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Dark Queen - Schwarze Seele, schneeweißes Herz
LOVELYBOOKS-Statistik

(179)

373 Bibliotheken, 2 Leser, 6 Gruppen, 114 Rezensionen

dystopie, königin, liebe, sprachen, fantasy

Dark Queen - Schwarze Seele, schneeweißes Herz

Kimberly Derting , Tanja Ohlsen , Ugla Huld Hauksdóttir
Fester Einband: 362 Seiten
Erschienen bei Egmont Ink, 06.03.2012
ISBN 9783863960179
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

In Dark Queen hat Kimberly Derting eine Zukunftsvision erschaffen, in der die verschiedenen Klassen der Menschen durch Sprachbarrieren bewusst von einander getrennt werden.
Doch die junge Kaufmannstochter Charly versteht sie alle. Das ist mehr Fluch als Segen, so wird man schnell von der Königin exekutiert, sollte man auch nur einen gesellschaftlich höher gestellten Menschen beim sprechen ansehen.
Charly muss ihr Können also verbergen. Sogar vor ihre besten Freundin Brook.
Doch eines Tages, die Rebellen stehen vor den Toren der Stadt, trifft Charly zusammen mit Brook auf 3 junge Männer, deren Sprache sie noch nie gehört hat.
Wer sind diese Männer?
Und Max einer der Männer scheint sie sehr, sehr interessant zu finden!

Die Welt in Dark Queen hat mir gut gefallen. Sie ist hervorragend ausgearbeitet und interessant gestaltet.
Auch der Gedanke, die versch. Klassen durch sprachliche Unterschiede abzugrenzen gefällt mir sehr.
Wer eine reine Dystopie erwartet, wird, zumindest ein wenig, enttäuscht. So gibt es in dem Königreich auch fantastische Elemente.
Eine Herrscherin hat nämlich magische Kräfte. Daher muss immer eine Frau aus dem Königsgeschlecht auf den Thron.

Charly ist eine sympathische Hauptfigur, die in den meisten Handlungen nachzuvollziehen ist.
Auch Brook, Angelina, Max und die anderen sind gut dargestellt.
Der Lesefluss ist wirklich schnell und flüssig. Hat man einmal rein gefunden, geht’s wie in einem Rutsch.
Ein Manko gibt es allerdings. Kimberly Derting deutet, für meinen Geschmack, viel zu viel an. Alles was auch nur ansatzweise hätte überraschen können, wird im Vorfeld so oft durch Andeutungen bestätigt, dass es, bis auf eine Sache, in dem Buch keine schockierenden oder überraschenden Wendungen für mich gab.
Zudem ist das Ende (von dem ich natürlich nichts verraten werde) für meinen Geschmack viel zu aprubt und schnell abgehakt.
Die ersten 3/4 des Buches sind, bis auf die ganzen Andeutungen gut geschrieben und wissen auf ihre Weise zu überzeugen. Es kommt Spannung auf und der Leser möchte wissen wie es weitergeht.
Das letzte 1/4 ist dann nicht mehr ganz so schön. Daraus hätte man wirklich mehr machen können.
Aber lest selbst.

Alles in allem finde ich das Buch ganz gelungen. Das Ende hinterlässt allerdings einen kleinen faden Beigeschmack.
Zudem habe ich mich nie wirklich in das Buch gesogen gefühlt (wenn ihr wisst was ich meine), sondern immer nur als Zuschauer am Rand gesehen.
Konnte also nicht richtig mitfühlen.
Daher der 1 Sterne Abzug.

Das Buch ist für jeden der Dystopien mag und auch nichts gegen ein bisschen Magie bei der Sache hat.

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Du denkst, du weißt, wer ich bin
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(77)

