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Rezension vom 25.09.2012 (8)
Mein Inhaltsangabe
Amy leistet Sozialstunden in seiner Suppenküche für Obdachlose und Bedürftige. Sofort fällt ihr dort Lorcan mit seinem stechenden Blick und dem durchtrainierten Körper aus. Amy weiß, dass sie sich von ihm fernhalten sollte, denn Lorcan saß wegen Mordes im Gefängnis und mit ihm zusammen zu sein bedeutet Gefahr. Doch als Lorcan eines Abends direkt vor der Suppenküche überfallen und zusammengeschlagen wird kann Amy nicht anders als ihm zu Zuflucht für die Nacht zu bieten. Und wie sollte es anders sein, gemeinsam auf engstem Raum in ihrem kleinen Häuschen geschieht das unvermeidbare. Amy schläft mit Lorcan und ab diesem Zeitpunkt gibt es kein Zurück mehr und Beide beginnen eine leidenschaftliche Affäre. Doch was Amy zu diesem Zeitpunkt nicht ahnt ist die Tatsache, dass eine viel größere Gefahr schon länger in ihrem direkten Umfeld lauert und nur auf eine Gelegenheit wartet erneut zuzuschlagen.
Meine Meinung
Cover
Das Cover des Buches ist optisch sehr ansprechend. Es ist in warmen, sanften Tönen gehalten und zeigt ein noch vollständig angezogenen Liebespaar in inniger Zweisamkeit. Es wirkt nicht billig und erweckt auch nicht den „Schmuddelheftchen“-Reiz!
Protagonisten
Amy war mir recht sympathisch. Anfänglich etwas „blass“ und unschuldig zeigt sie bald ihre andere Seite. Sie präsentiert sich als offene und sinnliche junge Frau, die sich trotz schlimmer Erlebnisse in der Vergangenheit in ihrer Sexualität und ihrer Partnerwahl nicht beeinflussen hat lassen. Ich denke allerdings, dass dies ein Punkt ist der in der Realität wohl anders aussehen würde. Welche Frau, die kürzlich Opfer eines Verbrechens wurde nimmt einen völlig fremden Mann, von dem sie auch noch weiß dass er im Gefängnis saß einfach so über Nacht mit nach Hause.
Lorcan war mir anfänglich suspekt, lässt er doch relativ spät hinter seine Fassade schauen. Mir gefiel seine dominante Rolle dann aber durchaus. Ich mag Männer, die wissen was sie wollen die aber die Bedürfnisse ihrer Partnerinnen nicht außer Acht lassen. Rückblenden in die Vergangenheit beleuchten schließlich auch Schritt für Schritt seine Vergangenheit und helfen ihn und seine Art besser kennen und verstehen zu lernen.
Geschichte
Eingebettet ist hier die erotische Geschichte von Amy und Lorcan in einen Kriminalfall. So kommt nebst der knisternden und erotischen Geschichte auch die Spannung und das Gänsehautgefühl nicht zu kurz.
Sehr heftig ist der Einstieg in die Geschichte, da musste wirklich sehr schlucken. Beginnt die Handlung doch mit einem grausigen Verbrechen an einer Frau das man sich so nicht vorstellen möchte. Nichts desto trotz war dieser Einstieg der Grund warum ich das Buch nicht mehr aus den Händen gelegt habe. Er hat mich sofort in die Geschichte gezogen und ich wollte unbedingt wissen wer das Opfer und wer der Täter war und was dieser Einstieg mit den Hauptprotagonisten Amy und Lorcan zu tun hat.
Diese Zusammenhänge werden jedoch erst recht spät offenbart und so bleibt die Spannung wirklich das ganze Buch über erhalten.
