Rezension vom 30.04.2012
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"Sollte ich ein fotografisches Gedächnis besitzen, dann ist es eine beschissene Sofortbildkamera, die sich selbst zerstört, nachdem sie ein einziges makelloses Bild geliefert hat, das fast sofort nach dem Anschauen spurlos verblasst."
Solche Sprüche kann man, wie auch in den beiden Vorgängern (Erste Male; Zweite Versuche), zu genüge finden. Und gerade diese wunderbar sarkastisch dargestellten Gedankengänge von Jessica (Anti-)Darling sind es, die mich immer wieder zum Lachen bringen.
"Dritte Wege" erzählt über das Leben von Jessica während ihres Studiums. Sie schreibt nur noch in den Semesterferien von all den Schikanen, die ihr das Schicksal für sie bereit hält.
Obwohl das Buch keine Frage lustig und sarkastisch war, hat es mir doch nicht so gut gefallen wie die ersten beiden Bücher, die zur High-School Zeit von Jessica spielen.
Mir hat mein Lieblingscharakter zu sehr gefehlt: Marcus Flutie
Der Typ mit den ironischen T-Shirts, deren Absicht nur Jessica versteht. Der Typ mit dem undurchschaubaren Verhalten. Der Typ - ich könnte da stundenlang so weiter machen, also mach' ich's besser kurz: Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass er wieder in ihr Leben tritt.
Auch das Ende sagt mir weniger zu, was sich eigentlich noch verstärkt hat, als ich den vierten Band gelesen habe.(Das ist nämlich ebenso "marcus-los".)
Trotz allem war "Dritte Wege" gut und flüssig geschrieben.
Ich werde mir auch den 5. Band kaufen und hoffe einfach, dass mein Lieblingscharakter diesmal öfter auftaucht.
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