Rezension vom 07.11.2008
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Das nur 143 Seiten starke Buch ist eine liebevolle Zusammenstellung von kulturellen Aspekten und unbekannten, uns vielleicht seltsam, befremdlich oder gar absurd erscheinenden Ansätzen der kleinen, ganz privaten Revolution Elini Pannayotis gegen die festgelegten Gesetzt der griechischen Inselgesellschaft in die sie geboren wurde, in der sie geheiratet hat und ihren Kinder das Leben geschenkt hat.
In kurzen Erzählpassagen werden rasch abwechselnde Szenen dargestellt. Details werden ganz gezielt gestreut, dem Leser wird die Geschichte nicht aufgedrängt, er wird eingeladen ihr zu folgen und Elinis Träumen erneut Flügel wachsen zu lassen.
Besonders gelungen sind die diversen, angeschnittenen Charaktere, denen Henrichs größtenteils eine sympathische Wandlung angedeihen lässt. Der Leser wird nicht nur mit Elini konfrontiert, die beim Geruch eines Parfüms ins Träumen gerät und damit die Geschichte anstößt, sonder macht auch die Bekanntschaft eines alten Lehrers der seine Freizeit am liebsten im Dialog mit Platon verbringt und dessen schrullige, einsiedlerische Art letzten Endes Elinis Traum fördert, sowie des von der Kultur geprägten Ehegatten Panos, der vom verletzten Patriot zum stolzen Vater und Mann wird. Auch die Nebencharaktere sprechen vom verzeihen, vom träumen und in den meisten Fällen von der Aufgabe der ernsten Fassade die man sich erbaut hat, um einen kleinen Schritt auf die scheinbaren Absurditäten der Welt um das kleine Eiland herum zuzugehen.
Insgesamt ein himmlisch einfaches Buch, welches jeden einzelnen davon überzeugt, dass man sich selbst verwirklichen sollte, und so Kritsch das Vorhaben auch von der Umwelt aufgenommen wird, der Frieden mit sich selbst lohnt sich in jeder Hinsicht und führt unter dem Großen Strich der Zeit auch zu einer besseren Gesamtsituation.
Am Ende rät das Buch, seinen Inhalt ein wenig philosophisch zu betrachten, nicht als sachlicher Roman, sondern als Anreiz für ein paar Stündchen die Seele baumeln zu lassen.
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