Die erotischen Handlungen des Romans lassen auf jeden Fall das Kopfkino des Lesers erwachen. Fr. Henke hat in diesem Fall wieder ein gutes Fingerspitzengefühl bewiesen. Sie schafft es sexuelle Begegnungen so gut zu beschreiben dass sie lebendig werden ohne dabei jedoch zu obszön oder schockierend zu werden. Ich finde Amy aber auch in diesem Falle nicht besonders glaubwürdig dargestellt. Zum einen will Fr. Henke sie uns anfänglich als junge etwas prüde und schüchtern verkaufen, nichts desto trotz lässt sie sich sofort von Lorcan verführen und ist zu ausschweifenden Spielen bereit.
FAZIT
Ich habe nun schon mehrere erotische Romane von Sandra Henke gelesen!
Ihr Schreibstil und ihre Ausdrucksfähigkeit ist gepaart mit dem richtigen Schuss Erotik und lässt meist an nichts vermissen.
In diesem Fall waren mir jedoch einige Umstände der Geschichte zu unrealistisch und unglaubwürdig. Auch bin ich nicht zu hundert Prozent mit den Protagonisten warmgeworden…woran das letztendlich lag kann ich gar nicht genau sagen.
Die erotischen Szenen des Buches konnten mich trotzdem überzeugen und gefielen mir in ihrer Darstellung sehr gut!
Auf meinem Blog habe ich das Buch mit 3,5 Herzen bewertet...hier runde ich auf 4 Sterne auf!
Rezension vom 19.09.2012 (5)
Kurzbeschreibung
Auftragsmörderin mit Herz
Die 17-jährige Ismae flüchtet vor einer Zwangsheirat und findet Zuflucht im Kloster von St. Mortain, wo die Schwestern noch den alten Gottheiten dienen. Doch um selbst ein neues Leben beginnen zu können, muss sie das Leben anderer zerstören: Der Gott des Todes hat ein Schicksal als Auftragsmörderin für sie vorgesehen …
Ismaes erster Auftrag führt sie an den Hof der bretonischen Herzogin, wo sie mit einem unlösbaren Gewissenskonflikt konfrontiert wird: Wie kann sie den Auftrag des Todes ausführen, wenn das Opfer ihr Herz gestohlen hat?
Meine Inhaltsangabe
Die Geschichte um die 17-jährige Ismae spielt im 15. Jahrhundert in einer Zeit des Krieges und des Umbruchs als die junge Herzogin Anne de Bretagne darum kämpfen muss endlich den Platz auf dem Thron einnehmen zu können.
Ismae wurde bereits vor der Geburt mit schlimmen Narben gezeichnet, als ihre Mutter versucht hat, sie aus ihrem Körper „zu vertreiben“. Diese Narben sind Hinweis daraus, dass ihr wahrer Vater der Tod und Ismae daher berufen ist ihm zu dienen. In einem abgelegenen Kloster, dass sich in den Dienst des Todes gestellt hat lernt Ismae alle Fertigkeiten die ihr helfen sollen dem Tod zu dienen. Sie wird eine gewandte und gefährliche „Meuchelmörderin“ die mit allen Wassern gewaschen ist. Die Unterrichtsstunden in denen der richtige „Umgang“ mit Männern, die Kunst der Verführung etc. gelehrt wurde hat Ismae des Öfteren versäumt und das wird ihr beinahe zu Verhängnis als sie bei einem Auftrag eng mit dem gutaussehen und weltgewandten Duval zusammen arbeiten und diesen gleichzeitig beschatten soll.
Gemeinsam mit Duval soll sie die Zukunft der jungen Herzogin zu sichern und ihr zu helfen ihren Platz auf dem Thron zu besteigen, ihr Reich zu verteidigen, Verräter zu enttarnen und diese aus dem Weg zu räumen.
Dabei kommen sich Ismae und Duval immer näher und Ismae ist irgendwann gezwungen die Gesinnung und die Ansichten des Klosters in Frage zu stellen.
Geschichte
Die Geschichte spielt Ende des 15. Jahrhunderts und der Leser muss sich etwas mit geschichtlichen Hintergründen auseinandersetzen um gut in die Geschichte hineinzufinden. Dies viel mir erstaunlich leicht, da die Autorin den Leser langsam in die Geschichte hineinführt.
