Rezension vom 21.08.2011
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Inhalt:
Eine alkoholabhängige, gebrochene Polizistin wird kurz vor ihrem Selbstmord zu einem Fall hinzugezogen, der in diesem Moment ganz Deutschland bewegt. Ira Samin soll die Rolle der Verhandlungsführerin in einer Geiselnahme annehmen, obwohl sie selbst schon mit ihrem Leben abgeschlossen hat.
Ein ehemaliger, angeblich verwitweter Psychologe, dem die Zulassung entzogen wurde, hält eine Besuchergruppe und die Moderatoren des angesagten Radiosenders „101.5“ in seiner Gewalt. Im Aufnahmeraum des Senders. Und ganz Deutschland hört zu. Jan May spielt „Cash Call“ mit seinen eigenen Regeln. Er ruft wahllos Menschen auf ihrem Telefon an. Meldet sich die Person mit einer bestimmten, vorher festgelegten Phrase, wird eine Geisel freigelassen. Gibt die Person aber nicht den gewünschten Satz wieder, so wird eine Geisel erschossen.
Meinung:
Dank Sebastian Fitzek habe ich es endlich geschafft, eine Entscheidung zu fällen. Nämlich: Welcher, meiner Meinung nach, sein spannbendster Thriller ist. Und gewonnen hat: Amokspiel! Ich war freudig überrascht, dass er es auch diesmal einen so überragenden Spannungsbogen erschaffen hat. Selten fesseln mich Bücher so sehr, wie Fitzeks Psychothriller. Doch Amokspiel übertrifft alle anderen, in Spannung, Plot und Protagonisten.
Die Geschichte ist sehr ausgefallen und einfallsreich, kreativ und überraschend. Die Protagonisten sind facettenreich und sehr lebendig dargestellt. Nicht nur Sympathie gegenüber dem Entführer habe ich entwickelt, nein, auch Hass gegen Helfende. Die Einbindung der Radioshow und den Anrufen ist ebenso genial und macht das Buch zu einem absoluten Highlight.
Immer wieder toll zu sehen, wie Fitzek ohne viel Gewalt und Blut einen überragenden Thriller schreibt!
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