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Stirb, mein Prinz
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(35)

96 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

thriller, knochenkäfig, england, marina esposito, phil brennan

Stirb, mein Prinz

Tania Carver , Sybille Uplegger
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei List, 14.05.2013
ISBN 9783471350782
Genre: Krimi/Thiller/Horror

Rezension:  
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Dancing Jax – Auftakt
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(78)

225 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

dancing jax, horror, karten, bücher, fantasy

Dancing Jax – Auftakt

Robin Jarvis , Nadine Mannchen
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei script5, 01.09.2012
ISBN 9783839001349
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Inhalt
Verzweifelt versucht Sheila ihren Freund Jezza von der Idee das alte Haus auszuräumen abzubringen doch all ihr Flehen nützt nichts. Ihre Befürchtungen entpuppen sich als gerechtfertigt denn was Jezza aus dem Haus holt ist etwas dunkles, etwas das seit vielen Jahren gewartet und gelauert hat. Jezza und seine Freunde verhalten sich plötzlich merkwürdig, geben sich neue Namen und tragen seltsame Kleidung. Der Grund dafür ist Dancing Jacks, ein Kinderbuch das einst Austerly Fellows, ein englischer Okkultist, verfasst hat. Das Buch verändert die Menschen. Wer es liest wird ein Teil von ihm, ein Charakter aus diesem Buch und nichts anderes auf der Welt zählt mehr. Kaum jemand kann sich diesem Buch entziehen und wer es tut wird von den bereits Infizierten gezwungen es zu lesen. Das Böse greift um sich und sorgt für Chaos und Katatstrophen.

Meinung
"Haltet inne und blickt euch um. Prägt euch diese denkwürdige Nacht gut ein. Die ganze Welt wird sich verändern und dies ist die letzte Gelegenheit, sie noch einmal so zu sehen, wie sie war.” (Seite 64)

Die Kinder lesen heutzutage viel zu wenig sondern sitzen lieber in ihren Zimmern vor irgendwelchen Videospielen und Fernsehsendungen. So oder ähnlich hat es sich schonmal jeder gehört. Wenn plötzlich alle Kinder nur noch Interesse an einem bestimmten Buch haben gibt es also keinen Grund zur Besorgnis sondern eher zur Freude. Doch was ist wenn dieses Buch die Menschen, die es lesen, verändert? Wenn etwas böses in diesem Buch darauf lauert mehr und mehr Menschen in seinen Bann zu ziehen? Genau das ist bei Dancing Jax der Fall. Anfangs ist niemand beunruhigt darüber das das Kinderbuch Dancing Jacks sich einer wachsenden Leserschaft erfreut. Eltern und Lehrer sind zwar verwundert aber dennoch hocherfreut dass die Kinder und Jugendlichen sich mit so viel Eifer auf ein Buch stürzen. Die Persönlichkeitsveränderung der Leser bleibt nicht unbemerkt doch kaum jemand hat Gelegenheit sich näher damit zu befassen. Denn bevor jemand zu genau nachforschen kann gerät er selber in den Bann des Buches.

“Dieses Buch ist böse…
Du sollst dich ihm nicht nähern.
Du solltest nicht darüber sprechen.
Was auch immer du tust, öffne es nicht!” (Klappentext)


Dancing Jax ist von der ersten Seite an fesselnd. Gespannt verfolgt man den Verlauf Veränderungen die in dem Städtchen Felixstowe vor sich gehen und mit Jezza ihren Anfang nehmen. Schockiert muss man mit ansehen wie immer mehr Leute zu dem Buch greifen und sich ihm nicht mehr entziehen können. Obwohl die Idee eines bösen Buches das Besitz von seinem Leser ergreift nicht neu ist, ist Dancing Jax doch anders als die Werke die man bereits kennt. Jedes Kapitel beginnt mit einem Auszug aus dem Kinderbuch wodurch Realtiät und die Welt des Buches fast miteinander zu verschwimmen scheinen. Auch die Geschichte um das Buch selber ist merkwürdig und unheimlich denn der Verfasser Austerly Fellows, der seinerzeit ein bekannter Okkultist war, verschwand eines Tages auf unerklärliche Weise.
Wer in den Bann von Dancing Jax gerät wird zu einem Charakter aus der Geschichte und einem der viel Königreiche, Herz, Pik, Kreuz oder Karo zugeordnet. Mit einer, an der Kleidung befestigten Spielkarte, zeigt man den anderen zu welchem Königreich man gehört und welche Stellung man in diesem hat. Die Charaktere sind ebenso wie die Personen zu denen sie werden ohne viel Aufhebens beschrieben wirken aber nicht oberflächlich. Im Gegenteil, der Autor schafft es seine Personen ohne viel Drumherum so gut zu beschreiben dass man sie sich bildlich vorstellen kann.

“Es gibt keine Schande, keine Tabus, keine Grenzen, keinen Respekt und ganz bestimmt keine Unschuld mehr!” (Seite 481)

Der Schreibstil ist kühl, kritisch und sarkastisch und so manches Alltagsproblem das man kennt wird mit Dancing Jax angesprochen und thematisiert.
Wie auch die Menschen in dem Buch konnte ich mich als Leser kaum von dem Buch loslösen zu spannend war der Verlauf der Geschichte und zu sehr brannte ich darauf zu erfahren wie es weiter geht. Doch mit der Zeit störte ich mich ein wenig daran dass eben wirklich so gut wie jeder dem Buch verfällt. Wer die ganze zeit über tapfer kämpfte wird dennoch früher oder später zu einem Anhänger des Buches. Das ist nur ein kleiner Kritikpunkt und auch der einzige bei dem auch noch bedenken muss dass es sich um etwas handelt was einfach Geschmackssache ist.

Fazit
Mit viel Spannung und einer zwar alten aber neu umgesetzten Idee schafft es der Autor einen völlig in den Bann von Dancing Jax zu ziehen so dass man das Buch gar nicht mehr weglegen möchte. Sehr empfehlenswert.

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Tags: buch, dancing, horror, ja, karten   (5)

  

 

Niemand
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(17)

62 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

niemand, fantasy, freundschaft, niemandsland, märchen

Niemand

Nicole Rensmann , Timo Kümmel
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Atlantis Verlag Guido Latz, 01.04.2012
ISBN 9783864020131
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt
Was passiert wenn der Herrscher des Niemandslandes auf ein Mädchen aus dem Land hinter der Grenze trifft? Ein Mädchen das eigentlich gar nicht unbemerkt über die Grenze gelangen sollte und in die sich der Herrscher auch noch verliebt? Ganz klar, sie müssen zusammen einige Abenteuer bestehen und treffen dabei auf die merkwürdigsten und doch alltäglichsten Gestalten: Drecksäcke, den Nikolaus, Jesus, Schaumschläger, Trauerklöße, den heiligen Geist und noch vielen anderen Niemandsländern deren Bezeichnungen von den Menschen jenseits der Grenze aus Unwissenheit verwendet werden. Und sie nehmen einen mit auf eine abenteuerliche Reise voller Skurilitäten, Witz, Charme und viel Erdbeerduft.

Meinung

Eigentlich sind doch die Bücher die einen positiv überraschen immer am schönsten. Nicht dass ich etwas grundlegend schlechtes bei diesem Buch erwartet habe aber dass es mich dann so mitreissen und fesseln würde habe dann doch nicht erwartet. Niemand ist ein Buch dass man mit nur einem Wort beschreiben könnte – anders. Doch schnell muss man dann feststellen dass man ein zweites Wort voranstellen müsste. Positiv anders.

“Kein Mensch hatte diesen Ort jemals betreten.
Das Niemandsland.
Quelle der Fantasie.
Hier wurden Worte erfunden, Träume gesponnen und Lügen gestrickt, Sprüche geklopft, Zitate gestanzt, Weisheiten geformt und Ideen geboren.” Seite 11


Der Leser wird kurz in die Welt des Buches eingeführt und dann ist man auch schon schnell mitten im Geschehen als Niemand auf das Mädchen Nina trifft. Denn damit beginnt nicht nur ihre gemeinsame Geschichte sondern ein besonderes Abenteuer der Extraklasse.
Niemand, ist noch ein Junge und trotzdem bereits der eigentliche Herrscher des Niemandslandes. Nur ist er mit dieser Position alles andere als glücklich. Die Verantwortung dieses Titels verunsichert ihn zutiefst und macht ihm eher Angst. Sein machtgieriger Vater ist ihm keine Hilfe und seine Mutter ist schon lange tot. Nina bringt endlich Licht in sein Leben und nicht nur das, sie gibt ihm immer mehr das Gefühl ein Jemand zu sein.
Nina ist ein “normales” Mädchen das zufällig ins Niemandsland gerät. Anfangs ist sie verzweifelt da sie nicht weiß wie sie den Weg zurück finden soll als Niemand sich jedoch ihrer annimmt fast sie schnell Vertrauen und entwickelt ein großes Interesse an diesem seltsamen Land. Im Laufe der Geschichte wird sie zu einer wichtigen Schlüsselfigur nicht nur für Niemand sondern für alle Bewohner des Niemandlandes.
Zu den anderen Charakteren des Buches braucht man nicht viel sagen ausser jeder kennt sie. Mindestens einen von ihnen hat man schon oft um sich gehabt, belächelt oder den Kopf über ihn geschüttelt. Es sind die Menschen des Alltags für die man Bezeichnungen wie Arschkriecher, Trauerkloß und Schaumschläger benutzt.

