Rezension vom 16.05.2013
(1)
Tom, Marc und Betty sind verbunden durch Freundschaft, Liebe, Musik. EIne tragische Dreiecksgeschichte, die sogar über den Tod des einen hinaus besteht.
Die Geschchte wird über einen langen Zeitraum hinweg erzählt. Tom wird Betty nach 10 Jahren. Im Vorfeld kommen die ganzen Erinnerungen an früher bei ihm hoch. Nach und nach entwickelt sich dem Leser die Dinge, die zwischen ihnen vorgefallen sind.
Wie auch der Titel kommt der ganze Text leicht lyrisch daher. Das wirkt etwas altertümlich, aber auch sehr anrührend. eder einzelne Satz scheint lange gedrecheslt worden zu sein, bis er richtig steht.
"Um die Zeit totzuschlagen (eine redewendung, die er mochte, behauptete sie doch euphemistisch eine Überlegenheit des Menschen über die Zeit, indem man sie sich als einen Schwarm winziger Sekunden und Minuten mit Beinchen, eventuell Flügeln, vergegenwärtigte, die man mit Hilfe einer großen Fliegenklatsche erschlug, die Stunden dagegen als dicke, etwas plumpe, durch einen Hieb der bloßen Hand zu erledigende Käfer)...!
Nich jeder Satz ist so lang, aber jeder sorgsam durchdacht.
Und dann noch die Musik, die für mich noch eine größere Rolle hätte spielen können. Eine Beziehung zwischen Menschen über die gemeinsam gemachte Musik zu definieren empfinde ich als naheliegend.
Die Szenen, in denen Betty singt und Tom für sie spielt, konnte ich gut nachvollziehen. Der romantische Höhepunkt lag für mich in der Szene als Tom für sie ein ganzes Konzert spielte und damit seinen Bandkollegen die Tour vermasselte.
Sicher kein Buch, das sich flüchtig nebenbei lesen liess, aber für mich eine durchaus lesenswerte Lektüre.
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