Rezension vom 30.08.2012
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Ein absolut faszinierender Streifzug durch die wilde Zeit des 30jährigen Krieges!
Schon aufgrund der starken Charaktere lohnt es sich, das Buch zu lesen - der mysteriöse "Reiter in Schwarz", die eigenwillige Kräuterhexe und die junge schöne Magd Bernina, die sich zwischen zwei Männern entscheiden muss: dem lebenslustigen Gaukler und dem verwegenen Offizier, bei dem man nie weiß, ob er zu den "Guten" oder den "Bösen" gehört ... Und über allem schweben, drohend und unheilvoll, die Krähen.
Einfach großartig!
Man sieht förmlich vor sich, wie die Edelleute hinter Palastmauern ihre Feste mit gebratenem Fasan und Kaiserstuhlwein feiern. Und gleichzeitig leidet man mit den Bürgern der badischen Städte, die sich buchstäblich in die Erde wühlen, um den Schrecken durch marodierende Söldnerheere zu entgehen. Das alles ist anschaulich und packend beschrieben. Sehr schön geschildert wird auch die (Hass-)Liebesgeschichte, in die sich die Hauptfigur Bernina verstrickt. Und die Idee mit den rätselhaften, immer wieder auftauchenden Gemälden ist richtig gut.
Zuerst dachte ich nur, "schön, ein tolles Buch", aber es ist noch viel mehr: Spätestens ab S. 80, 90 entwickelt die Geschichte einen echten Sog, und man muss einfach bis zum Ende weiterlesen. Ein starker historischer Schmöker - und gleichzeitig sehr originell, irgendwie anders". Der Autor scheint neu zu sein. Von dem erscheint bald noch ein zweites Buch, aber kein historisches: kleinstadtghetto ballade - ich möchte auf jeden Fall mehr von ihm lesen.
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