonstiges

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Wunschkonzert
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(83)

143 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 23 Rezensionen

liebe, musik, wunschkonzert, hamburg, jan sievers

Wunschkonzert

Anne Hertz
Flexibler Einband: 378 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 22.09.2011
ISBN 9783426652718
Genre: Gegenwartsliteratur

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Winterwelt
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(31)

66 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

winter, elfen, fantasy, liebe, zwerge

Winterwelt

Nicole Stoye
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Stoye, Nicole, 15.10.2010
ISBN 9783000321344
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

~°.."Wenn jene sich von einem fern halten, den sie lieben und spitze Ohren anderen Angst machen, wenn man daheim eine Fremde und die eigene Heimat einem nicht vertraut ist, wenn Schmetterlinge flüstern und Schneeengel zum Tanz auffordern, dann verschwimmen die Grenzen zwischen dieser und jener Welt und Du bist mittendrin."(Zitat, Klappentext)..°~
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Arrow genießt eine wohlbehütete Kindheit in Elm Tree, einem kleinen verschneiten Dorf mitten im Nirgendwo. Bei ihren Freunden Linda, Lizzy, Robert und Adam ist sie für ihre eigene und magische Art bekannt. Schnell haben sie gemerkt, dass auf Arrow und ihrer Familie ein gewisser Zauber liegt, den sie jedoch auf Arrows Wunsch hin, zu keiner Zeit hinterfragen. Ihr geliebter Vater Melchior und ihr Halbbruder Dewayne sind das ganze Jahr über auf Reisen. Wo ihre Reisen sie hinführen, weiß sie nicht. Alles was für sie zählt, ist, dass sie an Weihnachten, dem Fest der Liebe, wieder alle glücklich beieinander sind.
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Anne, die gute Seele des Hauses sorgt sich liebevoll um Arrow. Neben ihren Freunden ist sie Arrows Bezugsperson, quasi ein Teil der Familie. Die monatelange Abwesendheit ihres Vaters und Halbbruders machen Arrow schwer zu schaffen. Irgendwie fühlt sie sich alleine gelassen. Sie nutzt daher jede erdenkliche Minute, die sie im Freien sein kann und Anne duldet es. Gemeinsam mit ihren Freunden tobt Arrow dort ausgelassen durch den Schnee, fängt Schneeflocken ein, tanzt durch die glitzernd weiße Schneelandschaft und kann einfach sie selbst sein - so herrlich normal sein.
Bei ihren Erkundungstouren treffen sie auch auf den nicht weit von Elm Tree entfernten Wald, dem geheimen Wald. Er soll magische und düstere Wesen beherbergen und der Zutritt ist ihnen deshalb strengstens verboten. Es heißt, er sei gefährlich. Doch gefährliche Dinge locken.
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Nachts stiehlt sich Arrow in die geheime Bibliothek mit den verbotenen Büchern ihres Vaters. Auch sie sind ihr verboten - doch der Verstoß, sie trotzdem zu lesen, scheint ihr weniger schlimm als den geheimen Wald zu betreten. Doch auch durch das Lesen bleiben viele Fragen offen - zu viele?!
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Eines Winters bittet ihr Vater Melchior sie, ihn in den geheimen Wald zu begleiten. Arrow ist verwundert und neugierig zugleich. Als sie ihr Haus hinter sich lassen, stürzt es zusammen. Ein letzter Blick zurück lässt Arrow eine Ruine erblicken. Es scheint, als wären sie nie dort gewesen. Ist es real oder träumt sie nur? Als sie realisiert, dass es tatsächlich passiert ist sie geschockt. Was war hier los? Doch für Fragen ist keine Zeit. "Später..", sagt der Vater, "..später wirst du alles verstehen."...
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~°.."Zwischen den dicken Schwaden wurden Umrisse von Bäumen erkennbar und die Luft war gefüllt mit dem süßen Duft von Sommer. Jeder Atemzug schmeckte nach Äpfeln, Orangen und Raps, gemischt mit einer Prise von Moos und Pilzen. (Zitat, Seite 72)..°~
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Nicole Bulgrins Geschichte hat mich vom ersten Augenblick an in seinen Bann gezogen. "Winterwelt" hat mich zugegeben unerwartet vom Hocker gerissen, mich stets aufs Neueste überrascht, mich entzückt, mich geschockt, mich unterhalten.
In manchen Momenten hat Bulgrin mich verzaubert. Sie hat mir kalte Schneeflocken ins Gesicht gewirbelt und mir warme sommerliche Düfte um die Nase wehen lassen. Sie ließ magische Wesen an mir vorbeitänzeln und offenbarte mir Blicke auf satte und blühende Wiesen, auf glitzernd weiße Scheneelandschaften oder verschnörkelte Schlösser. Wie ein wahr gewordenes Märchen und doch nicht real?! Plötzlich war alles Schein. Düstere Wesen kamen, kratzten an der Tür, setzten sich mit ihren schaurigen Klängen in meinen Gliedern fest, verbreiteten Angst und Schrecken, machten Alpträume wahr. Eine Hölle auf Erden. Real oder Schein? Plötzlich verschwamm alles. Ich war selbst dort, musste mich orientieren, wandelte mit Arrow verwirrt umher. Wir wurden Weggefährten.
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Bulgrin hat mich ihrem Einfallsreichtum geplättet. Sie offenbarte mir eine derartige Fülle an mystischen und zauberhaften Wesen, welche mir gänzlich unbekannt waren, dass mir anfangs der Kopf brummte. Sie orientierte sich an Sagen und Mythen, an Märchen wie Schauergeschichten und entwickelte daraus ihren ganz eigenen Stil. Ihre eigene fantastische Geschichte. Winterwelt.
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Arrow, die mir anfangs als junges naives Mädchen begegnete verabschiedete sich am Ende der Geschichte als junge Frau. Bulgrin ließ mich ihre Entwicklung miterleben. Sie wachsen, verzweifeln, weinen, lachen, lieben. All die liebevollen und schaurigen Begegnungen während ihrer Reise haben mich begeistert. Kapitel für Kapitel häuften sich Fragen, Kapitel für Kapitel kamen Antworten. Doch die Entwicklungen und Offenbarungen waren geschickt eingefädelt, ließen mich oft im Ungewissen, machten mich neugierig, ließen die Spannung steigen und Hoffnungen zum Leben erwecken. Die Spannung riss nie ab, zog sich gleichmäßig durchs Buch bis zum Ende.
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Ausgenommen das Ende fand ich zu endgültig, zu abgeschlossen, zu wenig Cliffhanger für ein Auftakt einer Trilogie. Irgendwie hätte ich mir mehr offengebliebene Fragen gewünscht, denen sich erst im nächsten Band angenommen wird. Doch vielleicht ist das auch nur Geschmackssache und der Abschluss steht für den Abschluss einer Episode - ein Lebensabschnitt von Arrow. Also durchaus passend und genau richtig! Bulgrins Einfallsreichtum bekommt von mir 4 von 5 zauberhaften Elfenwesen.

