
Willkommen in der Gruppe “Diskussionsrunde zu "Im Labyrinth der Fugger" von und mit Rebecca Abe” (groupID:559532900) Mit Hilfe dieser ID kannst Du einen Link zu dieser Gruppe in eine persönliche Nachricht einfügen. Nährere Informationen hierzu und weitere Formatierungsmöglichkeiten findest Du auf Deiner Nachrichten-Seite.
Teil 3: S. 242 - S. 355 (26 Beiträge)
Liebe Rebecca
das ist dir wirklich gut gelungen. Ohne ausufernd brutale Beschreibungen (wie manch ein Autor das so gern macht) schaffst Du es Mitgefühl zu wecken. Einfach toll.
Und ich weiß jetzt schon, dass ich Dein nächstes Buch unbedingt lesen MUSS!
Lg Stefanie
Liebe Stefanie,
erst weint man um die Figuren, dann weil das Buch zu Ende ist, für mich als Autorin ein Grund zur Freude! Davon träumt man als Autor, dass die Figuren oder die letzte Seite einen Leser "da draußen" so mitreißen.
Aber beim Schreiben kann ich das, trotz alle Mühen, nicht voraussehen, um so schöner, es nun bei Dir anscheinend erreicht zu haben, dass Du mitfühlst mit den Figuren!
LG Rebecca
So und nun bin ich auch schon durch den dritten Teil.
Diesen fand ich bislang am heftigsten.
Am meisten hat mich das Schicksal der kleinen Mechthild berührt. Es tat mir in der Seele weh dieses kleine Mädchen nachts im Schnee hocken zu sehen oder wie sie mit verbundenen Augen beten musste. Und als Anna dann die Nachricht von Mechthilds Tod erreicht hatte ich sogar Tränen in den Augen! (Übrigens ist es schon ewig her seit ein Buch das bei mir geschafft hat!)
Jetzt lese ich die letzten hundert Seiten. Und bin jetzt schon etwas traurig das das Buch bald zu Ende ist!
Lg Stefanie
Ich habe nun diesen Teil auch fertig gelesen und ich muss sagen, er hat mich doch schon ganz schön mitgenommen. Mir stellt sich da auch die Frage, wieviel Leid und Schmerz kann ein Kind ertragen, egal in welchem Alter. Wie sehr muss Anna und müssen auch die anderen Geschwister darunter gelitten haben, dass ihre Mutter sich nicht mehr gekümmert hat und der Vater teilnahmslos alles geschehen ließ. Und ganz ehrlich, mir sind auch bei einigen Passagen die Tränen die Wangen runtergelaufen, mir als Mutter tut sowas im Herzen weh, wenn ich sehe, wie früher und auch heute noch mit Kindern, dem kostbarsten Gut, umgegangen wird.
Und auch Donna, die so einen tragischen Tod erlitten hat, tat mir richtig leid.
Die Zustände in dem Kloster sind ja unter aller Würde gewesen, war es damals wirklich so oder ist da etwas freier Schreibstil mit dabei ?
Wie ich auch in diesem Teil feststellen musste, hatte und hat die katholische Kirche doch so einiges an Einfluss, besonders zur Zeit Annas scheint dies jedoch erheblich , insbesondere bei der Frage der Ketzerei, Inquisation, Teufelsaustreibung. Da ich selbst katholisch bin und mich auch mit Kirche und allem was dazugehört, beschäftigt habe, sehe ich immer wieder, dass hier doch der Glaube nicht immer im Vordergrund stand.
Phillip entwickelt sich, sorry , ich muss das mal so deutlich schreiben, zum Kotzbrocken. Er möchte etwas sein, was er nicht ist und nie werden kann, weil es ihm einfach an Intellekt und an Geist und Fürsorge fehlt. Er war mir ja schon beim Mordversuch an dem Kleinen Heinrich unsymphatisch, aber nun noch mehr, da er seinem perfiden Onkel immer ähnlicher wird.
Alles in allem kann ich bis hierhin aber sagen, dass mich das Buch fesselt, ich werde es nachher in einer ruhigen Stunde beenden und dann meine letzte Eindrücke hier niederschreiben.
