Rezension vom 04.12.2011
(3)
Eine finstere, einsame Insel in der Ostsee, auf welcher der Familiensitz der Familie Institoris lieg, ist nicht gerade der einladenste Ort zum Wohnen. Abgeschottet von der restlichen Welt lebt hier eine etwas andere Familie. Auf den ersten Blick scheint alles normal, doch das Oberhaupt ist ein Alchimist und spinnt allerlei Intrigen (auch in der eigenen Familie). Als dieser von einem Boten seines Widersachers umgebracht wird, bleibt dies zuerst unbemerkt, nicht zuletzt, weil der Adoptivsohn Christopher dies zu verschleiern weis.
Und ausgerechnet Aura verliebt sich in den Mörder ihres Vaters ( Gillian, einem Hermaphroditen), der auch sie töten sollte. Stattdessen widersetzt dieser sich seinem Auftrag und spielt ihr ein Brief zu, in dem die Hintergründe der Tat geschildert sind.
In dieser Zeit wird die kleine Schwester von Aura entführt und Aura bleibt nichts anderes übrig als in die Fußstapfen ihres Vater zu treten um sie zu retten.
Was sie jedoch nicht wusste, war dass sie sich damit immer weiter in einen Kampf zwischen Unsterblichen verwickelt...
Kai Meyer hat wieder einmal eine Geschichte gewoben, welche Mystik und Historie wunderbar verbindet. Spannend geschrieben, sodass man die Nächte nur mit Lesen verbringt um den Weitergang der Geschichte zu verfolgen.
Mir persönlich hat das Buch sehr zugesagt, aber möglicherweise auch weil ich ein großer Kai Meyer Fan bin. Auch wenn ich mir anfangs nicht vorstellen konnte, wie diese Geschichte denn ausgehen sollte, da mehrere verschiedene Handlungstränge irgendwie zusammen geführt werden sollten. Doch immer wieder gelang es ihm durch unerwartete Wendungen die Spannung von Neuem zu entfachen.
Das Einzige was mir nicht zugesagt hat, war die Verstrickung der einzelnen Charaktere, was am Ende zu einem nur schwer zu durchblickendem Beziehungsgeflecht geführt hat.
Aber alles in allem kann ich dieses Buch nur empfehlen.
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