LisasBuecherchaos offline (userID:941386264) Mit Hilfe dieser ID kannst Du einen Link zu diesem Mitglied in eine persönliche Nachricht einfügen. Nährere Informationen hierzu und weitere Formatierungsmöglichkeiten findest Du auf Deiner Nachrichten-Seite.
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LisasBuecherchaoss Rezensionen
Rezension vom 07.04.2013 (1)
Zum Buch:
!Achtung: Diese Rezension könnte Spoiler zum ersten Band enthalten!
Ich wusste zwar, dass es Bücher gibt, die man liebt und hasst zugleich; aber passiert ist mir so etwas noch nie- bis jetzt. Ich habe mich sehr auf "Tödliche Wahrheit" gefreut, in der Hoffnung dass Veronica Roth eine der wenigen ist, die es schafft einen würdigen Folgeband zu schreiben.
Das Cover meines Leseexemplares ist ja leider ein bisschen verpixelt und auch sonst sieht das Ganze ja mehr nach einem halben Taschenbuch aus, aber trotzdem gefällt mir das Cover unglaublich gut. Das vom ersten Band hat mir ja auch so super gefallen und ich bin echt gespannt, wie das vom Letzten aussieht. Obwohl ich muss sagen, dass mir die Farben von "Insurgent" ein bisschen besser gefallen- das Grün hätten sie ruhig lassen können.
Die Autorin hatte ja schon immer ein Händchen dafür, Gefühle und Situationen einfach perfekt zu beschreiben, sodass der Leser nicht anders kann als sich damit zu identifizieren und mitgerissen zu fühlen. Sie bringt die Dinge einfach auf den Punkt, weiß welche Worte sie wählen muss um den Leser zu schocken, ihn zu packen und einfach in die Geschichte eintauschen zu lassen. Dieses Mal konnte sie mich sogar mehr mitreißen als im ersten Band, was natürlich daran liegen kann, dass die Geschichte diesmal viel emotionaler war, oder dass sie einfach nochmal einen Zahn zugelegt hat. Mit den Tränen kämpfen musste ich auf jeden Fall an zwei ganz bestimmten Stellen, die mir immer noch im Kopf rumspuken.
Dank dem Re-Read, das ich vorher gemacht habe wusste ich sofort wieder worum es geht und da der zweite Band nur wenige Stunden nach dem Ersten beginnt, fiel es mir umso leichter.
Tris' Wandlung war ja schon im ersten Band bombastisch, aber da ging noch einiges mehr. Von der schüchternen Altruan zur mutigen Ferox zur knallharten Unbestimmten. Das Laster, das sich in "Die Bestimmung" auf sie gelegt hat scheint sie durch ihre Schuld an Will's Tod fast zu erdrücken und auch sonst sieht es um sie herum nicht gerade rosig aus. Ich muss zugeben, dass ich mit ihr so meine Probleme hatte. Ich konnte ihr Verhalten einfach nicht verstehen; dass sie immer auf eigene Faust gehandelt hat und den Leuten einfach ins Gesicht gelogen hat. Allerdings blitzte bei mir irgendwann das Verständnis auf. Wenn man versucht sich in sie hinein zu versetzen, kann man verstehen was in ihr vorgeht. Beide Eltern verloren, den besten Freund ermordet und zugesehen wie alle Menschen die sie kennt scheinbar grundlos abgemetzelt werden.
"Ich bin müde, Tris zu sein. Ich habe schlimme Dinge getan. Ich kann sie nicht mehr ungeschehen machen und sie sind jetzt ein Teil von mir. Die meiste Zeit habe ich das Gefühl, aus nichts anderem mehr zu bestehen."
(S. 156) Bei Four/Tobias (Im Buch ist er mittlerweile ja nur noch Tobias, aber irgendwo ist er für mich immer noch Four), gab es keine wirkliche Veränderung und das ist auch gut so! Ich bin in Band 1 schon ein riesiger Fan von ihm gewesen, und ich bin froh dass er sich nicht groß verändert hat. Fahne schwenk Allerdings hatte ich einige Male, wie auch bei Tris, meine Problemchen mit ihm. Er verschweigt Tris eine ganze Menge, weswegen sie sich auch immer weiter voneinander entfernen; allerdings hat er es mehr mit der Wahrheit als Tris. Aber ich glaube dieses Direkte zeichnet ihn auch einfach aus.
Auf jeden Fall haben beide eine Menge Probleme und irgendwann habe ich einfach nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen können. Einerseits hat es mich so genervt, dass sie ihre eigenen Wege gehen, andererseits konnte ich sie mehr als verstehen. Sie beide Tragen ihr Laster mit dem sie fertig werden müssen und...argh. Diese Hassliebe zerbricht einem manchmal ganz schön den Kopf.
Im Vordergrund steht aber natürlich der Kampf von Ken gegen Altruan, was irgendwann noch eine ganze Spur komplizierter wird, da die Candor und Amite sich mehr oder weniger einmischen, was irgendwo ja auch klar war. Die ganze Story hat definitiv eine komplexere Handlung als der erste Band und vorallem einige Handlungsstränge mehr, was dem Ganzen einiges mehr an Tiefe verliehen hat.
Dass Frau Roth auch den Mut hat, liebgewonnene Charaktere einfach mal sterben zu lassen wissen wir ja nun schon, aber in "Tödliche Wahrheit" ist der Tod immer und überall. Es sterben so viele Charaktere, die ich im ersten Band sofort sympathisch fand und bei deren Tod ich dieses Mal wirklich hart schlucken musste. Alle anderen Nebencharaktere machen ebenfalls eine mehr oder weniger krasse Wandlung durch und die Grenzen zwischen Gut und Böse sind hier wirklich sehr verschwommen. Einige sind definitiv für die "Guten", andere für die "Bösen" und wiederum andere wollen einfach nur ihren Arsch retten und versuchen irgendwie am Leben zu bleiben.
Gen Ende hatte ich immer mehr das Gefühl, dass ich auf keinen Fall möchte, dass die Geschichte zu Ende geht. Ich wollte einfach weiterlesen, war total im Buch drin, als die letzten Seiten wirklich alles auf den Kopf gestellt haben. Oh mein Gott! Das hätte ich wirklich nicht erwartet und ich bin sooo unglaublich gespannt auf den letzten Band- ich glaube ich platze.
Fazit:
Eines dieser typischen Bücher, die einem im Gedächtnis bleiben weil sie so fantastisch waren. In meinem Fall aber auch mit einem bitteren Nachgeschmack. :) Ich liebe Veronica Roth und ihre super Geschichte und hoffe, hoffe so sehr, dass sie einen würdigen Abschluss bekommt. Wie soll ich es nur aushalten, bis es auf deutsch erscheint?
Rezension vom 17.03.2013 (2)
Tja, um ehrlich zu sein war "Gefährtin der Dämmerung" nach diesem tollen Reihenstart eine echte Ernüchterung. Macht euch auf eine Mecker-Rezi gefasst.
Beim Cover ist das Ganze ja noch einigermaßen positiv. Ich bin ja wirklich ein Fan von den Büchern, deswegen gehören die Cover mittlerweile auch einfach dazu und ich finde dieses ist auch wieder ganz gut gelungen. Es gibt natürlich Cover, da kann dieses hier wenig mithalten, aber zu Cat und Bones passt es einfach. Das Original gefällt mir aber fast schon besser, da das Model Cat perfekt darstellt. Gut beim Gesicht kann man sich ja immer streiten, aber der Gesamteindruck passt in meinen Augen perfekt...obwohl ich mir ihre Haare immer dunkler vorgestellt habe.
