Freaks in geheimer Mission entführt uns in das London von 1851 und erzählt uns die Geschichte von Sheba, einem Wolfsmädchen. Die Hauptprotagonistin, aus deren Sicht diese Geschichte erzählt wird, ist kein gewöhnliches Mädchen und zusammen mit ihren ebenso besonderen Freunden macht sie sich auf die Suche nach den verschwundenen Schlicklerchen, Kinder, die im Schlick der Themse nach Dingen suchen, um sie zu verkaufen und davon mit ihren Familien zu überleben.
Nicht nur das Cover wirkt dunkel, auch die Atmosphäre, die die Beschreibung des alten London hervorruft, ist düster und unheilvoll. Ich hatte die ganze Zeit einen schwarz/weiß Film vor Augen, der einem manches Mal eine Gänsehaut bescherte.
Sheba, das Wolfsmädchen, deren Alter um die 8 Jahre liegt kam mir die meiste Zeit vor wie ein Teenager, was wohl auch sehr viel damit zu tun hat, dass sie sich so manches Mal in Gefahren begibt und Mut beweist, den ich einem so jungen Kind nicht zugetraut hätte. So manches Mal habe ich beim Lesen auch vergessen, das Sheba mit ihrem Aussehen Fremde abschrecken oder gar anekeln könnte, reagierte und agierte sie doch völlig normal.
Das Buch dreht sich hauptsächlich um die Suche nach den verschwundenen Kindern, der Jagd nach deren Entführern und Shebas unbekannter Herkunft.
Dabei lag mein Augenmerk darauf, dass diese Freaks die Einzigen waren, denen das Schicksal der Schlicklerchen nicht egal war und die Letzten waren, von denen die Angehörigen der Kinder Hilfe erwartet hatten.
Anders sein, Toleranz, Respekt.
Das Aussehen eines Menschen ist nicht entscheidend, sondern das, was in ihm steckt.
Diese Botschaft blieb am Ende dieser Lektüre bei mir hängen und der Weg, der zu ihr führte, war spannend und emotional.