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Wunder
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(133)

308 Bibliotheken, 14 Leser, 3 Gruppen, 59 Rezensionen

schule, freundschaft, wunder, familie, mut

Wunder

R.J. Palacio , André Mumot
Fester Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.01.2013
ISBN 9783446241756
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Auggie ist anders. Denn durch das Zusammenspiel von mehreren Genmutationen kam er mit einem furchtbar entstellten Gesicht auf die Welt. Trotzdem wünscht er sich nichts sehnlicher als wie jeder andere Junge in seinem Alter behandelt zu werden. Weil Auggie schon von Geburt an so oft am Gesicht operiert werden musste ist er nie in eine Schule gegangen. Nun soll er in die fünfte Klasse kommen. Obwohl Auggie weiß dass die meisten Kinder nicht absichtlich gemein zu ihm sind fällt es ihm schwer damit zurecht zu kommen und er versucht alles um nicht aufzufallen. Nicht auffallen ist jedoch alles andere als leicht wenn man ein so witziger, kluger und mutiger Junge ist wie Auggie.

Meinung:
Es gäbe so viele Worte die man zu diesem Buch sagen könnte und kein einziges davon würde seinem Inhalt wirklich gerecht werden.
Auggie kam mit einem entstellten Gesicht zur Welt. Mit den Jahren haben sowohl er als auch seine Familie gelernt damit zu leben. Auggie weiß sehr genau dass er die Blicke auf sich zieht. Er will es nicht und mag es nicht aber er hat sich damit irgendwie abgefunden. Daran gewöhnen kann er sich allerdings nicht. Stets trägt er sein Haar so dass es möglichst viel von seinem Gesicht verdeckt. Wenn er geht hält er den Kopf gesenkt. Er tut alles um möglichst wenig aufzufallen. Als er in die Schule kommt lernt Auggie kennen was es heißt tagtäglich einer großen Menge von Menschen zu begegnen. Er erfährt wahre Freundschaft und Unterstützung aber auch Grausamkeit und Demütigung. Auggie ist vorallem eines, Realist. Er spielt sein Aussehen nicht herunter und macht sich auch keine falschen Hoffnungen auf Besserung, dramatisiert andererseits aber auch nicht.

Ich heiße übrigens August. Ich werde nicht beschreiben, wie ich aussehe. Was immer ihr euch vorstellt – es ist schlimmer.” Seite 10

Via, Auggies Schwester, hat schon immer zurückgesteckt. Niemand hat sie je darauf vorbereitet oder es ihr erklärt, nein, sie hat es von alleine bemerkt und sich darauf eingestellt. Nie hat sie sich beschwert dass Auggie stets alle Aufmerksamkeit und auch den Großteil an Zuwendung und Interesse von den Eltern bekommt. Aber Via hat auch Probleme, sie wird älter, ihr Umfeld und ihre Interessen ändern sich und stets fühlt sie sich damit allein und auf ihren entstellten Bruder reduziert.
Jack und Summer werden durch die Schule zu sehr engen und wichtigen Freunden von Auggie. Während Summer von Anfang an kein Problem mit Auggie und seinem Aussehen hat gibt Jack sich anfangs nur mit ihm ab weil der Schulleiter ihn darum bittet. Als Jack Auggie dann immer besser kennenlernt ist die Bitte des Schulleiters jedoch schnell vergessen und Jack erweist sich als echter Freund auch wenn das bedeutet dass er selber zum Aussenseiter wird.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Auggie, Via, Jack, Summer und noch einigen anderen Personen erzählt. So erhält man nicht nur einen weit gefassten Überblick über die Geschehnisse sondern erfährt die Beweggründe für das Handeln der Personen und man lernt jeden von ihnen kennen obwohl es keine ewig langen Textabschnitte sind.
Die Gefühle und Empfindungen der Charaktere, ebenso wie ihr Handeln, werden realistisch und nachvollziehbar dargestellt. Das Buch bewegt, rüttelt auf, schockiert, ergreifet, und schildert schonungslos. Es weckt so gut wie alles was es an Emotionen gibt. Es ist ein besonderes Buch ohne reisserische Szenen oder übertriebene Darstellungen.
Einige Stellen machten mich beim Lesen geradezu wütend. Gerade bei Auggies Mitschülern jedoch bleibt zu beachten dass es eben Kinder sind und Kinder leben in erster Linie ja das aus was ihnen ihr engstes Umfeld vorlebt. So wird zum Beispiel auch bei Auggies Mitschüler Julian, der keine Gelegenheit auslässt Auggie zu demütigen, klar dass es vorallem das Elternhaus ist das diese Einstellung vertritt. Julians Mutter ist es auch die das aktuelle Klassenfoto so mit Photoshop bearbeitet dass Auggies Gesicht nicht zu sehen ist und es dann an die anderen Eltern schickt. Es wird aber auch ebenso deutlich dass Abneigung oft etwas mit Unsicherheit zu tun hat.