Und jetzt geht's los. Nachdem ich von Band 1 und Band 2, abgesehen von ein paar kleinen Makeln, wirklich begeistert war, war in Band 3 nur noch wenig von dem vorhanden, was ich gewohnt war. Der Schreibstil von Jeaniene Frost ist am Anfang furchtbar steif und analysierend, dass ich den Einstieg nur sehr schwer gefunden habe. So etwas kannte ich aus den beiden ersten Bänden absolut nicht. Im weiteren Verlauf wird sie zwar wieder etwas lockerer aber dieser besondere Sarkasmus und dieses leichte Ordinäre waren fast nicht mehr vorhanden. Zwischendurch tauchte immer mal wieder der gewohnte Stil auf, aber halten konnte sie ihn leider nicht.
Bei Cat und Bones war es dasselbe. Cat ist unerwartet brav geworden, dass sie in meinem Kopf ab und zu schon in die Opferrolle gerutscht ist. Cat! Mann war ich enttäuscht: Mit den roten Haaren auch gleich der Charakter futsch.
Und wow, wer hätte das gedacht- bei Bones war die Veränderung genauso groß. Abgesehen davon, dass er irgendwann Gedanken lesen kann ,dreht er jedes Mal wenn Tate sich wieder nicht im Griff hat komplett durch und ist total ernst geworden. Für Cat hat er kaum noch Zeit und statt das irgendwelche romantischen Szenen auftauchen, bemuttert er sie bis zum geht nicht mehr. Auf der ersten Hälfte konnte der Leser nicht mal einen Kuss abstauben, dafür aber jede Menge: "Kätzchen du bleibst hier!". Na toll.
War die Story in "Kuss der Nacht" wenig spannend, hat sich Frau Frost diesesmal wieder ein bisschen mehr Mühe gegeben und der Handlung auch wieder mehr Substanz gegeben. Wodurch die Beziehung von Cat und Bones wie gesagt aber sehr gelitten hat und von diesem typischen Cat-und-Bones-Feeling nur noch sehr wenig zu spüren war.
Durch Spade, Ian & Co. konnte sie die Geschichte zwar noch ein wenig auf das alte Niveau bringen, aber durch diesen miesen Start und die ganzen fehlenden Faktoren, hat das nur wenig bringen können.
Was mich dann aber wirklich überrascht hat: Bones angeblicher Tod. Ich habe noch nie bei einem von Jeaniene Frosts Büchern heulen müssen, aber da ging es offensichtlich nicht anders. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das so mitreißen könnte, aber in diesen paar Kapiteln waren die so gut beschriebenen Emotionen zurück bevor es wieder bergab ging.
Das hat an Cat und Bones Beziehung aber auch nicht viel geändert, obwohl natürlich wie erwartet eine sehr emotionale Szene kam. Die Hochzeitplanung ist durch den neuen, äußerst brutalen Feind vorerst auf Eis gelegt und durch dieses ernste Verhalten, dass beide neuerdings an den Tag legen, war an Romantik auch nicht mehr zu denken. Sonst haben die beiden jede freie Sekunde genutzt um irgendwie zusammen sein zu können (und wir reden da nicht nur von Sex) und jetzt saßen sie allein in einem kleinen, huzeligen Raum, Cat zeigt Bones ein paar hübsche Kleider und das war's. Keine Umarmung, kein Kuss kein gar nichts. Nichts was irgendwie typisch für die beiden gewesen wäre.
Der natürlich große Kampf am Ende war dann wieder mehr nach dem alten Muster, das endgültige Ende meiner Meinung nach aber viel zu schnell abgehakt. Allgemein finde ich, dass sich die Autorin dieses Mal mehr auf Gewalt und brutale Szenen konzentriert hat, als in den Bänden davor. Auch üble Folterszenen bleiben einem nicht erspart, davon gab es aber zum Glück nicht viele.
Fazit:
Die Rezi ist vielleicht ein bisschen tüddelig geworden, aber ich hoffe dass meine Meinung ungefähr deutlich geworden ist. "Gefährtin der Dämmerung" konnte mit den beiden Vorgängern leider nicht mithalten, hatte aber trotzdem das gewisse Etwas an sich. Schließlich war es nicht ein komplett anderes Buch, sondern immer noch ein Band der Reihe um Cat und Bones, weshalb ich ihn ja nicht schlecht im Sinne von einem miesen Buch fand, sondern schlecht für die eigentlichen Verhältnisse der Autorin. Deshalb gibt es von mir sehr, sehr gute 3,5 Törtchen, die schon mehr 4 als 3 sind. :p
Rezension vom 26.02.2013 (4)
Zum Buch:
Ja es ist ein Thriller. :) Viele, die meinen Blog schon länger lesen, wissen dass ich Fantasy praktisch zum Atmen brauche, aber ab und zu kommt auch mal ein Thriller vorbei. So wie jetzt. Ich war mir zuerst unsicher, ob ich an der Aktion teilnehmen sollte, weil ich nicht gedacht hätte dass mir das Buch gefällt. Aber als ich dann den Klappentext gelesen habe, war das Interesse geweckt und um ehrlich zu sein, fühle ich mich mit diesem Thema sehr verbunden.
Als das Buch dann endlich ankam war mein erster Gedanke: Es ist so was von pink! Aber irgendwie gefällt es mir. Begründen kann ich es nicht wirklich, es passt einfach. Maja in der Mitte, die ein bisschen verloren und fehl am Platz wirkt, wie sie sich ja auch fühlt.
Den Einstieg in dieses Buch findet man relativ schnell. Die Autorin hat eine sehr rasante Art zu schreiben und zieht den Leser mitten ins Geschehen, was bei den Ereignissen nicht immer leicht war. Oftmals haben mich einige Situationen wirklich mitgenommen, vorallem gen Ende. So viele Gefühle, die dem Leser vermittelt werden und das ja hauptsächlich negativ. Da ist es also kein Wunder, dass man abends nach dem Lesen teilweise noch wach lag und nur den Kopf darüber schütteln konnte und versucht hat, das Buch aus dem Kopf zu kriegen.
Mit Maja war es dann so eine Sache. Am Anfang konnte ich mich sehr gut mit ihr identifizieren, habe bei all ihren Entscheidungen nur Nicken können und habe mit ihr gefühlt. Die Brücken komplett hinter sich abbrechen zu müssen, einen neuen Namen zu bekommen und überhaupt ganz neu anzufangen, muss mehr als hart sein. Ich finde den Umständen entsprechend hat sie sich wirklich gut geschlagen, doch als das ganze auf ihren Freund Lorenzo fokussiert wird und sie ihre "verhängnisvolle Entscheidung" trifft, war ich mehr als schockiert. Ein Mann, der wirklich mehr in die Klapse als auf die Straßen gehört, will deiner Familie etwas antun, sich rächen und hat euch mit dem Tod gedroht. Um ihm nicht vollkommen ausgeliefert zu sein musst du eine komplett andere Identität annehmen und sogar deinen Freund verlassen. Was wäre einem wohl wichtiger? Der Freund oder deine Familie? Für mich persönlich war die Antwort klar, trotz vielleicht schwankendem, pubertätsbedingtem Hormonhaushalt. Deshalb konnte ich Majas Entscheidung absolut nicht verstehen und noch weniger, dass sie die Folgen nicht geahnt hat, oder wenigstens darüber nachgedacht hat.
Zum Ende hin, dem großen Showdown sozusagen, konnte ich sie aber nicht nicht mögen. Und im Endeffekt denke ich, wollte die Autorin ihren Charakter einfach nur menschlicher machen, denn Menschen machen ja bekanntlich eine Menge Fehler.