“Was ist das?”
“Das ist ein Schaumschläger. Komm schnell. Wenn wir in seinen Sog geraten, haben wir keine Chance. Es sind schon andere an seiner Schaumschlägerei zugrunde gegangen.”
Nina erschrak. “Was meinst du damit? Hat er sie erschlagen?”
“Nein, zu Tode gelangweilt.” Seite 36-37


Wer sich in die Welt von Niemand begibt der darf sich neben diesen bekannten Alltagspersonen auf eine abenteuerreiche Geschichte freuen. Mit viel Witz und Charme gelingt es der Autorin den Leser völlig zu fesseln und sich mit Nina und Niemand nicht nur gemeinsam auf die Reise zu begeben sondern stark mit den Protagonisten zu verwachsen. Man entdeckt, wie Nina, neugierig und faszniert das Niemandsland und deren Bewohner. Man lacht, erkennt wieder, hofft und bangt und ist fast traurig wenn man wieder an die Oberfläche der Realität zurückkehren muss.
Leider zieht sich der große Showdown aber sehr in die Länge so dass das Buch stellenweise langatmig wirkt und man sich als Leser ein wenig zu sehr hingehalten fühlt. Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht nur überzeugen sondern sehr für sich gewinnen und ich bin gespannt welche Abenteuer noch auf Nina und Niemand warten.

Fazit

Niemand ist ein Fantasyroman der etwas anderen Art und schafft es mit viel Skurrilität, Witz und Charme sich in das Herz des Lesers zu schmuggeln. Ein gelungenes Buch mit kleinen Schönheitsfehlern die den Lesespaß jedoch nicht nachhaltig beeinträchtigen.

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Sternensturm
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(110)

263 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 54 Rezensionen

liebe, loduun, iason, kim winter, mia

Sternensturm

Kim Winter , Maria-Franziska Ammon , Maria-Franziska Ammon
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Planet Girl, 01.05.2012
ISBN 9783522503099
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
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Verführt
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(102)

203 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

dämonen, krankenhaus, liebe, eidolon, tayla

Verführt

Larissa Ione , Bettina Oder
Flexibler Einband: 444 Seiten
Erschienen bei Lyx, 07.06.2011
ISBN 9783802583780
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:  
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Wunder
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(133)

309 Bibliotheken, 15 Leser, 3 Gruppen, 59 Rezensionen

schule, freundschaft, wunder, familie, mut

Wunder

R.J. Palacio , André Mumot
Fester Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.01.2013
ISBN 9783446241756
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Auggie ist anders. Denn durch das Zusammenspiel von mehreren Genmutationen kam er mit einem furchtbar entstellten Gesicht auf die Welt. Trotzdem wünscht er sich nichts sehnlicher als wie jeder andere Junge in seinem Alter behandelt zu werden. Weil Auggie schon von Geburt an so oft am Gesicht operiert werden musste ist er nie in eine Schule gegangen. Nun soll er in die fünfte Klasse kommen. Obwohl Auggie weiß dass die meisten Kinder nicht absichtlich gemein zu ihm sind fällt es ihm schwer damit zurecht zu kommen und er versucht alles um nicht aufzufallen. Nicht auffallen ist jedoch alles andere als leicht wenn man ein so witziger, kluger und mutiger Junge ist wie Auggie.

Meinung:
Es gäbe so viele Worte die man zu diesem Buch sagen könnte und kein einziges davon würde seinem Inhalt wirklich gerecht werden.
Auggie kam mit einem entstellten Gesicht zur Welt. Mit den Jahren haben sowohl er als auch seine Familie gelernt damit zu leben. Auggie weiß sehr genau dass er die Blicke auf sich zieht. Er will es nicht und mag es nicht aber er hat sich damit irgendwie abgefunden. Daran gewöhnen kann er sich allerdings nicht. Stets trägt er sein Haar so dass es möglichst viel von seinem Gesicht verdeckt. Wenn er geht hält er den Kopf gesenkt. Er tut alles um möglichst wenig aufzufallen. Als er in die Schule kommt lernt Auggie kennen was es heißt tagtäglich einer großen Menge von Menschen zu begegnen. Er erfährt wahre Freundschaft und Unterstützung aber auch Grausamkeit und Demütigung. Auggie ist vorallem eines, Realist. Er spielt sein Aussehen nicht herunter und macht sich auch keine falschen Hoffnungen auf Besserung, dramatisiert andererseits aber auch nicht.

Ich heiße übrigens August. Ich werde nicht beschreiben, wie ich aussehe. Was immer ihr euch vorstellt – es ist schlimmer.” Seite 10

Via, Auggies Schwester, hat schon immer zurückgesteckt. Niemand hat sie je darauf vorbereitet oder es ihr erklärt, nein, sie hat es von alleine bemerkt und sich darauf eingestellt. Nie hat sie sich beschwert dass Auggie stets alle Aufmerksamkeit und auch den Großteil an Zuwendung und Interesse von den Eltern bekommt. Aber Via hat auch Probleme, sie wird älter, ihr Umfeld und ihre Interessen ändern sich und stets fühlt sie sich damit allein und auf ihren entstellten Bruder reduziert.
Jack und Summer werden durch die Schule zu sehr engen und wichtigen Freunden von Auggie. Während Summer von Anfang an kein Problem mit Auggie und seinem Aussehen hat gibt Jack sich anfangs nur mit ihm ab weil der Schulleiter ihn darum bittet. Als Jack Auggie dann immer besser kennenlernt ist die Bitte des Schulleiters jedoch schnell vergessen und Jack erweist sich als echter Freund auch wenn das bedeutet dass er selber zum Aussenseiter wird.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Auggie, Via, Jack, Summer und noch einigen anderen Personen erzählt. So erhält man nicht nur einen weit gefassten Überblick über die Geschehnisse sondern erfährt die Beweggründe für das Handeln der Personen und man lernt jeden von ihnen kennen obwohl es keine ewig langen Textabschnitte sind.
Die Gefühle und Empfindungen der Charaktere, ebenso wie ihr Handeln, werden realistisch und nachvollziehbar dargestellt. Das Buch bewegt, rüttelt auf, schockiert, ergreifet, und schildert schonungslos. Es weckt so gut wie alles was es an Emotionen gibt. Es ist ein besonderes Buch ohne reisserische Szenen oder übertriebene Darstellungen.
Einige Stellen machten mich beim Lesen geradezu wütend. Gerade bei Auggies Mitschülern jedoch bleibt zu beachten dass es eben Kinder sind und Kinder leben in erster Linie ja das aus was ihnen ihr engstes Umfeld vorlebt. So wird zum Beispiel auch bei Auggies Mitschüler Julian, der keine Gelegenheit auslässt Auggie zu demütigen, klar dass es vorallem das Elternhaus ist das diese Einstellung vertritt. Julians Mutter ist es auch die das aktuelle Klassenfoto so mit Photoshop bearbeitet dass Auggies Gesicht nicht zu sehen ist und es dann an die anderen Eltern schickt. Es wird aber auch ebenso deutlich dass Abneigung oft etwas mit Unsicherheit zu tun hat.

“Ich glaube, es ist so: Der einzige Grund dafür, dass ich nicht normal bin, ist der, dass mich niemand so sieht.” Seite 8

Ich finde einfach nicht die richtigen Worte um das Buch zu beschreiben aber eines ist sicher: das Buch ist etwas besonderes denn es ist ein eigenes kleines Wunder. Ein Buch für die Auggies dieser Welt die sich jeden Tag wieder ihrem Schicksal stellen. Ein Buch für die Jacks und Summers die allen Vorurteilen und Unsicherheiten zum Trotz den Mut aufbringen auf jemanden zuzugehen und zu anderen zu stehen. Und auch ein Buch für die Julians, die offen Abneigung zeigen und bewusst verletzen um sich selber groß zu fühlen. Ein Buch für ALLE.

Fazit:
Wunder ist ein unglaubliches Buch dass es ohne jede Übertreibung oder Dramatik schafft den Leser zu begeistern einfach mit Realtität und Menschlichkeit. Ein Must Read für alle Altersgruppen.

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Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
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(740)

1.312 Bibliotheken, 89 Leser, 9 Gruppen, 170 Rezensionen

schweden, humor, freundschaft, elefant, atombombe

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Carl's Books, 24.08.2011
ISBN 9783570585016
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Inhalt
Allan Karlsson hat eigentlich allen Grund zum Feiern, schließlich wird er heute stolze 100 Jahre alt. Doch Allan hat andere Pläne und während sich der Bürgermeister, die lokale Presse und das Altersheim auf die große Feier vorbereiten, nutzt er die Gelegenheit um einfach aus dem Fenster zu klettern und zu verschwinden. Zwar sorgt sein Verschwinden für Aufruhr doch sind sich auch alle einig dass der Fall schnell geklärt ist. Wie weit kann ein 100 Jahre alter Mann schließlich alleine kommen, noch dazu ohne Schuhe? Allan jedoch denkt gar nicht daran sich einfach wieder einfangen zu lassen, immerhin hat er in seinem abenteuerlichen Leben genug Erfahrungen sammeln können um den Händen der Ermittler immer wieder zu entwischen und schon bald steht ganz Schweden wegen seines Verschwindens auf dem Kopf.