“Ich glaube, es ist so: Der einzige Grund dafür, dass ich nicht normal bin, ist der, dass mich niemand so sieht.” Seite 8

Ich finde einfach nicht die richtigen Worte um das Buch zu beschreiben aber eines ist sicher: das Buch ist etwas besonderes denn es ist ein eigenes kleines Wunder. Ein Buch für die Auggies dieser Welt die sich jeden Tag wieder ihrem Schicksal stellen. Ein Buch für die Jacks und Summers die allen Vorurteilen und Unsicherheiten zum Trotz den Mut aufbringen auf jemanden zuzugehen und zu anderen zu stehen. Und auch ein Buch für die Julians, die offen Abneigung zeigen und bewusst verletzen um sich selber groß zu fühlen. Ein Buch für ALLE.

Fazit:
Wunder ist ein unglaubliches Buch dass es ohne jede Übertreibung oder Dramatik schafft den Leser zu begeistern einfach mit Realtität und Menschlichkeit. Ein Must Read für alle Altersgruppen.

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Wie ein Flügelschlag
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239 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 77 Rezensionen

schwimmen, internat, doping, freundschaft, mord

Wie ein Flügelschlag

Jutta Wilke
Fester Einband: 282 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, F, 20.01.2012
ISBN 9783649605669
Genre: Kinder- & Jugendbuch

Rezension:

“Als kleines Kind siehst du die Welt, wie sie ist. Und es ist egal, ob dir gefällt, was du siehst, oder ob es dir nicht gefällt. Es ist die Welt, die du kennst, und du stellst sie nicht infrage. Erst als ich älter wurde, begriff ich, dass meine Welt nur eine von vielen möglichen war.”

Die 16-jährige Jana könnte sich eigentlich glücklich schätzen denn mit dem Stipendium für ein angesehenes Sportinternat geht für sie ein Traum in Erfüllung. Doch ihre neuen Mitschüler lassen sie sehr deutlich spüren dass sie nicht willkommen ist und nicht dazu gehört. Einzig und alleine die ehrgeizige Melanie verhält sich ihr gegenüber normal und freundet sich mit ihr an. Doch plötzlich blockt Melanie alle Kontaktversuche ab ohne dass Jana weiß wieso. Kurz darauf wird Melanie tot in der Schwimmhalle aufgefunden, Todesursache Herzversagen. Jana will es genau wissen und forscht nach. Hat Melanie wirklich gedopt? Hat Melanies Vater etwa smit dem Tod zu tun? Und was ist mit Herrn Drexler, dem Schwimmtrainer?

Wie ein Flügelschlag schildert auf recht eindrucksvolle Weise unter welchen Druck man als Jugendlicher geraten kann. Sei es der Druck von den Eltern, von Gleichaltrigen oder von Lehrern.
Jana und Melanie sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht, einzig das Schwimmen ist ihre Gemeinsamkeit. Melanie kommt aus einem wohlhabenden Elternhaus während Jana und ihre Mutter in sehr bescheidenen Verhältnissen leben. Melanies Vater war selber Leistungssportler und versucht permanent seine Tochter zu pushen. Janas Mutter ist depressiv und kommt alleine kaum im Leben zurecht, darum versucht sie immer wieder Jana das Sportinternat auszureden um nicht mehr alleine zuhause zu sein.
Zu dem privatn Druck von den Eltern kommen die Erwartungen der Schule. Melanie steht quasi immer im Rampenlicht und es wird viel von ihr erwartet. Jana ist aufgrund eines Stipendiums auf das Internat gekommen und muss bestimmte Leistungen erzielen um das Stipendium nicht zu verlieren.
Leistungsdruck und Konkurrenzkämpfe sind hier massiv an der Tagesordnung. Das Buch wird aus der Sicht von Jana erzählt und so erhält man einen großen Einblick in ihre Gefühlswelt und wie sie sich mit dem Druck der von allen Seiten kommt fühlt. Umso weniger erfährt man dafür über Melanie. Die wenigen Informationen über Melanie die man erhält erfährt man von ihrem Bruder Mika und auch diese sind nur recht vage.

Jutta Wilke ist hier ein beeindruckender Jugendthriller gelungen der aufzeigt wie weit man durch Leistungsdruck getrieben werden kann und wie sehr man daran zerbrechen kann.
Sehr zu empfehlen.