LG Beatrice
Ja, einerseits schon, aber andererseits hat sie doch schon irgendwo geahnt, dass ihre Mutter plant sie abzuschieben. Vielleicht hat sie nur so schnell nicht damit gerechnet. Die Kinder wurden ja regelrecht durch diese Entscheidung überrollt.
rebecca_abe schrieb:
schlumeline schrieb:
...Etwas verwundert hat es mich, dass Anna den Schlaftrunk so einfach geschluckt hat.
Ich glaube, Anna wollte einfach nur nichts mehr spüren, nach dem Schock mit der Teufelsaustreibung an Schellebelle, denkst Du nicht?
LG Rebecca
schlumeline schrieb:
...Etwas verwundert hat es mich, dass Anna den Schlaftrunk so einfach geschluckt hat.
Ich glaube, Anna wollte einfach nur nichts mehr spüren, nach dem Schock mit der Teufelsaustreibung an Schellebelle, denkst Du nicht?
LG Rebecca
Ooh, ich habe vergessen mit meinem Namen zu unterschreiben und wollte auch noch anmerken, dass ich immer mehr schockiert bin über das Verhalten on Pater Canisius. Und wie es aussieht, wird Anna ja nun wieder häufiger mit ihm zu tun haben. das missfällt mir sehr.
Liebe Grüße
Iris
Dieser Abschnitt war jetzt wirklich heftig. Man kann ja nicht umhin mit Anna und ihren Geschwistern zu leiden.
Für mich war auf jeden Fall vorhersehbar, dass Sidonia sich nach einer Flucht in Form "eines Mannes" umsehen wird und das hat sie dann ja auch zielsicher umgesetzt. Ihren Geschwistern hat sie das frühzeitig angedeutet. Etwas verwundert hat es mich, dass Anna den Schlaftrunk so einfach geschluckt hat. Die Fahrt mit der Kutsche, vor allem das Überrollen des Äffchens zu Beginn (arme Donna) hat mich sehr schockiert. Ursula ist wirklich eine grausame Mutter. Ich könnte mir niemals vorstellen meine Kinder abzugeben. Allerdings kann ich den Vater gar nicht verstehen. Er schien doch eine besondere Bindung zu Anna zu haben und jetzt kümmert er sich gar nicht mehr. Komisch!
Ob denn die Eltern den Nonnen auch einfach so den Brand im Kloster abgenommen haben. Ich finde das unglaubwürdig. Die arme kleine Mechthild. Jedenfalls kann Anna sich jetzt ein wenig um die kleine Bianka kümmern. Vielleicht lernt diese ja noch sprechen.
Philipp ist auf dem falschen Weg. Sein Verhältnis zum Vater ist gestört, dabei verbindet die Beiden doch eigentlich vieles. Der Sohn aber lässt sich zu schnell beeinflussen und gerät dabei immer wieder in die falschen Hände.
Mittlerweile habe ich schon weitergelesen. Doch dabei fiel mir siedendheiß ein, dass ich schon wieder vergessen habe mit meinem Namen zu unterschreiben *schäm*
Liebe Grüße
Anja
Fassungslos habe ich den Abschnitt gelesen. Ich finde die Handlung allerdings nach wie vor fesselnd.
Die Mutter war mir ja schon vorher unsympathisch, doch in diesem Abschnitt übertrifft sie sich selbst ja noch. Die Kinder ins Kloster zu geben, ohne Rücksicht auf Alter und Vorlieben, ist eine schlimme Vorstellung. Das Verhalten der Nonnen schockierte mich dann nochmals. Nicht auszudenken, was mit Anna geschehen wäre, wenn Jakobäa nicht aufgetaucht wäre. Es erstaunt mich, dass die Nonnen die Fugger-Mädchen so behandelt haben, obwohl ja von dieser Familie einiges an Geld zu erwarten war.
Ich bin ziemlich enttäuscht vom Vater, denn ich hatte damit gerechnet, dass er sich weigern würde seine Kinder ins Kloster zu geben. Aus heutiger Sicht ist es für mich auch unvorstellbar, dass Anna weiterhin im Kloster leben muss, obwohl zwei Schwestern bereits den Tod fanden. Aber wahrscheinlich sah man die Dinge damals mit anderen Augen.
Ich bin nun ganz gespannt auf die weitere Entwicklung zwischen Vater und Sohn. Deshalb werde ich nach dieser kurzen Zwischenmeldung ganz schnell weiterlesen.