Rezension vom 15.01.2013
(5)
Ich kann leider keinen einzigen Stern vergeben. Würde mir jemand dieses Buch schenken, würde ich die Freundschaft zu demjenigen kündigen. Hier meine zensierte, nette, Rezension:
Wälder sind unheimlich. Besonders nachts, wenn man die eigene Hand vor Augen nicht sieht und nur das Rascheln der Blätter zu hören ist. Daher ist es kein Wunder, dass auch die 14-jährige Sheila Oakley sich vor dem Wald fürchtet. Doch der Wald in ihrem neuen Wohnort Tweenklebain in den USA, scheint noch ein anderes Geheimnis zu haben. Sheila hört Stimmen, die sie immer wieder zum Wald locken. Doch sie ist nicht allein. Auch der als verrückt geltende Ben hört die Stimmen. Gemeinsam wagen sie es, das Geheimnis zu lüften. Dabei bringen sie nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern auch ihre Familien.
„Stimmen aus dem Wald“ ist das Erstlingswerk von der gebürtigen Falkenthalerin Antje Soike. Die richtige Zutat für einen Roman hat das Buch bereits: eine spannende Geschichte. Warum diese allerdings in Amerika spielen muss, wo es doch in Brandenburger Wäldern, in denen sogar Wölfe heimisch sind, ebenso gruselig sein kann, bleibt dem Leser ein Rätsel. Das ist leider nicht das einzige Manko des Buches. Komplizierte Orts- und Personennamen sowie holprige Sätze und veraltete Floskeln hindern den Lesefluss. Gerade zu Beginn des Buches sind einige Zusammenhänge unklar, dies bessert sich allerdings im Verlauf.
Insgesamt ist das Erstlingswerk von Antje Soike ein netter Zeitvertreib, vor allem für sehr junge Leserinnen. Denn Themen wie die erste Liebe und Heimweh werden gemischt mit der aktuellen Fantasy-Welle. Mit etwas mehr Übung lässt sich der noch naive Schreibstil sicherlich verbessern. Für die geplante Fortsetzung wäre zudem etwas mehr Originalität ratsam.
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