206 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 59 Rezensionen

freundschaft, thriller, liebe, manipulation, selbstmord

Du denkst, du weißt, wer ich bin

Em Bailey , Martina M. Oepping
Fester Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Egmont Ink, 08.02.2012
ISBN 9783863960230
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Olive, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, ist nach einem „Vorfall“ nicht mehr, dass was sie mal war. Sie ist eine Außenseiterin, die sich immer mehr in sich zurückzieht.
Als Miranda an die Schule kommt, läuft die Gerüchteküche über. Schließlich soll sie ihre Eltern ermordet haben.
Zunächst wirkt Miranda einfach nur schlaff und gar nicht wie eine potenzielle Mörderin. Doch lange braucht sie nicht um sich wohl zu fühlen und scheinbar alle in ihren Bann zu ziehen.
So auch Katie, die Klassenprinzessin, der jeder Wunsch von den Augen abgelesen wird und die, wie selbstverständlich, darüber entscheidet was, und vor allem wer, momentan total angesagt ist und vor allem, wer nicht.
Bald schon hat Miranda Katies Vertrauen gewonnen und die beiden sind nicht mehr trennbar.
Doch nach einer Weile hat Miranda Katies Position in der Schule inne und Katie ist nur noch ein Schatten ihre selbst. Miranda scheint mit der willensstarken Katie alles machen zu können was sie will und sie weiß nicht nur Katie hervorragend zu manipulieren.
Doch was bezweckt Miranda damit? Was hat sie vor? Und wieso scheint es keinem aufzufallen, dass sie Katies Lebensenergie zu stehlen scheint?
Doch als wäre das nicht genug, muss sich Olive auch noch mit dem ständigen Außenseiterdasein, ihrer vegetarischen Mutter, Tofuschnitzeln, dem kleinen Bruder und einem zotteligen Hund auseinander setzen.
Und war da nicht noch der süße neue Mitschüler Lachlan? Ist er auch nur einer vielen oder meint er es doch wirklich ernst mit ihr?

Meine Meinung:

Du denkst du weißt wer ich bin, ist kein einfaches Jugendbuch und auch nicht irgendein Thriller.
Es ist viel mehr als das! Es ist ein wahrer Page-Turner, absolut spannend und ein erschreckender Blick auf unsere Gesellschaft.
Der Schreibstil ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, doch hat man einmal rein gefunden, ist das Buch schnell und flüssig zu lesen.
Die Story schafft es einen immer wieder zu überraschen, auch wenn man denkt, dass man gerade dahinter gekommen ist.
Eine Seite weiter, findet man sich, zusammen mit Olive, auch schon wieder mit einer völlig neuen Situation konfrontiert, die so nicht unbedingt vorherzusehen war.

Es gab zwar die ein oder andere "Enthüllung" im Buch, die ich mir schon ein paar Seiten vorher so gedacht habe, aber das tat der Spannung im Buch keinen Abbruch.

So muss das ja euch auch vlt. nicht gehen. Dafür denkt ihr vlt. bei dem ein oder anderen, bei dem ich dachte "Oh Gott!", "hey, was solls, das hab ich mir gleich so gedacht!"
Jeder ist da halt anders.

Die Charaktere sind allesamt wunderbar ausgearbeitet.
Ob es nun Olive selbst, mit ihren Problemen, ihren Selbstzweifeln und ihrer Angst anderen vertrauen zu können ist, oder all die anderen greifbaren und meiner Meinung nach doch erschreckend realistischen Figuren.
So gibt es Katie, die Schulprinzessin, die alles zu haben scheint, was sie sich wünscht (inklusive des Model-Vertrags). Wenn nur das eine Kilo noch weg wär...
Dann ist da natürlich Miranda, die irgendein Geheimnis hat und nach dem Tod ihrer Eltern von einer Pflegefamilie in die nächste gereicht wird.
Lachlan, der süße Schwimmertyp, der etwas mehr an Olive interessiert zu sein scheint.
Ami, Olives beste Freundin, die ihr immer einen Rat gibt.

Auch all die Nebencharaktere sind so wunderbar ausgearbeitet. Olives Mutter, der kleine Bruder, Dallas, der Sänger von Luxe, Olives Lieblignsband.

Das Buch ist wirklich hauptsächlich als Thriller zu sehen, trotdzem gibt es eine kleine, wunderbare Liebesgeschichte, die absolut nicht verkitscht wirkt.
Sie entwickelt sich so ganz nebenbei und wirkt nie aufdringlich oder nervig.
Und genau dadurch, dass sie nicht im Vordergrund steht, wirkt sie so herrlich echt! Besonders eine Szene hat es mir da angetan.

Ich konnte das Buch wirklich kaum aus der Hand legen. Und wenn ich das dann doch einmal musste (schlafen, essen, ihr wisst schon all das Zeug, dass uns arme Bücherwürmer vom Lesen abhält) habe ich die ganze Zeit darüber nachgedacht, was wohl als nächstes passieren wird.

Selbst jetzt, nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, denke ich immer noch darüber nach. Wie war dieses gemeint? Was könnte sie mit jenem sagen wollen?

Doch am Meisten beschäftig mich die Botschaft des Buches.
Wie viel macht doch ein einziger auf eine Person ausüben kann, wenn er den richtigen Weg findet.
Und wie das Bild, dass man von sich selber hat, doch auch automatisch das Bild aller anderen prägt.

Fazit:
Auch wieder kein Buch für schwache Nerven!
Wer ein wenig Grusel und ganz viel Spannung möchte ist hier genau richtig. Wie auch alle die sich für Thriller und spannenden Lesestoff interessieren.
Das angegebene Lesealter mit 14-17 finde ich persönlich ein bisschen jung.

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