Rezension vom 07.03.2013
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In seinem neuesten Roman widmet sich J. R. Moehringer dem wohl berühmt-berüchtigtsten Bankräuber der amerikanischen Geschichte: William Francis Sutton jr. und enführt den Leser in das Leben und die Zeit "Willie the Actors", um gemeinsam mit ihm und Willie Halt an den wichtigsten Lebensstationen dieses Diebes zu machen. Dennoch stellt der Autor bereits zu Beginn des Romans klar, dass er eine fiktive Geschichte liefern wird, ganz aus seiner Sicht verfasst, auch wenn die Hauptfigur eine reale Persönlichkeit ist.
Willie Sutton, 1901 in Irish Town (Brooklyn, N.Y.C.) geboren, aus ärmlichen Verhältnissen und einer wenig liebenswerten Familie stammend, erlebt die Wirtschaftskrisen der 1920er und 1930er Jahre hautnah mit, wird als Jugendlicher erstmals aus Liebe zu Bess Endner kriminell, wird dafür verhaftet, geht ins Gefängnis, wird vier Jahre später entlassen und hat nicht nur seine große Liebe verloren, sondern findet aus Gründen wirtschaftlicher Krise sowie aufgrund seiner Vorstrafe nur schwer bis gar keine Anstellung. Es dauert nicht lange und Willie schlägt den Weg des Bankräubers ein, der von nun an sein Leben bestimmen wird, auch wenn immer wieder kurze Unterbrechungen durch Gefängnisaufenthalte folgen.
J.R. Moehringer zeigt bei diesem Roman wie auch schon bei "Tender Bar", dass er ein geschickter Erzähler ist, der spannend, einfühlsam und durchaus tragi-komisch über menschliche Schicksale berichten kann. Dieser Roman fesselt von der ersten bis zur letzten Seite, hat neben einer äußerst interessanten Geschichte vor allem wunderbare Charaktere, einen gelungenen Einblick in vergangene Zeiten und menschliche Schicksale zu bieten. Ich kann die Lektüre nur empfehlen.
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