Rezension vom 10.12.2010
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Leider kann ich zu diesem Buch keine eigens verfasste Inhaltsangabe schreiben, weil ich "Die Landkarte der Zeit" nach nur 200 Seiten abgebrochen habe.
Und das tut mir im Herzen weh, aber dieser Roman, so hoch gepriesen, hat mich in allen Gesichtspunkten enttäuscht, dass ich keine weitere Stunde an ihn verschwenden wollte.
Eigentlich hätte ich das Buch wirklich großartig finden müssen, denn aufgrund des Kurzinhaltes auf der Rückseite und den behandelten Themen (viktorianisches London, Jack the Ripper, Zeitreisen, etc.) fühlte ich mich als Leser direkt angesprochen. Dann aber fing ich an zu lesen und kam recht schnell ins Stolpern. Ich kann nur betonen, leider.
Die Charaktere waren mir in keinster Weise sympathisch, besonders der Protagonist, dessen Name mir schon entfallen ist.
Auch der allwissende Ich-Erzähler ging mir recht schnell auf den Keks. Ich fand ihn nicht witzig. Ich fand ihn wirklich extrem nervtötend.
Der Schreibstil von Palma generell ist anstrengend und ermüdend.
Die Geschichte kam auch nicht wirklich in Fahrt, es wird sich ewig an dem Tod der Prostituierten aufgehalten, der dazu auch noch so dermaßen vorhersehbar war, dass man die ersten 100 Seiten getrost überfliegen kann.
Danach wurde es aber auch nicht besser, das Konzept von "Zeitreisen Murray" und den Ureinwohnern hat mir auch nicht gefallen.
Und bevor es noch unsympathischer, langatmiger und selbstgefälliger werden konnte, habe ich das Buch einfach beiseite gelegt.
Nebenbei ist es vom Kindler-Verlag eine Unverschämtheit, 25 € für ein Buch zu verlangen, bei dem die Seiten nicht mal zur Hälfte bedruckt sind. Die Ränder sind so riesig, da könnte man als Leser locker links und rechts und oben und unten noch ein paar Sätze großzügig dazukritzeln. Sofern man das denn wollen würde. Wären die Ränder nicht so unverschämt groß, würde Palmas "Werk" auf 400 Seiten schrumpfen.
"Die Landkarte der Zeit" war einfach nicht mein Geschmack.
Schade.
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