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Tags: buch, coppenrath, freundschaft, internat, jugendbuch, jutta wilke, lesen, rezension, sport, verlag, wie ein flügelschlag   (11)

  

 

Weiß wie Milch, rot wie Blut
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65 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

liebe, freundschaft, erwachsen werden, italien, leukämie

Weiß wie Milch, rot wie Blut

Alessandro D'Avenia , Verena von Koskull , Verena Koskull
Flexibler Einband: 286 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (HC), 11.11.2010
ISBN 9783442752836
Genre: Gegenwartsliteratur

Rezension:

Leo ist 16 Jahre alt und hat Angst vor der Farbe Weiß. Denn Weiß ist die Stille, die Einsamkeit, das Nichts. Doch es gibt auch noch andere Farben in seinem Leben. Blau, Silvia, sein Halt und Schutz. Sein Schutzengel und seine beste Freundin. Und es gibt Beatrice, sie ist Rot denn Rot ist die Liebe. Trotz mehrere SMS antwortet Beatrice ihm nicht. Plötzlich kommt Beatrice nicht mehr in die Schule. Beatrice ist sehr krank, sie hat Leukämie. Leo beschließt nicht nur ihr Blut zu spenden sondern sie zu beschützen, sie zu retten.

Das Buch habe ich gerade erst bekommen und habe es noch am selben Tag durchgelesen. Zwar hat es nur knapp 289 Seiten aber ich konnte es auch einfach nicht aus der Hand legen. Zuerst fand ich Leos Gedankengänge viel zu komplex in Angetracht seines Alters doch andererseits welcher Jugendliche der noch in der Pubertät steckt und die erste große Liebe erlebt hat keien komplexen und völlig wirren Gedanken? Manchmal fand ich es ein wenig anstrengend das Buch zu lesen aufgrund eben dieser komplexen Gedankenwelt die sich ständig ändert aber die Geschichte und die tiefen Gefühle die in ihr stecken machen das problemlos wieder wett.

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Tags: alessandro d'avenia, jugendliche, leukämie, liebe, weiß wie milch rot wie blut   (5)

  

 

Weil ich euch liebte
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thriller, mord, unfall, geld, tod

Weil ich euch liebte

Linwood Barclay , Silvia Visintini
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 20.01.2012
ISBN 9783426510520
Genre: Krimi & Thriller

Rezension:

Glen und Sheila sind glücklich verheiratet auch wenn es finfanziell zur Zeit nicht sehr gut aussieht. Glens Bau-Firma erhält kaum Aufträge zusätzlich ist vor kurzem eines der Häuser die er dabei war zu bauen abgebrannt. Doch Sheila ist zuversichtlich dass sich die Lage bald bessern wird. Eines Abends macht sie sich auf den Weg zu ihrem Buchhaltungskurs den sie seit einiger Zeit besucht. Vorher telefoniert sie noch mit Glen und sagt ihm dass sie eine Möglichkeit hat ein bisschen was nebenher zu verdienen. Es ist das letzte Gespräch zwischen Glen und seiner Frau. Sheila kommt bei einem Verkehrsunfall um. Laut den Untersuchungen soll Sheila sich betrunken ans Steuer gesetzt und so nicht nur ihren eigenen Tod sondern auch den von zwei weiteren Menschen verschuldet haben. Als seine 8 Jahre alte Tochter Kelly bei ihre besten Freundin übernachtet, deren Mutter Ann auch mit Sheila befreundet war, bekommt diese beim Versteckspielen einen ominöses Telefonat von Ann mit. Noch in derselben Nacht stirbt Ann.
Glen glaubt nicht daran dass seine Frau ein Alkoholproblem gehabt haben soll und versucht rauszufinden was genau an dem Abend ihres Todes passiert ist. Dabei gerät er immer tiefer in ein Netz aus Lügen, kriminellen Machenschaften und Bedrohungen in das scheinbar jeder aus Sheilas Freundeskreis verstrickt zu sein scheint. Plötzlich wird eien Geldsumme von 62000 Dollar von ihm verlangt die Sheila bei ihrem Unfall dabei gehabt haben soll, es wird auf Glens Haus, direkt in das Zimmer seiner Tochter, geschossen und der Mann der verstorbenen Ann lässt Kelly einfach nicht in Ruhe.
In was für Geschäfte war Sheila verstrickt? Und wie ist sie wirklich gestorben?

Das Buch ist interessant geschrieben und leicht zu lesen. Doch je mehr sich die Geschichte verstrickt, je mehr Leute in alle sverwickelt sind und je mehr Lügen auftauchen desto mehr fiel es mir schwer die Geschichte so noch ernst zu nehmen. All die Lügen und die beteiligten Leute nehmen dem Buch ein wenig seine Ernsthaftigkeit. Hinzu kommt noch dass es eine Menge Druckfehler in dem Buch gibt, was aber auch nur an meiner Ausgabe liegen kann und nicht bei jedem so sein muss. Als Mängelexemplar war es jedenfalls nicht verkauft worden. Trotzdem ist es Buch das gut zu lesen und spannend ist wenn man über die vielen Verstrickungen hinweg sieht.

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Tags: buch, lesen, linwood barclay, mord, rezension, thriller, weil ich euch liebte   (7)

  

 
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