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Crossfire. Offenbarung
LOVELYBOOKS-Statistik

(98)

174 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

liebe, erotik, gideon, eva, sex

Crossfire. Offenbarung

Sylvia Day , Jens Plassmann , Marie Rahn
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.03.2013
ISBN 9783453545595
Genre: Erotik

Rezension:

Seit ein paar Wochen sind Eva und der erfolgreiche Geschäftsmann Gideon Cross ein Paar. Obwohl Eva es sich niemals hätte vorstellen können liebt sie seine dominante Art und findet sie Geborgenheit und sexuelle Erfüllung darin sich ihm zu unterwerfen. Kein Mann genießte jemals so sehr ihr Vertrauen wie Gideon. Doch dann beginnt Gideon sich zu verändern. Immer stärker will er sie kontrollieren und die Dämonen seiner eigenen Vergangenheit, über die er sich nach wie vor ausschweigt, belasten Eva und die Beziehung. Eva versucht ihn zum Reden zu bringen denn nur wenn es keine Geheimnisse mehr zwischen ihnen gibt haben sie in dieser Beziehung eine Chance auf die Zukunft.

Was ganz deutlich hervorsticht im Vergleich zum ersten Buch “Versuchung” ist dass die Sexszenen um einiges reduziert worden. Im zweiten Band der Crossfire Trilogie wird sich mehr auf die Handlung konzentriert. Natürlich gab es eine Handlung auch im ersten Band aber in Offenbarung wird darauf mehr eingegangen. Die Sexszenen die es allerdings gab erschienen mir zu einem großen Teil doch mittlerweile sehr weit hergeholt. Entweder der Herr Gideon Cross ist eine Maschiene, inklusive Orgasmus-Knopf, oder das größte Sexmonster von dem die Welt je gehört hat. Mir ist durchaus bewusst dass es Menschen gibt die sexuell sehr aktiv sind und auch der Ausdruck multiple Orgasmen ist mir ein Begriff doch ehrlich gesagt kann ich mir nur schwer vorstellen dass es bei einem Pärchen wirklich jedes Mal so “heiß hergeht” wie bei Eva und Gideon. Anfangs war es noch nett das zu lesen doch irgendwann hatte ich dafür nur noch ein ungläubiges Kopfschütteln übrig.

“Ich wurde nun von seinen Händen, seinem Körpergewicht und seiner nicht nachlassenden Erektion auf die Matratze gedrückt und war ihm völlig ausgeliefert.” (Seite 104)

Über die leicht übertriebenen Sexszenen kann ich hinwegsehen zumal es sich einfach um einen Erotik Roman handelt und dabei wahrscheinlich niemand den einfachen 0815 Sex lesen möchte. Worüber ich dann nicht mehr hinwegsehen kann ist das ständige Hin und Her in der Beziehung. Immer wieder kommt Eva die Erkenntnis dass es mit ihr und Gideon nicht klappt und sie sich trennen müssen. Eva betrachtet sie bereits als getrennt und kaum wenige Tage später ist wieder das genaue Gegenteil der Fall und Eva schwärmt in den höchsten Tönen davon dass sie immer zusammen sein werden. Die Beziehung schlittert von einem Extrem ins Nächste und mit der Zeit fängt es an zu nerven. Mit viel gutem Willen kann ich selbst da noch ein Auge zudrücken in Bezug darauf dass beide schwer traumatische Erfahrungen machen mussten und sich das nunmal in ihrem Umgang mit zwischenmenschlichen Beziehungen spiegelt. Allerdings hat mich Eva in diesem Buch auch in anderer Hinsicht enttäuscht. Man bekommt langsam das Gefühl dass sie vorallem heiße Luft von sich gibt. Das beste Beispiel ist die Auseinandersetzung mit ihrem Mitbewohner Carry. Eine Auseinandersetzung die von ihr groß angelündigt wird aber nie wirklich stattfindet sondern zu einem vergnüglichen Wochenendtrip mutiert.

“Ich wich vor ihm zurück. Das war nicht der Gideon, den ich kannte. Es fühlte sich an, als wäre der Mann verschwunden, den ich liebte, als stünde ein vollkommen Fremder in Gideons Körper vor mir.” (Seite 291)

Man darf aber nicht unerwähnt lassen dass man in Offenbarung einiges, vorallem über Gideon, erfährt. Man bekommt nähere Informationen was genau Gideon in seiner Vergangenheit erleben musste und wie diese traumatischen Erlebnisse mit dem Hass auf seine Familie zusammenhängen. Endlich kann er sich Eva gegenüber ein ganzes Stück weiter öffnen und ihr etwas von seiner Kindheit erzählen. Auch von Eva lernt man etwas mehr kennen und erhält einen Blick auf ihre verschiedenen Chraktereigenschaften. Der Schreibstil ist wieder recht einfach aber nicht plump und lässt einen das Buch gut und flüssig lesen. Es macht Spaß die Geschichte um Eva und Gideon weiter zu verfolgen und rauszufinden ob ihre Liebe stark genug ist den Problemen der Vergangenheit und Gegenwart zu trotzen.

