Der Inhalt:
Die lebenslustige Judith ist Single und erfolgreiche Inhaberin eines Lampengeschäfts. Eigentlich hat Sie der Männerwelt abgeschworen und ist sehr gerne Single, zum Leidwesen ihrer Mutter. Eines Tages begegnet Sie im Supermarkt plötzlich Hannes, dem charmanten Architekten. Wie durch Zufall begegnen sich Hannes und Judith nun immer öfters und aus den beiden wird schließlich auch ein Paar.
Als Judith jedoch merkt, dass sie Hannes nicht wirklich liebt, sondern nur das Gefühl des Begehrens und den Schlussstrich ziehen will, reagiert Hannes anders als erwartet, er lässt sie einfach nicht mehr los und verfolgt sie sogar bis in ihre Träume…
Meine Meinung:
Ich habe mich darauf gefreut ” Ewig Dein” von Daniel Glattauer endlich lesen zu können und war voller positiver Erwartung.
Ich wusste, dies kein Liebesroman, auch wenn der Titel ” Ewig Dein” vielleicht etwas positives und romantisches verspricht, dies wird auch durch das Cover des Buches symbolisiert, zumindest auf den ersten Blick, wenn man die Geschichte nicht kennt.
Das Cover ist blau und man sieht eine große Tür, mit einem schön verzierten Schlüssel im Schloss. Blau ist die Farbe der Treue und man verbindet direkt etwas schönes damit, zumindest war dies mein erster Eindruck.
Wenn man dann weiter in die Geschichte eintaucht, wird einem schnell bewusst, dies ist keine schöne Liebesgeschichte, dies ist fast ein Albtraum. ” Ewig Dein” kann man auch negativ deuten, wenn Jemand nicht loslassen will, eine Person verfolgt und dieser Person das Leben so schwer macht, dass man alles nur noch als Qual sieht und an sich selber zweifelt und sich selber aufgeben will.
Die Idee der Geschichte fand ich wirklich sehr spannend und interessant, doch leider wurde diese für mich nicht so gut umgesetzt.
Da wäre zunächst einmal der Sprachstil, der mich im Lesefluss sehr oft unterbrochen hat, denn so sind die Dialoge im Fließtext eingebunden und nicht durch einen Absatz hervorgehoben, auch wirken die Sätze oft abgehakt, was das Lesen erschwert hat.
Ein Beispiel:
Sie: “Text”. Er ” Text.” Sie: ” Text”. Er:”längerer Text”…
Ich muss jedoch betonen, dass die Wortwahl von Daniel Glattauer jedoch, wie gewohnt, gut gewählt wurde.
Ein weiterer Kritikpunkt wären die Charakter selber. Die Geschichte wird aus der Sicht von Judith erzählt und man erfährt dadurch sehr viel über ihre eigene Gefühlswelt. Ich hätte mir gewünscht, dass man auch etwas mehr über die Gefühlswelt von Hannes erfährt oder von Judith´s Mutter. Was mir auch gefehlt hat wären nähere Beschreibungen der Personen, so erfährt man Beispielsweise gar nicht, warum Hannes so geworden ist, wie er ist.
Den Schluss jedoch fand ich dann wiederum gut, es gab der Geschichte dann doch noch eine Spannung, die sich davor, während des Lesens bei mir leider nicht aufgetan hat.
Fazit:
Man sollte diesen Roman nicht mit ” Gut gegen Nordwind” oder ”Alle sieben Wellen” vergleichen, denn ” Ewig Dein” ist ganz anders und eigenwillig.
Die Idee der Geschichte ist interessant, doch ist die Geschichte selber nicht besonderes umgesetzt, der Sprachstil ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber nicht unüberwindbar. Man sollte das Buch einfach lesen und sich seine eigene Meinung darüber bilden !!!