Rezension vom 11.09.2009
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Ich stehe dem Buch ein bisschen zwiespältig gegenüber. Es zieht einen wirklich in seinen Bann und liest sich gut - zu gut, für meinen Geschmack. Ich habe beim Lesen immer den Eindruck, jemand verpasst mir eine Gehirnwäsche, weil ich den Eindruck habe, dass Stephenie Meyer mit den Träumen und Hoffnungen aller Mädchen und Frauen spielt, um ihren eigenen Erfolg zu mehren. Ist eigentlich ihr gutes Recht, passt mir aber nicht so richtig. Sie benutzt das, womit sich jedes "Mädchen" im Alter von 11 bis 35 Jahren identifizieren kann und vermischt es noch mit einer gehörigen Portion Mysthik - ein Allerweltsbuch, das darauf ausgelegt ist, so vielen Menschen wie möglich zu gefallen. Was automatisch heißt, dass das ganze an Tiefe vermissen lässt. Man fühlt sich als Leser irgendwie ein bisschen (entschuldigt die Wortwahl) verarscht.
Dem Buch fehlt etwas, ihm fehlt der Geist. Das was man da hat, hätte sich jeder ausdenken können, auch wenn es vielleicht nicht jeder so gut formuliert hätte.
Auf der anderen Seite ist es natürlich auch toll, dass der Identifikationswert so hoch ist, dass man mit Bella fürchten und hoffen kann und sich in eine Welt träumen, in der es den perfekten Mann gibt. Aber da ist immer der Widerwille beim Lesen, der einen daran erinnert, dass die Welt eigentlich eben doch nicht aus Zuckerwatte ist.
Übrigens, Meyer sagt: "Für ein Manuskript benötige ich ungefähr drei Monate." Rebecca Gablé schreibt 2 Jahre. Allein das gibt mir zu denken.
[Ich bin nicht sicher ob das zu viel persönliche Meinung und zu wenig Rezension ist (bin noch etwas unerfahren). Ich stell sie einfach mal rein, wenns Protest gibt, muss sie eben in die Notizen umziehen.]
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