Offenbarung gibt einen einiges an neuen Informationen, wirft dadurch aber auch neue Fragen auf. Insgesamt ist es ein gutes Buch das mich allerdings nicht so sehr überzeugen konnte wie der erste Band. Es bleibt zu hoffen dass der dritte und letzte Band der Reihe wieder besser wird.

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Tags: belletristik, erotik, roman   (3)

  

 

Crossfire. Versuchung
LOVELYBOOKS-Statistik

(181)

298 Bibliotheken, 9 Leser, 3 Gruppen, 69 Rezensionen

erotik, liebe, crossfire, sex, gideon

Crossfire. Versuchung

Sylvia Day , Eva Malsch , Jens Plassmann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.01.2013
ISBN 9783453545588
Genre: Erotik

Rezension:

„Die Luft zwischen uns schien plötzlich zu vibrieren. Auch er wandte den Blick nicht von mir ab, und dabei schien er sich irgendwie zu verändern, als würde ein Schutzschild von seinen Augen entfernt. Dahinter entdeckte ich eine ungeheure Willenskraft, die mir den Atem raubte.“ (Seite 12)

An ihrem ersten Arbeitstag in einer New Yorker Werbeagentur stößt die Uniabsolventin Eva mit Gideon Cross zusammen. Obwohl Eva instinktiv spürt dass sie von ihm besser die Finger lassen sollte fühlt sie sich unheimlich stark von ihm angezogen. Auch Gideon zeigt ganz offen sein Interesse an Eva und macht ihr gegenüber kein Geheimnis daraus was er von ihr zu welchen Bedingungen will. Eva lässt sich schließlich auf ihn ein und entdeckt dabei ihre geheimsten Fantasien und Sehnsüchte. Doch beide haben eine komplizierte und dunkle Vergangenheit die ihre Beziehung erschwert.

Wahrscheinlich ist schon jetzt völlig klar dass die Crossfire Reihe nicht um zahlreiche Vergleiche zu den Shades of Grey Büchern herumkommen wird. Was naheliegend ist denn Shades of Grey war in aller Munde selbst bei denen die es nicht gelesen haben und der Klappentext von Crossfire lässt einen zunächst an eine fast identische Geschichte denken.
Tatsächlich gibt es viele Parallelen zu Shades of Grey aber eben doch auch gravierende Unterschiede so dass Crossfire am Ende doch eine eigene Geschichte ist.
So ist zum Beispiel Eva es durchaus gewohnt ein relativ luxuröses Leben zu führen da sie einen sehr reichen Stiefvater hat. Mit ihren Eltern hat Eva generell leider eher Probleme. Seit sie als Kind von ihrem Stiefbruder vergewaltigt wurde macht ihre Mutter sich ständig Sorgen um sie und erdrückt sie förmlich mit ihrer Angst. Ihr Stiefvater tut alles um seine Frau zufriedenzustellen und zu beruhigen auch wenn es dabei über Evas Grenzen hinaus geht.
Gideon ist es gewöhnt zu bekommen was er will. Er dominiert gerne die Menschen um sich herum, auch die Frauen mit denen er sich einlässt. Eva jedoch hat ihren eigenen Kopf und bietet ihm in dieser Hinsicht deswegen immer wieder die Stirn was ihn ebenso verwirrt wie anzieht. Doch auch er hat mit Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen und man kann sich zwar ungefähr vorstellen welcher Art diese Dämonen sind doch erfährt noch nichts näheres über sie.
Natürlich hat Crossfire einen sehr hohen Erotikanteil der jedoch keineswegs billig wirkt oder sogar irgendwann anfängt zu langweilen. Man erlebt viel mehr mit wie zwei Menschen sich aufeinander einlassen und dabei in jeder Hinsicht kennen lernen trotz vieler Ängste vor dem Unbekannten.
Auffällig ist, dass nahezu jeder Charakter in Crossfire eine aussergewöhnliche Schönheit zu sein scheint. Ich kann mich zumindest an keinen erinnern der nicht als unglaublich gutaussehend beschrieben wurde. Das ist doch sehr realitätsfern und macht es so schwierig sich mit den Personen zu identifizieren. Dafür gibt die Autorin sich redlich viel Mühe den Personen charakterlich einiges an Tiefe zu geben was verhindert dass die Charaktere zu oberflächlich wirken.
Was mich allerdings sehr gestört hat war dass es ausserhalb von Bett bzw sexuellen Aktivitäten doch eher wenige frohe Momente gibt. Sowohl Eva als auch Gideon mussten wie gesagt einiges durchmachen und auch der Mitbewohner von Eva hat nicht gerade eine rosige Vergangenheit. So erweckt es den Anschein als wenn alles vorallem negativ behaftet ist und die Charaktere nur beim Sex wirklich glücklich sein können da es sonst nichts schöne sin ihrem Leben gibt.

Crossfire versteht es seine Leser zu fesseln und sich trotz vieler Ähnlichkeiten doch klar von Shades of Grey zu distanzieren so dass es eine eigene, neue Geschichte ist die man nur schwer wieder aus der Hand legen kann.

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Tags: beziehung, buch, crossfire, erotik, familie, heyne, lesen, rezension, sex, trauma, vergangenheit, verlag, werbeagentur, wg   (14)

  

 
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