Ich liebe Geschichten, die mich in andere Zeiten entführen…und das war auch hier der Fall. Durch eine überzeugend ausgearbeitete und detailreiche Hintergrundkulisse konnte ich mir die Orte des Geschehens wundervoll bildlich vorstellen.
Zum historischen Hintergrund der Geschichte gesellt sich noch ein kleiner Teil Fantasy. Dieser ist aber wirklich sehr gering und stört die Geschichte nicht, sondern ergänzt sie wunderbar und gibt ihr einen mythischen Touch.
Die Handlung der Geschichte ist gut durchdacht, fließend zu lesen und beinhaltet immer genügend Spannung die mich beim Lesen am Ball gehalten hat. Immerhin umfasst die Geschichte 544 Seiten bei denen der Leser bei Laune gehalten werden will.
Zudem fließt in die spannende Geschichte um Macht und Intrigen eine zarte Liebesgeschichte zwischen den Hauptprotagonisten mit ein. Diese entwickelt sich langsam aber stetig und wirkt daher nie aufgesetzt oder erzwungen und ergänzt die Handlungen im Buch einfach stimmig!
Was mir zudem sehr gut gefallen hat ist der Hauch von Ironie und Witz den die Autorin in wohl potionierten Dosen in die Geschichte hat einfließen lassen. Gerade in Gesprächen und Situationen zwischen Ismae und Duval musste ich öfters schmunzeln und lachen.
Auf dem Buchrücken wird darauf hingewiesen dass es sich bei „Grave Mercy – Novizin des Todes“ um eine Trilogie handelt. Das hat mich im nach hinein erstaunt, denn man könnte dieses Buch auch als abgeschlossen ansehen. Es bleiben nach diesem Band eigentlich keine allzugroßen Fragen offen und die Handlung der Geschichte wirkt auch abgeschlossen….von daher bin ich sehr neugierig wie die Geschichte um die Tochter des Todes weitergeht!
Protagonisten
Die Protagonisten sind alle sehr realistisch ausgearbeitet und dargestellt. Sowohl von der äußeren Beschreibung, als auch vom Sprachstil und den mittelalterlichen Ansichten her passen die Protagonisten wunderbar in die Zeit der Geschichte. Man merkt auf jeden Fall, dass die Autorin hier gut recherchiert hat und so den Leser absolut überzeugen kann.
Mir gefielen natürlich die Hauptprotagonisten Ismae und Duval am besten.
Ismae macht in der Geschichte eine unglaubliche Wandlung durch bei der es mich gefreut hat sie dabei begleiten zu dürfen. Vom der jungen, weltlich unerfahrenen und misshandelten Bauerstochter entwickelt sie sich zu einer entschlossenen, weltgewandten und selbstständigen Persönlichkeit mit ganz besonderen Fähigkeiten und Kenntnissen. Als sie schließlich auch noch anfängt diese nicht mehr nur auf blinden Befehl hin auszuführen sondern sich bewusst für einen eigenen Weg entscheidet ist die Verwandlung perfekt und absolut stimmig und sympathisch.
Duval mit seiner geheimnisvollen und doch liebenswürdigen Art und seiner absoluten Loyalität konnte mich auch sehr schnell für sich einnehmen. Er weiß genau was er will, worin seine Ziele liegen und er lässt sich von niemandem von seinem Weg abbringen.
Doch auch die Nebencharaktere wie z.B. die junge Herzogin, die Nonnen etc. lassen nicht an Lebendigkeit und Authentizität vermissen.
Schreibstil
Der Schreibstil ist für mich absolut stimmig gewesen. Besonders auch der Umstand dass die Geschichte im 15. Jahrhundert spielt hat mir gut gefallen und in ihrer Ausdrucksweise, ihren Beschreibungen etc. hat dies die Autorin auch absolut glaubwürdig dem Leser vermittelt.
Die Satzstellung, die Ausdrucksweise und der Aufbau der Geschichte sind stimmig und rund und konnten mich überzeugen und mich in die Geschichte hineinziehen.