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Tags: arrow, elm treee, fantasie, magie, sommer, winter, winterwelt   (7)

  

 

Wasser für die Elefanten
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(279)

478 Bibliotheken, 7 Leser, 7 Gruppen, 65 Rezensionen

zirkus, liebe, elefant, amerika, tierarzt

Wasser für die Elefanten

Sara Gruen , Eva Kemper
Fester Einband: 396 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 21.02.2008
ISBN 9783832180263
Genre: Zeitgenössische Literatur

Rezension:

~Die Story~

Jacob Jankowski ist mit seinen 93 Jahren in die Jahre gekommen. Seine Haut ist zerfurcht und faltig, sein Gang holprig und unbeholfen. Auf die Menschen macht er mittlerweile einen verstörten und nahezu unbeholfenen Eindruck. Doch seine Gedanken sind klar, klarer als irgendwer vermutet. So führen sie ihn nicht allzu selten zu seinen „Glanzzeiten“ zurück, in denen er sich wiegt und in den Erinnerungen schwelgt.

70 Jahre zurück in der Vergangenheit: Jakob ist jung und steht kurz vor seinem Abschluss als Veterinärmediziner an der Elite-Universität Cornell. Schon bald soll er die Tierarzt-Praxis seines Vaters übernehmen und in seine Fußstapfen treten. Eigentlich.

Denn wie sooft kommt alles anders. Jacobs Eltern verunglücken bei einem Autounfall tödlich und der junge Jacob steht vor den Trümmern ihres bescheidenen Lebens. Kurz vor seiner Abschlussprüfung sieht Jacob rot. Der Tod seiner Eltern reißt ihn völlig aus den Bahnen, er verheddert sich in Melancholie und Trauer. Also sieht er nur einen Ausweg: er muss weg.

Er springt bei völliger Dunkelheit auf einen vorbeifahrenden Zug ohne zu bemerken, dass er dabei das Ticket zu einem ganz anderen und ganz eigenem Leben zieht: dem Leben beim Zirkus. Denn der Zug ist kein Güterwagen sondern „Benzinis spektakulärste Show der Welt“. Onkel Als rollender Wanderzirkus, der mithilfe einer Eisenbahn von Ort zu Ort tuckert um die Menschen an den unterschiedlichsten Orten der Welt zu unterhalten.