Zwischendurch gibt es immer einen Sichtwechsel zu Robert Barsch, dem Stalker der Familie. Sofort wird klar, dass Robert psychisch wirklich weit ab von "normal" ist. Er hat Gedanken, bei dem sich mir die Nackenhaare aufgestellt haben und ich am liebsten Majas Familie gepackt und sie irgendwo am Nordpol versteckt hätte. Dieser Mann konnte einem wirklich Angst einjagen und passt absolut in das Bild, was man aus Majas Erzählungen über ihn bekommt. Nächtliche Telefonanrufe, absolute Kontrolle, Gewalt, Stalking und all diese schrecklichen Dinge passten genau zu ihm.
Während Maja sich auf dünnem Eis bewegt und Robert eifrig am suchen ist gab es immer Momente, wo ich dachte: Jetzt ist es aus, endgültig. Ich war mir sicher, dass er sie irgendwann finden würde und ich wollte mir gar nicht ausmalen, was dieser kranke Kopf dann tut. Ich kann gar nicht mal annähernd beschreiben, wie einen dieses Buch mitnimmt und wie sehr man sich einfach die Decke über den Kopf ziehen möchte um dieses Gefühl loszuwerden, dass man beobachtet wird. (Hey, ich habe ein Zimmer unter'm Dach)
Das Ende allerdings war zwar nicht unrealistisch, aber ich glaube die Autorin wollte da ein bisschen mehr auf Dramatik setzen. Ich finde diese Handlung hat einfach nicht zu Robert Barsch gepasst und deshalb kam mir das Ende ein wenig unpassend für die Geschichte vor. Dass Robert Majas Bruder entführt und im Endeffekt erschossen wird, erschien mir irgendwie zu unreal.
Trotzdem gibt das Ende irgendwo einen guten Abschluss und wir Leser müssen ja auch unseren Frieden bekommen. ;)
Fazit:
Ein wirklich sehr gutes Buch über das ich hier wirklich nur annähernd schreiben konnte. Ich habe noch so viele Gedanken in petto, die die Rezi allerdings zu einem Roman machen würden. Aber so grob zusammengefasst wäre das wohl ein Großteil von dem, was ich von "Und keiner wird dich kennen" denke. Ich habe es sehr gern gelesen und bin froh, doch an der Aktion teilgenommen zu haben. Von mir gibt es 4,5/5 Törtchen und ich hoffe bald noch mehr von der Autorin lesen zu können.
Rezension vom 24.02.2013 (7)
Zum Buch:
Eigentlich hatte ich nie vor dieses Buch zu lesen. Warum auch? Ein Porno. Bäh. Das zumindest habe ich mir gedacht, aber als eine Klassenkameradin anfing davon zu erzählen und danach noch mehr folgten, wollte ich es wissen. Das, was ich bisher gehört hatte, ging mehr in die Richtung "Twilight-Abklatsch", "Papierverschwendung" und "Billiger SM Kram". Dann habe ich wiederum auch sehr positive Rezis gelesen und habe mir gedacht, wenn ich mir das Buch ausleihe und es mir nicht gefällt, ist es ja halb so schlimm. Und im Endeffekt hat mich das Buch dann doch sehr überrascht. Auf der einen Seite; auf der anderen sieht es ziemlich düster aus.
Wer kennt es nicht? Das Cover mit der roten Blume vorne drauf und dem weißen Kreis, der stolz den Titel "Shades of Grey" trägt. Ich bin was sowas angeht ja eigentlich überhaupt nicht verklemmt, aber immer, wenn ich im Laden an dem Buch vorbeiging, bin ich rot geworden und habe schleunigst das Weite gesucht. Das nächste Mal wird man mich eher mit dem Ding zur Kasse latschen sehen. Ich persönlich mag das Cover sehr und hätte bei so einem Buch eher mit einem nackten Po gerechnet, der auf dem Cover prangt...davon gibt es ja schon genug. Auch das Original kennt wahrscheinlich jeder, obwohl ich finde dass das Ganze ein wenig lieblos aussieht. Naja, passt ja irgendwo auch.
Weiter im Text wurde ich von einem so lockeren Schreibstil begrüßt, dass ich, obwohl ich einen Haufen Tests und Arbeiten vor mir hatte, "Shades of Grey" relativ schnell gelesen habe. Teilweise sind wirklich nervige und häufige Wortwiederholungen drin und es schien mir, als wäre der Wortschatz der Autorin nicht sonderlich groß, doch das hat dem ganzen irgendwie keinen Abbruch getan. Trotzdem flogen die Seiten mit Warp 9 davon und ich bin überrascht wie angenehm der Stil war. Außerhalb der Sex-Szenen wirklich kaum ordinär, wenigstes nicht so, dass es gestört hat. Gut, wenn Christian mal wieder einen Anfall von "Ich schlafe nicht mit dir; ich ficke dich. " hatte, war es teilweise schon ein wenig primitiv, auch so dass ich dachte: Junge, wir haben's verstanden!
Dass Anastasia Bella 2.0 sein soll, habe ich schon oft gehört und ich muss zugeben, dass gewisse Parallelen einfach nicht zu übersehen sind. Als Christian ihr das erste Mal begegnet lässt die Gute den Recorder gleich drei Mal fallen und beim Eintreten in sein Büro, macht sie zu erst einmal Bekanntschaft mit dem Fußboden. Manchmal war mir das Ganze auch echt zu viel. Mag ja sein, dass sie zwei linke Hände und Füße hat, aber deswegen muss man sich doch nicht aufführen wie der letzte Volltrottel, vorallem nicht, wenn man sich in seiner Freizeit das Bett Spielzimmer mit jemandem teilt. Teilweise einfach zu viel und echt anstrengend. So konnte sie schonmal nicht punkten; klar dass sie Christian als die perfekte, unterwürfige Spielgefährtin vorkommt, die er sucht. Dass sie das aber eigentlich gar nicht ist, fällt ihnen erst später auf. Aber ich frage mich, wo sie denn bitte nicht unterwürfig ist. Viele andere Frauen hätten ihm was gehustet, wenn er mit "Du gehörst versohlt!" angekommen wäre. Nein, Ana nicht. Sie ist ja so unsagbar von diesem sexy Kerl und seinem düsteren und gefährlichen Lebensstil fasziniert, dass sie Dinge tut, die sie gar nicht will. Und vorallem dieser Sex ohne Liebe, ging mir einfach nicht in den Kopf. Aus Anas Gedankengängen wird glasklar was sie will und das ist ganz sicher genau das Gegenteil von dem, was Mr. Grey sich vorstellt. Also warum zum Teufel lässt sie sich so unterbuttern? Ich konnte sie da wirklich nicht verstehen...
Man könnte jetzt meinen, Lisa wäre total dagegen, was diese Art der Beziehung von Christian und Ana angeht und irgendwo stimmt es ja auch. Sex ohne Liebe ist für mich schlichtweg falsch, ob nun Blümchensex oder die härtere Variante ist egal. Auf der anderen Seite, war das Ganze unglaublich faszinierend und die Beziehung der Beiden außerhalb des Schlafzimmers, hat mich dann doch an das Buch fesseln können. Die SM-Schiene, wo von ich ja nun gar keine Ahnung hatte, fand ich jetzt nicht irgendwie abschreckend und allzu pervers. Es gab ein paar Szenen, die schon ein wenig grenzwertig waren, aber das Buch ist ja nicht umsonst ein Porno. Zumindest nicht so, dass Anas innere Göttin mit dem Pom Pom schwingen aufgehört hätte. Darauf geht die Autorin sehr deutlich ein, weswegen der eine oder andere Lacher auch nicht ausblieb.
