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Rezension vom 09.04.2013 (1)
Joy muss hilfslos mitansehen, wie Matthials Clan, der Clan, dem sie einst selbst angehörte, Neél, ihre große Liebe, gefangen nimmt und auf brutalste Weise foltert. Als Matthial Neél verkauft, um sich bei den Percents Vorteile zu verschaffen, muss Joy wenig später erfahren, dass Neél bei dieser Aktion gestorben ist. Ohne jegliche Hoffnung verlässt Joy den Clan, dem sie sich nun nicht mehr angehörig gefühlt, und macht sich auf die Suche nach Antworten. Wieso musste Neél sterben? Wie und durch wessen Hand? Die Suche nach Antworten treibt sie letztlich in die Stadt, wo ihre Hoffnung erneut aufkeimt. Doch es steht Krieg bevor! Die Rebellen scheinen sich zu organisieren und einen finalen Angriff zu starten. Und Joy ist mit ihren Hoffnungen auf eine zweite Chance und Freunden auf beiden Seiten der verfeindeten Lager mittendrin!
Nachdem "Dark Canopy" letztes Jahr DIE Dystopie im deutschsprachigen Bereich gewesen zu sein scheint - zugegeben, auch ich fand den ersten Teil der Dilogie genial - wusste ich natürlich, was dieses Frühjahr auf meinem Leseplan ganz oben stehen würde. Denn wie es leider typisch geworden ist für solche Reihen, endete Teil eins mit einem fiesen Cliffhanger!
Der zweite Teil setzt nach einem Verwirrung stiftenden Prolog direkt am Ende von "Dark Canopy" an. Gleich zu Beginn wird deutlich, was den Erzählstil von Frau Benkau ausmacht: Ihr unbestreitbares Können, den Leser die Gefühle der Protagonisten hautnah miterleben zu lassen. Kaum ein anderer Autor hat es bisher geschafft, durch seinen Erzählstil eine so dichte Atmosphäre zu erzeugen, die die Emotionen der jeweiligen Hauptfiguren so perfekt spiegelt. Joys Verzweiflung, ihre Hoffnungslosigkeit und ihre vollkommene Desillusionierung wird durch die triste, trostlose, distanzierste und absolut niederschlagende Atmosphäre so gut gespiegelt, dass ich mich selbst ein wenig erschlagen gefühlt habe. Also Vorsicht, denn diese Trostlosigkeit zieht sich durch das ganze Buch hindurch - natürlich immer wieder von einigen wenigen Lichtblicken durchbrochen. Wer sich von so was also selbst schnell runterziehen lässt, sei von mir vorgewarnt!
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Anders als in den meisten Romanen sind die Protagonisten in "Dark Destiny" wirklich authentisch! So ein unperfekter Charakter wie Joy ist mir selten untergekommen. Dabei meine ich nicht ihre Fähigkeiten, ihren Mut, ihre Kampfkunst oder ihr Durchhaltevermögen. In diesen Bereichen ist Joy unschlagbar! Ich meine ihre Persönlichkeit, ihren unglaublichen Dickkopf, ihren Stolz, der ihr über alles zu gehen scheint, sogar über Liebe und Freundschaft, ihre Zickigkeit und ihren Pessismismus. Sie ist weder die typische "Superwoman"-Protagonistin (Bella aus "Twilight" hust), noch ist sie das verweichlichte, naive Mädchen von neben ab. Die Mischung aus Attributen beider Stereotype macht Joy liebenswert.
Da ich mit männlichen Protagonisten erstaunlicher Weise sowieso meist keine Probleme habe, ist es wohl auch nicht erstaunlich, dass ich Neél sofort wieder liebgewonnen habe. Aber sogar Matthial, der nun wirklich viel Sch...aden angerichtet hat, habe ich in mein Herz geschlossen.