Meinung
Um ehrlich zu sein ging es mir anfangs genau so wie den Leuten die von Allans plötzlichem Verschwinden überrumpelt werden denn auch ich habe mir die Frage gestellt wie effektiv die Flucht eines so alten Mannes denn schon sein kann und vorallem wie sich daraus eine spannende Geschichte, ja sogar ein ganzes Buch, entwickeln soll. Dieses Vorurteil ändert sich schon beim Lesen der ersten Seiten. Man ist sofort in der Geschichte drin, nämlich genau an dem Zeitpunkt an dem Allan aus dem Fenster steigt und verschwindet. Alleine das ist ja schon eine beachtliche Leistung für einen Mann seines Alters, nicht zuletzt weil er auch noch eine Mauer überwinden muss um in das ortsansässige Reisezentrum zu gelangen.
Allan ist ein symphatischer, offener Mensch der einem sofort ans Herz wächst, und man kann nicht umhin zu hoffen dass ihm seine Flucht bis zuletzt gelingt. Mit seiner offenen aber auch direkten Art gewinnt Allan im Laufe der Geschichte immer mehr Verbündete die ihm bei seiner Flucht helfend zur Seite stehen.
Das Buch springt immer wieder in der Zeit so dass man nicht nur Allans, wahrlich spektakuläre, Flucht mitverfolgen kann sondern zudem viel aus Allans Leben erfährt. Eines stellt Allan unabdingbar klar: er hat keinerlei Ahnung von Politik und auch nicht die Absicht daran irgendwas zu ändern. Weder entscheidet er sich dafür Links oder Rechts eingestellt zu sein, noch hat er in irgendeiner Art Interesse daran sich von anderen in Sachen Politik belehren zu lassen. Schließlich hat ihm das Schicksal seines eigenen Vaters gezeigt wohin politisches Interesse und eine persönliche politische Einstellung einen bringt. Witzigerweise ist es aber eben jenes Desinteresse das Allan immer wieder in so gut wie jedes große historische Ereignis der letzten hundert Jahre verwickelt hat.

“Dieser Teil der Persönlichkeit seines besten Freundes blieb Esteban ein Rätsel. Allan vertrat ja keine entgegengesetzte Auffassung von den Dingen oder hing anderen Ideen an, er hatte ganz einfach überhaupt keine Auffassung. Oder vielleicht war ja gerade das Allans Auffassung?” (Seite 80)

Während des lesens musste ich mir irgendwann die Frage stellen ob all die historischen Ereignisse, in die Allan nicht nur verwickelt sondern teilweise auch stark involviert war, nicht vielleicht doch ein wenig übertrieben sind. Nach dem Beenden des Buches kann ich jedoch sagen dass dies nicht der Fall ist. Zwar ist es sehr unwahrscheinlich dass es jemandem in Bezug auf die historischen Ereignisse so ergangen ist wie Allan aber dafür sind all jene Ereignisse in Zusammenhang mit Allan, der ja wirklich immer mittendrin ist statt nur dabei, so herrlich und erfrischend beschrieben dass die Frage danach wie realitätsnah so ein Leben sein kann so weit in den Hintergrund rückt dass es schon fast aus dem Bewusstsein verschwindet.
Nicht nur Allans Schlagfertigkeit sondern auch der Schreibstil des Autors verleihen dem Buch eine besondere Würze. Geschichte einmal anders, denn obwohl einem durchaus bewusst ist wie ernst die beschriebenen geschichtlichen Ereignisse sind, gelingt es dem Autor immer wieder sie lustig rüberzubringen und man schafft es als Leser einfach nicht sich ein Schmunzeln zu verkneifen.

“Man denke nur an Britisch-Indien: Hindus und Moslems konnten einfach nicht miteinander auskommen, und mittendrin hockte dieser verfluchte Mahatma Gandhi im Schneidersitz und hörte jedes Mal auf zu essen, wenn ihm irgendetwas missfiel.” (Seite 195)

Jonas Jonasson hat hier eine erstaunliche Geschichte hervorgebracht die zu Recht den Titel Sensationsbestseller trägt. Mit einer perfekten Mischung aus Ernst, Humor, Abenteuer, Freundschaft und Schicksal bereitet dieses Buch einem ein einmaliges Lesevergnügen. Zwar wirkt der Verlauf der Geschichte manchmal ein wenig trocken und irgendwann wirkt das Buch auch ein wenig in die Länge gezogen allerdings ohne dass man das Gefühl bekommt dass man sich nun durch den Rest kämpfen muss. Wer also über diese kleinen Fehler hinwegsehen kann wird von dem Buch alles andere als enttäuscht sein.

Fazit
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand bietet dem Leser sowohl unterhaltsame als auch nachdenkliche Stunden. Ein Lesevergnügen besonderer Art von dem man nicht bereut sich darauf eingelassen zu haben.

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Dreizehn
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(103)

168 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

fantasy, labyrinth, hohlbein, horror, kinder

Dreizehn

Wolfgang Hohlbein , Heike Hohlbein
Flexibler Einband: 522 Seiten
Erschienen bei Heyne, 02.06.2004
ISBN 9783453877634
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

Inhalt
13, für viele eine Unglückszahl. Für Anne-Mary jedoch ist es ihr Schicksal. Die Zahl begleitet sie schon ihr ganzes Leben lang, weshalb alle Welt sie nur Thirteen nennt. Nach dem Tod ihrer Mutter macht sie sich alleine auf den Weg zu ihrem Großvater nach Deutschland und schon der Weg dorthin birgt eine Menge Rätsel. Im Haus ihres letzten, noch lebenden, Verwandten muss sie allerdings feststellen dass dies nur der Anfang war. Der Anfang von etwas großem und bösem denn das Haus birgt ein schreckliches Geheimnis.

Meinung
Vorweg muss ich leider sagen wer sich für das Buch interessiert sollte auf gar keinen Fall den Klappentext lesen. Sei es auf dem Buch selbst oder irgendwo im Internet. Denn der Klappentext alleine verrät leider schon ein großes Rätsel dass sich im Buch selber aber erst am Schluss klärt. Etwas das ich vorher leider nicht wusste und das war für die Spannung sehr von Nachteil.

“Obwohl er so dicht vor ihr saß, dass sie nur den Arm auszustrecken brauchte, um ihn zu berühren, konnte sie ihn nicht richtig erkennen. Er saß die meiste Zeit reglos da und blickte aus dem Fenster oder starrteeinfach ins Leere, wie Fluggäste es oft tun, wenn sie darauf warten, dass die Zeit verstreicht, sodass sie ihn im Profil erkennen konnte, aber wenn sie auch nur einen Moment lang wegsah oder er den Kopf drehte, dann vergaß sie sofort sein Aussehen.” Seite 8

Was bei Dreizehn das wohl auffallendste ist, das ist die Gliederung der Geschichte. Die Autoren haben nicht nur eine Geschichte geschaffen die sich in zwei parallelen Welten abspielt sondern sie veranschaulichen eben dieses indem sie die Geschichten dieser beiden Welten parallel erzählen. Jedes Mal wenn die Handlung dazu übergeht in beiden Welten unterschiedlich abzulaufen teilt sich die Buchseite in zwei Spalten bis das Kapitel in sich abgeschlossen ist. Danach geht es immer im Wechsel zwischen den beiden Welten hin und her bis sich die Handlung wieder nur auf eine Welt beschränkt. Das ist eine tolle Idee führte bei mir aber anfangs zu großer Verwirrung. Denn es gibt dazu keine Erklärung oder eine Art Anleitung. Daher dachte ich sogar erst man könne sich plötzlich aussuchen welchem Handlungsstrang man folgen möchte und dementsprechend würde dann die Geschichte verlaufen. Und ich denke da werde ich nicht die Einzige sein die nicht sofort hinter das Prinzip gekommen ist darum wäre es schöner gewesen wenn am Anfang des Buches eine kurze Information oder Notiz dazu gewesen wäre. Ich musste dadurch nämlich die ganzen Kapitel zurückblättern und nochmal von vorne beginnen.
Das Buch beginnt schon sehr rasant so dass man nach einem kurzen Kennenlernen mit Thirteen sofort mit im Geschehen steckt und schon stark erahnen kann dass das Buch einiges an Abenteuern und Geheimnissen bereit hält. Die Geschichte ist insgesamt sehr verwoben aber nicht zu kompliziert. Man merkt anhand der Handlung dass es doch vorwiegend ein Buch für Teenager ist.
Das wiederum kollidiert dafür stark mit den Protagonisten Thirteen und Frank die beide 12 und 15 Jahre alt sind. Gerade Thirteen handelte mir für ihre 12 Jahre die meiste Zeit viel zu erwachsen auch ihre Gedankengänge passten für mich oft nicht zu einem 12 Jahre alten Mädchen. Frank ist immerhin schon 15 und lebt seit langer Zeit alleine auf der Straße. Er hat gelernt sich durchzuschlagen und vielleicht lässt einen das einfach anders und erwachsener denken als andere Jugendliche. Doch auch bei ihm musste ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen dass es sich um einen Jungen handelt und nicht um einen erwachsenen Mann.

