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Rezension vom 20.05.2013 (0)
„Vollstrecker der Königin – Der Baeldin-Mord“ ist eine Fantasy-Geschichte aus der Feder von Angelika Diem. Die Geschichte handelt von Caitlynn welche in einer fantastischen Welt lebt, die unserem Mittelalter wohl ziemlich nahe kommt. In Caitlynns Welt besitzen die Menschen Charisma, welches es ihnen ermöglicht, anderen ihren Willen aufzuzwingen. Je adeliger ein Mensch ist, desto größer ist sein Charisma. Im Gegensatz zu den meisten Adeligen, verabscheut Caitlynn diese Art von Machtmissbrauch allerdings, und wird deshalb Vollstreckerin. Als sie einen Auftrag auf Schloss Baeldin erhält, ist sie zudem erstaunt, dass sich nicht die örtlichen Vollstrecker darum kümmern, es stellt sich jedoch schnell heraus, dass mehr hinter diesem Mord stecken muss.
Die Geschichte hat mich anfangs vor allem durch die Charisma-Gabe der Adeligen interessiert, da ich so etwas bisher noch nicht gelesen hatte. An alle anderen Aspekte der Geschichte bin ich unvoreingenommen heran gegangen, und habe ehrlich gesagt nicht all zu viel erwartet. Kurze Bücher neigen leider dazu, oftmals vor platten Charakteren und an den Haaren herbeigezogenen Wendungen zu triefen. „Vollstrecker der Königin“ hat mich jedoch positiv überrascht.
Die Geschichte und die Welt in der diese spielt sind sehr gut durchdacht und auch so beschrieben, dass man als Leser alles gut verstehen kann. Trotzdem habe ich mir oftmals mehr Informationen über die Umstände gewünscht, was natürlich auf 116 Seiten kaum umzusetzen ist. Dabei sind genug Elemente vorhanden, die neuartig und fesselnd sind, wodurch das Buch auch seine Spannung bezieht. Potential ist also reichlich vorhanden, leider wurde es jedoch alles zwar ausreichend aber nur sehr knapp umgesetzt. Gerade die Berufeaufteilung klingt sehr spannend, da hier die Rede von Vollstreckern, Vermittlern und anderen ist.
Caitlynns Beruf als Vollstrecker bringt es beispielsweise mit sich, dass sie einen sogenannten Schmerzstein hat, welcher die Schmerzen eines Opfers in seinen letzten Lebensminuten aufnehmen kann. Es wird angedeutet, dass auch andere Berufsgruppen charakteristische Utensilien besitzen, z.B. die Priester, jedoch werden diese Bereiche nicht weiter vertieft, was ich sehr schade fand.
Die Handlung an sich ist wenig actionreich und erinnert eher an eine Kinder-Detektivgeschichte, durch die besondere Fantasywelt und die gut ausgearbeiteten Charaktere kommt aber zu keiner Zeit Langeweile auf. Ich habe als Leser mit Caitlynn nach Hinweisen gesucht, wer denn der Täter sein könnte, habe verschiedenste Leute verdächtig, meinen Verdacht dann aber wieder verworfen und war am Ende doch total über die Lösung überrascht. Damit habe ich auf jeden Fall nicht gerechnet. Zudem birgt Caitlynn selbst auch einige Geheimnisse, die ich während des Lesens unbedingt aufdecken wollte.
Die Charaktere haben mir im Kontext dieser Geschichte gut gefallen. Wäre das Buch länger gewesen, hätte man hier aber auch noch einiges, was man mehr ausschmücken könnte, um den Personen mehr Tiefe zu geben. So wirkten sie trotzdem authentisch, aber es wäre eben noch Potential da gewesen. Besonders positiv fand ich jedoch, dass die Autorin es trotzdem geschafft hat, auch mit wenigen Worten Charaktere zu erschaffen, die in ihrer Rolle überzeugend wirkten und dabei viel Abwechslung zu schaffen. Caitlynn als Hauptfigur ist sehr ruhig und souverän in ihrer Art, weshalb wohl auch die Geschichte sehr ruhig (aber trotzdem interessant!) war. An sich hat mich das nicht gestört, ich hätte mir jedoch mehr Informationen gewünscht, warum sich ihr Charakter so entwickelt hat. Der kurze Ausschnitt aus ihrer Kindheit klärt zwar, warum sie Vollstreckerin geworden ist, jedoch blieben für mich viele Fragen offen.