Der werte Mr. Grey ist ein ziemlich schwieriger und vorallem gestörter Charakter; was aufgrund seiner Kindheit auch zu erwarten war. Und da die Fans aus meiner Klasse mich schon ordentlich gespoilert haben, tut er mir eigentlich nur leid. Obwohl ich ihn irgendwo auch interessant, sogar sympathisch fand; aufgrund dessen, dass er sich ja Mühe gibt. Nur irgendwo ist es einfach nicht genug und vorallem tut er Ana nicht gut.
Das Ende war dann ja mal ein echter Knaller und ihr könnt gar nicht glauben wie ich mich gefreut habe: Anastasia, du bist ja doch nicht verloren!
Fazit:
Wer hätte gedacht, dass mir so eine Art von Buch gefallen kann. Auf der einen Seite hat es mir wirklich gut gefallen, auf der anderen ging Ana mir wirklich auf die Nerven und einige der SM- Szenen waren einfach nicht meins. Kurz gesagt: Die Hälfte des Buches ist nicht ganz so super, die andere jedoch wirklich gut. Und da das Ganze nunmal Hälfe Hälfte ist, gibt es auch 2,5 Törtchen für "Shades of Grey"
Rezension vom 22.02.2013 (3)
Zum Buch:
Jetzt endlich mache ich mich auch mal an die Rezi zu "Der Vorleser" und muss gestehen, dass ich absolut keine Notizen zu diesem Buch habe. Außerdem ist es schon ein Weilchen her, dass ich das Buch gelesen habe; die Rezi könnte also ein bisschen schwammig werden. Nehmt's mir bitte nicht übel. :)
"Der Vorleser" war für mich immer ein Buch, dass ich lesen wollte, weil ich das Filmplakat gesehen habe. Den Film habe ich noch nie gesehen, aber hey, es ist Kate Winslet; Buch muss ich lesen. Ich bin ehrlich gesagt total blind an das Buch herangegangen und als mich dann wirklich damit auseinandergesetzt habe, fingen die Zahnräder an zu rattern. Ich weiß es ist schrecklich, dass ich auf diesem Weg Interesse an dem Buch bekommen habe, aber ich bin froh überhaupt darauf aufmerksam geworden zu sein.
Ich glaube bei Bernhard Schlinks Roman achtet nicht wirklich jemand auf das Cover, ich meine bei solch einem Inhalt- wie soll man dazu ein passendes Cover gestalten? Dennoch muss ich sagen, dass die Version rechts mir einfach unheimlich gut gefällt. Das Cover von "The Reader" hat einfach etwas an sich, was die deutsche Version uns meiner Meinung nach nicht bietet. Vielleicht ist es die Atmosphäre, die das Cover ausstrahlt, denn unsere Version scheint mir doch etwas "fröhlicher", als die von "The Reader".
Mit dem Klappentext auseinander gesetzt, wusste ich eigentlich überhaupt nicht mehr, was ich von diesem Buch erwarten sollte und ehrlich gesagt auch nicht, wie ich mich während des Lesens fühlen sollte. Ich muss zugeben, dass Hitler im Geschi-Unterricht so ziemlich an mir vorbeigerauscht ist; aus Desinteresse ganz sicher nicht, eher weil diese ganze Zeit einfach nur schrecklich war und ich das Thema schnell hinter mich bringen wollte. Aber dieses Buch hat mir die Grausamkeit noch einmal gründlich vor Augen geführt.
Bernhard Schlink hat in seinem Buch einige Fragen gestellt, die ich nie wirklich ausformulieren konnte. Ich kann es einfach nur damit vergleichen, dass man sich manchmal vorzustellen versucht, wie es wäre, wenn wir nicht existieren würden. Wie wäre es dann mit der Zeit? Was gäbe es dann? Mir wird dann immer ganz schwummrig und komisch und so ging es mir eben auch mit den Fragen, die sich der Autor hier gestellt hat. Teilweise schreibt er wirklich sehr schön und ich habe "Der Vorleser" sehr gern gelesen, doch dann gab es wieder ultralange Bandwurmsätze und Stellen, die sich unendlich zogen.
Mit Hanna und Michael könnte man sich hier natürlich stundenlang auseinander setzen, doch ich glaube, wir können das Alles gar nicht nachvollziehen. Vorallem nicht, was in Hanna vorging. Ich persönlich habe diese Frau am Anfang nur gehasst und jedes Mal, wenn sie wieder eine ihrer Launen hatte, habe ich mich gefragt, ob sie eigentlich noch ganz richtig im Kopf ist... Erst später, als man erfährt was wirklich mit ihr los ist, konnte ich ihr Verhalten verstehen, aber sicher nicht nachvollziehen. In der heutigen Zeit kann ich für das, was sie getan hat, absolut kein Verständnis aufbringen. Mein Gott wie denn auch? :o Und damit meine ich nicht den Sex mit Michael.
Michael ist sowieso ein komischer Kerl. Am Anfang freut er sich einfach nur darauf, dass er mit einer älteren Frau mehr oder weniger zusammen ist; dass die aber richtig Dreck am Stecken hat, ahnt er nicht. Mir kam er wie der typische Jugendlich vor, der seine Jugend auslebt und es einfach nur aufregend fand, Hanna als sein "Geheimnis" zu betrachten. Obwohl ich ja zugeben muss, dass er sich später auch ernstere Gedanken um ihre sogenannte Beziehung macht, aber so wirklich in die Hufe kommt er nicht.
In "Der Vorleser" gibt es so einige und vorallem große Zeitsprünge, sodass man Michael später als Erwachsenen und Hanna als alte Frau wiedersieht. Ihre Beziehung hat sich natürlich sehr verändert und vorallem das Ende hat mich mehr als schockiert. Mit ein paar Sätzen und einem einfach Telefonanruf konnte Schlink mich komplett aus der Bahn werfen- und dann war das Buch auch schon vorbei. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich noch eine ganze Weile mit offenem Mund da gesessen und auf das Buch gestarrt habe. Mit so einem Ende hätte ich niemals gerechnet und ich kann es eigentlich auch nicht so recht verstehen. Warum gerade jetzt? Vielleicht aus Selbstbestrafung? Natürlich wäre dieses Buch reichlich unglaubwürdig gewesen, wenn das ganze Richtung Happy-End gewandert wäre. Wir alle wissen ja, wie es geendet hat.
Fazit:
Ein Buch, dass man nach dem Lesen nicht einfach aus der Hand legen und abhaken kann. Michael und vorallem Hanna haben mir noch lange im Kopf herumgespukt und wollten von mir verstanden werden. Alles in Allem, hat mir "Der Vorleser" ganz gut gefallen. Doch letztendlich muss ich zugeben, dass die ganze Thematik im Endeffekt nicht wirklich etwas für mich ist.
Rezension vom 12.02.2013 (4)
Zum Buch:
Enttäuschung oder nicht? Auch jetzt, wo ich endlich die Rezi zu "Eve & Caleb" schreibe, habe absolut keine Ahnung. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich von Anfang an eine eher mittelmäßige Dystopie erwartet habe, und dafür war sie recht gut. Für aber die ganz normale Bewertung, war's nur so Ulala.
Ein Kreis. Das war das Erste, was ich bei diesem Cover gedacht habe. Gut, da sind noch ein paar hübsche Blättchen und Zweige im Hintergrund, aber sonderlich aufregend ist das nicht. Trotzdem gefällt mir das Cover; es muss ja nicht immer viel sein. Das Original passt zwar besser zum Buch, aber der Titel ist einfach nur...hässlich; was anderes fällt mir dazu nicht ein. Im Großen und Ganzen aber sind beide Cover keine Totalkatastrophen, reißen mich aber auch nicht wirklich vom Hocker.
