Rezension vom 16.11.2010
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Eigentlich stach mir der gerade erschienene zweite Teil dieser Reihe in der Buchhandlung ins Auge: "Das Buch ohne Staben". Sei es, dass mich der doch etwas skurrile Titel anzog oder der nett gestaltete Umschlag - der Klappentext versprach in einem Zitat einer Rezension: "... der neue Douglas Adams... " Das kam für mich einer Kaufempfehlung gleich.
Um nicht mitten in die Geschichte und damit ins kalte Wasser hinein geworfen zu werden griff ich zunächst den ersten Band: "Das Buch ohne Namen". Auch hier der Klappentext vielversprechend: "Pageturner, supergut, schwarzer Humor, spannend, witzig, massenhafte Begeisterung... "
Nun ja... ich habe es gelesen. Spannend immerhin war es. Dazu trägt jedoch nicht so sehr die überbordende Gewalt bei - die Zahl der Leichen wird wohl nur noch vom Bodycount eines Rambostreifens übertroffen - sondern eher die Tatsache, dass bis zum Schluss nicht klar ist, wer denn nun der eigentliche Schurke ist. Soviel sei verraten: die Rolle des positiven Helden bleibt unbesetzt. Die Charaktere hetzen durch die Geschichte wie weiland Sly durch das Lager der Russen in Afghanistan. Ihnen bleibt kaum Zeit innezuhalten und ihr Tun zu hinterfragen - so wie der Autor sich nicht die Zeit nimmt dieses zu erklären.
Fazit: ein Buch wie ein Rambofilm... man kann es lesen, aber hat man es verpasst ist es auch nicht schlimm. Gibt es ein literarisches Äquivalent für Popcorn-Kino? Dieses Buch zählt dazu. An die entspannte Gelassenheit eines "Per Anhalter durch die Galaxis" und den hintersinnigen Humor von Douglas Adams kommt es jedenfalls nicht heran auch wenn es das Marketing verspricht. Eine Empfehlung für den zweiten Teil ist es nicht.
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