Das Cover gefiel mir anfangs nicht so gut. Irgendwie wirkte es ziemlich ‘seltsam’ und konnte mich nicht sofort fesseln. Nachdem ich die Geschichte gelesen habe, finde ich es jedoch sehr passend, da viele kleine Details enthalten sind, die man erst im nach hinein verstehen kann.
Fazit:
Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen, und es konnte mich trotz seiner Kürze und ruhigen Art fesseln, sodass ich es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen habe. Einige Stellen hätten durchaus mehr Potential gehabt, welches ich gerne ausgenutzt gesehen hätte, für die Kürze des Buches war aber alles ausreichend beschrieben (und sollte auch nicht immer alles hinterfragen). Vor allem die neuartige Fantasywelt hat mich begeistert, deshalb gibt es von mir 4 Sterne für dieses kleine Buch.
Rezension vom 08.03.2013 (4)
Inhalt:
Als Vanessa an der New Yorker Ballettakademie aufgenommen wird, kann sie es wie viele andere ihrer Mitschüler kaum erwarten, endlich dort anzukommen. Doch etwas unterscheidet sie: Vanessa hat sich an der Akademie nicht beworben, um zu tanzen, sondern um ihre verschwundene Schwester Margaret zu suchen. Diese ist von eben jener Schule verschwunden und Vanessa will die fadenscheinigen Gründe der Polizei nicht einfach akzeptieren. Während des Trainings merkt sie zunächst nicht, dass ihr Talent, sich einem Tanz vollkommen hinzugeben, sie für einige Leute sehr interessant macht. Da ist zum einen der hervorragende Tänzer Zep, der ein Auge auf sie geworfen hat. Aber auch der Choreograph Joseph und ihr Mitschüler Justin scheinen sich auf sonderbare Weise für Vanessa zu interessieren. Als Vanessa dann auch noch die Hauptrolle im Feuervogel bekommt, hat sie es schon bald mit unheimlichen Kräften zu tun.
Rezension:
„Dance of Shadows – Tanz der Dämonen“ ist der erste Teil einer neuen Fantasy-Trilogie von Yelena Black und zugleich das Debüt der Autorin.
Das Buch handelt von der jungen Vanessa, welche an der New Yorker Ballettakademie angenommen wurde. Erstaunlicherweise will sie dort aber gar nicht an einer Karriere als Primaballerina arbeiten, sondern das Verschwinden ihrer Schwester Margaret klären. Seit diese vor drei Jahren dem Druck an der Akademie angeblich nicht mehr standhalten konnte, fehlt von ihr jede Spur. Doch Vanessa hat ein besonderes Talent: wenn sie sich einem Tanz vollkommen hingibt, scheint ihre Welt zu verschwimmen. Ihr selbst ist diese Gabe eher unheimlich, aber es scheint so, als wüssten andere an der Akademie ziemlich genau, wie man sie nutzen kann.
Das Buch hat mich total neugierig gemacht. Ich selbst bin absolut tanzbegeistert, wenn auch nicht im Bereich Ballett, deshalb habe ich mir in Kombination mit den Hochleistungssport an einer Ballettakademie ein sehr spannendes Buch erhofft. Dass man sich beim Tanzen vergessen kann, weiß ich aus eigener Erfahrung, deshalb hat mich die Idee, durch eine totale Hingabe an einen Tanz ein Tor zu einer anderen Bewusstseinsebene/Dimension zu öffnen sehr begeistert und ich war auf die Umsetzung gespannt.
Die Grundidee des Buches hat mir also absolut gefallen und ich finde sie auch nach wie vor sehr gut, trotzdem gab es leider ziemliche Schwächen bei der Umsetzung. Aufgrund des Klappentextes hatte ich eine Mischung aus Thriller im Bereich Hochleistungssport mit körperlichem sowie psychischem Leistungsdruck und Fantasy erwartet. Irgendwie wurde aber beides nicht ganz erfüllt.