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Das ist auch so eine Eigenart der Autorin. Sie schafft es immer wieder, den Blickwinkel ihrer Leser umzulenken damit wir die Sache von zwei Seiten betrachten. Ich hatte Matthial schon als Bösewicht abgestempelt, da erklärt mir Frau Benkau die Sache aus seiner Sicht und ich muss umdenken. "Stimmt, so habe ich das ja noch gar nicht gesehen". Weder die Percents noch die Rebellen werden verurteilt. Der Leser lernt sie Motive und Beweggründe beider Seiten kennen und vor allem verstehen. Es gibt auf beiden Seiten herzensgute Charaktere aber auch schwarze Schafe, so wie es im wahren Leben eben auch ist. Und auch die schwarzen Schafe werden nicht verurteilt, denn die Autorin lässt immer wieder durchscheinen, dass die Gesellschaft und die harten Zeiten sowohl Percents als auch Menschen geprägt und zu dem gemacht hat, was sie nun sind. Dieser Roman lässt keinen Raum für Schwarz-Weiß-Denker, denn er ist voll von allen möglichen Grauschattierungen. Manche dunkler, andere heller.
Eigentlich sollte man nun meinen, der Roman wäre in meinen Augen ein voller Erfolg gewesen. Leider nein! Das Ende hat den Roman für mich leider etwas runtergezogen. Viele von euch, die das Buch schon gelesen haben oder noch lesen werden, werden das Ende vielleicht für authentisch halten und sagen, dass das Buch anders nicht hätte ausgehen können, da alles andere zu sehr "Happy End" und unrealistisch gewesen wäre. Ich für meinen Teil aber finde, es wäre auch anders gegangen, da Liebe in meinen Augen das Wichtigste ist und über alle Hindernisse hinwegsehen kann. Mehr möchte ich nicht verraten, damit sich niemand gespoilert fühlt. Lest den Roman selbst, das Ende ist eindeutig Geschmackssache! Mich stört nur momentan der Trend, Happy Ends zu umgehen und das Buch lieber einigermaßen offen enden zu lassen.
Dennoch: Jennifer Benkau hat mir ihrer Dilogie wirklich eine mehr als empfehlenswerte Buchreihe erschaffen. Wie keine Zweite beschreibt sie schonungslos und ehrlich, wie es den von ihr geschaffenen Charakteren wirklich geht und wie trostlos die Welt um sie herum ist. Für all diejenigen unter euch, die sich nicht so leicht runterziehen lassen und Spannung, authentische Charaktere und atmosphärisch dichte Erzählungen lieben, ist diese Dilogie sicherlich ein wahrer Glücksgriff.
Rezension vom 20.03.2013 (2)
Wie soll ein 15-jähriges Mädchen jemals in einer typisch italienischen und erzkatholischen Familie ein normales Teenagerleben führen können? Diese Frage stellt sich Antonia Lucia Labella täglich. Es ist aber auch wirklich schwer, als Schülerin auf einer katholischen Mädchenschule und mit einer superstrengen Mutter endlich den ersten Kuss zu bekommen - und zwar von Andy Rotellini, der ist nämlich schrecklich süß! Nur leider beachtet er Antonia kaum... . Doch Antonia setzt bei ihren Problemen voll und ganz auf die Hilfe der Schutzheiligen, schließlich gibt es für fast jedes Problem einen Heiligen, an den man sich wenden kann. Nun ja... aber auch nur fast! Antonia Ziel ist es, genau diese Lücken im "Heiligensystem" zu füllen. So schlägt sie dem Vatikan jeden Monat einen neuen Schutzheiligen vor. Die Welt hat einen Schutzheiligen für selbstgemachte Pasta oder Feigenbäume schließlich bitter nötig. So ganz nebenbei unterbreitet sie dem Heiligen Vater auch immer wieder das Angebot, dass doch sie, Antonia Lucia Labella, bestens für den Posten der ersten lebenden Heiligen gemacht wäre. Und dann ist da ja auch noch Michael, der eigentlich nur ihr Freund sein sollte. Wieso fühlt sie sich dann immer so komisch, wenn er sie mit seinen wunderschönen Augen direkt ansieht?
