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Rezension vom 02.03.2013 (2)
Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.com/2013/03/pretties-scott-westerfeld.html
Titel: Pretty - Erkenne dein Gesicht
Originaltitel: Pretties
Autor: Scott Westerfeld
Seitenzahl: 400
Verlag: Carlsen
Erschienen: Februar 2011
ISBN-13: 978-3551310071
Preis
Taschenbuch: 8,95€
Klappentext:
Tally ist von einer Ugly zur Pretty geworden. Sie sieht umwerfend aus, hat einen tollen Freund und ist wahnsinnig beliebt. Aber bei allem Spaß, den Partys, dem Luxus, spürt Tally, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann erhält sie eine Botschaft aus ihrer Vergangenheit - und plötzlich wird ihr klar, was in der Pretty-Welt fehlt. Tally beginnt, umzudenken und begibt sich damit in tödliche Gefahr. Denn wer zu viel weiß, gerät schnell ins Visier der Behörden ...
Rezension:
Nachdem ich Uglies gelesen hatte, wollte ich auch unbedingt den zweiten Teil lesen, weil ich das Ende wirklich gut fand, muss aber sagen, das ich leider ein bisschen enttäuscht wurde.
Ich hatte erwartet, dass nachdem Tally im ersten Band am Ende endlich zu einer sagen wir mal überzeugenden Moralvorstellung gekommen war und sie mir auch endlich sympathischer geworden ist, dass der zweite Band doch echt toll werden könnte. Beim ersten Band hatte ich nämlich ein wenig Probleme, in die Geschichte reinzukommen und Tallys Moralkonflikte waren zwar tiefgründig haben sie mir anfangs aber auch etwas unsympathisch gemacht. Auch dachte ich, dass nach der langen Einführung im ersten Band, in der nicht wirklich etwas passiert, es im zweiten gleich mit der Action losgehen würde, da es ja einen Plan auszuführen galt. Umso mehr habe ich mich auf den zweiten Band gefreut, nur um festzustellen, das hier alles wieder von vorne losging. Der Plan lässt erst einmal ein wenig auf sich warten und dann nach dem Plan heißt es wieder warten, da Tally und ein paar ihrer Crims, ihrer Clique, darauf warten müssen aus der Stadt fliehen zu müssen. Der Autor baut in diese "Wartezeiten" dann kleinere Ereignisse ein, die die Spannung aufrechterhalten sollen, aber das wurde mir durch Tally doch etwas schwer gemacht.
Da Tally jetzt eine Pretty ist, hat sie vieles aus ihrer Ugly Zeit vergessen. Trotzdem ist sie aber noch "anders", jedenfalls will uns das der Autor hier glauben machen. Es stimmt schon, dass sie in gewisser Weise etwas besonderes ist, allerdings habe ich auch oft das Gefühl, dass sie Anerkennung für Dinge bekommt, die nicht wirklich ihr Verdienst sind. Außerdem scheint sie bei dem Versuch Probleme, die sie verursacht hat, wieder in Ordnung zu bringen, nur noch mehr Probleme zu schaffen. Wofür man ihr aber ehrlicherweise nicht alle Schuld zuschreiben kann, denn sie versucht in diesen Momenten meistens ihr bestes. Shay hat zwar Recht, Tally ist ziemlich egoistisch, aber immer wenn sie versucht, es nicht zu sein, hat sie Unglück ohne Ende. Wegen ihres Egoismus war mir Tally am Anfang auch wieder etwas unsympathisch. Sie ist sehr intelligent, wenn es aber um Moralvorstellungen geht, hat sie keine klare Meinung, bis zum Ende des Buches, weil sie auch hier wieder von neuem überzeugt werden muss. Das Pretty-Town und Special Circumstances nicht das richtige für die Menschen tun. Dadurch, dass mich Tally vor allem gegen Mitte ein wenig genervt hat, hat mich auch einfach nicht mehr interessiert, was ihr jetzt als nächstes passiert, weswegen ich sogar an Stellen, an denen eigentlich Spannung hätte aufkommen sollen, die Lust verloren und das Buch zwischenzeitlich aus der Hand gelegt habe, um andere Dinge zu tun. Ich bin einfach nicht wirklich vorangekommen. Das lag vor allem auch an Zane, weil ich es irgendwie nicht so toll fand, dass Tally David sozusagen auch einfach vergisst und dieser mir einfach leid getan hat. Immerhin steht Tally aber zum Schluss zu ihrer Entscheidung, auch wenn ich glaube, dass sich das evt. im dritten Band ändern könnte, aber wenn es so bleibt wie es gegen Ende des Buches ist und Tally sich nicht noch einen Typen angelt, kann ich so auch damit Leben, denn für das Vergessen kann Tally ja nicht wirklich etwas.
