Rezension vom 01.03.2011
(8)
Ganz viel Schokolade essen und nicht dick werden. Ewig jung bleiben. Superkräfte entwickeln. Die Eigenschaften seiner Kinder im Voraus festlegen. - Wunschdenken oder verlockende Möglichkeit? Die Genforschung hat uns entschlüsselt; sie könnte uns in Bereiche führen, die bisher unvorstellbar gewesen sind. Könnte. Aber sollte sie auch? Darf sie auch? Was ist der Preis, den wir dafür bezahlen werden? Und was ist, wenn mit uns experimentiert wird, ohne dass wir es wissen? Beängstigende Gedanken, die man gerne beiseite schiebt, weil die Antworten noch viel beängstigender sein könnten. Aber auch der ideale Stoff für einen Thriller. Für Infinity von Gabriele Gfrerer.
Als ihr bester Freund Jonas plötzlich aggressiv wird und jemanden beinahe zu Tode schlägt, und ihr Jugendfreund Richi an einer Überdosis Drogen stirbt, kann Klara nicht mehr verdrängen, dass irgendetwas nicht stimmt. Sie will wissen, warum diese schrecklichen Dinge passiert sind, und macht sich auf die Suche. Was sie dabei herausfindet ist mehr als nur verstörend. Ihr Name steht auf einer Liste in einem Forschungslabor, zusammen mit den Namen ihrer Freunde. In Klara wächst der furchtbare Verdacht, dass man mit ihr und ihren Freunden experimentiert hat. Dass ihre Gene manipuliert sind. Dass sie die nächste sein könnte, die ausrastet und Dinge tut, die sie nicht tun will. Nur: Wie kann sie das beweisen? Und wie kann sie das stoppen? Kann sie es überhaupt stoppen? Atemlos blättert man sich durch die Geschichte auf der Suche nach den Antworten.
Doch auch wenn man am Ende der Geschichte einige (nicht alle - und das ist von der Autorin so gewollt) Antworten kennt, haken sich die Fragen in einem fest und wirken noch lange nach der Lektüre nach.
Wenn ich für das Buch trotzdem nur vier statt fünf Sterne gebe, liegt es am Schluss, der etwas zu schnell daherkommt.
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