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Checkliste für einen gelungen Roman für junge Mädchen:
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Jeder wird sich wohl noch daran erinnern, wie er das erst Mal verliebt war. Ganz egal, wie lange das nun schon zurück liegt, vollkommen gleichgültig, ob es nur eine Schwärmerei war, oder man wirklich Schmetterlinge im Bauch hatte. Das erste Mal zu merken, zu welchen verwirrenden Gefühlen das eigene Herz fähig ist, das wird man wohl nie vergessen. Umso schöner und aufregender ist es, Antonia dabei zu verfolgen, wie sie genau diese Emotionen erlebt, wie sie selbst sie beschreibt und schlussendlich damit umgeht. Ihr Gefühlschaos - auf der einen Seite ihre Schwärmerei für Andy Rotellini und auf der anderen Seiten das Kribbeln, dass sie immer spürt, wenn Michael sie ansieht - wird ebenso einfühlsam wie authentisch beschrieben. Ich konnte mich gut erinnern, dass ich als fünfzehnjähriges Mädchen oftmals ganz genauso gedacht und gefühlt habe.
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Auch die Probleme, die das Erwachsenwerden im Bezug zu den eigenen Eltern darstellt, werden sehr schön herausgearbeitet. Antonias Mutter ist streng katholisch und lässt sie weder Schulbälle besuchen, noch Lippenstift tragen. Wenn der Rock ihrer Schuluniform nicht über die Knie geht, sollte Antonia lieber in Deckung gehen, denn da reagiert ihre Mutter überaus empfindlich. Aber auch Antonias eigener Konflikt zwischen ihrem Glauben und dem Flüggewerden wird von Donna Freitas ins rechte Licht gerückt, sodass man mit Antonia mitfühlen kann, wenn sie sich mal wieder hin- und her gerissen fühlt.
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Zudem machen Antonias Cousinen ihr das Leben ziemlich schwer. Vor allem Veronica entpuppt sich als ziemlich hinterhältige Ziege, die alles daran setzt, um Antonia bei anderen schlecht zu machen und sich zudem an jeden Jungen ranschmeißt. Auch hier konnte ich mich wieder ganz wunderbar in Antonia hineinfühlen, denn diese fiesen Hinterhältigkeiten kennt wohl jeder. Die Autorin beschreibt diese so glaubhaft, dass ich stellenweise wirklich wütend wurde und Antonia unbedingt beistehen und sie gegen ihre Cousine beschützen wollte.
Zum Glück gibt es da aber Maria, ihre beste Freundin, die das für uns Leser übernimmt. Es ist einfach erfrischend zu lesen, wie tief die Freundschaft der beiden ist und wie kompromisslos sie für einander einstehen!
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Und dann sind da natürlich noch Antonias Gefühle, die es ihr den Alltag oftmals nicht leicht machen. Wie das für so junge Menschen ganz typisch ist, weiß sie nicht, was das Kribbeln in ihrem Bauch zu bedeuten hat und deutet dieses Zeichen oftmals ganz falsch. Der ganze Handlungsstrang rund um Antonias Gefühle wird mit der Frische und Leichtigkeit eines fünfzehnjährigen Mädchens beschrieben, dass zum ersten Mal die Achterbahnfahrt der Gefühle durchmacht. Da ist noch keine Bitterkeit zu spüren, keine Verzweiflung und keine großen Enttäuschungen - genau das habe ich so sehr an dieser zarten Liebesgeschichte geliebt!
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Okay - fragt ihr euch jetzt vielleicht - das klingt ja alles ganz nett, aber das ist doch alles schonmal da gewesen? Was macht dieses Buch denn nun so besonders? Und die Antwort: Antonia Lucia Labella und ihre wunderbare Familie! Antonia ist so ein liebenswertes und im positiven Sinne eigenartiges Mädchen, man muss sie einfach ins Herz schließen. Ihre Naivität, die man so deutlich spürt, ihr Drang danach, heiliggesprochen zu werden, ihre Heiligentagebücher die sie führt, die Briefe und Vorschläge an den Vatikan und ihre kleinen Stoßgebete - all das macht sie zu einer der liebenswertesten Protagonistinnen, von der ich je gelesen habe!
