Rezension vom 05.03.2012
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Dunkelhaft von Claudia Puhlfürst
Als die sechzehnjährige Helene erwacht, ist nichts als Dunkelheit um sie herum. Ihr erster Gedanke dass sie einen Alptraum hat wird aber bald verdrängt, als ihr klar wird, dass es grausame Realität ist und sie in einen dunklen Keller eingesperrt bleibt. Helene hat keine Erinnerung wie sie dorthin gekommen ist. Müde und benommen fällt sie immer wieder in den Schlaf. Die Frage nach dem Wie und Warum nagt an ihr.
Die Idee eine Entführung als Romangrundlage zu nehmen ist ohne Zweifel gut, die Umsetzung in meinen Augen ein bisschen zu durchschaubar.
Ein Detektivduo das den Auftrag erhält Material für einen Vaterschaftstest zu besorgen ist nicht gerade das, was ich als Spannungsmoment erwartet hätte.
Aus ihrer Sicht erzählt die junge Helene was ihr nach dem ersten Erwachen in ihrem dunklen Versteckt wiederfährt. Unterbrochen wird dies von der Story um das Detektivduo, das sich auf die Suche nach dem Material für ihren Klienten macht. Wie nebenbei erfährt der Leser wie es zu der Entführung von Helene kommt und etwas über den mutmaßlichen Täter. Die Spannung zieht sich nicht gerade wie ein dicker Faden durch das Buch, sondern läuft eher wie ein Rinnsal nebenher. Ich empfand es nicht als Spannung in Sinne von Nervenkitzel, sondern als Neugierde, was dem Lesevergnügen aber nicht geschadet hat. Es war interessant zu lesen, wie ein offensichtlich spießiger Hausmeister seine Fantasie auslebt und die Anleitung dazu sozusagen frei Haus bekommt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und liest sich sehr angenehm.
Es gibt keinen spektakulären Höhepunkt und der Schluss ist ein bisschen wie das Ende eines langen Arbeitstages…ruhig und gelassen.
Wie die Story sind auch die Figuren nicht aufregend. Die Charaktere sind gut dargestellt und es fällt dem Leser leicht diese in ein Bild umzusetzen. Die junge Helene mit ihren Ängsten und Gedanken, ihrer Vorstellungskraft und dem aus der Verzweiflung wachsenden Mut. Dem Detektivduo gehören der Untersetzte und mit dem Übergewicht kämpfende Norbert an, sowie seine Partnerin Doreen. Schon der Name setzt sie ins rechte Bild – schlank, selbstbewusst und hübsch. Einer der Protagonisten ist der Hausmeister Manfred und die Darstellung entspricht nach meiner Meinung genau dem Bild, das viele von uns bei dem Wort Hausmeister im Kopf haben – spießig, Arbeitskittel und das große Schlüsselbund in der Tasche. Von seiner Frau lässt er sich bedienen, macht seine Arbeit korrekt und ist ein Eigenbrötler. Seine Frau Regina führt ihm den Haushalt, trifft sich regelmäßig mit ihrer Schwester und ist ansonsten der einfache, vorhersehbare Typ Mensch.
Fazit:
Es war mein erstes Buch der Autorin. Es war kein super spannender Krimi, aber auf seine Weise
beeindruckend. Es war eher die Neugierde die mich veranlasst hat, das Buch zu Ende zu lesen.
Auf jeden Fall werde ich einen weiteren Krimi der Autorin lesen um einen Vergleich zu haben.
Empfehlen würde ich das Buch Liebhabern der leichten Krimikost.
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