“Was sie gerade gedacht hatte, traf vielleicht auf alle anderen Häuser auf der Welt zu – aber auf dieses nicht. Etwas Böses ging von ihm aus, wie ein unsichtbarer, übler Hauch, der die Atmosphäre in seiner unmittelbaren Umgebung verpestete. Dieses Haus war durch und durch böse.” Seite 174

Die Ereignisse in dem Buch sind super umschrieben so dass man, trotz der Tatsache dass es sich vorallem am Jugendliche richtet, beginnt sich regelrecht selber zu gruseln wenn man mit Thirteen durch das Haus schleicht um dessen Geheimnisse zu lüften. Die spannende Handlung und geschaffene düstere Atmosphäre schaffen es den Leser mit auf eine unheimliche und spannende Expedition zu nehmen bei der man immer wieder hoffen muss dass es für Thirteen und ihre Freunde gut ausgeht.
Leider endet das Buch dann sehr abrupt und das hat mich am meisten enttäuscht. Fast scheint es als wären den Autoren die Ideen ausgegangen und darum wurde das Buch dann einfach beendet. Das ist aufgrund der so spannenden Geschichte sehr schade vorallem weil man so viele Charaktere kennenlernt deren Schicksal davon abhängt ob Thirteen das Haus besiegen kann oder nicht.

Fazit
Dreizehn richtet sich vorallem an die jungen Leser ist aber auch für Erwachsene eine nette Leseabwechslung. Leider trüben die negativen Aspekte etwas die Lesefreude und die Charaktere wirken nicht immer glaubhaft. Insgesamt ein gutes Buch aber nichts herausragendes oder besonderes.

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Und keiner wird dich kennen
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(33)

73 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

angst, thriller, stalking, liebe, jugendbuch

Und keiner wird dich kennen

Katja Brandis
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Beltz, 04.02.2013
ISBN 9783407811301
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

“Jeden Tag lungert er vor der Tür herum. Es fühlt sich an, als kleben seine Blicke auf meiner Haut. Mama hat gesagt, ich soll ihn nicht ansehen, soll einfach so tun, als wäre er nicht da, und ins Haus gehen. Dort sei ich in Sicherheit.” (Seite 10)

Maja hat alles was sich ein Mädchen in ihrem Alter nur wünschen kann: Ein schönes Zuhause, gute Freunde und den tollsten Jungen der Welt zum Freund. Aber es gibt etwas das sie gravierend von anderen gleichaltrigen Mädchen unterscheidet. Denn Maja hat auf brutale Weise kennenlernen müssen was Angst ist. Jahrelang hat Robert, der Exfreund ihrer Mutter, die Familie terrorisiert bis er ins Gefängnis kam. Nun ist Maja endlich glücklich und kann ihr Leben genießen. Doch dann kommt der Tag an dem Robert aus dem Gefängnis entlassen wird und deutlich macht dass er auch jetzt vor nichts zurückschreckt. Von heute auf morgen müssen Maja, ihr Bruder Elias und ihre Mutter fliehen. In eine andere Stadt, unter anderen Namen, mit einer völlig neuen Identität. Niemand darf wissen wer sie sind und sie müssen ihr altes Leben komplett hinter sich lassen. Alles scheint gut zu laufen doch dann trifft Maja eine foglenschwere Entscheidung…

Stalking ist mittlerweile wohl jedem ein Begriff. Man hört davon in den Medien, liest es im Internet, vielleicht war man selber schonmal betroffen oder kennt jemanden der es war. Genau dieses Thema greift das Buch Und keiner wird dich kennen von Katja Brandis auf. Wie sieht Stalking aus? Was geschieht mit den Opfern? Was geht in dem Täter vor? Was über allem schwebt ist vorallem das Wort Angst. Maja fürchtet um das Leben ihrer Mutter denn sie weiß wozu Robert fähig ist. In einigen Erinnerungsfetzen von Maja kann man sich selbst ein Bild von seinen Taten machen und versteht schnell was Maja und ihre Familie durchstehen musste und welcher Albtraum wieder von vorne beginnt. Man bekommt einen glaubwürdigen und realistischen Eindruck davon wie ein Opferschutzprogramm aussieht und wie ernst das Thema Stalking eigentlich sein kann.
Die meiste Zeit wird aus der Sicht von Maja, in der Ich-Perspektive, erzählt. Schnell entwickelt man Sympathien für das junge Mädchen das schon soviel durchmachen musste. Auf den ersten Blick glaubt man einen völlig normalen Teenager vor sich zu haben doch immer wieder zeigen sich die Auswirkungen des Terrors den sie miterlebt hat. Umso mehr kann man verstehen wie schwer es Maja fällt das Leben, das sie und ihre Familie sich mühsam aufgebaut haben, wieder aufzugeben. Unweigerlich muss man darüber nachdenken wie man sich selber fühlen würde wenn man plötzlich dazu gezwungen ist nicht nur seinen Wohnort sondern auch Freunde und Familie komplett hinter sich zu lassen. Jeder Kontakt muss abgebrochen und darf auch nicht wieder aufgenommen werden. Man verschwindet einfach als hätte man nie existiert. Und wie gewöhnt man sich an das neue Leben das man verpasst bekommt? Wie soll man neue Kontakte knüpfen wenn man nur Lügen erzählen darf, denn schließlich darf ja auch niemand wissen wer man früher war. Der Autorin gelingt es hier sehr gut die verschiedenen Gefühle hervorzubringen und zu veranschaulichen.
Zwischendurch wird die Geschichte immer wieder aus der Sicht von Majas Freund Lorenzo und Robert, dem Exfreund und Stalker der Mutter, erzählt. So bekommt man zusätzlich noch einen guten Einblick wie sich das plötzliche Verschwinden der Opfer auf deren Angehörige auswirken kann und man erfährt auch welche Gedanken den Täter beschäftigen. Gerade Letzteres hat mich persönlich sehr fasziniert. Obwohl man fassunglos auf das Handeln von Robert blickt kommt man doch nicht umhin auch für ihn ein gewisses Mitleid oder zumindest Traurigkeit für ihn zu empfinden.
Der Erzählstil ist ebenso rasant wie ruhig wodurch die Autorin genau die richtige Mischung trifft um das Buch gut und flüssig lesen zu können. Es wird eine Atmosphäre geschaffen in der man schon fast selber anfängt sich umzusehen und nach Verfolgern Ausschau zu halten. Spannungstechnisch wird einiges geboten. Ohne dabei eintönig zu werden schafft es das Buch einen immer wieder mitfiebern zu lassen.

Ein spannunsgeladener Thriller der ebenso Jugendliche wie auch Erwachsene packt und nicht mehr so schnell loslässt. Ein Buch das man nicht mehr aus der Hand legen will.

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Tags: angst, bdb, beltz&gelberg, buch, entführung, familie, freunde, gewalt, identität, jugendbuch, katja brandis, lesen, liebe, opferschutz, polizei, rezension, stalking, thriller, verlag   (19)

  

 

Düsteres Verlangen
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(58)

111 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 40 Rezensionen

frankenstein, alchemie, zwillinge, abenteuer, liebe

Düsteres Verlangen

Kenneth Oppel , Gerold Anrich , Martina Instinsky-Anrich
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 13.07.2012
ISBN 9783407811219
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
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The Curse - Vanoras Fluch
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(63)

105 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

schottland, fluch, liebe, fantasy, highlands

The Curse - Vanoras Fluch

Emily Bold
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei CreateSpace, 19.06.2012
ISBN 9781477678602
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:

“Payton war stehen geblieben und schaute mich an. „Hältst du es für vernünftig, bei mir zu sein?“ Seine Worte waren leise, beinahe geflüstert, und seine ganze Haltung wirkte sehr angespannt. „Nein. Das ist sogar das Unvernünftigste, was ich je getan habe“, gestand ich.” (Seite 87)

Im Nachlass ihrer Großmutter findet Sam ein altes Amulett. Kurz darauf verschlägt ein Schüleraustausch sie nach Schottland wo die Sagen und Mythen des Landes sie sofort in ihren Bann ziehen. In Schottland lernt sie auch den geheimnisvollen Payton kennen zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Auch Payton scheint Gefallen an ihr zu finden, geht aberl er immer wieder auf Distanz zu ihr. Denn was Sam nicht ahnt: Payton hat ein dunkles Geheimnis. Ein Geheimnis das Sam in große Gefahr bringt. Denn schon seit Jahrhunderten sind die Schicksale ihrer beiden Familien miteinander verbunden.

