Rezension vom 30.01.2013
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Wenn dich der Alltag frisst - lies Harold Fry!!!!
Wer ist der größte Feind des Menschen? - Der Mensch selbst, denn er vermag es, durch den Alltag die Beziehung zu seinen Liebsten zu zerstören.
Harold und Maureen verbringen ihren Lebensabend nicht gerade glücklich. Sie haben sich auseinandergelebt, wie dies in vielen Ehen passiert.
Maureen hat in der Ehe die Hosen an und gibt Harold stets Anweisungen, was er tun und lassen soll.
Eines Tages bekommt Harold von seiner ehemaligen Arbeitskollegin Queenie einen Brief aus Schottland, in dem sie ihm mitteilt, dass sie Krebs im Endstadium hat.
Harold antwortet sofort und bringt seinen Antwortbrief zum Briefkasten. Doch anstatt ihn einzuwerfen, geht Harold immer weiter und entschließt sich, den Brief Queenie persönlich zu bringen - und zwar zu Fuß - ins 1000 km entfernte Schottland.
Wird er es schaffen? Wird Queenie auf ihn warten können? Wie reagiert seine Frau Maureen auf diese abstruse Idee?
Viele Leute kennen das Phänomen, was passiert, wenn wir dem Alltag gewähren, sich in unser Leben zu fressen...
Man wird schnell unglücklich - es fehlt etwas Sinnvolles - irgendwas stimmt nicht.
Mit diesem Buch hilft Rachel Joyce, uns vor Augen zu führen, was wirklich essentiell im Leben ist - und zwar ganz ohne erhobenen Zeigefinger, sondern mit einer Prise Humor, die gut tut.
Sie deckt die hässliche Fratze der Oberflächlichkeit auf und versucht uns durch Harold zu zeigen, dass jeder die Chance dazu hat - und vor allem - es auch schaffen kann, sein persönliches Lebensziel zu finden.
Keine Frage, dieses Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen, aber ganz schlau konnte ich auch Harold nicht werden.
In manchen Situationen ist er mir einfach zu dramatisch gewesen.
Dennoch ist dieses Buch auf jeden Fall zu empfehlen!!
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