Da der Klappentext für mich ein wenig nach 0815 klang, habe ich mich auf so ein typisches Zwischendurch-Buch eingestellt. Es gibt so viele Dystopien und nur wirklich wenige, die einem im Gedächtnis bleiben und die die Menge begeistern.
Anna Careys Schreibstil war an sich sehr flüssig zu lesen und obwohl die Geschichte teilweise wirklich fiese Langeweile-Phasen hat, konnte sie den Leser immer ein Stück weit fesseln. Mir persönlich hätten aber ein paar detailliertere Beschreibungen ganz gut getan, denn diese grausige Welt, die sie erschaffen hat, konnte ich mir nur in Teilen vorstellen. Berühren konnte mich der Schreibstil nicht so, wie bestimmte Situationen es vielleicht verlangt hätten. In der Geschichte wird der Leser sehr viel mit dem Tod konfrontiert und dafür, dass sehr viele Menschen im Buch sterben oder leiden, waren für mich leider zu wenige Emotionen dabei.
Die Welt, in der Eve lebt, ist im wahrsten Sinne wieder zur Natur geworden. Alles ist übererwuchert, die Straßen kaum noch zu sehen und die Häuser alle vollkommen verrottet. Ich muss sagen irgendwo hat mir diese Welt gefallen, doch das nur, wenn man den schrecklichen Hintergrund vergisst.
Eve war von Anfang an in richtiges Blondchen. Sie dümpelt einfach durch ich kleines, perfektes Leben in der Schule und glaubt sofort alles, was man ihr sagt. Es ist natürlich klar, dass sie total hilflos ist, sobald sie in die Wildnis flieht. Aber dass sie SO naiv durch die Gegend läuft und ihr fast die Augen aus dem Kopf fallen, als sie zum ersten Mal einen Mann sieht und dazu fast einen Anfall bekommt- nach Hühnereiern fragt, wenn jemand vom männlichen Geschlechtsteil redet- war dann doch zu viel. Und ich glaube, mich hat auch die Tatsache massiv gestört, dass Arden, die mit Eve flieht, viel besser in der neuen Umgebung klar kommt als Eve. Neben Arden und später auch Caleb wirkt sie einfach nur wie ein kleines, verlorenes Kind, was sie irgendwo ja auch ist.
Warum Caleb sich im Endeffekt auch in Eve verliebt hat, kann ich nicht verstehen. Eve ist auf der anderen Seite unglaublich aufopferungsvoll und das nicht auf die lächerliche Art und Weise. Sie ist im Herzen einfach ein guter Mensch und das hat ihr im Endeffekt auch ein bisschen Sympathie eingehandelt. Aber in dieser Welt, wäre Arden einfach die bessere Partnerin für Caleb.
Die Liebesgeschichte an sich, wahr eher noch ein deutlicher Spross, statt einer Blüte. In diesem Band passiert noch nicht sonderlich viel und Eve lässt sich mit der neuen Spezies Mann auch ordentlich Zeit. Ich muss sagen dadurch, dass ich Calebs Liebe zu Eve einfach nicht verstehen konnte, wirkte die Beziehung auf mich nicht sonderlich authentisch. Es war zwar eine süße Liebelei, für mich jedoch ohne richtigen Tiefgang.
Die Nebencharaktere, so wie Caleb und Arden hatten für mich allesamt mehr Charakter als Eve als Protagonistin. Ich glaube, wäre Arden die Protagonistin gewesen und Eve an Ardens Stelle, dann hätte das Buch bei mir um einiges besser abgeschnitten.
Die Handlung war an sich nicht sonderlich abwechslungsreich und ich komme nicht umhin, "Eve & Caleb" mit anderen Büchern zu vergleichen. Und wenn ich das Buch mit Büchern vergleiche, die ihm wirklich sehr ähnlich sind, zieht "Eve & Caleb" immer den Kürzeren. Das Ende jedoch war dann schon ein wenig überraschend und ich werde mich, vorher noch leicht unentschieden, jetzt wohl doch an Band 2 machen.
Fazit:
"Eve & Caleb" war ein nettes Buch für Zwischendruch, mit einigen Ecken und Kanten. Eve ging mir, kurz gesagt, nur auf den Keks und wären die Nebencharaktere nicht da gewesen, wäre das Buch ganz schon langweilig geworden. Die Geschichte an sich war ebenfalls eher durchschnittlich, aber ich glaube sonderlich viel Potential gibt es da auch nicht mehr. Ich bin mal gespannt was die Autorin aus Band 2 gemacht hat und vielleicht ist sie ja noch für eine Überrachung gut. Von mir gibt's insgesamt 3/5 Törtchen.
Rezension vom 01.02.2013 (4)
Zum Buch:
So, endlich mache ich mich auch mal an die Rezi zu "Hex Hall". Unter dem Buch habe ich mir eigentlich etwa ganz anderes vorgestellt; ich kann nicht genau sagen was, aber irgendwie entsprach das Buch nicht ganz dem, was ich erwartet habe. Was nicht heißen muss, dass ich es schlecht fand.
Das Cover von "Hex Hall" hat mich allerdings schon immer begeistert. Ich habe mich zwar nie so richtig dazu aufraffen können das Buch zu lesen, aber immer wenn ich mal wieder durch Weiland gehuscht bin und das Cover gesehen habe, musste ich es mir eine Weile ansehen. Ich finde es einfach toll. Reicht das irgendwie...? :) Dann habe ich noch zwei weitere Cover gefunden. Das Linke ist mir schon öfter unter die Augen gekommen und ich muss sagen, es erinnert mich irgendwie sehr an die Geschehnisse in "Hex Hall". Vorallem natürlich Sophies Spiegelbild im Wasser. Ich finde es genauso schön wie unser Cover und hätte auch kein Problem damit gehabt, wenn sie es übernommen hätten. Dann habe ich noch eins gefunden und ich muss zugeben, dass mir die Schatten der Mädchen erst jetzt auffallen, hehe. Zuerst schien es mir ein bisschen einfallslos: drei Model-Mädchen und ein ganz netter Hintergrund. Aber ich muss sagen durch die Schatten gefällt es mir irgendwie besser; so oder so finde ich eigentlich alle drei Cover nicht gerade unansehnlich, obwohl mir das Linke glaube ich am besten gefällt.
Mit den Covern bin ich endlich durch und kann zu dem kommen, was ja eigentlich interessant ist.
Lange konnte ich den Schreibstil von Rachel Hawkins in meinem Kopf nicht richtig zuordnen. Mal schien er mir etwas sehr steif, auf der nächsten Seite dann aber angenehm locker. Insgesamt ließ sich "Hex Hall" gut lesen, aber in einem Rutsch durchlesen könnte ich es glaube ich nicht, was vielleicht auch daran lag, dass die Spannung ewig nicht richtig aufkommen wollte. Welche Sätze mir auch sehr stark ins Auge fielen waren welche wie "Ich fluche innerlich ganz böse Worte." oder "In Gedanken stoße ich furchtbare Worte aus und bin selbst überrascht, dass ich solche überhaupt kenne." Mich persönlich haben diese Sätze furchtbar gestört. Was ist so schlimm daran "Scheiße", "Arschloch" und so weiter zu sagen? Ich glaube kein Leser wäre sonderlich schockiert diese Worte oder auch "ganz, ganz Böse" zu lesen, mir kam das ein wenig albern vor.
Zu Sophie habe ich am Anfang keinen wirklich Zugang gefunden und trotz Ich-Perspektive blieb sie mir irgendwie fremd. Erst Mitte des Buches konnte ich anfangen mir überhaupt eine Meinung über sie zu bilden und die war eindeutig positiv. Obwohl sie das ganze Buch über zwar nicht wirklich oberflächlich war, aber auch keine wirkliche Tiefe hatte, war sie mir doch ganz sympathisch; vorallem am Ende war ich doch positiv überrascht. Zwar gibt es noch eindeutig Verbesserungspotential, aber für den Anfang war das schon okay. Vielleicht überrascht sie uns ja in Band 2.