Hier begegnet Jakob nicht nur einer Menge von beeindruckenden Menschen und Tieren sondern auch der Liebe seines Lebens:
Marlena – Kunstreiterin, Juwel der Show und Ehefrau des schizophrenen Dompteurs August.

Eine Begegnung, die nicht nur ohne Folgen bleiben sondern auch Auslöser für eine Tragödie werden soll...

~Meine Meinung~

Sara Gruens Stil ist vielseitig. Während sie das Wesen von Tieren und Menschen einfühlsam und liebevoll beschreibt nennt sie andere brutale Dinge oft beim Namen: ihre Beschreibung ist unverblühmt und von derart authentischem Maße, dass man meinen könnte, man stehe direkt daneben.
Diese Mischung verschafft dem Stil eine einzigartige und besondere Note. Sie macht ihn mitreissend und lässt die Spannung nicht weichen.

Die Autorin entschied sich für einen stetigen Zeitenwechsel innerhalb des Buches. So ermöglicht sie dem Leser an Jakobs Leben zu unterschiedlichen Zeitpunkten teilzuhaben.
Wir begegnen ihm mit 93 Jahren – alt und „scheinbar verdattert“ in einem Altenheim sitzend, wo er auf sein bisheriges Leben wehmütig zurückblickt und über die Ausweglosigkeit seines Alltags verzweifelt.

Bevor Jakob zu Onkel Al´s Zirkus kommt ist er noch unreif. Mit seinen jungen 23 Jahren hat er kaum eine Vorstellung vom Leben, geschweige denn von Sex, der Liebe oder seinen Bedürfnissen. Wir dürfen ihm bei seinem Reifeprozess beobachten und sehen wie aus dem Jungen ein stattlicher Mann heranwächst.
Die Begegnung mit Marlena, der Kunstreiterin, wird für Jakob von besonderer Bedeutung, weil er irgendwann bemerkt, dass er von ihr nicht nur fasziniert ist sondern sich in sie verliebt hat. Ihr schizophrener Ehemann, der Dompteur der Show ist eine gewaltige Erscheinung, die nicht nur Marlena sondern auch den Leser mit all seinen Fazetten zu täuschen weiß.

Zudem bekommt der Leser einen sehr guten Eindruck von den Besonderheiten innerhalb eines Zirkusses. Es geht dabei nicht nur um die Abläufe hinter der Menagerie oder dem Alltag der Zirkusbewohner und seinen Tieren sondern auch um den Unterschied der verschiedenen Menschengruppen innerhalb des Zirkusses. Wie auch unsere Gesellschaft von verschiedenen Schichten geprägt ist, werden innerhalb des Zirkusvolks krasse Unterschiede gesetzt. Während der Eine sich in seinem eigenen Privatwaggon ein Glas edlen Whiskey gönnt kann der Andere wiederum sich schon glücklich schätzen, wenn er im Stall bei den Tieren schlafen darf.

Die Geschichte erzählt uns viele kleine Geschichten, die sich wie einzelne Puzzleteile zusammensetzen und irgendwann ein großes Ganzes ergeben. Die Schicksale einiger Zirkusbewohner treffen den Leser oft wie ein Schlag ins Gesicht. Aufgrund der Vielseitigkeit der Geschichte, ist die Liebe, die zwischen Jakob und Marlena irgendwann entflammt zwar Kernpunkt der Geschichte, welcher sich wie ein roter Faden durchs Buch zieht, jedoch wird er stets von vielen nicht unwichtigen Geschichten anderer Protagonisten begleitet. Sicherlich weiß man schon zu Beginn, dass Jakob und Marlena füreinander bestimmt sind, all die anderen Wendungen und Verläufe sind jedoch nicht vorhersehbar und lassen die Spannung immer wieder aufs Neue steigen. So schenkte mir Sara Gruen ein paar sehr unterhaltende Stunden und ich werde mich ganz sicherlich noch von der momentan laufenden Verfilumg des Romans zu einem Besuch ins Kino bewegen.

  (19)
Tags: elefant, erwachsenwerden, gewalt, kunstreiterin, leben, liebe, zirkus   (7)

  

 

Wenn nicht jetzt, wann dann?
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(38)

58 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

liebe, freundschaft, hochzeit, astrid ruppert, roman

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Astrid Ruppert
Fester Einband: 386 Seiten
Erschienen bei Schroeder, Marion von, in Ullstein Buchverlage GmbH, 11.03.2011
ISBN 9783547711721
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

~Die Story~

Annemie, Liz und Nina. 3 unterschiedliche Frauen, 3 unterschiedliche Leben.

