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@@@ Briefe von "ELLA" ... (1 Beiträge)
Hallo ihr Lieben, (110825)
seit meinem letzten Beitrag sind jetzt drei Monate vergangen. Sorry, dass ich so lange nichts hab von mir hören lassen. Bei mir steht gerade die ganze Welt auf dem Kopf.
Vor einigen Monaten begann ich damit, auf Basis des Positiven Fühlens ein Selbstheilungskonzept zu entwickeln. Es sollte eine vierteilige Video-Seminarreihe werden, die das Glückskonzept des Virtuellen Ella-Camps ergänzt.
Bei meinen ersten Selbstversuchen gab es dann unerwartete Nebenwirkungen. Die körperlichen Symptome (Heuschnupfen) verschwanden nicht, dennoch fühlte ich mich plötzlich emotional unglaublich gut. Ich beachtete dieses emotionale Phänomen nicht weiter, denn ich wollte ja meine körperliche Verfassung verbessern. Also änderte ich meine experimentelle Methode und machte erneute Selbstversuche. Irgendwann gelang es. Meine Birkenpollenallergie verschwand augenblicklich. Ich war absolut symptomfrei, sodass ich zu einer Birke ging, mir einige Blüten abriss und sie mir in die Nase steckte. Es geschah nichts! Keinerlei Reaktion außer, dass ich mich emotional erneut unglaublich gut fühlte. Ich ging davon aus, dass dies mit meinem Erfolg zusammen hängen musste.
Doch mein Heuschnupfen kehrte drei Tage später wieder zurück, als wäre er nie weg gewesen. Die glücklichen Gefühle blieben jedoch, was mich sehr verwunderte. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich in Bezug auf einige Dinge in meinem Leben eine völlig neue Einstellung hatte. Seltsamerweise hatte ich mir jedoch in dieser Hinsicht gar keine Gedanken gemacht noch irgendetwas dafür getan, um meine alten Lebenseinstellungen in meinem Gefühl durch neue zu ersetzen. Ich war verwirrt.
Bei meinen weiteren Selbstheilungsversuchen geschah dann jedes Mal das Gleiche. Ich wurde immer noch ein Stück glücklicher, obwohl ich das gar nicht beabsichtigte. Und wenn ich mir den Grund für meine glücklichen Gefühle anschaute, dann erkannte ich jedes Mal, dass sich meine Lebenseinstellung auf wundersame Weise noch einmal verbessert hatte.
Anmerkung zum Thema Lebenseinstellung: Wie glücklich wir in unserem Leben sind, ist von zwei Faktoren abhängig - von unseren Lebensumständen und unseren Lebenseinstellungen. Beides ist gleichermaßen wichtig. Wenn unsere Lebensumstände so schlecht sind, dass unser Überleben gefährdet ist, können wir nicht glücklich sein. Auf der anderen Seite kommt man jedoch nicht umhin zu erkennen, dass einem auch die tollsten Lebensumstände nichts nützen, wenn man schlechte Lebenseinstellungen hat.
Ich erinnere diesbezüglich noch einmal an das Gedankenexperiment mit dem Milliardär, der uns für jede Glücksminute 1000 Euro anbietet. Wie dieses Gedankenexperiment zeigte, sind die Lebensumstände in unserer Kultur so gut, dass die meisten Menschen ihr alltägliches Glücksempfinden leicht verzehnfachen könnten. Dennoch sind wir in Europa nicht glücklicher als die Menschen in sehr armen Ländern. Der Grund ist in unseren Lebenseinstellungen zu finden. Ich werde in einem späteren Kursbeitrag noch einmal ausführlicher auf dieses Thema eingehen.
Vor drei Monaten begann ich jedenfalls mit anderen Menschen zu arbeiten, um sicher zu gehen, dass dieses Phänomen mit den Lebenseinstellungen sich nicht nur auf mich alleine bezog. Seit dem komme ich aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Meine Probanden schütteln mit völliger Mühelosigkeit nach wenigen Minuten neue Lebenseinstellungen aus dem Ärmel, die eine Qualität und Güte aufweisen, als hätten sie sich monatelang darüber Gedanken gemacht. An ihre zuvor eher problematischen Einstellungen können sie sich zwar noch erinnern, aber es kommt ihnen so vor, als wären diese aus einem anderen Leben.