Die Pretties sind einfach super oberflächlich und am Anfang haben mich die andauernden Wortwiederholungen (in der englischen Ausgabe sind das zum Beispiel bubbly und bogus, ich weiß aber nicht, wie das ins deutsche übersetzt wurde) etwas genervt. Außerdem werden schwachsinnige Silben an die Enden von Namen gehängt, sodass aus Tally zum Beispiel Tally-wa wird. Das fand ich am Anfang etwas komisch, man gewöhnt sich aber daran. Scott Westerfeld hat diese Dinge auch eher als Stilmittel eingefügt, da die Pretties sozusagen fast ihre eigene Sprache haben.
Außerdem hatte ich manchmal das Gefühl, dass es mit der Logik etwas hapert. So schlägt Tally bei einem Fall mit dem Gesicht gegen ein Hoverboard und fängt an zu bluten. Ich hätte ja erwartet, dass sie sich dabei die Nase bricht, aber gut, ihre neuen Superknochen könnten evt. zu gut dafür sein oder so. Trotzdem ist sie verwundet, aber später im Buch hört man von dieser Kopfwunde gar nichts mehr, Tally ist noch nicht einmal schwindelig oder so etwas. So etwas wie das kam zwar, glaube ich nur dieses eine Mal vor, aber es gibt andere kleiner Fragen zur Logik, die bei mir manchmal hängenblieben.
Das mag sich jetzt alles vielleicht etwas negativ anhören, aber das Buch war dennoch sehr gut. Wenn Tally nämlich so denken würde wie sie denkt, würde ein Menge der Tiefgründigkeit verloren gehen, da ihr Verstehen für beide Seiten den Konflikt erst wirklich zum Vorschein bringt, weil man dadurch selbst auch besser verstehen kann, warum jemand denken könnte, die Operation wäre für alle die richtige Lösung. Ich fand auch die meisten der Zitate, die am Anfang der drei Teile stehen in die das Buch unterteilt war sehr gut gewählt, weil sie dem Buch noch tiefgründiger gemacht haben. Mein Lieblingszitat war dabei das von Part I: "Remember that the most beautiful things in the world are the most useless."
Das Ende hat mich dann schon fast umgehauen, weil ich fast gar nicht mehr damit gerechnet hätte, das es wirklich noch spannend wird und es eine große Offenbarung gibt, die ich echt toll fand. Die letzten 50 Seiten waren einfach klasse geschrieben und haben noch einiges aus dem Buch herausgeholt und mich daran erinnert, was ich am ersten Band so mochte. Was Tally hier entdeckt hat auch eine Menge der offenen Fragen zur Stadt geklärt. Dennoch bleiben aber ein paar Fragen offen, von denen ich nun aber hoffe, dass sie im dritten Band beantwortet werden. Ich brenne aber nicht ganz so sehr darauf, ihn zu lesen, da das Ende des zweiten Buches schon andeutet, dass alles mit Tally noch einmal von vorne anfängt und wir das ganze Thema noch einmal durchkauen müssen. Trotzdem werde ich den dritten Band auf jeden Fall noch lesen.
Fazit:
Eine relativ gute Fortsetzung der Reihe. Man hatte jedoch ein wenig das Gefühl, das die Geschichte vom zweiten Band sich noch einmal wiederholt, was an der Rückentwicklung des Hauptcharakters Tally lag und auch Spannung wollte am Anfang nicht so recht aufkommen. Das Ende ist super geschrieben und offenbart ein wenig mehr über die Welt der Pretties, allerdings dämpft das letzte Kapitel die Vorfreude auf den dritten Band ein wenig.