Annemie Hummel ist fast 60 und meint, ihr Leben sei vorbei. Doch es fängt gerade erst an spannend zu werden, als ihre Nachbarin dringlichst auf ihre Hilfe angewiesen ist.
Ihr wird bewusst, dass sie das Leben, was sie hinter sich gelassen hat, nie wirklich gelebt hat. Es ist vielmehr an ihr vorbeigerauscht - all ihre Träume, ihre Sehnsüchte & ihre Ziele. Sie hat es stets versucht allen recht zu machen und ihre Wünsche immer zurückgesteckt.

Liz Baumgarten ist Anfang 20 und ein gebranntes Kind. Als sie ihre beste Freundin mit ihrem Verlobten im Bett erwischt, kann sie nicht glauben, dass eine derartig lächerliche Situation gerade ihr passiert. Sie beschließt, sich nie wieder auf etwas derartiges wie Liebe einzulassen. Ihre für sich selbst geplante Hochzeit verkauft sie und gründet in diesem Zug eine eigene Agentur die Hochzeiten ausrichtet.

Nina Winter ist Anfang 20 und aus reichem Haus. Sie verliert früh ihre Mutter. Doch damit niemand ihren Schmerz und den Verlust bemerkt, hat sie gelernt in eine andere Rolle zu schlüpfen. Zielstrebig, erfolgreich, geradlinig - das ist das Bild, welches sie anderen offenbart. Und jetzt wird sie heiraten - schon bald!

Und plötzlich kreuzen sich die Wege dieser drei Frauen. Und alles verläuft ganz anders als geplant...

~Meine Meinung~

Eine wunderschöne Geschichte, die die Lust auf den Frühling und die ersten Sonnenstrahlen stärker werden lässt. Manche der Zeilen flattern vorbei wie ein Schmetterling, lassen sie sich nur kurz nieder um Luft zu holen um dann weiter in die Welt hinauszufliegen. Sie bewirken jedoch ganz unauffällig einen nachhaltigen Effekt beim Leser, lassen ihn nachdenklich werden und über seine eigenen Träume philosophieren.

Die junge Liz ist mir auf Anhieb sympathisch. Sie wird von der Autorin als sehr lebendig, farbenfroh und herrlich chaotisch beschrieben. Sie gleicht einer Beschreibung von Mary Poppins, die einen gewissen Zauber & Charme in die Geschichte einhaucht. Der Enthusiasmus, den Liz am Anfang der Geschichte besitzt, steckt einen nahezu an und scheint sich auf den Leser zu übertragen. Doch auch die zweifelnde und nachdenkliche Seite von Liz geht mir ans Herz, packt sie den Realismus des Lebens direkt an den Haaren.

Annemie ist eine ältere Dame, wie wir uns alle eine Oma wünschen. Fürsorglich, ummutternd, herzlich. Die kleinen Marotten, die sie sich im Verlaufe ihres Lebens angeeignet hat, machen sie nur noch liebenswürdiger. Man leidet mit ihr, versteht warum sie die Routine als Stütze in ihrem Leben braucht. Die Herausforderung Liz im Laden zu vertreten offenbart sich als Geschenk des Himmels, denn an ihr wächst sie nicht nur sondern entdeckt sich selbst.

Nina Winter erinnert mich fast ein bisschen an mich selbst. Sie scheint genau zu wissen wo sie hin und was sie erreichen will. Die harte Schale offenbart jedoch im Verlaufe der Geschichte immer mehr von dem weichen Kern in ihrem Innern.

Der Weg, für den sich die Autorin entschieden hat, diese Menschen einander kennenlernen zu lassen, gefällt mir auf Anhieb. Er ist scheinbar unauffälig und wirkt dadurch so besonders. Man bemerkt mit der Zeit, wie immer mehr Menschen Teil der Geschichte werden und sich wie Puzzleteile aneinandersetzen. Die Geschichte wird durch ihre vielen Wendungen und Ereignisse sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Ist die Entwicklung der einzelnen Situation nicht immer vorhersehbar und doch irgendwie naheliegend. Die Autorin spielt förmlich mit uns: wie wirbelt unsere Gedanken durcheinander und lässt unserer Fantasie freien Lauf. Einfach wunderbar und keineswegs kitschig oder abgedroschen!

