Rezension vom 04.11.2012
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Wie lernt man Fußballspielen? Indem man spielt und mit Fußballern spricht, die einem über die ersten Hürden helfen. Wie lernt man als Indie-Autor das eigene Buch zu vermarkten? Indem man sich anhört wie andere, bereits erfolgreiche Indie-Autoren vorgegangen sind. Genau das macht Wilhelm Ruprecht Frieling in seinem Werk „Wie man erfolgreich E-Books verkauft“.
In einer Reihe von Interviews plaudert Frieling unaufgeregt mit einer Reihe deutschsprachiger Indie-Autoren, deren Gemeinsamkeit die ist, dass sie alle es im Jahr 2011 mit dem eigenen E-Book in die Kindle-Bestsellerlisten geschafft haben. Und das aus eigener Kraft, ohne die Marketing-Maschinerie eines großen Publikums-Verlages.
Wie haben sie das nur gemacht? Keine Ahnung, das wissen die Autoren nicht. Und auch Frieling gibt darauf keine Antwort. Das mag im ersten Moment enttäuschend klingen, aber es ist auch ehrlich. Denn niemand weiß, wie ein Buch zum Bestseller wird, auch die Werbestrategen der großen Verlage nicht. Sonst würden sie es tun und einfach nur noch Bestseller auf den Markt bringen.
Wozu ist dieses Buch, das man an einem ruhigen Nachmittag durchlesen kann, dann überhaupt gut? Alle Autoren, die im Buch erwähnt werden, stellen sich der Frage „Wie erklärst Du Dir Deinen Erfolg?“ Die Antworten sind so unterschiedlich wie die Autoren selbst. Aber damit zeigen sie für andere Autoren, die das eigene E-Book vermarkten wollen, eine Reihe von Möglichkeiten auf. Nein, das ist natürlich keine Garantie für den eigenen Erfolg. Es ist eher ein Zuspruch wie „Das könntest Du doch auch versuchen.“
Für mich hat ein Ratgeberbuch seine Aufgabe erfüllt, wenn es mich bei einer Problemstellung unterstützt, mich dort abholt, wo ich stehe und mir dann einige gangbare Optionen aufzeigt. Das genau macht Wilhelm Ruprecht Frielings Werk. Deshalb 5 Sterne.
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