(7/10)
Rezension vom 28.02.2013 (2)
Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.com/2013/02/supernaturally-kiersten-white.html
Titel: Dreams 'n' Whispers - Lebe lieber übersinnlich
Originaltitel: Supernaturally
Autor: Kiersten White
Seiten: 383
Verlag: Loewe
Erschienen: 1. Juni 2012
ISBN-13: 978-3785572399
Preis
Gebunden: 17,95€
Klappentext:
Sportstunden, Zickenkrieg auf der Mädchentoilette und ein eigener Spind! Evie ist glücklich, endlich das Leben eines gewöhnlichen Teenagers zu führen. Doch Normalsein kann auf die Dauer auch ziemlich langweilig sein. Als die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler Evies Hilfe braucht, zögert sie nicht lange und schon überschlagen sich die Ereignisse: Ihr Exfreund Reth konfrontiert sie mit niederschmetternden Enthüllungen über ihre Vergangenheit und im Feenreich bahnt sich ein Kampf an, bei dem es um niemand anders geht als Evie selbst. Dreams 'n' Whispers" ist der zweite Band einer Trilogie. Der Titel des ersten Bandes lautet Flames 'n' Roses".
Rezension:
Nachdem ich gerade Paranormalcy alias Flames 'n' Roses von Kiersten White beendet hatte, musste natürlich auch schnell der zweite Band her. Auch dieses Buch ist wieder sehr humorvoll geschrieben, allerdings ist es etwas ernster als noch der erste Teil.
Evie geht mittlerweile seit einem Monat auf die High School und hat sich schon ein wenig an ihr neues Leben gewöhnt. Das heißt auch, dass zwischen dem ersten und zweiten Band ein paar Monate vergehen. Lend sieht sie nur an den Wochenenden, da dieser in Georgetown auf das College geht und Evie ist bei Arianna eingezogen, damit sie sich nicht so seltsam dabei vorkommen muss, ohne ihren Freund bei dessem Vater zu leben. Langsam beginnt Evie sich auch etwas zu langweilen und sie beginnt sich zu fragen, warum sie nicht zufrieden ist, wo sie doch alles hat, was sie jemals wollte. Liegt es daran, das alle sie normal behandeln, wo sie doch vorher bei der IPCA so etwas besonderes war? Aber natürlich ist Evie nicht normal und die nächsten Probleme warten schon...
Die Hauptcharaktere sind immer noch sehr sympathisch und die Liebesgeschichte zwischen Lend sehr süß, auch wenn nicht gerade alles perfekt verläuft, weil Evie Lend bestimmte Dinge verschweigt. Trotz allem oder vielleicht gerade deshalb halten die beiden jedoch zusammen und man kann spüren, wie sehr sie sich mögen. Die Probleme der beiden haben das ganze zwar auch authentischer gemacht, aber ich konnte in bestimmten Dingen nicht nachvollziehen, warum Evie nicht mit der Sprache herausrückt. Am Ende sieht sie ihre Fehler aber auch ein. Im Grunde genommen sorgt sie sich aber die ganze Zeit um nichts und wieder nichts und begeht deswegen ein paar kleinere Fehler. Aber wie sagt man so schön: Nobody's perfect und das meine ich in einem positiven Sinne. Ich fand es auch toll wie sehr man die Entwicklung gespürt hat, die Evie nach all den Geschehnissen im ersten Band durchgemacht hat. Sie ist ein wenig erwachsener und auch ernster geworden, wodurch auch die Atmosphäre im Buch etwas ernster und nachdenklicher wird.
Bis auf einige wenige wird auch in diesem Buch nicht sehr stark auf Nebencharaktere eingegangen, aber diese sind für die Geschichte meistens auf nicht von Belang. Außerdem lässt sich Kiersten White auch wieder sehr lustige Dinge für ihre Nebencharaktere einfallen. Bleibt nur eins, was hat ein deutscher Vampir in Schweden zu suchen xD?
Ich hätte mir manchmal vor allem am Anfang etwas mehr spannende Handlung gewünscht. Das Buch war zwar aufgrund des schönen Schreibstils auf jeden Fall fesselnd, denn ich habe es fast ohne Unterbrechung verschlungen, aber es war doch sehr viel vorhersebarer als Band eins und kam mir manchmal etwas wie ein Lückenfüller vor. Schon lange vor Ende konnte man sich ausrechnen, wer hier das große Problem ist. Ich persönlich hatte mir zwar andere Zusammenhänge vorgestellt, aber die große Enthüllung des Buches, besser gesagt, die zwei großen Enthüllungen, kamen für mich einfach so gar nicht überraschend. Dennoch hat das Buch eine etwas andere Wendung genommen als ich es dachte. Diese war etwas tiefgründiger als erwartet, allerdings haben in diesem Abschnitt dann die humorvollen Stimmungsauflockerungen meiner Meinung nach nicht immer ganz so gut gepasst und das ganze etwas oberflächlicher wirken lassen.
