"Urbanfantasy Debüt"
Inhalt:
Auf einmal taucht ein riesiger Krater in Berlin auf. Chaos bricht aus. Doch die Dämonen und Engel sind sich sicher das dies kein Zufall sein kann und so schicken sie beide Vertreter in die Tiefen Berlins, um dem Ungewissen auf den Grund zu gehen. Doch bei den beiden Vertretern handelt es sich um Jul, einem gefallenen Engel und Amanda, einer Magierin, die beide ihre eigenen Ziele verfolgen und erst nach und nach sich vertrauen. Doch reicht dies aus um das Abenteuer in den Katakomben Berlins zu überleben?
Geschichte 4/5
Spannung 3/5
Charaktere 3.5/5
Fantasy 4/5
Umsetzung 4/5
Meinung:
„Aeternum“ ist ein Urbanfantasyroman von Andrea Bottlinger, der beim Knaur Verlag erschien. Der Roman behandelt Engel sowie Dämonen, die seit ewiger Zeit in Konflikt stehen.
Der Roman wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Auf der einen Seite von Jul, einem gefallenen Engel, den sein Artgenossen verspotten und auf der anderen Seite die junge Amanda. Bei ihr handelt es sich um eine menschliche Magierin, deren Talent leider ein mächtiger Dämon erkannt hat und sie seitdem dazu zwingt ihm zu dienen.
Beide Charaktere treffen aufeinander, als der Alexanderplatz in Berlin plötzlich zusammenbricht und ein riesiger Krater entsteht. Engel und Dämonen sind sich sicher, dass mehr dahinter steckt und so schicken beide Seiten einen entbehrbaren Boten: Amanda und Jul.
Amanda erscheint auf dem ersten Blick stark, doch sie schwächelt immer wieder. Sie ist ungewollt die Dienerin eines Dämons geworden und leidet darunter. Im Kontrast zu ihr steht Jul, dem seine Flügel genommen wurden und er würde alles dafür tun sie wieder zu erlangen. Als beide Protagonisten aufeinander treffen ist das Misstrauen vorprogrammiert. Doch zwischen den beiden entwickelt sich mehr … und sie beginnen sich zu vertrauen und gerade an diesem Vertrauenhängt ihre Überlebenschance als beide gemeinsam den Krater hinab steigen.
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»Ich habe leider keine Waffe, um dich dazu zu bringen, mir irgendetwas zu verraten«, fuhr Amanda fort, ein alles andere als freundliches Lächeln auf den Lippen.
(Seite 136)
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In „Aeternum“ gibt es Engel sowie Dämonen. Beide Arten leben seit ewiger Zeit in Konflikt. Zwischen ihnen stehen nur noch die Menschen, worunter es wie Amanda Magier gibt. Der Roman ist somit typischer Urbanfantasystoff, denn es gibt fantastische Wesen unter uns, mitten in Berlin, wovon die Menschen aber nicht ahnen.
Zudem geht es in der Geschichte vor allem um Amanda und Jul. Um ihre beiden Leben und ihre Probleme mit den Dämonen und/oder den Engeln. Der Leser lernt einiges über Amanda und Jul kennen während beide in den Krater steigen. Im Grunde liegt hier auch der Schwerpunkt der Geschichte. Es geht darum, dass beide in den Krater klettern, dort etwas feststellen, dann wissen was zu tun ist, es in die Tat umsetzten und dann wieder in den Krater klettern. Dazwischen gibt es immer wieder Konflikte mit den Engeln und den Dämonen. Gerade dies ist für mich auch ein Konfliktpunkt, denn mir ist die Geschichte um Längen zu einfach aufgebaut. Es ist nett dem Plot zu folgen, es ist auch spannend während die Charaktere in der Tiefe Berlins unterwegs sind und die Geschichte beinhaltet auch jede Menge fantastischer Elemente, aber es fehlt an Tiefe. Es ist alles zu einfach und ich wusste nach 1/3 wie alles ausgehen wird. Diese Vorhersehbarkeit ist langweilig.
Ansonsten mochte ich das Thema und auch das Setting in Berlin. Ganz besonders mochte ich Jul, seine Art und ich habe wahrscheinlich allgemein ein Faible für gefallene Engelmänner. Er ist eint toller Protagonist und er verdient das Ende. Aber Amanda? Amanda mochte ich nicht. Zum Ende hin wurde dies mir immer deutlicher. Ich konnte mit der weiblichen Protagonistin nicht sympathisieren und teils lag das wohl auch daran, dass die Autorin etwas sehr dick in ihrem Roman aufträgt, vor allem im Bezug zu Gott und Amanda …
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Ihre Gedanken rasten, während sie sich eine Geschichte zurechtlegte, die einigermaßen plausibel klang. Wenn sie Krätschmer dazu bringen könnte, Baal für sie zu finden, während er glaubte, seinem Meister zu helfen …
(Seite 256)
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Aus diesem Grund vergebe ich auch nur 3-4 Sterne an „Aeternum“. Die Geschichte hat ein schönes Setting, ist aber nichts Neues zwischen all den urbanfantasy Geschichten. Es gibt viel, viel, viel Action und dazu Fantasy und ein klein wenig Gefühle und Romantik. Aber durch dieses ganze Tempo und dem hin und her geht auch die Tiefe flöten. Aus diesem Grund 3.5 Sterne für eine solide urbanfantasy Geschichte.
Der Schreibstil ist actiongeladen. Die Perspektive wechselt immer zwischen Jul und Amanda, so dass der Leser beide Charaktere besser kennen lernen kann. Mir fehlte ab und an immer ein wenig Tiefe in den Worten.
Das Cover gefällt mir persönlich weniger. Es ist einfach so nichtssagend und unauffällig. Ohne eine Inhaltsangabe sagt das Ganze einem recht wenig, was ich schade finde.
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Es gab mehr als ein Treppenhaus in diesem Gebäude. Sie suchten sich das abgelegenste, schlichen die Stufen hinab, Jul voran, die Hand am Schwert.
(Seite 440)
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Fazit:
„Aeternum“ erhält von mir solide 3.5 Sterne. Die Geschichte ist eine typische urbanfantasy Story. Es gibt jede Menge Action, eine Prise Liebe und eine gute Portion Fantasy. Alles in allem eine nette Lektüre für unterhaltsame Stunden.