Der Anfang war meiner Meinung nach gut gelungen. Man erfährt als Leser etwas über Vanessa als Hauptperson und deren Vergangenheit, was sehr hilfreich ist, um ihre Beweggründe besser zu verstehen. Auch ihre Ankunft an der Ballettakademie hat mir als Einführung gut gefallen, die ersten Trainingsstunden waren anschaulich beschrieben und obwohl ich keinerlei Ballettkenntnisse habe, waren die Beschreibungen für mich sehr bildlich (wobei ich natürlich nicht weiß, ob meine Vorstellungen auch technisch richtig waren). Die Situation um Margaret wird eingeführt und hat mich wirklich neugierig gemacht. Doch dann passiert erst mal nichts. Vanessas ganze Leben dreht sich nur noch um Proben für eine Ballettaufführung und um Zep, in den sie sich verguckt hat. Von Margaret ist ziemlich lange überhaupt nicht mehr die Rede, womit der Thriller-Part zwischenzeitlich fast komplett wegfällt. Die Stimmung während des Trainings war wirklich sehr gut beschrieben. Ich konnte den Leistungsdruck, welcher auf Vanessa lastete gut nachvollziehen und verstehen, dass sie sich keine Fehler im Tanz erlauben darf. Trotzdem konnte diese grandiose Stimmung eben doch die fehlende Handlung nicht ersetzen. Auch die zaghafte Romanze mit Zep war eher langweilig und frustrierend, weil es einfach zu offensichtlich war, dass mit dem Typ was nicht stimmt. Die Fantasygeschichte, mit der ich noch gerechnet habe, wurde im Prinzip auf den letzten 20 Seiten abgehandelt und hätte meiner Meinung nach nicht mehr auftauchen müssen. In einer anderen Rezension (von Christine Elinor ) wurde es als „häßlicher Beigeschmack des Überwürzten“ beschrieben, und ich finde treffender kann man es nicht formulieren.
Obwohl ich den Fantasypart überflüssig fand, konnte mich das Ende begeistern. Im Gegensatz zum Rest des Buches ging es hier spannend und aktionreich zur Sache. Es ist zudem in sich abgeschlossen, macht aber deutlich, dass es einen weiteren Teil geben wird.
Kommen wir nun zu den Charakteren.
Vanessa als Hauptfigur hat mir relativ gut gefallen, wenn gleich sie doch sehr naiv und scheinbar vom Glück geküsst ist. Sie tanzt unglaublich gut, fast schon herausragend, es macht ihr auch eigentlich Spaß, aber wirklich 100% begeistert ist sie nicht. Warum nimmt sie dann die Qualen des täglichen Trainings auf sich, übt verbissen ihren Solopart im Feuervogel und redet von schmerzenden Füßen, wenn sie eigentlich gar keine professionelle Tänzerin werden will? Das war auf jeden Fall ein Part, den ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Das gleiche gilt für ihre Schwärmerei für Zep. Man hat öfters den Eindruck, dass man ein kleines Mädchen vor sich hat, welches gerade die erste Liebe erfährt und sich dabei total zum Affen macht. Ansonsten muss ich aber sagen, dass sie charakterlich gut ausgearbeitet ist, auch wenn diese Tiefe eben nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat.
Alle anderen Charaktere hätte man sich getrost sparen können. Kein einziger , außer vielleicht Justin, konnten mich überzeugen oder gar begeistern. Irgendwie wirkten sie alle sehr farblos und flach. Dabei war durchaus Potential für interessante Charaktere Vorhanden. Vanessas Freundin Steffi zum Beispiel schien teilweise mehr zu wissen/ahnen, als andere und wirkte auch sonst schon sehr erwachsen, aber diese Andeutungen wurden alle fallen gelassen und wurden dann nie mehr erwähnt.
Die beiden männlichen Charaktere waren sehr unterschiedlich. Mit Zep konnte ich mich gar nicht anfreunden, und ich weiß auch nicht, was Vanessa an ihm gefunden hat. Das Bild, welches ich von ihm hatte lässt sich gut mit „Pantoffel(held) in Strumpfhose“ beschreiben. Justin hingegen war mir auch nicht sonderlich sympathisch, er hat aber durch seine zahlreichen Geheimnisse mein Interesse geweckt, und ich hoffe, dass man im nächsten Teil mehr über ihn erfährt.
