Rückentext:
In Jonahs Leben ist nichts mehr, wie es einmal war. Von einem Tag auf den anderen hat er sich auf den Börsenparkett einen Namen gemacht – und plötzlich liegt ihm die Welt zu Füßen. Er hat alles: Geld, Macht, schöne Frauen. Doch das luxuriöse Leben hat seinen Preis. Zu spät merkt Jonah, dass er Spielball einer perfiden Intrige ist und von mächtigen Feinden gejagt wird. Ein skrupelloser, elitärer Kreis hat es auf ihn abgesehen und treibt ihn bis ins tiefe Herz von Afrika. Dort muss Jonah sich der bitteren Wahrheit stellen: Sein traumhaftes Leben hat sich in einen wahren Albtraum verwandelt. Und es ist noch lange nicht Zeit aufzuwachen.
Erster Satz:
Er saß im Hotelzimmer und wog die Knarre in seiner rechten Hand.
Klappentext:
Er hat die Chance auf unvorstellbaren Reichtum. Auf ein Leben wie im Rausch. Die Wahl liegt bei ihm.
Sagt er ja, kann er alles haben. Doch der Preis dafür ist zu hoch.
Und am Ende ist Zahltag.
Über den Autor:
Nic Bennets Debüt „Dead Cat Bounce“ lehnt sich an eigene Lebenserfahrungen an. Der Autor ist in London aufgewachsen, hat aber auch einige Jahre seiner Kindheit in Afrika verbracht. Die weltweite Finanzkrise hat ihn zu diesem Thriller inspiriert, zumal er selbst schon als Börsenmakler gearbeitet hat. Heute lebt Nic Bennett in Kapstadt.
Inhalt
Jonah Lightwood hat eigentlich keinerlei Beziehungen zu seinem Dad. Er hofft, dass dies anders wird, wenn er ihn einen Tag lang bei seiner Arbeit in der Bank begleitet. Dort lernt Jonah den „Baron“ kennen, einen Aktionär, der Jonahs Vater ein „Weichei“ nennt, da dieser kaum Geld verdient und keine Risiken eingeht, im Gegensatz zu David Lightwood.
Der Baron nimmt Jonah mit in den „Bunker“ und zeigt ihm, wie man richtig Geld machen kann.
Jonah weiß von diesem Augenblick an, dass er Aktionär werden will, und begleitet seinen Vater auch am nächsten Tag in die Bank. Obwohl das Erhoffte, die Beziehung zu seinem Vater, nicht eintritt, findet er im Bunker neue angebliche Freunde, bei denen er auch die Zeit verbringt, als er größer und mit der Schule fertig ist.
David, Jonahs Vater, ist die ganze Zeit dagegen, dass Jonah bei dem Baron und seinem Gefolge ist. Doch diesem ist es egal. Er bekommt alles, was er möchte, denn mit Geld kann man sich alles kaufen.
Doch es gibt da nur ein kleines Problem: Bei dem Baron scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen, jedoch möchte Jonah das nicht einsehen und verwickelt sich so in ein gefährliches Geschäft um Leben und Tod…
Meine Meinung:
Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Script5-Verlag bekommen, dafür nochmal danke! Aber irgendwann hätte ich mir das Buch auch geholt, von den ganzen begeisterten Rezensionen, die es da gibt…
Geschrieben ist meistens aus der Sicht von Jonah. Manchmal wechselt die Sicht von den Gegnern, diese dann aber nur für wenige Absätze. Der Er/Sie-Erzähler hat mir persönlich gut gefallen.
Was die Geschichte besonders spannend gemacht hat, waren die kleinen Spoiler innerhalb des Buches. Oftmals als letzter Satz eines Kapitels oder vor einem Break im Kapitel.
„Er machte 3600 Pfund Gewinn. Von dem Tag an, wusste er nicht mehr, was Angst war.“ – Seite 139
Jonah ist der Protagonist in „Dead Cat Bounce“. Er hat keinerlei Beziehung zu seinem Vater, David Lightwood, und hofft, dass sich das innerhalb eines Tages mit ihm auf der Arbeit ändert. Doch dort lernt Jonah den „Baron“ kennen, einen Aktionär, der mit vielen, vielen Aktien handelt und mehr Boni im Monat bekommt als David verdient. Prompt bekommt Jonah seinen Spitznamen „iPod“ und wird im Bunker aufgenommen. Jonah war mir eigentlich immer recht sympathisch. Er hat Ecken und Kanten, ist nicht perfekt, kann aber doch ein ziemlicher Frauenheld sein, wenn er möchte.
Der Baron war mir eigentlich auch sympathisch, doch ich habe eher immer wie Jonah gefühlt, da er der Protagonist ist und aus seiner Sicht geschrieben wird. So hat sich auch meine Auffassung dem Baron gegenüber geändert… Denn der Baron will den Finanzmarkt beherschen, egal um welchen Preis. Und da beginnt die Jagd…
„Der Spion, den er in die amerikanische Zentralbank eingeschleust hatte, lag in einer Leichenhalle in Brooklyn, nachdem er angeblich Opfer eines brutalen Raubüberfalls geworden war.“ – Seite 195
Der Plot ist eignentlich ganz okay, es war eher eine Einleitung in die Börsengeschäfte als der spannende Thriller, der auf dem Rückentext vermarktet wird. Doch hat man die lange Einleitung über sich ergehen lassen (was eigentlich gar nicht so schlimm ist), wird man gefangen von der spannenden und packenden Seite und das Buch darf sich zurecht „Thriller“ nennen.
Mir hat die Idee der Umgebung gefallen, noch nie habe ich ein Buch der Börsengeschäfte gelesen und der DAX und Co haben mich nie sonderlich interessiert, aber Nic Bennet hat es wirklich geschafft, den anscheinend langweiligen Kram zu einem Thriller zu verarbeiten!
Das Cover sieht klasse aus. Das Auto, die flüchtenden Personen… Ohne zu viel zu sagen, aber wenn man das Buch durch hat, versteht man es. Und: Es fühlt sich klasse an, denn es ist geriffelt!
Auch der Titel ist gut gewählt, denn der Baron gibt selbst die Auflösung, warum es denn so heißt:
„Das ist ein Dead Cat Bounce, der Hüpfer einer toten Katze, iPod. Merk dir meine Worte.“ – Seite 140
Was ich leider schade finde, ist, dass der Klappentext eigentlich nur Handlung aus der zweiten Hälfte beschreibt. Da die erste Hälfte aber eigentlich nur eine Einleitung ist, kann ich es verstehen, aber dadurch bin ich an dieses Buch mit anderen Erwartungen rangegangen. Auch der Prolog bezieht sich nur auf das letzte Fünftel, aber es war ein Ansporn; ein Zeichen, dass es doch noch spannend wird.
Und es gibt noch ein kleines Extra an diesem Buch, was ich aber erst ganz zum Schluss gesehen habe: Ganz hinten ist ein Lesezeichen zum raustrennen an den Umschlag gehängt!
Fazit:
Wer sich mit der Einleitung in die Börsengeschäfte auseinandersetzt, wird mit einem guten Thriller belohnt, den ich so schnell gelesen habe, dass ich zwischendurch atemlos war!
Autor: Nic Bennet
Titel: Dead Cat Bounce
Untertitel: -/-
Originaltitel: Dead Cat Bounce
Verlag: SCRIPT5
Sprache: Deutsch
Kosten: €14,95 (D) €15,40 (A)
Seitenanzahl: ca 350
Art: Taschenbuch
ISBN: 978-3-8390-0137-0
Genre: Thriller, Jugendbuch
Meine Altersempfehlung: 12+