Schon der Klappentext und die Rezensionen die ich im Internet zu dem Buch fand machten mich sehr neugierig auf die Geschichte des Buches. Als ich es dann in den Händen hielt war ich bereits von dem Cover, von der alten Ausgabe, völlig fasziniert. Am liebsten würde ich es mir als Poster übers Bett hängen. Näher möchte ich auf das Cover auch gar nicht eingehen, denn ich finde es spricht schon ganz alleine für sich.
Die meiste Zeit spielt die Geschichte im Schottland der Gegenwart, zwischendurch jedoch wechselt man in kurzen Rückblicken zurück in die Zeit um 1740. Die Erzählperspektive wechselt sehr oft zwischen den verschiedenen Charakteren hin und her was aber gut ins Gesamtbild passt und einem so von jedem Blickwinkel auf das Geschehen schauen lässt. So erhält man Einblick in die Gefühlswelt der verschiedenen Charaktere und aus welchen Gründen sie so handeln und empfinden wie sie es tun. Wenn einem auch nicht unbedingt jeder Charakter sympathisch wird kann man so jedoch für jeden Verständnis aufbringen und Mitleid empfinden.
Sam und Payton sind zwei sehr gelungene Protagonisten. Sam, die von grundauf eher schüchtern und vernünftig ist wirft wegen Payton mehr als einmal diese Eigenschaften über Bord. Schließlich ist sie das erste Mal richtig verliebt und möchte unbedingt herausfinden wieso Payton sich manchmal so distanziert gibt. Payton hingegen möchte zuerst nur rausfinden wer Sam genau ist und wieso das solche Auswirkungen auf den Fluch hat bis ihm später die Angst Sam zu verlieren antreibt sein Geheimnis vor ihr zu bewahren.
Wunderschön beschrieben sind die Schauplätze der Geschichte. Man kann gar nicht umhin ohne sich zu wünschen sofort nach Schottland zu reisen und all diese Orte selber zu sehen.
Nicht zuletzt hat die Autorin eine wunderschöne und fesselnde Geschichte aus allem gemacht, die einen sofort in ihren Bann zieht. Geheimnisse, alte Legenden, Familienfehden und eine junge zarte Liebe machen das Buch zu einem einmaligen Leseerlebnis.
Auch an Spannung fehlt es nicht, gerade in den letzten Kapiteln steigert sie sich fast ins unermessliche. Das Ende des letzten Kapitels hat mich starke Nerven gekostet doch zum Glück hat mich der Epilog gerettet. Wenn ich auch an Sams Stelle Sean eigenhändig für sein Schauspiel erwürgt hätte.

Vanoras Fluch ist der mehr als gelungene Auftakt einer Buchreihe die einen sofort verzaubert und nicht mehr loslässt. Sympathische Protagonisten, wunderbar beschriebene Schauplätze und eine unglaubliche Geschichte machen dieses Buch zu einem unvergesslichen Lesevergnügen.

  (3)
Tags: buch, clan, highlands, legende, lesen, liebe, mythos, nachlass, rezension, sage, schottland, schüleraustausch   (12)

  

 

Aber Mutter weinet sehr
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(33)

46 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 21 Rezensionen

mutter, entführung, johann, familie, marie

Aber Mutter weinet sehr

Wolfgang Brenner
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knaus, A, 03.09.2012
ISBN 9783813505030
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

“Marie nahm sich vor, hart zu sein und sehr genau zu beobachten, was um sie herum geschah. Sie kämpfte nun an zwei Fronten. Gegen den Mann mit der Mickie-Mouse-Maske und gegen die, die glaubten, ohne sie besser zum Ziel zu kommen.” (Seite 61)

Eines Abends kommt Maries Sohn Johann nicht vom Spielen nach Hause. Ihr Mann informiert die Polizei. Doch Marie selbst bekommt immer mehr das Gefühl dass es der polizei nicht vorrangig darum geht das Leben ihres Kindes zu retten und so beschließt sie selbst etwas zu unternehmen und nimmt dafür sogar heimlich Kontakt mit dem Entführer auf und lässt sich auf ein unheimliches Katz-und-Maus-Spiel mit ihm ein.

Der Alptraum aller Eltern wird für Marie bittere Realität. Man sollte eigentlich meinen Mutter und Vater halten in der Zeit zusammen, geben sich gegenseitig Halt und stützen einander. Hier ist das nicht der Fall da Marie und ihr Mann sich immer mehr entzweien. Während ihr Mann die ganze Zeit mit der Polizei zusammen arbeitet sondert Marie sich immer mehr ab, misstraut zunehmend allen und ist davon überzeugt dass die ganze Polizeiarbeit ihren Sohn nur noch mehr gefährdet. Ansich ist das auch alles nachvollziehbar, hat doch jeder Mensch seine eigene Art mit Extremsituationen umzugehen und welche Mutter würde wohl seelenruhig alles verfolgen wenn ihr eigenes Kind entführt wurde? Doch Marie scheint über allem zu verdrängen wie sehr sie selber immer wieder das Leben ihres Kindes gefährdet. Mit ihren Alleingängen stört sie immer wieder die Arbeit der Polizei und behindert so die Ermittlungen.
Obwohl die Entführung eines Kindes natürlich etwas sehr grauenvolles ist konnte mir das Buch diese Sache nicht wirklich näher bringen. Marie als Protagonistin hat mich mit der Zeit immer mehr genervt damit dass sie alles und jenen zurückstößt und immer wieder auf eigene Faust handelt ohne dabei wahrzunehmen dass sie vieles nur verschlimmert.
Beim großen Showdown konnte ich schließlich nur noch den Kopf schütteln denn spätestens da erschien mir die ganze Geschichte nur noch absurd und fernab jeder Realität.
Richtige Spannung kommt leider gar nicht erst auf und man schleppt sich eher durch die Geschichte. Die Geschichte zieht sich irgendwann wie Kaugummi, obwohl das Buch nicht einmal sehr viele seiten besitzt.

Ein Buch mit einer tollen Grundidee aber leider schlechter Umsetzung die immer weiter von der Realität abweicht. Nett gemeint aber leider nicht gelungen.

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Tags: buch, entführer, entführung, ermittlungen, familie, kind, knaus, lesen, mutter, polizei, rezension, thriller, täter, verlag   (14)

  

 

Schattengrund
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(91)

155 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 62 Rezensionen

harz, erbe, thriller, winter, geheimnis

Schattengrund

Elisabeth Herrmann
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.11.2012
ISBN 9783570161265
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

“Eine Nacht, dachte sie. Eine Nacht noch und ich bin weg und werde mir mein ganzes Leben wünschen, nie hier gewesen zu sein.” (Seite 175)

Schattengrund heißt das Anwesen dass die 17-jährige Nicola von ihrer verstorbenen Großtante Kiana geerbt hat. Einsam liegt es in einem abgelegenen Dorf in dem sie oft als Kind ihre Zeit verbracht hat. Doch ihre eltern wollen das Haus nicht und lehnen das Erbe stellvertretend für ihre Tochter ab. Nicola ist sauer und reist heimlich für ein Wochende zu dem Haus um es sich anzusehen und das Rätsel, das Teil des Erbes, ist zu lösen. Doch diese Reise holt etwas aus der Vergangenheit wieder hoch, etwas das Nicola stark verdrängt und vergessen hatte. Fili, ihre beste Freundin. Fili, die als Kind starb. Und noch viel schlimmer ist, der Täter von damals befindet sich immernoch im Dorf.

Zuallererst muss ich anmerken dass ich persönlich das Buch nicht in dem Genre Thriller einordnen würde sondern eher in dem Bereich Jugendbuch/Jugendthriller. Würde ich es als reinen Thriller betrachten dann müsste ich es etwas schlechter bewerten. Zwar wäre es auch als Thriller noch ein gutes Buch aber als Jugendbuch finde ich es durchaus ansprechender und weil es eben dieses auch für mich ist Liste ich es hier zwar unter Thriller bewerte es jedoch als Buch aus der Jugendbuch Kategorie.
Was das Buch vorallem ausmacht ist wohl dass man sehr lange einfach nicht weiß was nun genau passiert ist und welche Vorwürfe Nicola gemacht werden. Fest steht dass sie nicht gerne in dem Dorf Siebenleben, in dem sich Schattengrund befindet, gesehen ist und sie selber keine Ahnung hat wieso. Bröckchenweise erfährt man dass es etwas mit dem Vorfall zu tun hat bei dem ihre Freundin Fili ums Leben kam und um etwas das ihre Großtante getan hat. Gemeinsam mit Nicola macht man sich daran nicht nur das Rätsel um ihr Erbe sondern auch die Gründe für Filis Tod aufzudecken. Hilfe erhält Nicola dabei von Leon den sie bei ihrer Ankunft kennen gelernt hat.
Nicola ist für ihr Alter wirklich bemerkenswert. Sie ist sehr hartnäckig und beweist immer wieder ihren Mut.
Leon erscheint anfangs sehr undurchdringlich aber auch stets hilfsbereit und freundlich.
Die Dorfbewohner verhalten sich Nicola gegenüber sehr ablehnend und zeigen das auch ohne Skrupel. Je mehr man jedoch über die Umstände von Filis Tod erfährt desto mehr kann man die Reaktionen nachvollziehen.
Das Buch ist gut und flüssig zu lesen mit einem zwar lockeren aber nicht zu jugendlichen Sprache.
Es bietet eine Menge Spannung und unterhaltsames Lesevergnügen nicht nur für Jugendliche, völlig egal welchem Genre man es nun zuteilen würde.

Schattengrund bietet dem Leser einiges an Spannung und nimmt einen mit auf die Suche nach Aufklärung eines Verbrechens. Empfehlesnwert für Jung und Alt.

