In "HexenLust 2", dem 2. Teil einer erotischen Reihe mit paranormalen Elementen, kämpfen Hexen und Reaper gegen Vampire, Dämonen und die Söhne des Teufels. Da einige Personen und Ereignisse aus dem 1. Band der Serie wieder aufgegriffen werden, ist es empfehlenswert, auch diesen gelesen zu haben. Jedoch gibt die Autorin Sharon York den Lesern ein paar neue Hintergrundinformationen rund um die Entstehung des Hexenzirkels und dessen Gründerin Walpurga, die einzig bekannte Hexe 6. Grades.
Natürlich geht es wieder äußerst erotisch zu, wobei die Szenen sehr abwechslungs- und zahlreich gestaltet sind, aber immer niveauvoll bleiben, obwohl manchmal der Sex unter den handelnden Charakteren nicht freiwillig ist. Der flüssige Schreibstil und die leider geringe Seitenzahl lassen das Buch zu einem kurzweiligen Lesevergnügen werden. Der Roman wird in der Ich-Perspektive aus Sicht der Hexe Isabelle Ashcroft erzählt.
Seit ein paar Monaten sind Isabelle und der Reaper Maddox ein Liebespaar. Da sich die bösen Wesen derzeit etwas ruhiger verhalten, haben die beiden beschlossen, in Mexiko zusammen Urlaub zu machen. Als Isabelle sich jedoch am Flughafen mit Maddox trifft, beendet er die Beziehung unter fadenscheinigen Gründen. Sie ist sehr gekränkt und versteht sein Handeln nicht, lässt sich jedoch von ihren Freundinnen Ira und Bianca überreden, den Urlaub mit ihnen zu verbringen. Aufgrund ihres neuen Single-Daseins lässt Isabelle erst mal nichts anbrennen, jedoch macht sie schon bald eine schlimme Entdeckung, die Maddox betrifft, und nach und nach scheint alles darauf hinzudeuten, dass der Teufel höchstpersönlich von seinen Söhnen auf die Erde geholt werden soll.
Die Protagonistin Isabelle weiß genau, was sie will und nimmt es sich auch. Schön fand ich es aber, dass sie sich diesbezüglich weiterentwickelt hat. Während sie im Vorgängerband keine Gewissensbisse hatte, macht sie sich nun Gedanken, ob ihr Verhalten immer so richtig war. Zudem vergrößern sich auch ihre Kräfte und passen nicht mehr richtig zu ihrem Rang 3. Grades, der sowieso schon recht hoch ist für ihr Alter von nur 24 Jahren. Und um ihre Herkunft scheint ein Rätsel zu bestehen, das aber wohl erst in den nächsten Bänden gelüftet wird. Maddox dagegen sind für meinen Geschmack viel zu wenig Seiten gewidmet und so blieb er diesmal etwas blass. Gut gefiel mir aber, dass man wieder auf Bashir trifft, einen Dämon, der sich spiegeln kann. Das bedeutet, er kann seinen Körper vervielfachen, je nachdem wie es seine Kräfte zulassen und was einige erotischen Möglichkeiten bietet. Nun warte ich gespannt auf den nächsten Teil, um zu erfahren, wie es mit Isabelle und Maddox weitergeht.
Fazit:
In dieser heißen Fortsetzung, in der es einen weiteren Sohn des Teufels zu bekämpfen gilt, entwickelt sich die Protagonistin zwar weiter, jedoch werden nicht alle Rätsel gelöst, so dass noch genug Raum für weitere Bücher bleibt.