Rezension vom 26.03.2012
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Hessen zum Beginn der frühen Neuzeit: Als Berthold mit ansehen muss, wie sein bester Freund verbrannt wird, entschließt er sich, aus seiner Heimatstadt zu fliehen, um dem Zugriff des ihm feindlich gesonnenen Vogtes zu entkommen. Während seiner Reise muss er gegen einige Gefahren bestehen und gerät mitten zwischen die Fronten der Mainzer Stiftsfehde.
Ich muss zugeben, dass mich all die Informationen im Buch teilweise etwas erschlagen haben. Von der Mainzer Stiftsfehde hatte ich bisher noch nichts gehört, aber die war wohl auch nur in Hessen wirklich wichtig. Dann kommen allerhand historische Personen vor, die genaustens beschrieben werden und von denen ich nach dem Lesen meine, doch relativ viel zu wissen.
Versteht mich nicht falsch: Diese Vielfalt an Informationen ist durchaus positiv zu bewerten, allerdings ist dieses Buch damit auch wirklich ein anspruchsvoller Roman, den man nicht eben nebenbei lesen kann. Sehr geholfen hat mir der Glossar am Ende und dass die hier verwendete Sprache sehr gut lesbar ist, hilft zusätzlich.
Vielleicht bin ich noch einfach etwas jung für das Buch oder habe zu selten historische Romane gelesen, aber Leuten, die einfach eine spannende Unterhaltung suchen, kann ich das Buch nur bedingt empfehlen, denn es erfordert wirklich, dass man sich intensiv damit beschäftigt. Wer allerdings etwas über das Leben der Leute, die Politik und Intrigen lernen will, dem kann ich es auf jeden Fall empfehlen.
Sehr gut gefielen mir auf jeden Fall die Charaktere und dass man sowohl etwas über die mächtigeren Personen, als auch ganz normale Menschen erfährt. Viel geschichtlich interessierte ist das Buch auf jeden Fall zu empfehlen, da man den Eindruck hat, dass sehr viel Recherche darin steckt, aber auch der Wille, davon ab für den Leser wirklich interessante Charaktere zu erschaffen.
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