FAZIT
Obwohl ich deutlich älter bin als die eigentliche Zielgruppe hatte ich nie das Gefühl das Buch mit seiner Geschichte wäre für mich zu „einfach“ oder zu „langweilig“ … es hat einfach gepasst.
Die Mischung aus Historie und Fantasy ist hier absolut gelungen und wirkte nie aufgesetzt oder an den Haaren herbeigezogen.
Die Zeit und die Orte der Handlung haben mir unglaublich gut gefallen da die Autorin diese absolut bildhafte und detailreich rübergebracht hat.
Sowohl äußerliche Beschreibungen, Sprache und Ansichten der Charaktere wirkten lebensnah, der Zeit entsprechend und absolut sympathisch. (zumindest die der guten in der Geschichte ;-) )
Die Geschichte und ihre Handlungen bewegten sich durchgehend auf einem gewissen Level der Spannung…die überaus dramatisch…aber auch niemals langweilig!
Rezension vom 19.09.2012 (5)
Meine Inhaltsangabe (Achtung Spoilergefahr)
Kendira wächst als eine der „Auserwählen“ gemeinsam mit anderen Jugendlichen in der Lichtburg von Liberty 9 auf. Das Gelände wird um das Areal wird sehr streng bewacht…zu ihrem Schutz vor den Nightraidern, gefährlichen Banden die außerhalb der Sicherheitszone ihr Unwesen treiben….so glaubt Kendira zumindest. Als Kendira in einer schlaflosen Nacht bei einem Spaziergang auf den Servanten, so werden die Jugendlichen der niederen Arbeitsklasse genannt, trifft verändert sich ihr Leben in rasanten Zügen. Eigentlich ist jeglicher nähere Kontakt zwischen Electoren und Servanten strengstens verboten und Dante würde die „Auslöschung“ drohen wenn Kendira ihn den oberen melden würde….doch das tut sie nicht, denn Dante und nicht zuletzt seine Intelligenz faszinieren sie.
Durch einen Zufall erfährt Kendira von Dantes Plan, aus Liberty 9 zu entfliehen. Die Freundschaft von Kendira und Dante wächst mit jedem heimlichen Treffen und als Kendira seine Pläne mehr und mehr hinterfragt kommen ihr zunehmend Zweifel an ihrem „Zuhause“ und ihrer künftigen Bestimmung. Als dann auch noch eine Freundin von Kendira auf dem Stuhl zum „Stuhl“ landet und dabei getötet wird steht für sie fest, dass sie gemeinsam mit Dante aus Liberty 9 ausbrechen wird. Doch Kendira ist nicht bereit ihre Freunde im Stich zu lassen, weiht diese ein und versucht sie ebenfalls zur Flucht zu überreden…ob ihr diese gelingt und ob sie die Sicherheitszone lebend durchqueren können müsst ihr allerdings selbst lesen.
Cover
Das Cover zum Buch gefällt mir ganz gut, auch wenn es eigentlich keinen Bezug zum Buch vermittelt. Es ist in Blautönen gehalten und man sieht die Hälfte eines großen Mädchengesichts vor der Kulisse eines Himmels und eines dunklen Waldes. Der Schriftzug ist zudem groß aufgedruckt. Ich finde das Cover hat leichte Ähnlichkeit zum Cover von „Ashes“…bei dem es sich ja auch um eine Dystopie handelt.