Der Schreibstil war locker und flüssig zu lesen. Stimmungsmäßig hat mir das Buch wie gesagt sehr gut gefallen, leider fehlte es jedoch an der Umsetzung. Dafür ist das Cover, welches Vanessa zeigt, wunderschön gestaltet, und es kann mich absolut überzeugen.
Fazit:
„Dance of Shadows – Tanz der Dämonen“ ist für Tanzbegeisterte zu empfehlen. Mir hat es von der Atmosphäre her sehr gut gefallen, weshalb ich auch auf jeden Fall den zweiten Teil lesen werde. Die Handlung hat leider große Schwächen und die Charaktere konnten mich auch nicht wirklich überzeugen. Ich vergebe 3 Sterne, weil man das Buch gut lesen kann, aber eben nicht muss. Zudem ist die Idee wirklich erfrischend anders, und mir so noch nicht untergekommen.
Rezension vom 27.02.2013 (1)
Inhalt:
Nilah lebt in Hamburg zusammen mit ihrem Vater in einem hübschen Haus direkt am Wasser. Eigentlich führt sie ein ganz normales Leben doch in letzter Zeit gibt es immer wieder seltsame Zwischenfälle. So sieht sie z.B. Leichen im Fluss hinter ihrem Haus, die aber im nächsten Moment verschwunden sind. Als sie dann mit ihrem Vater zur Beerdigung ihrer Großmutter Edda nach Irland fährt, häufen sich die Zwischenfälle. Ehe sie sich versieht, steckt Nilah mitten in einem Krieg zwischen Gut und Böse, der seine Ursprünge vor hunderten von Jahren hatte und in dem ihr Blut eine wichtige ja sogar die entscheidende Rolle spielt.
Meinung:
„GezeitenZauber – Die Bestimmung“ ist der erste Teil einer Fantasy-Trilogie aus der Feder von Erik Kellen.
Das Buch handelt von Nilah, welche mit ihrem Vater in Hamburg lebt. Sie kriegt dort erst nichts von den dunklen Mächten, welche aus ihrer Verbannung zurückkehren, mit. Doch als sie zur Beerdigung ihrer Großmutter nach Irland reißt, kann sie sich den merkwürdigen Zwischenfällen nicht mehr entziehen. Nilah muss sich gegen das Böse stellen, denn sie trägt ein uraltes Erbe in sich.
„GezeitenZauber – Die Bestimmung“ hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich anfangs etwas skeptisch war. Von einem Buch, welches Irland als Haupthandlungsort hat, erwarte ich in der Regel sehr viel, da Irland vor Mythologie und Sagen ja nur so strotzt. Da sich zudem die Handlung anfangs nach wenig Neuem anhörte, war ich mir nicht sicher, ob Erik Kellen meinen Ansprüchen gerecht werden kann. Um so erleichterter war ich, als ich immer mehr in den Bann der Geschichte gezogen wurde. Der Autor hat es sehr überzeugend geschafft Irland mit seiner mystischen Atmosphäre einzufangen und dem Leser nahe zu bringen. Vor allem, da ich dieses Land bereits mehrmals bereisen konnte und somit die reale Atmosphäre dort kenne, war das bei mir sicher keine leichte Aufgabe. Die Handlung war ebenso sehr gut an das Land angepasst, was sich nicht zuletzt dadurch bemerkbar gemacht hat, dass man das gesamte Buch über eine tiefe für irische Sagen typische Naturverbundenheit spüren konnte. Zudem konnte mich die Handlung und die damit verbundene Spannung überzeugen, obwohl es einige wenige Stellen gab, die ich als etwas langatmig empfunden habe. Mit einer Szene konnte ich überhaupt nichts anfangen, hier hoffe ich aber einfach auf den zweiten Teil dieser Trilogie.
Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und haben mich größtenteils überzeugen können. Als Hauptperson tritt hier vor allem Nilah auf, ein 17-jähriges Mädchen aus Hamburg, welches mit ihrem Vater direkt am Wasser lebt. Zu Beginn ist sie eigentlich noch ein Teenager, irgendwo gefangen zwischen dem Leben einer Jugendlichen und dem Beginn des Erwachsenwerdens. Deshalb ist es auch ganz natürlich, dass sie sich mit den normalen Problemen dieses Altes auseinander setzt, ihre Ängste überdenkt und mit aufkommenden Liebesgefühlen zuerst nicht so recht umzugehen weiß. All diese Probleme sind realistisch beschrieben und nehmen gerade soviel Platz ein, um Nilah ein authentisches Auftreten zu geben, ohne dabei zu nerven oder störend zu wirken. Nebenbei muss sie sich mit der Magie Irlands auseinander setzen, wobei sie sich etwas schwer tut. Dabei ist es total nachzuvollziehen, denn vermutlich alle würden mit anfänglicher Ablehnung reagieren. Es dauert relativ lange, bis sie die seltsamen Begebenheiten als Realität anerkennt, was mir sehr gefallen hat, denn all zu oft trifft man auf Protagonisten, die keineswegs überrascht oder verängstigt sind, wenn man ihnen Magie vorsetzt und so ein Verhalten finde ich einfach nur unrealistisch. Mir haben Nilahs Charakter und die Nachvollziehbarkeit ihrer Handlungen sehr gut gefallen.
Der männliche Hauptcharakter ist Liran, ein keltischer Krieger, der vor 2000 Jahren gelebt hat. Da das Böse in Form des „Einzigen“ zurückgekehrt ist, wurde auch Liran in unsere heutige Zeit gerufen, um Nilah zu schützen und den Einzigen zu besiegen. Über ihn erfährt man nicht ganz so viel, da er generell sehr schweigsam und in sich gekehrt ist. Trotzdem fand ich ihn sympathisch und sehr interessant, da er einige innere Konflikte zu lösen hat, und man immer mal wieder Häppchen-weise etwas über seine Vergangenheit erfährt. Zudem verbirgt er einige interessante Charakterzüge oder Ähnliches, über die ich hoffentlich im zweiten Teil noch mehr erfahren werde. Bis zum Schluss war mir nicht ganz klar, wer oder was Liran denn nun eigentlich ist, und was er für Fähigkeiten hat.
Die weiteren Charaktere standen eher im Hintergrund, wobei hier Nilahs Vater und der Rätselfinder Tok eine etwas größere Nebenrolle inne hatten. Wo mir Nilahs Vater jedoch sympathisch in Erinnerung geblieben ist, kann ich Tok mit seiner irgendwie schmierigen Art nicht leiden. Ich bin gespannt, ob sich das vielleicht noch ändern wird. Der „Einzige“ scheint eine wichtige Rolle zu haben, da er als der zentrale Bösewicht dargestellt wird, allerdings wurde über ihn nicht viel verraten, was ich irgendwie schade finde.
Der Schreibstil war sehr erfrischend und abwechslungsreich. Erik Kellen verwendet eine sehr bildliche Sprache, was ich hier absolut fesselnd fand. Man konnte sich förmlich vorstellen, selbst in Irland zu sein und das hat der ganzen Atmosphäre im Buch nochmal etwas magisches verliegen. Die Sprache war ansonsten flüssig und gut zu lesen.
Bis auf einige wenige Szenen war kontinuierlich Spannung vorhanden, weshalb man das Buch sehr schnell durchlesen kann. Leider hat mir das Ende nicht so gefallen, da es ziemlich abrupt und irgendwie mitten drin endet.
Das Cover hat mir sehr gut gefallen, es spiegelt das Mystische wieder und auch von den Farben her passt es meiner Meinung nach sehr gut zur Geschichte. Auch die innere Aufmachung des Buches ist super schön. Immer wieder gibt es wunderschöne Zeichnungen, die zur aktuellen Handlung passen, und auf die sich auch ein genauer Blick lohnt.
Das Buch ist als Taschenbuch und als eBook erschienen. Vor allem das eBook für 99 Cent ist ein absolutes Schnäppchen!
Fazit:
„GezeitenZauber – Die Bestimmung“ ist ein wirklich tolles Fantasy-Buch mit überzeugenden Charakteren und einem tollen Handlungsort, für das ich 4,5 Sterne vergebe. Für einige etwas langatmige Szenen und das abrupte Ende ziehe ich einen halben Stern ab. Zudem hätte ich mir mehr Informationen über den „Einzigen“ gewünscht. Trotzdem gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.