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Tags: bdb, buch, cbt, dorf, erbe, haus, jugendbuch, kindheit, lesen, mord, randomhouse, rezension, schattengrund, thriller, trauma, verlag   (16)

  

 

Mein Bruder der Nichtraucher
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(7)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

psychiatrie, personal, pflege, buch, erfahrungen

Mein Bruder der Nichtraucher

Thorwald Börner
E-Buch Text: 158 Seiten
Erschienen bei Thorwald Börner, 24.09.2012
ISBN B009G8RX3E
Genre: Sonstiges

Rezension:

11 kleine Geschichten die einem einen kleinen Einblick in den skurilen aber auch herzlichen und überraschenden Alltag in der Psychiatrie geben. Ein Buch sowohl für Betroffene als auch Angehörige, ganz ohne Fachausdrücke.

Eigentlich gibt es Bücher mit Erfahrungen aus dem Bereich der Psychiatrie und zum Thema psychische Erkrankungen mittlerweile wie Sand am Meer. Doch welches ist schon wirklich leicht verständlich für Nicht-Betroffene? Welches zeigt auf so erheiternde Weise denn Psychiatriealltag?
Mein Bruder der Nichtraucher schafft all das problemlos. Die in dem Buch erwähnten Erkrankungen werden ohne jegliche Form von Fachausdrücken gut erklärt und das Krankheitsbild einem leicht verständlich geschildert.
Jeder Kapitelanfang wird geziert von einem dazu passenden Bild so dass einem der Einstieg in das Kapitel gleich leicht gemacht wird.
Zwar drehen sich die Geschichten sehr wohl um die Patienten aber dennoch geht es vorallem darum einmal alles aus Sicht des Personals zu sehen. Und dennoch schafft es der Autor dass man nicht nur über so manche Begebenheit schmunzeln muss sondern mana uch sehr zum Nachdenken angeregt wird.
Zusätzlich nimmt das Buch etwas von der grauenhaften Horrorvorstellung die immernoch nicht wenige Menschen von der Psychiatrie haben. Natürlich ist ein Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik nicht unbedingt ein schönes Erlebnis aber es ist auch noch lange nicht die Horrorfabrik als die viele sie noch sehen.
Teilweise war ich allerdings auch sehr geschockt was zum Beispiel das Thema Fixierung angeht denn obwohl ich selber schon Erfahrungen mit dem Thema Psychiatrie gemacht habe war mir bisher nicht klar dass ein Patient bis zu 6 Wochen fixiert werden darf. Ich dachte immer es gäbe da eine maximale Stundenanzahl die nur durch richterlichen Beschluss noch verlängert werden darf. Man lernt bekanntlich eben doch nie aus.
Den einzigen Kritikpunkt den ich hätte ist dass mir die Erklärung zum Krankheitsbild der Borderline Störung nicht sehr gefallen hat. Allerdings bin ich da wohl einfach zu befangen und man sollte sich sowieso immer klar darüber sein dass ein Krankheitsbild immer nur allgemein gefasst beschrieben werden kann. Ansonsten müssten wohl eine ganze Buchreihe daraus machen umd alle möglichen Versionen beschreiben zu können. Das ist also nicht wirklich ein Kritikpunkt sondern nur etwas wo ich etwas empfindlich bin.

Mein Bruder der Nichtraucher vermittelt einen realistischen Einblick in die Welt der Psychiatrie und bietet dabei auch noch ein gelungenes Werk zur Unterhaltung.

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Tags: borderline, buch, erfahrungen, essstörung, klinik, lesen, personal, pflege, psychiatrie, rezension   (10)

  

 

Im Zauber der Sirenen
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(84)

189 Bibliotheken, 5 Leser, 7 Gruppen, 48 Rezensionen

sirenen, fantasy, liebe, meer, tricia rayburn

Im Zauber der Sirenen

Tricia Rayburn , Ulrike Nolte
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.10.2010
ISBN 9783548282848
Genre: Science-Fiction & Fantasy

Rezension:  
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Crossfire. Offenbarung
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(121)

211 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

liebe, erotik, sex, eva, gideon

Crossfire. Offenbarung

Sylvia Day , Jens Plassmann , Marie Rahn
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.03.2013
ISBN 9783453545595
Genre: Erotik

Rezension:

Seit ein paar Wochen sind Eva und der erfolgreiche Geschäftsmann Gideon Cross ein Paar. Obwohl Eva es sich niemals hätte vorstellen können liebt sie seine dominante Art und findet sie Geborgenheit und sexuelle Erfüllung darin sich ihm zu unterwerfen. Kein Mann genießte jemals so sehr ihr Vertrauen wie Gideon. Doch dann beginnt Gideon sich zu verändern. Immer stärker will er sie kontrollieren und die Dämonen seiner eigenen Vergangenheit, über die er sich nach wie vor ausschweigt, belasten Eva und die Beziehung. Eva versucht ihn zum Reden zu bringen denn nur wenn es keine Geheimnisse mehr zwischen ihnen gibt haben sie in dieser Beziehung eine Chance auf die Zukunft.

Was ganz deutlich hervorsticht im Vergleich zum ersten Buch “Versuchung” ist dass die Sexszenen um einiges reduziert worden. Im zweiten Band der Crossfire Trilogie wird sich mehr auf die Handlung konzentriert. Natürlich gab es eine Handlung auch im ersten Band aber in Offenbarung wird darauf mehr eingegangen. Die Sexszenen die es allerdings gab erschienen mir zu einem großen Teil doch mittlerweile sehr weit hergeholt. Entweder der Herr Gideon Cross ist eine Maschiene, inklusive Orgasmus-Knopf, oder das größte Sexmonster von dem die Welt je gehört hat. Mir ist durchaus bewusst dass es Menschen gibt die sexuell sehr aktiv sind und auch der Ausdruck multiple Orgasmen ist mir ein Begriff doch ehrlich gesagt kann ich mir nur schwer vorstellen dass es bei einem Pärchen wirklich jedes Mal so “heiß hergeht” wie bei Eva und Gideon. Anfangs war es noch nett das zu lesen doch irgendwann hatte ich dafür nur noch ein ungläubiges Kopfschütteln übrig.

“Ich wurde nun von seinen Händen, seinem Körpergewicht und seiner nicht nachlassenden Erektion auf die Matratze gedrückt und war ihm völlig ausgeliefert.” (Seite 104)

Über die leicht übertriebenen Sexszenen kann ich hinwegsehen zumal es sich einfach um einen Erotik Roman handelt und dabei wahrscheinlich niemand den einfachen 0815 Sex lesen möchte. Worüber ich dann nicht mehr hinwegsehen kann ist das ständige Hin und Her in der Beziehung. Immer wieder kommt Eva die Erkenntnis dass es mit ihr und Gideon nicht klappt und sie sich trennen müssen. Eva betrachtet sie bereits als getrennt und kaum wenige Tage später ist wieder das genaue Gegenteil der Fall und Eva schwärmt in den höchsten Tönen davon dass sie immer zusammen sein werden. Die Beziehung schlittert von einem Extrem ins Nächste und mit der Zeit fängt es an zu nerven. Mit viel gutem Willen kann ich selbst da noch ein Auge zudrücken in Bezug darauf dass beide schwer traumatische Erfahrungen machen mussten und sich das nunmal in ihrem Umgang mit zwischenmenschlichen Beziehungen spiegelt. Allerdings hat mich Eva in diesem Buch auch in anderer Hinsicht enttäuscht. Man bekommt langsam das Gefühl dass sie vorallem heiße Luft von sich gibt. Das beste Beispiel ist die Auseinandersetzung mit ihrem Mitbewohner Carry. Eine Auseinandersetzung die von ihr groß angelündigt wird aber nie wirklich stattfindet sondern zu einem vergnüglichen Wochenendtrip mutiert.

“Ich wich vor ihm zurück. Das war nicht der Gideon, den ich kannte. Es fühlte sich an, als wäre der Mann verschwunden, den ich liebte, als stünde ein vollkommen Fremder in Gideons Körper vor mir.” (Seite 291)

Man darf aber nicht unerwähnt lassen dass man in Offenbarung einiges, vorallem über Gideon, erfährt. Man bekommt nähere Informationen was genau Gideon in seiner Vergangenheit erleben musste und wie diese traumatischen Erlebnisse mit dem Hass auf seine Familie zusammenhängen. Endlich kann er sich Eva gegenüber ein ganzes Stück weiter öffnen und ihr etwas von seiner Kindheit erzählen. Auch von Eva lernt man etwas mehr kennen und erhält einen Blick auf ihre verschiedenen Chraktereigenschaften. Der Schreibstil ist wieder recht einfach aber nicht plump und lässt einen das Buch gut und flüssig lesen. Es macht Spaß die Geschichte um Eva und Gideon weiter zu verfolgen und rauszufinden ob ihre Liebe stark genug ist den Problemen der Vergangenheit und Gegenwart zu trotzen.

Offenbarung gibt einen einiges an neuen Informationen, wirft dadurch aber auch neue Fragen auf. Insgesamt ist es ein gutes Buch das mich allerdings nicht so sehr überzeugen konnte wie der erste Band. Es bleibt zu hoffen dass der dritte und letzte Band der Reihe wieder besser wird.

