Rezension vom 29.03.2013
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Eine spannende Geschichte in einer beunruhigenden Zukunftsversion. Diese Zukunftsversion ist meiner Meinung nach ziemlich gruselig. Eine Zweiklassengesellschaft, gefangen in einer Glaskuppel, abhängig von einer Organisation, die - wie sich im Verlauf des Buches heraus stellt - nicht gerade mit offenen Karten den Bürgern gegenüber spielt. Die Menschen müssen jedes bisschen Sauerstoff bezahlen und dürfen nie zu viel verbrauchen. Viele Dinge wie rennen, küssen, tanzen sind verboten und sind nur den Premiums, den wohlhabenden Bürgern der Stadt vorbehalten. Sie können sich extra Sauerstoff kaufen, um beispielsweise Sport treiben zu können. Eigentlich ganz normale Dinge in unserem Alltag. Ganz geklärt wurde meiner Meinung nach aber nicht, was der sogenannte "Switch" ist. Ich bin noch ziemlich unsicher, was die Sache angeht und kann nur so ungefähr sagen, worum es sich dabei handelt. Das hätte man etwas leichter verständlich erklären können, ansonsten fand ich diese mögliche Variante unserer Zukunft aber sehr gut ausgearbeitet. Am Anfang des Buches wird man auch erst einmal eingeführt und einem wird das Leben in der Kuppel näher erläutet. Eine originelle Idee! :) Die Geschichte wird immer abwechselnd von den drei Hauptpersonen Alina, Bea und Quinn erzählt. Das fand ich sehr gut (vor allem, dass auch mal ein Typ erzählen kann, denn die meisten Dystopien werden von der weiblichen Hauptperson erzählt). Dadurch wurde die Geschichte auch übersichtlicher und man bekam einen guten Überblick. Es war eine gute Idee von der Autorin, die drei Personen in unterschiedlichen Gesellschaftsklassen aufwachsen zu lassen. Sie hatten alle sehr unterschiedliche Ansichten auf die selbe Sache. Bea und Quinn standen nie im Einfluss der Rebellen und halten daher BREATHE und das Leben in der Kuppel für ideal. Aber Quinn denkt viel lockerer und ist sehr auf der Seite von BREATHE, da sein Vater selbst dort arbeitet und das Leben in der Kuppel für ihn nie Nachteile hatte. So lässt sich Bea viel leichter von den Argumenten der Rebellen überzeugen und möchte selber mit rebellieren, weil sie ihr Leben lang auf viele Dinge verzichten musste und weiß, wie unfair das Verhalten der Premiums gegenüber der Unterschicht ist. Jede der drei hat aber auch einen eigenen Schreibstil. Quinn ist immer sehr locker und hat immer einen lustigen Spruch auf Lager. Alina ist sehr ernst und konzentriert, da sie sehr unter dem Einfluss der Rebellen steht. Bea ist sehr gefühlsvoll und viele der Kapitel, die aus ihrer Sicht geschrieben sind, befassen sich mit ihren Gefühlen gegenüber Quinn.Bea ist schon sehr lange verliebt in Quinn, doch bisher hat er das nie wirklich bemerkt und in ihr nie mehr gesehen als seinen besten Kumpel. Dabei hegt Bea die Hoffnung, Quinn heiraten zu können, somit würde sie zum Premium aufsteigen und müsste sich um ihren Sauerstoffverbrauch keine Sorgen mehr machen müssen.
Doch dann interessiert Quinn sich immer mehr für Alina, die seine Gefühle jedoch überhaupt nicht erwidert. Sie hat ihren Geliebten in einem Auftrag der Rebellen verloren und ist seitdem geradezu verbissen auf ihre Missionen, wodurch sie nichts anderes an sich heranlässt.
Im Lauf der Geschichte merkt Quinn dann aber doch, dass sein Herz für Bea schlägt und da die beiden getrennt wurden, wollen sie wieder zusammen finden und gemeinsam gegen BREATHE und für die Rebellen kämpfen.Und genau deshalb irritiert mich das Cover. Erstens sieht man darauf nur zwei Personen, obwohl das Buch aus drei Hauptprotagonisten besteht. Und noch dazu zeigt das Cover eindeutig Alina und nicht Bea ?! Deshalb geht man davon aus, dass Quinn und Alina ein Liebespaar werden. Normalerweise müsste Bea zu sehen sein ...
Aber ich bin mir sicher, dass diese Sache im zweiten und / oder dritten Teil der Trilogie noch einmal aufgegriffen wird und das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Möglicherweise kommen Quinn und Alina ja doch noch zusammen. Dieses Mal ist es scheinbar der Junge, der sich zwischen zwei Mädchen entscheiden muss - das ist auch mal was Neues! Oder Bea verliebt sich in jemand anderen ... irgendetwas wird noch geschehen und deshalb bin ich umso gespannter auf den nächsten Teil.
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