Zur Lösung emotionaler Probleme funktioniert diese neue Methode sehr viel besser als alles, was ich bislang kennen gelernt habe. Und ich habe keine Ahnung warum. Doch das alleine ist nicht der Grund, warum ich mich jetzt zu einer sehr schweren Entscheidung durchgerungen habe. Für mich als Glückstrainer ist die Problemlösung nämlich nur ein kleiner Teil eines Glückskonzeptes.
Wie ihr wisst, verbringt der Durchschnitt der Bevölkerung zusammengerechnet lediglich 30 Minuten pro Tag mit echten glücklichen Gefühlen. Zwar wird ein Teil der restlichen Zeit mit schlechten Gefühlen verbracht, und dies zu korrigieren ist sicherlich sehr sinnvoll, doch der mit Abstand größte Teil des Lebens wird einfach nur neutral dahingelebt. Und das, obwohl es sehr viele tolle und schöne Dinge in unserem Leben gibt, mit denen wir eigentlich fast rund um die Uhr glücklich sein könnten.
Ich habe immer eine einfache Methode gesucht, durch die man beispielsweise die Leidenschaft und das Glück einer neuen Liebe auch nach 40 Jahren Ehe noch spürt. Eine Methode, die den Alltag vertreibt und einem das Glück wieder bringt, das man zu Anfang in seiner neuen Wohnung oder mit dem neuen Auto oder dem neuen Job usw. noch hatte. Es gibt so unendlich viele tolle und schöne Dinge, Situationen, Menschen, Orte und Umstände in unserem Leben, an denen wir jeden Tag teilnahmslos vorbei treiben.
Mit meiner neuen noch namenlosen Methode kann man das innerhalb weniger Minuten dauerhaft verändern und sich damit ein unglaubliches Glückspotenzial erschließen.
Ich habe mich daher wie gesagt zu einer folgenschweren Entscheidung durchgerungen. Ich entwickle ein komplett neues Konzept für das Virtuelle Camp und fange ganz von vorne an. Das bedeutet, dass ich die letzten 10 Monate umsonst gearbeitet habe. Und ich habe in dieser Zeit sehr viel gearbeitet! Das tut weh, aber ich werde auf der anderen Seite tausendfach mit der neuen Methode entschädigt.
Es wird also noch ein Weilchen dauern mit dem Virtuellen Camp. Aber dafür wird es weit besser als bislang geahnt. Bis Herbst will ich das Konzept fertig entwickelt haben, denn ich will es ins Oktober-Camp einfließen lassen. Danach beginnen die Filmaufnahmen. Wie lange ich damit beschäftigt sein werde, kann ich noch nicht sagen, denn ich weiß noch nicht, wie viele Seminarblöcke mit der neuen Methode tatsächlich noch nötig sein werden. Sobald ich das zeitlich absehen kann, werde ich euch darüber informieren.
Im Oktober-Camp sind übrigens noch einige Plätze frei. 270 Teilnehmer sind bereits angemeldet, für 300 haben wir Platz. Wenn ihr noch dabei sein wollt, freue ich mich darauf, euch dort kennen zu lernen. www.ella.org/organisatorische_infos_camp.html
Dieser kostenlose Online-Glückskurs baut auf das Buch Robin und das Positive Fühlen auf. Alle bisher veröffentlichten Kursbeiträge sind auch auf unserer Website www.ella.org unter „kostenloser Glückskurs“ zu finden. Ich bitte um Verständnis, dass ich bei nunmehr fast 30.000 Kursteilnehmern nicht mehr in der Lage bin, Fragen zu den einzelnen Beiträgen zu beantworten.
Der Mensch, der du wirklich sein möchtest
Wenn wir im Alltag etwas erreichen oder vermeiden wollen, spielen wir für gewöhnlich in Gedanken mehrere Möglichkeiten durch bevor wir handeln. Wir führen also eine Art Simulation durch. In der Regel greift unser Unterbewusstsein dabei auf vergangene Lernerfahrungen zurück, die wir irgendwann in unserem Leben zu diesem Thema schon einmal gemacht haben.
Leider sind viele der alten Einstellungen aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß. Damals waren wir vielleicht noch Kinder oder Jugendliche und hatten weder die Fähigkeiten von heute noch das Wissen oder die Möglichkeiten eines erwachsenen Menschen. Dennoch bauen viele aktuelle Simulationen unseres Unterbewusstseins und damit unsere Gedanken, Gefühle und Entscheidungen auf die vielfach veralteten und problematischen Lebenseinstellungen von damals auf.
