Rezension vom 11.11.2011
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Alles über Lulu von Jonathan Evison
Inhalt: Als Will 6 Jahre alt ist, stirbt seine Mutter qualvoll. Nachdem die Trauer für ihn, seinen Vater und seine 2 Brüder überwunden ist, verliebt sich sein Vater Big Bill in eine andere Frau, die schließlich zusammen mit ihrer Tochter Lulu bei ihnen einzieht. Der eher zurückhaltende William lernt Lulu immer besser kennen und enpfindet schließlich mehr für sie, als nur Geschwisterliebe, aber auch Lulu geht es ähnlich. Die beiden werden Teenager und damit fangen sie Probleme an. Nach einem Cheerleadercamp kommt Lulu verstört zurück nach Hause und Will weiß sofort, da stimmt was nicht. Die Geheimnistuerei seiner Eltern geht ihm mächtig auf die Nerven, doch auch Lulu verrät kein sterbens Wörtchen. Die Beziehung von Lulu und Will ist von grundauf anders. Sie redet nicht mehr mit ihm, hält sich eher fern. Schließlich sind die beiden alt genug, um auszuziehen. Lulu verlässt die Stadt und somit auch Will endgültig. Zu den alten Problemen kommen nun auch Lulus Beziehungen zu anderen Jungs, ihre selbstzugefügten Verletzung und Ähnliches. Was Will nicht weiß: Dadurch, dass er die ganze Zeit in Lulus Nähe sein will, tut er ihr mehr Schmerzen zu, als er denkt...
Meine Meinung: Hmmmm.... Schwierig. Also am Anfang gefiel mir die Geschichte und überhaupt die Idee richtig gut! Es war was anderes und so. Aber schon nach 100 Seiten hörte dies auf und es zog sich länger und länger. So ähnlich war es auch mit dem Schreibstil. Zuerst fand ich ihn witzig geschrieben, flüssig und angenehm. Doch auch das hielt nicht lange an. Will ist innerhalb von ungefähr 70 Seiten um 6 Jahre gealtert und es wurde alles so ganz komisch nacherzählt, was irgendwie.. naja... genervt hat. Überhaupt waren ständig Zeitsprünge und ich dachte fast immer, wenn ich ein neues Kapitel angefangen habe "Huuii was ist denn jetzt passiert". Das führte dazu, dass ich mich leider nicht in die Geschichte hineinversetzen konnte und keine Lust mehr aufs Lesen verspürte. Ich habe das Buch zwar als Leseexemplar bekommen und möchte es nicht so mega runtermachen, aber es war halt leider so!
Es gab auch gute Stellen, z.B. die Briefe, die sich Will und Lulu geschickt hatten. Das war dann aber auch das Einzige, was ich in der Mitte richtig interessant fand! Die Sprache der Personen war sehr.. ich sag mal.. Kraftwörterorientiert. Die Geschichte an sich war gut und mir gefiel auch, wie es sich entwickelt hat, obwohl es wirklich schwer geschrieben ist.
Beim Ende schwanke ich zwischen gut und schlecht. Es wurde wieder spannend, weil amn wissen wollte, warum sich Lulu jetzt so verändert hatte, aber als es dann rauswar.. Hmm.. Ich will nicht zu viel verraten, aber ich hätte echt gedacht, dass Lulu vergewaltigt wurde oder so. Dass sie nach dem Sex weint und alles, hätte meiner Meinung nach, nur dafür gesprochen. Und den tatsächlichen grund fand ich dann wirklich unglaubwürdig. Das hat überhaupt nicht zu der Entwicklung der Geschichte gepasst!
Alles in Allen vergebe ich 3/5 Sternen. Die Geschichte und Idee war gut ,aber leider schlecht umgesetzt!
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