  (1)
Tags: belletristik, erotik, roman   (3)

  

 

Beseelt: New Tales of Partholon 5
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(4)

17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

formorianer, seele, mira, p.c. cast, taschenbuch

Beseelt: New Tales of Partholon 5

P.C. Cast
E-Buch Text: 480 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.12.2012
ISBN B00AJQ6PN6
Genre: Sonstiges

Rezension:

“Während sie sprach, ließ Cuchulainn den Blick über die Kinder gleiten. Sie erkannte den Moment, in dem ihre Worte die Wand aus Zorn durchbrachen, die er um sich errichtet hatte. Seine breiten Schultern sackten nach unten; unsicher wischte er sich über die Stirn.” (Seite 193)

Cuchulainn hat die MacCallan Burg nach dem grausamen Tod seiner Verlobten verlassen und sich auf ins Ödland gemacht um die geflügelten Kinder zu finden. Als Elphame sich zunehmend Sorgen um ihren trauernden Bruder macht, macht sich Brighid auf um ihn zu suchen und zusammen mit den geflügelten Kindern nach Hause zu holen. Doch Cuchulainn ist von der Trauer zerrissen und um ihn zu retten muss Brighid sich endlich zu ihrem schamanischen Erbe bekennen und in die Anderwelt reisen. Ein Schritt mit dem sie nicht nur Cuchulainns Leben verändert sondern auch ihr eigenes Schicksal besiegelt.

Der 5. Band der Partholon Reihe grenzt sich deutlich von den vorherigen Bänden ab. Ein Großteil der Handlung spielt nicht in den vertrauten Gebieten sondern im finsteren Ödland und es steht diesmal nicht die Reinkarnation einer Göttin als Protagonistin im Vordergrund sondern Charaktere mit denen man sich im 4. Band der Reihe bereits vertraut machen konnte. Auch die Sexszenen sind mittlerweile wesentlich mehr in den Hintergrund getreten so dass man sich voll auf die Geschichte und ihren Verlauf stürzen kann.
Vielleicht erwartet man nach 4 Bänden eigentlich dass nicht mehr viel Neues passiert und oberflächlich betrachtet ist das auch tatsächlich der Fall. Zentauren, Schamanen, Gestaltwandlungen, Formorianer das alles kennt man bereits aus den Partholon Büchern und doch hat P.C. Cast es geschafft wieder etwas Neues und Eigenes zu schaffen.
Man erfährt sehr viel über die geflügelten Kinder, die “Neuen Formorianer”, darüber wie sie entstanden und seitdem leben. Wie auch den Personen im Buch fällt es einem als Leser nicht schwer all diese kleinen Wesen schnell ins Herz zu schließen die so voller Neugier und Lebenslust stecken und jedem sofort ein Loch in den Bauch fragen.
Cuchulainn hat mir schon im letzten Partholon Buch sehr gefallen und war mir sehr sympathisch. Man merkt deutlich in welch schlechter Verfassung er sich befindet und wie sehr in die Trauer gefangen hält. Doch es wird auch deutlich dass der Wunsch nach Besserung da ist und nach Hilfe.
Brighid lernt man dagegen ganz neu kennen. Man erfährt einiges über ihre Herkunft und ihr Leben bevor sie an die MacCallan Burg kam.
Wie schon in den anderen Büchern gibt es auch in Beseelt wieder etwas bedrohliches. Irgendetwas das wartet und lauert. Immer dasselbe Konzept verliert langsam etwas an Reiz aber gehört vielleicht auch einfach zu Partholon dazu. Es ist auch nur ein kleiner Kritikpunkt über den man leicht hinweg sehen kann.
So gut mir Beseelt auch gefallen hat macht es auf mich doch den Eindruck als wenn die Geschichte als Ganzes langsam etwas an Dynamik verliert. Irgendetwas fehlte mir bei Beseelt was ich nicht genau benennen kann.

Beseelt schafft es 5. Band der Partholon Reihe ebenso zu fesseln wie schon seine Vorgänger. Die Geschichte hat jedoch ein wenig an Charme und Dynamik verloren.

  (9)
Tags: buch, fantasy, formorianer, lesen, liebe, mira, p.c. cast, partholon, rezension, schamane, seele, taschenbuch, trauer, verlag, zentaur   (15)

  

 

Frostherz
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(68)

152 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

liebe, götter, jennifer estep, gott, mythos

Frostherz

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei IVI, 12.03.2013
ISBN 9783492702850
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
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Crossfire. Versuchung
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(207)

337 Bibliotheken, 9 Leser, 3 Gruppen, 76 Rezensionen

liebe, erotik, crossfire, sex, gideon

Crossfire. Versuchung

Sylvia Day , Eva Malsch , Jens Plassmann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.01.2013
ISBN 9783453545588
Genre: Erotik

Rezension:

„Die Luft zwischen uns schien plötzlich zu vibrieren. Auch er wandte den Blick nicht von mir ab, und dabei schien er sich irgendwie zu verändern, als würde ein Schutzschild von seinen Augen entfernt. Dahinter entdeckte ich eine ungeheure Willenskraft, die mir den Atem raubte.“ (Seite 12)

An ihrem ersten Arbeitstag in einer New Yorker Werbeagentur stößt die Uniabsolventin Eva mit Gideon Cross zusammen. Obwohl Eva instinktiv spürt dass sie von ihm besser die Finger lassen sollte fühlt sie sich unheimlich stark von ihm angezogen. Auch Gideon zeigt ganz offen sein Interesse an Eva und macht ihr gegenüber kein Geheimnis daraus was er von ihr zu welchen Bedingungen will. Eva lässt sich schließlich auf ihn ein und entdeckt dabei ihre geheimsten Fantasien und Sehnsüchte. Doch beide haben eine komplizierte und dunkle Vergangenheit die ihre Beziehung erschwert.

Wahrscheinlich ist schon jetzt völlig klar dass die Crossfire Reihe nicht um zahlreiche Vergleiche zu den Shades of Grey Büchern herumkommen wird. Was naheliegend ist denn Shades of Grey war in aller Munde selbst bei denen die es nicht gelesen haben und der Klappentext von Crossfire lässt einen zunächst an eine fast identische Geschichte denken.
Tatsächlich gibt es viele Parallelen zu Shades of Grey aber eben doch auch gravierende Unterschiede so dass Crossfire am Ende doch eine eigene Geschichte ist.
So ist zum Beispiel Eva es durchaus gewohnt ein relativ luxuröses Leben zu führen da sie einen sehr reichen Stiefvater hat. Mit ihren Eltern hat Eva generell leider eher Probleme. Seit sie als Kind von ihrem Stiefbruder vergewaltigt wurde macht ihre Mutter sich ständig Sorgen um sie und erdrückt sie förmlich mit ihrer Angst. Ihr Stiefvater tut alles um seine Frau zufriedenzustellen und zu beruhigen auch wenn es dabei über Evas Grenzen hinaus geht.
Gideon ist es gewöhnt zu bekommen was er will. Er dominiert gerne die Menschen um sich herum, auch die Frauen mit denen er sich einlässt. Eva jedoch hat ihren eigenen Kopf und bietet ihm in dieser Hinsicht deswegen immer wieder die Stirn was ihn ebenso verwirrt wie anzieht. Doch auch er hat mit Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen und man kann sich zwar ungefähr vorstellen welcher Art diese Dämonen sind doch erfährt noch nichts näheres über sie.
Natürlich hat Crossfire einen sehr hohen Erotikanteil der jedoch keineswegs billig wirkt oder sogar irgendwann anfängt zu langweilen. Man erlebt viel mehr mit wie zwei Menschen sich aufeinander einlassen und dabei in jeder Hinsicht kennen lernen trotz vieler Ängste vor dem Unbekannten.
Auffällig ist, dass nahezu jeder Charakter in Crossfire eine aussergewöhnliche Schönheit zu sein scheint. Ich kann mich zumindest an keinen erinnern der nicht als unglaublich gutaussehend beschrieben wurde. Das ist doch sehr realitätsfern und macht es so schwierig sich mit den Personen zu identifizieren. Dafür gibt die Autorin sich redlich viel Mühe den Personen charakterlich einiges an Tiefe zu geben was verhindert dass die Charaktere zu oberflächlich wirken.
Was mich allerdings sehr gestört hat war dass es ausserhalb von Bett bzw sexuellen Aktivitäten doch eher wenige frohe Momente gibt. Sowohl Eva als auch Gideon mussten wie gesagt einiges durchmachen und auch der Mitbewohner von Eva hat nicht gerade eine rosige Vergangenheit. So erweckt es den Anschein als wenn alles vorallem negativ behaftet ist und die Charaktere nur beim Sex wirklich glücklich sein können da es sonst nichts schöne sin ihrem Leben gibt.

Crossfire versteht es seine Leser zu fesseln und sich trotz vieler Ähnlichkeiten doch klar von Shades of Grey zu distanzieren so dass es eine eigene, neue Geschichte ist die man nur schwer wieder aus der Hand legen kann.