Dazu kommt noch ihre durchgeknallte Familie. Die Mutter, die die weltbeste Pasta kocht und ihre Tochter jedes Mal dazu anhält, sich zu bekreuzigen, bevor sie das Haus verlässt. Die Oma, die ständig alles vergisst (zum Beispiel ihre Kaffeekanne in Antonias Unterwäsche-Schublade), auf die aber wirklich Verlass ist, wenn Antonia sie braucht. Ich habe mich wirklich in diese kleine Familie verliebt und wäre so glücklich, wenn wir noch mehr von ihre lesen dürften!
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Insgesamt ist "Antonia Lucia Labellas brillanter Plan" einfach ein überaus gelungenes Gesamtpaket. Dabei muss man nicht fünfzehn sein, um es zu lesen. Auch jüngeren Mädchen kann ich es empfehlen, da sich A ntonia so gar nicht wie eines der der heutigen oftmals so frühreifen Mädchen diesen Alters verhält. Genauso kann man es aber auch lesen, wenn man die fünfzehn schon deutlisch überschritten hat, da man sich beim Leser sicherlich sofort in diese Zeit zurückversetzt fühlt! Eine ganz klare Leseempfehlung meinerseits!
Rezension vom 17.03.2013 (5)
_ "Rumpelstilzchen wollte das Kind der Königin. Er bekam es nicht. Jahrhunderte später schließt ein anderes Wesen seiner Art einen neuen Pakt – und wird ebenfalls betrogen. Seitdem sucht es unablässig nach dem Kind ..."_
Seit sie denken kann ist Fina auf der Flucht. Gemeinsam mit ihrer Mutter reist sie um die ganze Welt, um nicht in die Arme ihres gefährlichen Vaters zu fallen. Fina hasst das ewige Umziehen: Freundschaften bleiben oberflächlich, der Kontakt zu Gleichaltrigen verläuft sich schnell und ein echtes Gefühl von Heimat kommt sowieso nicht auf. Als Fina herausfindet, dass sie die ganze Zeit von ihrer Mutter hinters Licht geführt wurde, beschließt sie kurzerhand, ihrer betrügerischen Mutter zu entfliehen und zu ihren Großeltern nach Deutschland zu ziehen. Bei ihren Streifzügen durch die Wälder trifft sie Mora, einen äußerst seltsamen Jungen, der seit seiner Geburt im Wald zu leben scheint. Seine Sprache, seine Gestik und sein Verhalten lassen darauf schließen, dass er nicht den Hauch einer Ahnung hat, dass so etwas wie die Zivilisation überhaupt existiert. Und dann wäre da noch der "Herr" auf den sich Mora immer wieder bezieht und vor dem er unvorstellbare Angst zu haben scheint. Und auch Fina sollte sich vor ihm fürchten, denn ihr Leben in ständiger Flucht hatte seine Gründe...
Es gibt wirklich sehr viele Gründe, weshalb ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Der wohl entscheidendste war jedoch, dass das absolute Lieblingsmärchen meiner Kindheit "Rumpelstilzchen war". Schon mit fünf Jahren kannte ich es in- und auswenig und wollte es unbedingt jedem erzählen, der es hören wollte oder auch nicht. Märchenadaptionen, gerade wenn sie in die heutige Zeit versetzt und die zentralen Aspekte des Originaltextes in unser gegenwärtiges Leben abstrahiert werden, üben einen starken Reiz auf mich aus und somit landete "Der geheime Name" schon auf meinem Wunschzettel, lange bevor das Buch überhaupt in den Buchhandlungen erschienen ist.
Als ich den Roman dann endlich in meinen Händen hielt und aufschlug, um mal eben in die ersten paar Seiten "hineinzuschnuppern", rasten die ersten achtzig Seiten nur so an mir vorbei. Einen derartigen Sog hatte schon lange kein Buch mehr auf mich ausgeübt. Ich konnte mich kaum von den Worten der Autorin losreisen, so detailliert und wortgewandt beschreibt sie die wunderschönen Landschaften - sei es nun die Provence oder aber die verwunschenen Wälder der Lüneburger Heide. Ganz besonders faszinierend fand ich, dass man immer wieder Momentaufnahmen einzelner Details der Landschaft ganz genau vor Auge geführt bekam, da Fina leidenschaftlich gerne fotografiert. Ihre Motive sind nicht nur allesamt inhaltlich faszinierend und außergewöhnlich, sondern sprachlich so wunderbar umrissen und in Worte verpackt, dass man sich fühlte, als würde man durch ein Fotoalbum blättern.
