Rezension vom 01.05.2013
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Kira Walker lebt in einer Welt, in der nur noch eine erschreckend geringe Anzahl von Menschen wohnt. Denn die Menschheit wurde vor über 11 Jahren fast komplett ausgelöscht. Die sogenannten Partials sollten für die Menschheit den Isolationskrieg gewinnen, nachdem sie dies erfolgreich bewältigt hatten richteten sie sich jedoch gegen ihre Schöpfer und vernichteten einen Großteil der Menschheit, schlimmer noch es wurde ein gefährlicher Virus freigesetzt, der alle Neugeborenen binnen weniger Stunden sterben lässt - die Menschheit ist dem Ende nahe! Doch nicht nur die Partials sind eine Bedrohung, sondern auch die Stimme, die sich mehr und mehr gegen die Bevölkerung und den Senat auflehnt, nicht zuletzt auf Grund des Zukunftsgesetzes.
Das bekommt auch Kira ständig mit, denn sie arbeitet als Praktikantin auf einer Säuglingsstation und muss jedes Mal zusehen, wie ein neues Neugeborenes unter ihren Händen wegstirbt. Eines Tages beschließt sie nicht mehr länger nur noch zuzusehen, auch gegen den Willen des Senats und so macht sie sich auf den Weg in das Gebiet der Partials.
Bevor ich angefangen habe zu lesen hatte ich enorme Ansprüche an das Buch, nicht zuletzt auf Grund der vielen Rezensionen die ich gelesen habe. Aber ich muss sagen ich wurde nicht enttäuscht! Der Schreibstil von Dan Wells gefällt mir wahnsinnig gut, ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Auch wurde es einem beim Lesen nie langweilig, die Spannung war immer vorhanden und auch konzentriert sich Dan Wells nur auf das nötigste und wirklich wichtige, er versucht nicht die Handlung unnötig weit hinauszuzögern.
Kira ist mir persönlich sehr sympatisch erschienen, auch weil sie teilweise einfach handelt, was ich wirklich bemerkenswert finde. Wenn sie von etwas überzeugt ist, dann lässt sie nicht locker und kämpft dafür, notfalls lehnt sie sich dafür auch etwas zu weit aus dem Fenster. Während man bei den Mitgliedern des Senats das Gefühl bekommt, dass es sie nicht wirklich interessiert, was mit der verbliebenen Menschheit passiert, wird Kira aktiv und und unternimmt etwas und riskiert dabei sogar ihr Leben. Wer würde heute schon noch mit der Einstellung Ein Leben für das der gesamten Menschheit an sein Tagwerk gehen? Angetrieben wird sie dabei vor allem, weil sie das Leben der Tochter von Madison, ihrer Ziehschwester retten möchte. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, wie sie die überaus komplexen Zusammenhänge bei der Forschung an Samm sofort versteht. Kira, die Praktikantin, die am Ende mehr über das RM-Virus herausgefunden hat, als alle anderen in 11 Jahren zusammen!
Samm ist der Partial, der von Kira und ihrer Gruppe gefangen genommen wird und an dem sie später Versuche durchführt. Zunächst hatte ich keinen positiven Eindruck von ihm, da er ja in der Geschichte eigentlich der Bösewicht ist, doch je mehr man von ihm erfährt, desto mehr ist man davon überzeugt, dass ihm eigentlich unrecht getan wird und man leidet mit ihm. Aber das Misstrauen ihm gegenüber blieb nie ganz aus und ich sollte teilweise Recht behalten. Alles in allem kann man sagen, dass man aus ihm nicht ganz schlau wird und ich bin gespannt, ob Kira im zweiten Band erneut auf ihn trifft.
Marcus ist Kiras fester Freund und beinahe-Verlobter und nimmt im ersten Band nur eine sehr geringe Rolle ein, da er Kira beispielsweise nicht begleitet als sie einen Partial "fangen" möchte. In den wenigen Situationen, in denen Kira und Marcus allein sind kommt es oft zu hitzigen Auseinandersetzungen, aber man spürt auch wie sie sich von einander angezogen fühlen. Ich bin gespannt, ob er in Band 2 der Trilogie mehr mitwirkt, bin aber eher weniger optimistisch.
Mich hat die Handlung sehr berührt und zum Nachdenken angeregt und das gesamte Buch ist ein absolutes MUST-READ! Es hat mir wahnsinnig viele schöne Stunden beschert, durch seine Charaktere und die Handlung und ich bin schon extrem gespannt auf den zweiten Band der Trilogie, da es am Ende des Buches einige Wendungen gab, die man als Leser nicht voraussehen hätte können und die Spielraum für Fragen lassen.
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