Rezension vom 12.12.2012
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Ich denke zu der Geschichte muss nicht mehr viel gesagt werden: Ana, eher unscheinbar, lernt den begehrtesten Junggesellen der Welt, Christian Grey, durch einen Zufall kennen. Und auch wenn Grey es gewöhnt ist, dass sich Frauen in seiner Gegenwart sofort von ihm angezogen fühlen, sind für ihn die Gefühle, die er für Ana empfindet neu. So kommen sich die beiden immer näher, doch das ist vor allem für Ana schwierig, da Christians Vorstellungen von einer Beziehung sehr von den ihren Abweichen. Und so beginnt ein hin und her zwischen den beiden, bei dem Ana sich einer Welt stellen muss, mit der sie sich zuvor noch nicht auseinandergesetzt hat, eine Welt in der Sex mit Schmerz und Macht zu tun hat. Aber auch Christian wird durch Ana immer wieder auf die Probe gestellt.
Diese Konflikte sind auch der Mittelpunkt im zweiten und dritten Buch der Triologie, obwohl dort auch immer mehr über Christians Vergangenheit und die Gründe für seinen Lebensstil beleuchtet werden.
Ich gebe zu, ich habe mir das erste Buch gekauft, einfach weil alle darüber gesprochen haben und ich auch mitreden wollte. Ich hatte mir eigentlich nicht wirklich etwas erwartet - und schon gar nicht, dass mich das Buch nicht mehr loslässt. Aber so war es. Ich wollte wirklich wissen, wie die Geschichte von Ana und Christian weiter geht. Vor allem aber wollte ich auch wissen, wie Christian zu dem Menschen werden konnte, der er ist. Und auch bei den zweiten beiden Büchern, war ich wirklich von Anfang bis Ende gefangen in der Geschichte und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Man kann über das Buch sagen, was man will. Es ist bestimmt keine großartige Literatur und es gibt auch einige Längen. Außerdem ging mir vor allem Ana teilweise auf die Nerven, da sie ständig über ihre Beziehung nachdenkt und die immer gleichen Fragen in ihrem Kopf wälzt. Was man aber nicht sagen kann ist, dass das Buch nur ein Buch über SM und sexuelle Vorlieben ist - denn in meinen Augen geht es um mehr. Es geht um Liebe und es geht um Vertrauen. Es geht um die Art, wie man im Allgemeinen eine Beziehung definiert. Es geht um Menschen und wie sie werden wie sie sind und sich doch noch ändern können. Natürlich sind diese Themen nicht immer im Fokus im Buch. Aber wenn man nicht nur von Bettszene zu Bettszene springt, dann sind es gerade diese Themen, die das Buch so spannend machen. Zumindest war es für mich so. Und daher ist es auch Christian Grey, der mir in diesen Büchern am Besten gefallen hat.
Für mich ist Shades of Grey ein wirklich tolles Buch, das man sehr gut lesen kann und das, wenn man sich darauf einlässt, Tiefgang hat und Themen anspricht, die in der heutigen Gesellschaft durchaus aktuell sind. Ich kann das Buch empfehlen - vielleicht nicht als Weltliteratur, aber als Urlaubslektüre allemal.
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