Nach dem Ende bleiben auch ziemlich große Fragen offen, von denen ich eigentlich erwartet hätte, dass sie in diesem Band beantwortet werden, sodass das Ende ein wenig zu offen wirkt. Ich wurde mit einem großen Fragezeichen zurückgelassen. Es ist schon zu Ende? Allerdings wird es ja auch bald auf das große Finale hinauslaufen...WO kriege ich jetzt bloß das dritte Buch her??
Fazit:
Eine wirklich gute Fortsetzung der Reihe, die zwar immer noch humorvoll, aber auch etwas ernster ist als Band eins, da sich die Atmosphäre des Buches mit Evie weiterentwickelt. In manchen Dingen ist das Buch hier etwas vorhersehbar, aber dennoch konnte ich es durch die schöne Erzählweise kaum aus der Hand legen. Wer den ersten Band mochte, wird diesen hier auf jeden Fall auch mögen!
(8/10)
Rezension vom 23.02.2013 (3)
Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.com/2013/02/paranormalcy-kiersten-white.html
Titel: Flames 'n' Roses - Lebe lieber übersinnlich
Originaltitel: Paranormalcy
Autor: Kiersten White
Seitenzahl: 380
Verlag: Loewe
Erschienen: 6. Juni 2011
ISBN-13: 978-3785572382
Preis
Gebunden: 17,95€
Hörbuch: 22,99€
Klappentext:
Hi, ich bin Evie und eigentlich total normal. Dachte ich zumindest immer. Also, mit Ausnahme von meiner besten Freundin, die eine Meerjungfrau ist, und von meinem Exfreund einer Fee. Und abgesehen davon, dass ich die einzige Person auf der Welt bin, die die Tarnung von paranormalen Wesen durchschauen kann. Deswegen arbeite ich für die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler. So viel zum Thema normal.
Und dann ist Lend auf der Bildfläche erschienen. Lend ist supersüß, kann gut zuhören und ist ein Gestaltwandler. Und weil er in unsere Zentrale eingebrochen ist, steht nun meine ganze Welt auf dem Kopf und es ist die Rede von einer dunklen Prophezeiung, die leider bis ins Detail auf mich zutrifft.
Nee, böse bin ich nicht, das muss eine Verwechslung sein. Ich muss dem Ganzen auf den Grund gehen, denn ich will endlich wissen, wer ich wirklich bin, und: Ich will Lend nicht verlieren!
Gestaltung:
Auch hier gefällt mir wiedereinmal das deutsche Cover etwas besser, weil es einfach mehr zu Evies Art und dem ganzen Buch passt. Evie ist einfach nur pink mit Herzen xD. Das englische Cover finde ich zwar auch sehr schön und das Mädchen darauf könnte auch auf jeden Fall Evie in ihrem Promdress sein, allerdings passt die düstere Tönung und auch ihr sehr ernster Gesichtsausdruck nicht ganz so gut. Vom Titel her passt aber Paranormalcy wahrscheinlich besser, auch wenn Flames 'n' Roses durchaus eine Bedeutung hat, denn Flammen in dem Sinne, haben eine sehr große Bedeutung im Buch und Roses könnte man wahrscheinlich als Symbol sehen, auch wenn sie an sich keine Bedeutung für das Buch haben.
Rezension:
Ich hatte bevor ich dieses Buch gelesen habe, bereits das Hörbuch auf deutsch gehört. Weil ich generell Bücher aber lieber erst lese und ich die Geschichte wirklich gut fand, dachte ich mir ich nehme es mir noch einmal zur Hand, auch, um zu sehen wie viel für das Hörbuch gekürzt wurde und was ich sozusagen beim Hören verpasst habe. Außerdem wusste ich auch nicht mehr ganz genau wie es aussging, auch wenn mir das beim Lesen wieder eingefallen ist. Es hat sich dann herausgestellt, dass das Hörbuch ausnahmsweise einmal nicht gekürzt ist und wenn doch, dann in so geringem Maße, dass ich es nicht mitbekommen habe, aber das wäre dann den Aufwand auch irgendwie nicht Wert, weswegen ich ziemlich sicher bin, das es hier keine Kürzungen gab.
Da ich das Buch auf Englisch gelesen und auf deutsch gehört habe, kann ich auch ein wenig zur Übersetzung sagen. Die Übersetzer vom Loewe-Verlag habe hier wirklich einen super Job gemacht! Ich kann mich zwar nicht mehr genau daran erinnern, wie gut die Wortwitze rübergebracht wurden, denn davon gibt es eine Menge, aber die Atmosphäre des Buches bleibt im Deutschen auf jeden Fall bestehen und auch die meisten der Witze wurden gut übersetzt.
