Judith, Caroline, Estelle, Kiki und Eva; 5 Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein können, treffen sich seit ihrem gemeinsamen Französischkurs vor 15 Jahren, jeden ersten Dienstag im Monat im Le Jardin, einem Restaurant von Luc, dem die Frauen in all den Jahren richtig ans Herz gewachsen sind. Als Judith´s Freund, Arne seinem Krebsleiden erliegt, herrscht eine bedrückte Stimmung am Tisch der Dienstagsfrauen, weil Judith, selbst nach ein paar Monaten, mit ihrer Trauer immer noch am Anfang steht. Als sie zufällig, beim entrümpeln von Arne´s alten Klamotten, auf sein Pilgertagebuch stößt, welches er aufgrund seiner Krankheit nicht zu Ende führen konnte, beschließt Judith, das Tagebuch fortzuführen, indem sie ebenfalls den Jakobsweg nach Lourdes antritt. Als sie es ihren Freundinnen, am besagten Dienstag im Le Jardin, erzählt, ist Caroline diejenige, die sich als erste anschließt, ihre Freundin zu begleiten. Nach und nach sagen auch die anderen zu, nur Estelle, die Modebewusste unter den 5 Freundinnen, wird regelrecht dazu gezwungen sich mit auf die Reise zu begeben.
Dennoch treten alle den Jakobsweg an und verlieren schon nach einigen Kilometern den Mut und den Ehrgeiz weiterzumachen, ganz so anstrengend hatten sie sich das nun doch nicht vorgestellt.
Blasen hier, Wunden da, kleine bis größere Streitereien untereinander machen das Ganze nicht besser, dennoch versuchen alle durchzuhalten und so kommt es, dass nach 10 Tagen Pilgerreise, am Ende nichts mehr so ist, wie es mal war.
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Eigentlich hatte ich zu erst nicht wirklich vor das Buch zu lesen, weil ich mir dachte, okay Frauenroman mit Pilgerreise, das kann ja nur schlecht werden.
Aber: Ich bin positiv überrascht, das Buch ist herrlich geschrieben, kein Frauenroman, wie man ihn erwartet hätte. Mit dem ganzen Witz und Charme und den tollen Charakteren, in die man sich richtig gut hineinversetzen kann, ist das Buch in einem Rutsch gelesen, weil man es so gut wie nicht aus der Hand legen kann. Dadurch, dass die Autorin ihre Protagonisten so glaubwürdig rüber bringt, macht es richtig Spaß, das Buch zu lesen.
Auch das kleine, sehr unschöne Geheimnis, welches Judith in sich trägt und durch Arnes mysteriöses Tagebuch, all den Freundinnen hinterher offenbart wird, macht die kleine Geschichte rundum spannend.
Vorallem Estelle, fand ich urkomisch, als ich mir vorgestellt habe, wie die Schickimicki Frau ihren Designerkoffer hinter sich herzieht, während alle anderen mit ihren Rucksäcken zu kämpfen haben.
Oder auch Eva, die ihre Familie bisher nie alleine gelassen hat und somit pausenlos Anrufe bekommt, ob von ihren Kindern oder vom verlorenen Ehemann, der nicht weiß wie man die Mikrowelle bedient und schon nach ein paar Stunden total überfordert ist mit dem Haushalt und seinen Kindern. Das Ende, fand ich auch besonders gut, wo sich doch alle irgendwie schwer verändert haben, obwohl sie nur 10 Tage auf dieser abenteuerlichen Reise in Frankreich waren.
Alles in allem, ein gelungener Bestseller. Ich werde mir deswegen natürlich auch die Verfilmung ansehen, die nächsten Monat in der ARD zu sehen sein wird. Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte umgesetzt wurde.