Alte Lebenseinstellungen ziehen uns also manchmal ungewollt runter und verkomplizieren unser Leben. Die meisten Coaching- und Therapiemethoden setzten daher genau hier an. Sie versuchen, diese alten problematischen Einstellungen zu korrigieren. Das ist oft ein langwieriger und schmerzhafter Prozess, den sich die meisten Menschen nur allzu gerne ersparen würden. Und tatsächlich gibt es einen einfachen Weg, mit dem dies sehr häufig gelingt.
Unter bestimmten Umständen geht unser Unterbewusstsein bei der Simulation nämlich ganz andere Wege. Es greift nicht auf unser eigenes vergangenes Ich zurück sondern auf Vorbilder. Das können bedeutende Persönlichkeiten in unserem Leben sein, wie Partner, Geschwister, Eltern, Lehrer oder auch spirituelle Vorbilder wie Christus und Buddha.
Wenn unser Unterbewusstsein solch ein Simulationsprogramm startet, überlegen wir nicht mehr, wie wir aufgrund unserer eigenen Erfahrungswerte und Einstellungen handeln sollten. Wir überlegen, wie sich unser Vorbild in dieser Situation verhalten würde und tun einfach das Gleiche. Diese Vorgehensweise kann extrem positive Persönlichkeitsentwicklungen bewirken ohne dass die eigenen schlechten Erfahrungswerte korrigiert werden müssen.
So kann ein scheinbar unverbesserlicher Gewaltverbrecher plötzlich gläubig werden und beispielsweise Christus als Vorbild annehmen und sich ständig fragen, was Jesus in seiner Situation tun würde. Auf diese Weise bauen seine Simulationen nicht mehr länger auf seine eigene kriminelle Vergangenheit auf, sondern auf sein Vorbild. So sind schon aus Gewaltverbrechern treu sorgende Familienväter geworden, die keiner Menschenseele mehr etwas zu Leide tun würden. Mit einer Therapie, bei der man die negativen Einstellungen aus der Vergangenheit aufarbeitet, ist dies bislang nur sehr selten gelungen.
Voraussetzung für diese Vorbild-Simulation ist natürlich, dass die Vorstellung, die man von seinem Vorbild hat, konkret genug ist. Um dies zu gewährleisten, gibt es im Christentum und im Buddhismus sehr viele Geschichten, in denen man erfährt, wie sich Christus und Buddha in den verschiedensten Lebenssituationen verhalten haben. Aufgrund der Vielzahl der Geschichten erhält man so eine sehr konkrete Vorstellung seines Vorbildes und kann simulieren, wie sich dieses Vorbild in der eigenen momentanen Lebenssituation verhalten würde.
Etwas sehr Ähnliches möchte ich dir heute auch vorschlagen. Wobei ich dir einen Menschen als Vorbild empfehlen möchte, den du sehr gut kennst. Nämlich der Mensch, der du wirklich sein möchtest!
Nimm also dich selbst als Vorbild und frage dich einfach immer wieder, wie der Mensch, der du wirklich sein möchtest, sich in deiner aktuellen Situation verhalten würde. Wie würde er die Sachlage beurteilen? Wie würde er sich fühlen? Was würde er wollen? Wie würde er handeln?
Du wirst überrascht sein, welchen Effekt das für deine Lebenseinstellungen hat. Zwar funken dir deine alten Lernerfahrungen am Anfang noch dazwischen, aber mit etwas Geduld werden die neuen Einstellungen zu einem Teil deiner Persönlichkeit. Du wirst von Tag zu Tag immer mehr der Mensch, der du wirklich sein möchtest und befreist dich immer mehr von dem ganzen Wust deiner veralteten Lebenseinstellungen.
Die Methode an sich hat sich bereits über mehrere Tausend Jahre bestens bewährt. In der abgewandelten Variante ist die Effektivität der Methode jedoch davon abhängig, wie detailliert deine Vorstellung von dem Menschen ist, der du wirklich sein möchtest. Die einfachste Möglichkeit, diese Vorstellung auszubauen, besteht darin, die Methode so häufig wie möglich anzuwenden. Wenn du dich bei jeder Entscheidung fragst, wie der Mensch, der du wirklich sein möchtest, hier denken, fühlen und handeln würde, wird sich dein Simulationsprogramm diesbezüglich ganz automatisch immer weiter präzisieren, was deine Methode von Tag zu Tag immer effektiver macht. Noch besser wird es, wenn du dich mit Freunden darüber austauschen kannst.
Ich wünsche dir viel Erfolg dabei und einen wunderschönen Rest vom Sommer.
Bodo (alias Ella Kensington)
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