Rezension vom 22.05.2011
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Protagonist David Hunter verschlägt es in das kleine, abgelegene Dorf Manham, in der Hoffnung einen dortigen Neuanfang als Landarzt zu beginnen. Als Partner des Besitzers der Praxis, Henry, welcher an den Rollstuhl gefesselt ist, versucht Hunter seine tragische Vergangenheit hinter sich zu lassen: Aufgrund eines tödlichen Autounfalls seiner damaligen Frau und deren gemeinsamer Kinder schloss Hunter nicht nur mit dem londoner Großstadtleben, sondern auch mit seinem zuvor ausgeübten Beruf (Forensischer Anthropologe) ab. Doch plötzlich durchzieht eine grausame Mordserie die Geschichte des idyllischen Manhams und Hunter gerät widerwillens an seine vorherige Berufung, was im Dorf für einiges Misstrauen sorgt. Im Laufe des Buches wird klar: Der Mörder kann nur einer der manhamschen Einwohner sein und das eingeschworene,konservative Dorf glaubt schon bald den Täter zu kennen..
Beckett gelingt es, den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zu ziehen, wofür größtenteils sein lockerer Schreibstil verantwortlich ist, welcher es schafft, jede Szene des Buches in dem geistigen Auge des Lesers zu visualisieren, ohne sich dabei in unnötige Details zu verlieren, wodurch sich das Buch sehr flüssig lesen lässt, der extatische 'Page-turnig-effect' ist somit garantiert. Des Weiteren ist der Protagonist David Hunter, aus dessen Sicht das Buch ich-perspektivisch geschrieben ist, ein schlüssiger Charakter mit Tiefe, der vorallem sympathisch erscheint, ohne irreal und aufgesetzt zu wirken. Der Plot ist relativ spannend, auch wenn er einige Ungereimtheiten in Form von Widersprüchen aufweist. Alles in allem eine nette Abendlektüre, die man schnell und gerne liest, jedoch für mich nichts Besonderes, geschweige denn ein 'musst- du- unbedingt- gelesen- haben- Buch', darstellt, ist aber dennoch recht gut.
Abzug gab es unter Anderem für das, für mich, viel zu offensichtliche und vorhersehbare Ende, indem ich bei meiner anfänglich vermuteten Auflösung des Täters und des involvierten Opfers ins Schwarze traf. Thrillerfans, die einen guten Blick bezüglich der Täterbesetzung haben, werden eventuell enttäuscht sein, jedoch sollte das niemanden davon abhalten, dieses Buch zu lesen.
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