Die anderen Figuren waren in der Tiefe und Bildhaftigkeit ihre Charaktere seeehr unterschiedlich. Während ich mir von Archer leider so gar kein Bild machen konnte und mich noch nicht einmal dieses eigentlich schockierende Ende überraschen konnte, fand ich Jenna einfach wundervoll. Ja, wundervoll trifft es wirklich und mehr kann ich auch gar nicht sagen. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen und freue mich schon sehr wieder von ihr zu lesen. Gut, dann waren das noch die typischen Highschool-Zicken, aber abgesehen von Elodie haben die auch nicht viel hergegeben. Rachel Hawkins hat sich sehr deutlich unterschiedlich intensiv mit ihren Charakteren befasst, was ich jetzt nicht unbedingt schlimm finde. Man sieht über wen sie sich besonders viele Gedanken gemacht hat, denn das spiegelt sich eindeutig in den Charakteren ihrer Figuren wieder.
Natürlich darf ein bisschen Liebes-Geplänkel auch nicht fehlen, aber mehr als ein heftiges Geschmachte von Sophie und hier und da einem kleiner Flirt von Archer gibt es nicht. Zu einem Kuss kommt es zwar, doch der hat leider nicht ganz so schöne Folgen, weshalb ich den jetzt einfach mal nicht zu den sonderlich romantischen Dingen zähle.
In die Geschichte an sich hatte ich leider einen sehr schweren Einstieg. Irgendwie zog sich der Anfang sehr und ich habe nie mehr als 2-3 Kapitel am Stück gelesen. Als Sophie allerdings in Hex, eigentlich Hecate, Hall angekommen ist nimmt die Story an Fahrt auf, aber auch noch nicht wirklich. Die Geschichte dümpelt eher so vor sich hin, mit kurzen Spannungseinlagen. Auch die großen Geheimnisse, die es eigentlich wirklich in sich haben, werden nicht mit genug Wumps gelüftet...deswegen war es immer ein kurzes "Ooh!" statt einem richtigen "Oh mein Gott!! :o"
Wie bei vielem was "Hex Hall" angeht konnte ich mich in die Geschichte erst richtig am Ende einfinden und die wirklich, echte Spannung findet sich auch erst in den letzten paar Kapiteln wieder. Im großen Ganzen war bei diesem Buch einiges verschoben, aber da mich das Ende dann doch sehr neugierig gemacht hat, werde ich an Band 2 wohl nicht vorbeikommen.
Fazit:
"Hex Hall" ist eines dieser typischen Zwischendurch-Bücher. Ganz nett, aber nicht sonderlich herausragend. Es gibt schon ein paar optimierungsbedürftige Dinge, aber ich vergebe noch 3,5 Törtchen, weil es mir im Endeffekt ja schon gefallen hat. Dem zweiten Band werde ich definitiv eine Chance geben.
Rezension vom 22.01.2013 (10)
Zum Buch:
Nachdem ich diesen wunderbar tollen Klappentext gelesen habe, musste ich das Buch unbedingt lesen; das Cover tat sein Übriges. Und obwohl ich ja eigentlich kein wirklicher Thriller- und Krimifan bin, wollte ich es mit "Escape" einfach mal versuchen. Und holla die Waldfee, enttäuscht wurde ich nicht.
In das Cover habe ich mich sofort verliebt; ich weiß nicht wieso, denn es sind ein einfacher Baum, ein schlichter Titel und Baumstämme im Hintergrund. Aber ich finde es hat einfach etwas an sich, das ich es mir stundenlang ansehen könnte ohne mich zu langweilen. Das Original kann sich aber hust auch sehr gut sehen lassen. Die Äste sollen wahrscheinlich eine Anspielung auf Sams Tattoo sein, weshalb nahe liegt, dass dieser nackte Oberkörper auch zu ihm gehört.
Beide Cover sind auf ihre Weise sehr, sehr gut gelungen; aber auch die Titel an sich sind ziemlich treffend gewählt: "Flucht" und "verändert". Perfekt!
Natürlich konnte ich es nicht abwarten das Buch zu lesen, obwohl ich ja eigentlich "nur mal" anlesen wollte. Gut, die ersten 60 Seiten lagen hinter mir, da musste ich das Buch natüüürlich auch weiterlesen. :o)
Jennifer Rush hat einen sehr bildhaften Schreibstil. Sie hält sich nicht lange mit Beschreibungen auf, sondern nennt konkrete Merkmale, sodass der Leser eine sehr gute Vorstellung bekommt; für eigene Fantasien aber definitiv noch viel Raum hat. Von Anfang an hat sie ein sehr hohes Tempo und schafft es, ihr Buch bis kurz vor der Mitte wahnsinnig spannend zu gestalten. Am Übergang zur zweiten Hälfte allerdings, schleichten sich einige Längen ein, weshalb der Lesefuss leider ins Stocken geriet. Allerdings nimmt sie den Faden schnell wieder auf und nach den nervigen, langen Autofahrten, geht es genauso spannungsgeladen und flott weiter.
Die Autorin kommt außerdem mit sehr wenigen Charakteren aus. Neben den fünf Hauptcharakteren, gibt es vielleicht nur vier weitere, die nennenswert wären. Man könnte jetzt denken, dass dabei schnell Langeweile aufkommt, doch ich denke, es war eher das Gegenteil. Dadurch dass Jennifer Rush ihren Figuren so viel Tiefe verliehen hat, war die ganze Geschichte alles andere als oberflächlich. Jeder Charakter hatte Eigenschaften die man mögen, oder eben hassen konnte. Aber es war nie so, dass man keine Meinung hatte, weil eben niemand so farblos war, dass man ihn als "ganz nett" abstempeln konnte.
So. Als ich Anna aus der Ich- Perspektive kennengelernt habe, konnte ich mich sofort in die hineinversetzen. Es ist erstaunlich wie sehr und ich wage zu behaupten, dass ich in fast jeder Situation genauso wie sie gehandelt hätte. Anna ist eigentlich kein sonderlich komplizierter Charakter, aber definitiv eine Träumerin. Man kann sie nicht direkt schüchtern nennen, denn bei Fragen ist sie sehr direkt und fragt, egal ob es passt oder nicht, immer das, was ihr durch den Kopf geht. Das war mir total sympathisch, da ihm selben Moment oft etwas wie "Nein, Anna, du denkst immer noch nicht nach" von ihr kam. Ansonsten hatte ich das Gefühl, dass sie sich anfangs eher im Hintergrund hält, was aber mit den Verwirrungen, Rätseln und Dingen, die sich als Lügen entpuppen, komplett anders wird. Sie macht schon im ersten Band eine unglaubliche Wandlung durch, was naja, aufgrund der Dinge, die sie erfährt auch nicht anders zu erwarten war.
Bei Sam, Trev, Cas und Nick ist von allem etwas dabei. Da hätten wir den verschwiegenen Bad Boy, den Kindskopf, den Arsch Fiesling und den Vertrauten. Das in dieser Gruppe nicht alles ganz koscha ist wird erst später klar, aber mehr verrate ich jetzt besser nicht.
Um es kurz zu machen. Alle vier sind mir unheimlich ans Herz gewachsen, sogar Nick. Sie haben alle ihre Charakterzüge, mit denen sie einfach perfekt in die Geschichte passen.