  (9)
Tags: beziehung, buch, crossfire, erotik, familie, heyne, lesen, rezension, sex, trauma, vergangenheit, verlag, werbeagentur, wg   (14)

  

 

Shadow Falls Camp - Entführt in der Dämmerung
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(101)

206 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

kylie, fantasy, derek, lucas, perry

Shadow Falls Camp - Entführt in der Dämmerung

C.C. Hunter , Tanja Hamer
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 01.03.2013
ISBN 9783841421296
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:  
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Shadow Falls Camp – Erwacht im Morgengrauen
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(160)

278 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 43 Rezensionen

vampire, kylie, camp, feen, liebe

Shadow Falls Camp – Erwacht im Morgengrauen

C.C. Hunter , Tanja Hamer
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 19.12.2012
ISBN 9783841421289
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:  
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Das Schicksal ist ein mieser Verräter
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(622)

1.066 Bibliotheken, 33 Leser, 7 Gruppen, 179 Rezensionen

krebs, liebe, tod, freundschaft, amsterdam

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.07.2012
ISBN 9783446240094
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

“Manchmal liest man ein Buch, und es erfüllt einen mit diesem seltsamen Missionstrieb, und du bist überzeugt, dass die kaputte Welt nur geheilt werden kann, wenn alle Menschen dieser Erde dieses eine Buch gelesen haben.“ (Seite 36)

Hazel ist 16 Jahre alt und alles andere als ein normaler Teenager. Längeres Stehen und Treppensteigen bringen sie bereits an den Rand der Erschöpfung, die Sauerstoffflasche ist ihr ständiger Begleiter, denn Hazel hat Krebs. Als sie durch ihre Krankheit immer depressiver wird schicken ihre Eltern sie in eine Selbsthilfegruppe. Dort lernt sie eines Tages den gutaussehenden und schlagfertigen Augustus, genannt Gus, kennen. Hazel und Gus verstehen sich auf anhieb, sie diskutieren Bücher und Filme und verlieben sich ineinander. Gus macht sogar Hazels Herzenswunsch war, nach Amsterdam zu reisen und ihren lieblingsautor Peter van Houten kennenzulernen. Doch diese Reise verläuft anders als geplant und zeigt dass das Schicksal wahrlich ein mieser Verräter ist.

Ich habe hohe Erwartungen in dieses Buch gesteckt. Schließlich hörte ich aus allen Richtungen wie wunderbar dieses Buch sei und dass man es unbedingt lesen müsse. Als ich dann anfing es zu lesen war ich zwar nicht enttäuscht aber ich fragte mich doch lange was daran so hochgelobt wird.
Hazels Schicksal ist bewegend, natürlich. Wie würde man sich wohl selber fühlen wenn man das Wissen mit sich herumträgt dass es keine Heilung für Dich gibt sondern dir nur Zeit verschafft wurde? Das ist berührend und wenn die Protagonistin dann noch ein so junges Mädchen ist erscheint es irgendwie gleich noch schlimmer. Doch konnte ich lange keine so große Begeisterung für das Buch aufbringen wie es so viele andere tun.
Erst mit dem Voranschreiten der Geschichte, ab dem Amsterdam-Urlaub nahm mich die Geschichte gefangen. Und ich fing an zu verstehen was das Buch so ergreifend macht und viele es so hoch loben lässt. Aber bis dahin muss man sich auch wirklich durchbeissen.
Das Buch besteht vorallem aus einer düster-traurigen Stimmung. Was zu erwarten ist wenn man ein “Krebsbuch” liest. Die Betroffenen Krebspatienten werden ihre Krankheit sicher auch alles andere als lustig finden. Darauf sollte man sich von Anfang an einstellen können wenn man dieses Buch lesen möchte. Es ist traurig, es ist deprimierend und es ist ziemlich hoffnungslos. Es gibt schöne Momente doch das Damokles Schwert hängt nuneinmal über den Köpfen der Charaktere und das lässt einen der Autor auch nie vergessen.
Über die Charaktere selber möchte ich gar nicht viel sagen. Ob glaubwürdig oder nicht vermag ich nicht zu beurteilen denn ich glaube die Diagnose Krebs ist etwas sehr extremes und es steht mir nicht zu zu beurteilen wie jemand mit dieser Krankheit denken oder handeln würde. Aus meiner Familie starben zwei Mitglieder an Krebserkrankungen, eine Freundin überlebte die Diagnose Leukämie und jeder von ihnen ging mit der Krankheit anders um. Jeder auf seine Art und so ist es auch in dem Buch der Fall.
Am Ende reisst das Buch einen unweigerlich mit und man sollte sich unbedingt Taschentücher bereit legen.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter ist ein Buch mit düsterer Stimmung, schafft es aber, wenn man sich durch die erste Hälfte durchgekämpft hat, trotzdem zu bewegen und einige Sonnenstrahlen deutlich aufzuzeigen. Man sollte es gelesen haben.

  (4)
Tags: buch, depression, freundschaft, hanser, john green, krankenhaus, krebs, leben, lesen, liebe, reise, rezension, schicksal, tod, verlag   (15)

  

 

Mädchenfänger
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(141)

255 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

thriller, internet, mord, entführung, mädchen

Mädchenfänger

Jilliane Hoffman , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 458 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 19.09.2011
ISBN 9783499253881
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:  
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Untot - Lauf, solange du noch kannst
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(75)

136 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 52 Rezensionen

zombies, untot, zombie, bobby, jugendbuch

Untot - Lauf, solange du noch kannst

Kirsty McKay , Frank Böhmert
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.12.2012
ISBN 9783551520418
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

“Wenn ich hier und jetzt sterbe, dann werde ich mich in Grund und Boden schämen. Was für eine Versagerin. Von einem Busfahrer zur Strecke gebracht und aufgefressen, in Schottland, auf einer dämlichen Klassenfahrt. Meine Fresse.” (Seite 99)

Bobby kann ihre neuen Mitschüler nicht leiden, zu sehr sehnt sie sich zurück an ihre alte Schule und die ihr vertraute Umgebung. Auf einem Skiausflug beschließt sie daher nicht mit den anderen Schülern ins Café zu gehen sondern mit ihrem Klassenkameraden Smitty im Bus zu bleiben. Eine Entscheidung die ihr das Leben rettet denn aus dem Café kommt, ausser der Mitschülerin Alice, niemand lebend heraus. Doch sind all die Cafébesucher auch nicht wirklich tot, sie sind zu Zombies geworden. Und sie sehen verdammt hungrig aus. Bobby, Smitty und Alice sind auf sich allein gestellt, mitten in Schottlang, im Schnee und ohne Verbindung zur Aussenwelt.

Vor einigen Wochen tauchte im Internet plötzlich eine merkwürdige Seite der Zentrale zur Abwehr Untoter auf. Manche Blogger bekamen seeltsame Post von selbiger Vereinigung mit Hinweisen wie man eine Zombie-Apokalypse überlebt. Wie sich heraus stellte handelte es sich um eine Werbeaktion für das Buch Untot und einem dazugehörigen Filmprojekt. Im Rahmen dessen bekamen einige blogger ein Rezensionsexemplar des Buches, ich ebenso. Am besten wird das Buch durch eine Aussage ebschrieben die auf dem Buchrücken selbst zu finden ist: “Blutig, witzig, schnell. ” Es fängt ruhig an, man lernt ein klein wenig Bobby und ihre Situation kennen und plötzlich bricht das Chaos aus.
Man sollte meinen dass Teenager wie es Bobby, Smitty und Alice nunmal sind erstmal geschockt sind, vielleicht sogar regelrecht erstarrt und nicht wissen was zu tun ist. Doch tatsächlich nehmen es alle Drei relativ locker auf. Natürlich haben sie Angst erfassen jedoch schnell die Lage und schaffen es sehr überlegt zu handeln. Andererseits sind Zombies ja auch heutzutage allseits bekannt durch Film und Fernsehen sodass Jugendliche wohl von Haus aus ein bestimmtes Wissen für so eine Situation mitbringen würden.
Untot ist vorallem eines, spannend. Man fragt sich ständig wie es zu der Situation gekommen ist. Was hat all die Schüler verwandelt? Wer oder was steckt dahinter? Ist es möglicherweise sogar ein von der Regierung lange geplantes Unterfangen? Sowohl die Überlegungen im Buch als auch die eigenen gehen immer wieder in verschiedene Richtungen sodass die Spannung die ganze zeit über gut erhalten bleibt.
Leider geht es bei den Charakteren nicht so sehr in die Tiefe wie ich es mir gewünscht hätte. Dennoch schaffen sie es einen sympathischen Eindruck zu machen und man kann sich leicht auf sie einalssen. Smitty und Bobby hebens ich schnell als so etwas wie die Anführer ihrer kleinen Gruppe hervor und entwickeln im Laufe des Buches immer mehr gegenseitige Sympathie wodurch es sogar zu ein paar romantischen Szenen kommt.
Das Buch endet mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger und man will am liebsten sofort den zweiten Band in Händen halten. Darauf muss man allerdings noch bis nächstes Jahr warten.

Untot ist ein Buch dass einen nicht nur von Anfang bis Ende fesselt sondern nebenbei auch noch einen recht hohen Spaßfaktor bietet.

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Shades of Grey - Befreite Lust
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Shades of Grey - Befreite Lust

E. L. James
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 24.10.2012
ISBN 9783442478972
Genre: Erotik

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