  (13)
Tags: freundschaft, hochzeit, leben, liebe, trauer   (5)

  

 

Wir sind die Könige von Colorado
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70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

ranch, pferde, colorado, erziehungsanstalt, gewalt

Wir sind die Könige von Colorado

David E. Hilton
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Arche, 01.03.2011
ISBN 9783716026472
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

~Die Story~

Es ist der Sommer 1963. Ein Sommer, der alles verändert.

William Sheppard, auch Will genannt, ist 13 Jahre alt und eigentlich noch ein Kind. Sein Alltag zuhause ist geprägt von den gewaltsamen Schlägen und Demüdigungen seines Vaters. Als der sich wiederholt gegen seine Mutter richtet, entscheidet sich Will unbeholfen zu einer verzweifelten Tat: Er sticht zu. Für seine Mutter, für ihn - für das Ende eines Alptraums!

Doch sein Vater überlebt!

Will wird zu 2 Jahren Strafe auf einer Erziehungsanstalt in Colorado verurteilt. Gemeinsam mit anderen straffälligen Jugendlichen soll er dort seine "gerechte" Strafe aussitzen. Ein Einzug in eine noch dunklere Hölle!
Es beginnen 24 Monate, die ihm zu einem noch schlimmeren Alptraum werden sollen, als er bis dahin vermutet. Denn auf der abgelegenen Erziehungsanstalt in Colorado passieren weit dramatischere Dinge als das Abrichten von Wildpferden.

In Benny, Coop und Mickey findet er Verbündete. Sie werden zu seinen Freunden.

Es scheint, als könnten sie gemeinsam alles sein. Auch Könige, die Könige von Colorado.

~Meine Meinung~

Zugegeben, David E. Hiltons Geschichte hat mich an meine persönlichen Grenzen stoßen lassen. Sie ist derart erschreckend und gewaltsam, dass ich mich an einigen Stellen zusammenreißen musste, weiter zu lesen. Bereits auf den ersten Seiten wurde ich von Hilton auf eine harte Probe gestellt, in der er mir das dramatische Ableben eines Pferdes beschrieb. Eine Sache, die zu dem Entschluss weiter zu lesen, nicht unbedingt beigetragen hat.

Die Dinge, die in der Geschichte passieren, sind oft brutal. Wirklich brutal. Hilton nennt sie unverblühmt beim Namen. Oft schüttelte ich mich vor Ekel und Entsetzen, musste einige Sekunden in mich gehen, damit das Kopfkino welches sich unweigerlich vor meinen Augen abspielte wieder abflachte. Ja, ich hab gekämpft!

Jedoch, und das muss man Hilton wirklich zu Gute halten, erzählte er mir auch eine wunderbare rührende Geschichte von Freundschaft und vom Leben. Von einem Leben, welches sich erschreckenderweise wirklich so ereignen kann.
Hilton hat mir eines sehr deutlich gemacht. Ein einziger Moment oder eine einzige Tat kann tatsächlich alles verändern - dein gesamtes restliches Leben. Unser aller Leben ist geprägt von schier unerträglichen und wahnsinnig schönen Momenten. In "Wir sind die Könige von Colorado" zeigte mir Hilton, dass ganz kleine Dinge, die uns oft alltäglich erscheinen und von uns nicht selten für selbstverständlich genommen werden, alles bedeuten können. Für Will waren diese Momente Rettungsanker. Rettungsanker auf einer qualvollen Reise.

Hilton hat mich entsetzt und gebannt zugleich. Seine Schreibstil ist fesselnd, ausschmückend und irgendwie grandios. Trotz aller Qualen, die er mir aufgezeigt hat, hat er mich in meinem Entschluss gestärkt, auch seinen nächsten Roman zu lesen. Ich kann nur hoffen, dass dieser einfach ein bisschen harmloser wird!!

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Tags: colorado, freundschaft, gewalt, leben, tod, wildpferde   (6)

  

 

Warnschuss
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(32)

67 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

richter, verschwörung, thriller, mord, sandra brown

Warnschuss

Sandra Brown , Christoph Göhler
Fester Einband: 510 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 07.01.2009
ISBN 9783764503079
Genre: Krimi & Thriller

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Wüstenmond
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(2)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

gesellschaft, wüste, tuareg, liebesgeschichte

Wüstenmond

Federica de Cesco
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag
ISBN 9783442368686
Genre: Sonstiges

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Wine - just a drink
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(4)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

wein, essen, rotwein, winzer, spanien

Wine - just a drink

Matt Skinner , Chris Terry
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Gräfe & Unzer
ISBN 9783774273955
Genre: Ratgeber

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