Die Geschichte an sich fängt ganz harmlos an und wird vor Lügen, Verwirrungen und Entdeckungen immer komplizierter. Es dauert eine Ewigkeit, bis aus den ganzen, im wahrsten Sinne, Rätseln, irgendeine Idee entstehen kann. Wenigstens eine Ahnung in welche Richtung das alles gehen soll. Im Endeffekt war alles an Vermutungen für die Katz' und ich saß mit offenem Mund da, frei nach dem Motto: "Wow, so kann's auch gehen."
Jennifer Rush hat sich da wirklich ein paar ganz wundervolle Überraschungen ausgedacht, mit denen ich niemals gerechnet hätte. "Escape" hat aber trotz des Thriller-Genres eine tolle Atmosphäre, die dem ganzen schon ein wenig Fantasyfeeling gegeben hat. Ich glaube das war auch der Grund, weshalb mich das Buch so unglaublich fesseln konnte, als Nicht-Thriller-Fan.
Brutalität spielt sicher auch eine Rolle. Ich wusste nicht, wo dieser Punkt hinpasst, deswegen kommt er jetzt einfach mal ans Ende. :)
Richtig brutal ist das Buch sicher nicht, hebt sich aber schon von anderen Büchern dieser Art ab. Aber da Gewalt in "Escape" nunmal definitiv mit im Vordergrund steht, ist auch nichts anderes zu erwarten. Mich hat's nicht gestört, ist allerdings eine Sache, die mir aufgefallen ist.
Fazit:
"Escape" hat mich definitiv überrascht. Ich bin mit ziemlich hohen Anforderungen an dieses Buch herangegangen und wurde nicht enttäuscht. Zwischendurch zog sich die Geschichte zwar ein wenig, doch davon mal abgesehen, war sie einfach toll. Hunderprozentig durchdacht, mit super Charakteren und einem knackigen Schreibstil. Da herrscht eindeutig Bedarf nach Band 2! Aber das dauert ja noch gut ein Jahr...:((
Rezension vom 18.01.2013 (6)
Achtung, könnte Spoiler zu Band 1 enthalten!
Ich konnte es kaum erwarten den zweiten Band zu lesen, zumal "Blutrote Küsse" mit einem so fiesen Cliffhanger geendet hat.
Am Anfang aber hat "Kuss der Nacht" meiner Begeisterung einen ordentlichen Dämpfer versetzt und ich habe gehofft, dass sich das Buch nicht als Enttäuschung entpuppt.
Ich muss sagen äußerlich spricht mich das Buch mehr an als der erste Band, aber so wirklich gefallen wollen die Cover mir immer noch nicht. Immerhin scheinen sie besser zu werden, das ist ja schonmal ein Anfang. :) Das Cover des Originals gefällt mir irgendwie gar nicht, vorallem da ich jetzt erst richtig auf das Gesicht des Models achte. So habe ich mir Cat nun gar nicht vorgestellt, die junge Dame hier hat ein bisschen was mausegesichtiges. Das soll nicht abwertend klingen, aber in meiner Vorstellung sah Cat ganz anders aus. :) So oder so ist das Cover keine wirkliche Wucht.
Als ich mir den Klappentext durchgelesen habe hatte ich das Gefühl, die Geschichte würde ein würdiger Nachfolger werden, aber irgendwie wollte das Buch wohl nicht so wie ich.
Jeaniene Frost hat wieder ganz wunder, wundervoll geschrieben, auch wenn sie in den ersten Kapiteln ordentlich gehakt hat und Zeitsprünge gemacht hat, hinter denen man kaum hinterher kam. Vorallem der Abstand zu Band 1 hat mich schockiert: 4 ganze Jahre haben Cat und Bones sich nicht gesehen. Gott, da bin ich fast aus meinem Sessel geplumpst. Ehrlich gesagt, finde ich 4 JAHRE dann doch ein wenig übertrieben, vorallem als die Beiden dann wieder aufeinander treffen. Ein Jahr, oder noch ein halbes Jahr drauf, aber eine so lange Zeit konnte ich der Autorin leider nicht abkaufen. Und ich muss zugeben, dass ich an dieser Info ordentlich zu knabbern hatte und das meine Begeisterung sich ziemlich in Grenzen hielt. Doch Jeaniene Frost lässt der Geschichte diesen langen Zeitabstand nicht anmerken, ich hätte auch denken können, dass nur ein Jahr oder noch weniger vergangen sind. Nach den ersten Kapiteln hat sie es also geschafft mich langsam wieder in ihren Bann zu ziehen. Sobald die Zahl 4 nicht mehr erwähnt wurde und die Autorin wieder in ihren gewohnten Stil verfallen ist, war das Gefühl aus "Blutrote Küsse" definitiv zurück. Ihr leicht ordinärer und lockerer Schreibstil passte wieder wie die Faust auf's Auge und ich wahr heilfroh, dass es sich nur um Startschwierigkeiten gehandelt hat und nicht um ein komplettes "Warum-bist-du-kein-Einzelband-geblieben?".
Zuerst hatte ich Sorgen, dass Cat sich groß verändert haben könnte, da ich sie so mochte wie sie ist: bissig, leicht verklemmt, voller Power und eine absolut tolle Protagonistin. Glücklicherweise musste nur ihre Haarfarbe dran glauben, sonst war alles beim Alten. Natürlich abgesehen davon, dass sie nun eine offizielle Vampirkillerin der Regierung war und ihr Privatleben nur halbherzig lebte. Ihr Versuch Bones zu vergessen war natürlich kläglich gescheitert, wie sollte es auch anders sein? Die beiden sind einfach ein perfektes Team, da lässt sich nicht dran rütteln.
Bones ging es in der Zwischenzeit nicht anders und ich habe gehofft, dass die Beiden so schnell wie möglich wieder aufeinander treffen. Ihre hitzigen Wortwechsel, einfach diese typische Cat-Bones-Stimmung hat mir gefehlt und ich war froh, dass mein Wunsch schon auf den ersten 100 Seiten erfüllt wurde. Ab dieser Stelle schien das Buch sich für mich wieder auf das Niveau der Vorgängers zu steigern und habe mich auf das gefreut was kommen sollte.
Das Wiedersehen der Beiden ist vielleicht anders als erwartet...aber dennoch eine Option. Ihre Beziehung legt nocheinmal ordentlich an Leidenschaft zu und das Buch wird dem obersten Satz im Klappentext definitiv gerecht; "Düster, gefährlich, erotisch!"
Als die Beiden nun endlich wieder vereint sind, nimmt die Geschichte schnell an Fahrt auf und der Biss und die typische Stimmung kehren vollkommen zurück.
So geht es eine ganze Weile, während das Attentat auf Cat erst später stattfindet. Ich persönlich hatte überhaupt keine Probleme mich durch die Beziehung der Beiden und sämtliche andere Geschehnisse zu lesen, während der Showdown noch auf sich warten ließ. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Handlung diesmal ein wenig dünner vorkam, als im Vorgänger. Die Spannung war zwar deutlich vorhanden, aber eben doch nicht so nervenaufreibend wie in "Blutrote Küsse".
Als nun endlich alles ins Rollen kommt und die lange Vorbereitung auf Probe gestellt wird, geht es ziemlich schnell über die Bühne. Erst auf den letzten Seiten konnte die Spannung mich vollkommen mitreißen, während Band 1 es schon von Anfang an geschafft hat. :)
Selbst das Ende ist nicht sonderlich aufwühlend. Kein Cliffhanger oder Ähnliches. Das Buch macht zwar definitiv Lust auf den zweiten Band und ich hoffe ich kann das Buch so schnell wie möglich lesen, aber an den ersten Band scheint mir dieser nicht ganz ranzukommen.
