Rezension vom 20.05.2013
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Inhalt:
August ist anders als andere Kinder. Durch das Zusammenspiel mehrerer Genmutationen weist sein Gesicht einige Anomalien auf, die ihm das Leben schwer machen. Nachdem er als Kind aufgrund von vielen Operationen nie eine Schule besuchen konnte, soll er nun in die 5. Klasse eingeschult werden. Doch dies bereitet ihm große Sorgen: Was werden die anderen sagen? Wird er dort Freunde finden? Schon sehr bald wird deutlich, dass ihm nicht jeder gut gesinnt ist...
Sprache:
Der Schreibstil ist sehr gewöhnlich, aber trotzdem sehr fesselnd. Dadurch versinkt man richtig schnell in der Geschichte. Am Besten hat mir sprachlich gefallen, dass die Autorin immer wieder Maxime, Zitate oder Songtextzeilen einbaut. Diese passen richtig gut zum Rest des Buches, da sie manchmal die Stimmung der Szene unterstreichen oder auch zum Nachdenken anregen. Außerdem entsteht schon allein dadurch eine extreme Tiefgründigkeit, die das Buch für mich so fantastisch gemacht hat! Aber auch rhetorisch kann die Autorin richtig gut mit Worten umgehen. Abgesehen davon, dass sie Gefühle perfekt übermittelt, kann sie den Leser auch mit ihren Worten zutiefst berühren, wie es zum Beispiel bei der Rede von Mr. Pomann der Fall ist. Oft reichen dazu aber auch nur ein paar Worte von August.
Charaktere:
August ist ein richtig sympathischer Protagonist. Man kann all seine Ängste und Sorgen sofort nachvollziehen, wodurch man selbst richtig nah an der Handlung ist. Aber auch seine Schwester Via, seine Eltern und die anderen Kinder haben mir gut gefallen. Besonders ist hierbei, dass die Sicht zwischen den einzelnen Charakteren wechselt. So erfährt man beispielsweise auch, dass Via es auch nicht allzu einfach in ihrem Leben hat oder wie sich die Meinung einiger Kinder gegenüber August ändert. Durch diese unterschiedlichen Perspektiven kann man sich die ganze Geschichte viel besser vorstellen und der gesamte Sachverhalt wird realistisch und vor allem umfassend dargestellt.
Handlung:
Bei den Wechseln zwischen der Perspektive kann man sich sofort wieder in die Handlung einfinden, da oft eine Szene erneut, aber eben aus einer anderen Sicht geschildert wird. Das mag langweilig klingen, ist es aber gar nicht: Man erhält noch viel mehr wichtige Informationen, durch die das Buch für mich immer spannender wurde. Generell hat das Buch auch von der Spannung her einiges zu bieten. Mich haben die vielen Hochpunkte immer wieder aufs Neue mitgerissen. Gleichzeitig hat mich das Buch aber auch immer wieder berührt und zum Nachdenken angeregt. Immer wieder hat mich das Buch zum Grinsen aber auch beinahe zum Weinen gebracht.
"Wunder" ist ein fantastisches Buch, mit vielen Gefühlen. Es regt einen immer wieder zum Nachdenken an und hat mich zutiefst berührt!
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