Bartimäus
Das Amulett von Samarkand
Über die Trilogie
Dieser Band ist der Beginn der Bartimäus-Trilogie, die mit den Folgebänden „Das Auge des Golem“ und „Die Pforte des Magiers“ in die fantastische Welt der Magie, Zauberer und Dämonen eintaucht.
Der Autor
Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren und schreibt, seit er sieben Jahre ist. Er arbeitete zunächst als Lektor und widmete sich dann dem Schreiben von Kinderbüchern. Heute wohnt er mit seiner Frau und seiner Tochter in der Nähe von London.
Kurze Zusammenfassung
Bartimäus, ein spitzzüngiger 5000 Jahre alter Dschinn wird eines Tages von dem noch jungen Zauberlehrling Nathanael beschworen und soll von diesem Augenblick an dessen Aufträge erfüllen. Doch dieser Auftrag, nämlich das Amulett vom Samarkand zu stehlen ist nur der Beginn und Auslöser einer Reihe von Gefahren und Problemen.
Ausführliche Inhaltsangabe
Nathanael, der mit fünf Jahren in die Familie des Zauberers Underwoods kommt, wird von klein auf erzogen ein berühmter Zauberer zu werden. Da sein Meister selbst aber kaum das Handwerk eines Zauberers besitzt, bringt sich Nathanael den zu lernenden Stoff in kürzester Zeit selbst bei und so beschwört er bereits bei seiner ersten Beschwörung den Dschinn Bartimäus, einen Dämon der vierten Stufe. Nathanael erteilt ihm den Auftrag das Amulett von Samarkand zu stehlen, welches im Besitz des Zauberers Simon Lovelace ist. Der Auftrag wird erfolgreich ausgeführt doch durch ein Missgeschick erfährt Bartimäus den Geburtsnamen Nathanaels, der eigentlich durch den Eintritt in die Welt der Zauberer vergessen werden sollte, da dieser große Macht ausübt. Nathanael gelingt es aber Bartimäus in eine Zwickmühle zu locken um ihm weitere Aufträge zu erteilen.
Da Nathanael der wahre Wert des Amuletts nicht bekannt ist und er sich lediglich an Simon Lovelace rächen will, löst er eine Reihe von Problemen aus. Er versteckt das Amulett im Schrank seines Meisters, da er denkt, dass es dort am sichersten lagert. Als auf einer Versammlung der Regierung der Zauberer durch einen Gewöhnlichen ein Anschlag verübt wird trifft Nathanael zum ersten Mal auf die Gruppe der Wiederständler, die mithilfe geklauter magischer Gegenstände die Regierung stürzen will. Angesichts diesen Vorfalls wird nun eine höhere Strafe über Diebe verhängt und wie sollte es anders sein, Lovelace kommt dahinter, wer ihm das Amulett geklaut hat. Er zieht in das Haus der Underwoods und lässt einen brennenden Haufen und die Leichen von Mr. Und Mrs. Underwood zurück.
Nathanael, der mit der Hilfe von Bartimäus geflohen ist, findet das Geheimnis um das Amulett und der Situation, in der es gebraucht werden soll heraus und will es vereiteln.
„Kritik“
Bartimäus und das Amulett von Samarkand ist der grandiose Auftakt dieser Trilogie um den Dschinn Bartimäus. Obwohl es sich um eine Trilogie handelt ist der Band abgeschlossen und besitzt keinen Cliffhanger, weshalb man den Band auch als Einzelband lesen kann und nicht unbedingt auf die Folgebänder angewiesen ist. Das Ende ist nicht vorhersehbar und doch passt es hervorragend in die vorhergegangene Erzählung.
Ein weiterer Pluspunkt ist die abwechslungsreiche Erzählweise, die immer von einer anderen Hauptperson geschildert wird. Das amüsante hierbei: Bartimäus hinterlässt Fußnoten, die mit ironischem Kommentaren und Erklärungen gespickt sind, die das Verhalten der „höheren Wesen“ näher erläutern. So erfährt man nicht nur nützliches, sondern hat auch einiges zum schmunzeln. Das einzige Manko hierbei: gegen Ende, wenn die Spannung immer größer wird können sie den Lesefluss unterbrechen. Die Spannung hingegen wird im ganzen Buch aufrecht erhalten und steigert sich zunehmend.
Die Trilogie spielt in einer Art Parallelwelt und der größte Hauptschauplatz ist London, das dem heutigen London sehr ähnelt abgesehen davon, dass es in dieser Welt keine Zauberer, Magie und Dämonen gibt. Kennt man sich also in London aus, kann man die eigenen Bilder der Schauplätze mit einfließen lassen und erkennt sie auch wieder.
Die Charaktere im Buch sind gut durchdacht und spiegeln die verschiedensten Ansichten wieder. Ganz nach Bartimäus’ Aussage: "Dämonen sind überaus heimtückisch. Sie fallen dir in den Rücken, sobald sich ihnen auch nur die geringste Gelegenheit dazu bietet. Hast du verstanden?" lebt dieser auch. Er lässt keine Situation ungenutzt. So kann man sich stets gut in die Charaktere hineinversetzen und mit ihnen in der jeweiligen Situation mitfiebern.
Fazit
Bartimäus ist ein tolles Jugendbuch, das auch noch von Erwachsenen gelesen werden kann. Es besitzt tolle Charaktere und hat eine besondere Mischung aus Spannung und Humor.