Aber nicht nur einzelne Motive und Landschaften werden von Daniela Winterfeld wahnsinnig authentisch zu Papier gebracht. Auch Finas Emotionen, ihre Wünsche, Sehnsüchte und Ängste, werden so glaubhaft und nachvollziehbar geschildert, dass ich seit Langem mal wieder wirklich mit einer Protagonistin mitfühlen und sympathisieren konnte. Und das ist aus meinem Mund wohlgemerkt wirklich ein Kompliment, da ich gerade mit weiblichen Hauptfiguren oft so meine Schwierigkeiten habe. Aber Fina ist so echt und unverfälscht und hat dazu einen so unperfekten, aber wahnsinnig liebenswerten Charakter, dass ich sie sofort in mein Herz geschlossen habe.
Was die Geschichte aber so ganz besonders macht ist die Atmosphäre, die das Buch verströmt. Es ist wirklich unglaublich wie gut die Autorin die düstere und geheimnisvolle Stimmung des Moores eingefangen hat. Während des Lesens durchlebte ich ein wahres Wechselspiel aus Beklemmung und Faszination. Nie weiß man, was hinter der nächsten Eiche auf Fina warten wird. Gekonnt webt die Autorin einige Wendepunkte in die Geschichte ein und lässt die Spannungskurve, die direkt zu Beginn der Geschichte schon recht hoch ist, keinen Augenblick absinken.
Der Roman enthält einige wirklich düstere, beklemmende und angsteinflößende Passagen, die mich das eine oder andere Mal wirklich nervös und ängstlich werden ließen. Märchen an sich haben auf mich oftmals schon eine recht gruselige Wirkung, die Art und Weise wie die Autorin jedoch das Moor und das "rumpelstilzchen-ähnliche" Wesen schildert, jagte mir das eine oder andere Mal einen Schauer über den Rücken. Gerade das letzte Viertel des Romans hat es wirklich in sich!
Dennoch hielt "Der geheime Name" auch einige romantische und überraschend tiefgründige Passagen bereit, bei denen mir wirklich warm ums Herz wurde. Es ist wunderschön mitzuverfolgen, wie Fina Mora langsam an ihre Welt heranführt und ihm erklärt, dass der Wald nur ein Bruchteil dessen ist, was sich "Erde" nennt. Immer wieder hat es mich traurig gemacht, wie wenig Selbstwertgefühl Mora durch seinen "Herrn" vermittelt bekommen hat und wie klein und wertlos ihm sein Leben vorkommt. Doch genau dieser Aspekt seines Charakters macht ihn so authentisch und lässt die Szenen, in denen Mora die Fassade des ergebenen Dieners niederreist, so besonders und wunderschön werden.
Ganz besonders angenehm aufgefallen ist mir die Art und Weise, wie die Autorin all diese positiven Aspekte angeordnet und aneinandergereiht hat. Furchteinflößende und poetische Szenen, Beklemmung und Faszination, Liebe und Abscheu, Demut und Stolz, Spannung und Unterhaltung, Liebesgeschichte und echte Action - all diese Gegensetze halten sich konstant die Waage, sodass man weder des einen überdrüssig wird, noch Langeweile aufkommt.
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Alles in Allem merkt man wohl recht deutlich, wie unglaublich gut mir "Der geheime Name" gefallen hat. Das Gesamtpaket stimmt einfach und die Autorin hat das Märchens "Rumpelstilzchen" nicht nur sehr gut in unserer heutigen Welt umgesetzt, sondern auch perfekt ergänzt und so erweitert, dass der Roman ein wahrer Lesegenuss für mich war.
Was bleibt zum Schluss noch zu sagen? Lest den Roman und überzeugt euch selbst!