Fazit:
Absolut keine Enttäuschung, aber auch keine besondere Überraschung. Cat und Bones sind eines der wundervollsten Protagonistenpärchen die es gibt und ich liebe diese Buchreihe einfach. "Kuss der Nacht" hat mir unglaublich gut gefallen und ich werde den zweiten Band definitiv lesen, aber so sehr geliebt wie den ersten Band habe ich es nicht. Die Handlung war leider ein wenig dünn, dafür gab es aber umso mehr von Cat und Bones. Ich bin noch stark am überlegen, aber ich glaube ganz knappe 4,5 Törtchen, die eher in Richtung 4 gehen sind schon okay.
Rezension vom 08.01.2013 (8)
Zum Buch:
Jaja, als ich mit dem zweiten Band angefangen habe, war mir sofort klar, dass ich die Reihe schneller als gedacht lesen werde. Denn nachdem ich mit "Rubinrot" fertig war, habe ich eigentlich eine Stunde später schon mit "Saphirblau" angefangen. Diese Bücher haben ein so unglaubliches Suchtpotential, dass ich mich wirklich zusammenreißen muss um nicht nach dem dritten Band zu greifen.
Denn auch Äußerlich gibt der zweite Band schon ordentlich was her und selbst wenn man die Bücher nicht gelesen hat, kann man die Liebesgeschichte von Gwen und Gideon schon ein wenig verfolgen. Diese Cover sind es einfach wert in einem Bücherregal zu stehen, selbst wenn man sie vielleicht nicht so mochte. Mir gefallen sie einfach unglaublich gut. Bei der Übersetzung wurde sich auch mal wieder sehr viel Mühe gegeben; das Cover von "Saphireblue" gefällt mit ebenso gut wie das des Originals; allererste Sahne!
Da ich es ja nun nicht abwarten konnte, weiterzulesen (vorallem an einer so fiesen Stelle, Band 1 bricht einfach mittendrin ab), habe ich "Saphirblau" gleich weiter gelesen und war überrascht, dass das Buch nahtlos weitergeht. Man hätte beide Bücher auch in einen Band packen können und man würde den Übergang nicht bemerken. So etwas liebe ich und hach, Kerstin Gier hat mich mit ihrem Humor wieder gefesselt und ihre Art die Geschichte so unglaublich realitätsnah zu gestalten hat mir wieder sehr gefallen. Den trotz der Zeitreise-Elemente wirkt das Buch unglaublich realistisch. Die Charaktere, die Atmosphäre und vorallem ihre Beschreibung von Gefühlen haben mich immer wieder darin bestätigt, dass die Autorin über einen wundervollen Schreibstil verfügt.
Besonders haben mir die Zeitreisen gefallen, die in diesem Band noch um einiges deatillierter Beschrieben sind als im Ersten. Die Vorstellung die man von dieser Zeit bekommt ist einfach wundervoll und man bekommt spontan Lust, mal einen Marsch durch die Zeit zu machen.
Wie ich ja schon in meiner Rezension zu "Rubinrot" gesagt habe, hatte ich gen Ende das Gefühl, dass Gwendolyn anfängt naiver zu Handeln weniger umsichtig zu sein. Ich habe so gehofft, dass sie nicht zu einer naiven, kurzsichtigen und unglaublich nervigen Protagonistin mutiert und muss sagen, dass sie die Kurve noch gekriegt hat. Als ihre Gefühle zu Gideon anfangen stärker zu werden und die eine oder andere Knutscherei auf Cousine Sofa ebenfalls nicht ausbleibt, hat sie den Kopf behalten. Bei den typischen Liebesproblemen allerdings ist ihr starker Charakter ein wenig schwach geworden muss ich sagen und obwohl sie selber sagt, dass sie diese Melancholie jetzt einfach braucht, war mir ihre Abhängigkeit von Gideon manchmal ein wenig zu viel. Trotzdem blieb sie mir sympathisch und vielleicht gehört ihr Verhalten einfach zu den Fehlern eines Charakters dazu, deshalb war es nicht so, dass sie mir sehr auf die Nerven ging, oder ich die Lust verloren habe. Ich muss sagen, ja, das eine oder andere Mal hätte sie vielleicht standhafter sein sollen, aber ihre Wabbelbeine machen's ihr auch wirklich nicht leicht.
Gwens Schwächeln wurde durch Gideon gut kaschiert. Diesmal hatte man die Chance seinen Charakter noch besser zu verstehen und vorallem seine Gefühle kennenzulernen, obwohl ich immer noch nicht 100% weiß, was in seinem Dickschädel vorgeht. Mal hatte ich das Gefühl, er vertraut allem blind, weil er nichts anderes kennt und dann habe ich wieder ganz stark den Eindruck, er macht sein eigenes Ding. Mh, was er nun wirklich für Pläne hat werde ich hoffentlich im letzten Band erfahren. Was seine Gefühle für Gwendolyn angeht hat er ja ziemlich deutlich gemacht und wieder auch nicht. Ja, nein, weiß nicht, vielleicht; zu dem einen sagt er das, zu dem anderen das (Dann schon ziemlich bestimmt) und vorallem sie bekommt einen ganz anderen Eindruck.
Die Liebesgeschichte der beiden nimmt auf jeden Fall Gestalt an, obwohl man von einer richtigen "Beziehung" auch nicht reden kann. Eine Weile kam es mir eher wie ein "Gelegenheitsküssen" zwischen Sticheleien vor, erst am Ende wird deutlich, dass die Autorin eine richtige Beziehung geplant hat. Gut, auch wenn sie auf den letzten Seiten nocheinmal alles umschmeißt und ich mit offenem Mund da saß und verzweifelt nach weiteren Seiten gesucht habe, aber nein, mir blieb nur der doofe Epilog. Doch gerade der hat mir wieder ein wenig Luft zum Atem gegeben, obwohl der Cliffhanger eine gemeine Gemeinheit war, was mich ja wieder weiter zum letzten Band treibt.
Das anfängliche Ziel, das im ersten Band so klar dargestellt wurde, schien hier irgendwie auf der Strecke zu bleiben und in sich in alle Richtungen zu zerstreuen. Gwendolyn fängt an, sich in ihr neues Leben einzufinden und macht Dinge auf eigene Faust.
Diese ganze Zeitreisegeschichte wird um einiges komplizierter und dank der Stammbäume und "Hilfen", die zwischen den Kapiteln auftreten, fällt es dem Leser ein wenig leichter. Doch Sätze wie "Schön dich zu sehen, du brauchst keine Angst zu haben. Unser Gespräch morgen verläuft gut und wir können alle Missverständnisse klären; alles ist in Ordnung.", die verwirren einen schon manchmal. Das hat mich natürlich dazu angestachelt, ganz besonders auf Logikfehler zu achten und tatsächlich konnte ich soweit keine finden. Kerstin Giers Geschichte ist von Vorne bis Hinten durchdacht, authentisch, spannend und furchtbar witzig geschrieben. Was will man mehr?
Fazit:
Ein sehr konstruktiver Kommentar: Ich liebe es! :D Mehr kann ich einfach nicht sagen, denn obwohl ich diesmal ein wenig auszusetzen hatte, war "Saphirblau" trotzdem einfach grandios. Für andere Bücher wären diese kleinen "Aussetzer" der Tod gewesen, adieu volle Punktzahl. Aber die Geschichte konnte mich wieder überzeugen und ich bin mir sicher, dass ich diese Bücher noch einige Male mehr lesen werde. Ich schwanke ein wenig und vergebe gute, sehr gute 5/5 Törtchen. Ich weiß, dass der dritte Band eine eindeutig gute Vorlage hat, weshalb ich mir um die 5 Törtchen gar keine Sorgen mache.