Der Humor und die Wortwitze machen ebenfalls einen Großteil der Atmosphäre des Buches und auch von Evies Charakter aus. Evie ist nicht unbedingt der Stereotype Mädchen, sondern vereint auf eine komische Art und Weise, alle Vorurteile, die einem darüber so in den Sinn kommen können. Nur zickig ist sie nicht. Dafür ist fast alles um sie herum pink, eine Farbe, die sie einfach liebt und sie ist einfach so unfassbar mädchenhaft, dass man auch mal laut auflachen muss, ganz zu schweigen von ihren selbstironischen und sarkastischen Kommentaren, die sie nicht immer laut äußert. Da, das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, kann man sich doch sehr gut in Evie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen. Auf den ersten Blick scheint Evie noch relativ kindlich und unbedarft und das ist sie manchmal auch, aber hinter der eher oberflächlichen Fassade und den coolen Sprüchen ist ihre Persönlichkeit doch tiefergehend und sie ist sehr einsam. Das ist auch kein Wunder, da sie, seit sie 8 Jahre alt ist, bei der IPCA lebt, wo es niemanden in ihrem Alter gibt und sie hauptsächlich mit der Meerjungfrau Lish reden kann, die die Computercentrale dort in ihrem Aquarium allein betreibt. Davor hat sie seit sie denken kann in Fosterfamilien gelebt. Es ist nicht unbedingt so, dass Evie naiv ist, denn sie glaubt nicht gleich alles, was ihr vorgehalten wird, hat (vor allem später) auch durchaus ihre eigene Meinung und und beugt auch mal ab und zu ein paar Regeln für sich und treibt ihren Unfug, aber sie will doch öfters Dinge nicht wahrhaben und bevorzugt es dann meisten nicht weiter darüber nachzudenken. So sind ihr auch viele Dinge, die Lend ihr zum Beispiel über sie selbst sagt, schon vorher in den Sinn gekommen, aber er ist derjenige, der sie wirklich dazu bringt darüber nachzudenken und endlich den Sachen auf den Grund zu gehen. Man kann ihr das, aber auch nicht wirklich vorwerfen, vor allem, was die ICPA angeht, weil sie dort aufgewachsen ist und es nur natürlich ist, dass sie von der guten Gesinnung dieser Organisation überzeugt ist und es ist ja auch nicht so, dass diese total schlecht und böse ist. Spätere Ereignisse im Buch bringen Evie aber immer mehr dazu über bestimmte Dinge mehr nachzudenken, was dem Buch auch etwas an Tiefgründigkeit verliehen hat, von der das Buch zwar nicht gerade übersprüht, die aber doch vorhanden ist vor allem in dem Sinne wie sehr man Zuwendung und Liebe braucht.
Beim Thema Liebe sind wir auch schon bei Lend. Lend war wirklich einfach nur süß und er hat die Liebesgeschichte des Buches weit weniger kitschig gemacht. Er ist einfach nur total nett und man kann wirklich total verstehen, warum Evie ihn so gern mag. Genauso gut kann man aber verstehen, warum Lend Evie mag, denn beide kann man einfach nur ins Herz schließen. Die Beziehung zwischen beiden bahnt sich auch eher langsam an und alles im allen war das wirklich toll gemacht und ich habe es einfach genossen, die Szenen mit den beiden zu lesen.
Das Buch ist wirklich süß geschrieben, der Schreibstil leicht und locker. Auch Spannung gibt es vor allem ab Mitte des Buches her nicht zu wenig. Man hat auch einfach nur Mitleid mit dem bösen Gegenspieler, denn deren Motive sind durchaus nachvollziehbar und enthalten einen Teil Wahrheit, was das ganze nicht so schwarz weiß aussehen lässt, wie man es von einem solchen Buch vielleicht erwarten würde. Ich will auf jeden Fall wissen wie es weitergeht und werde so schnell wie möglich den zweiten Band lesen ♥.
Fazit:
Ein schönes, locker fluffiges Buch, das mit viel Humor und einer süßen Liebesgeschichte überzeugt. Die Charaktere kann man ebenfalls einfach nur ins Herz schließen und auch Spannung kommt nicht zu kurz.
(9/10)





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