Rezension vom 28.04.2013
(4)
Katja Brandis: "Und keiner wird dich kennen"
Inhalt:
Gestalkt zu werden muss schrecklich sein. Die Erfahrung wie schrecklich musste Maja viel zu genau erfahren, denn der Exfreund ihrer Mutter Lila - Robert Barsch - hat sie (und ihren Bruder Elias und ihre Mutter) gestalkt, wofür er auch ins Gefängnis gewandert ist,allerdings wird er bald freigelassen, was sie schon in helle Aufregung versetzt, als er dann aber auch noch bei ihnen anruft und ihnen droht, sie zu erschießen, merken sie das der Horror erneut beginnt. In der Hoffnung Hilfe zu erhalten, gehen sie zur Polizei wo ihnen das Angebot, ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen zu werden, eröffnet wird. Allerdings müssen sie dafür ihre alte Identität aufgeben, was für Maja vor allem bedeutet Lorenzo, ihren Freund, aufgeben zu müssen.
Meine Meinung:
Schon der erste Eindruck des Buches war auf mich absolut positiv. Das Cover, das auf den ersten Blick vielleicht wie ein wilder Wirbel aus schwarzen und roten Streifen wirken mag, ist toll gestalten, denn der Fingerabdruck, den die "wilden" Streifen bilden, stellt schon einen Bezug zum Buch dar. Der Fingerabdruck, als Zeichen der Identität und in diesem Fall auch, als Zeichen dafür, dass man, auch wenn man komplett neu anfängt, seine Identität nicht einfach abschütteln kann.
Dieser positive erste Eindruck geht noch weiter, denn schon mit dem ersten Satz: "Als Maja die Wohnungstür aufschließt und in den Flur tritt, spürt sie sofort, dass etwas nicht stimmt.", wird eine Spannung auf gebaut, die sich dann durchs ganze Buch weiter zieht. Dadurch fiel es mir schwer das Buch aus der Hand zu legen, was desweiteren auch an der Story liegt, denn Stalking ist ein interessantes Thema, dem viel zu wenig Aufmerksamkeit zugewendet wird.
Maja, Elias und Lila waren tolle Charaktere, mit denen man mitgefiebert hat und gleichzeitig auch riesiges Mitleid hatte, da sie sehr sympathisch waren und man sich gefragt hat, womit sie das verdient haben. Außerdem waren sie extrem stark, wenn man reflektiert was sie alles durchmachen mussten und sie trotzdem weitergekämpft und sich nicht aufgegeben haben.
Mein Fazit:
Alles in allem war: "und keiner wird dich kennen", ein tolles Jugendbuch mit plastischen Charakteren, einer tollen Geschichte und einem ernsten Hintergrund, dem das Buch auf jeden Fall gerecht wurde und das deshalb auf jeden Fall 5 Sterne verdient hat.
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