Protagonisten
Mit Kendira hat Rainer M. Schröder eine sehr facettenreiche Protagonistin geschaffen. Anfänglich wirkt sie etwas naiv und oberflächlich. Sie geht völlig in der Rolle der „Auserwählten“ auf, genießt die Annehmlichkeiten die diese mit sich bringt und hegt keinerlei Zweifel an ihrer künftigen Bestimmung…von der sie aber auf der anderen Seite überhaupt nicht weiß worin sie besteht. Sie lebt nach strengen Vorgaben, Regeln und Ordnungen und sieht lange Zeit keinen Grund irgendetwas an ihrer Situation zu hinterfragen. Erst als sie sich mit dem „niederen“ Servanten Dante anfreundet wird Kendira menschlicher! Sie stellt das erste Mal eine Regel in Frage indem sie Dante nicht verrät und ihn so vor der Auslöschung bewahrt. Durch das Wachsen ihrer Freundschaft lernt sie Dante und seine Ansichten näher kennen und beginnt langsam daran selbst ihr Gehirn einzusetzen und das System von Liberty 9 zu hinterfragen. Diese Entwicklung geschieht langsam und Schrittweise und wird dadurch umso glaubhafter. Als sie diesen Prozess durchlaufen hat und erkennt, dass am Leben in Liberty 9 einiges „faul“ ist geht sie große Risiken ein um sich und ihre Freunde vor einer ungewissen Zukunft zu schützen und um Freiheit zu erlangen.
Dante hat nicht nur gutes Aussehen sondern auch Charme. Obwohl er von klein auf zu den „niederen“ Menschen zählt, für seinen Lebensunterhalt in Liberty 9 schwer arbeiten muss und in eine unsichere Zukunft in Armut blickt ist er nicht verbittert. Im Gegenteil er hat früh angefangen das System der Oberen anzuzweifeln und den Sinn in der Einrichtung um Liberty 9 zu hinterfragen und nicht unkritisch alles zu glauben was ihm erzählt wird. Seine Liebe zu Kendira wird dem Leser erst im Laufe der Geschichte klar, denn sie beginnt langsam und zart und entwickelt sich mit jedem Treffen zwischen den Beiden. Das macht die Beziehung zwischen den Beiden auch Besonders…und anrührend.
Leider hätte meines Erachtens die Nebencharaktere noch deutlich facettenreicher dargestellt werden könne. Ich fand sie alle etwas „lahm“ dargestellt. Alle schön, alle Auserwählt und kein einziger der anscheinend das System von Liberty 9 auch nur im Geringsten anzuzweifeln scheint. Ich meine die Nebendarsteller sind nicht unsympathisch, aber man hätte sie noch lebensechter und ausgereifter darstellen können.
Idee / Geschichte
Was mich an „Liberty 9 – Sicherheitszone“ ziemlich gestört hat, war die Tatsache, dass man in eine völlig verwandelte Welt geworfen wird und Erklärungen hierzu weitgehend nicht vorhanden sind. Man liest zwar mehrmals kurz von einem „Weltenbrand“…was es damit aber genau auf sich hatte bleibt ein Rätsel. Auch was mit dem Rest der Welt geschah bleibt zu großen Teilen unerklärt. Zudem kommt noch hinzu dass man zu Beginn des Buches mit einem Haufen von unbekannten Begriffen regelrecht „bombardiert“ wird. Es wimmelt nur so von „Electoren“, „Servanten“, „Cleansings“, „Nightraidern“ irgendwelchen „Runs“ und „Cubes“ etc. Es dauerte eine Zeit lang bis ich mich in diese Welt eingelesen hatte!
Die Dystopie vereint viele „Gegensätzlichkeiten“ in der Geschichte zu einem Ganzen und verleiht ihr dadurch einen besonderen Charakter. Es gibt hochtechnisierte Anteile (z.B. die Flugschiffe) aber auch absolut naturbezogene Sequenzen (z.b. Das Leben der Nightraider), das Leben in Liberty 9 ist streng geregelt und es gibt viele Rituale, geistige Einheiten etc. und ist ähnlich dem Leben in einem Kloster aufgebaut.
Die Geschichte um Liberty 9 konnte mich nach anfänglichen Einfindungsschwierigkeiten letztendlich durchaus fesseln. Gerade weil vieles „offen“ bleibt und man gezwungen wird sich selbst Gedanken zu machen was hinter dem großen Geheimnis von Liberty 9 stecken könnte. Die Geschichte beinhaltet Wendungen die mich durchaus überrascht haben und der Verlauf der Handlung endet schließlich in einem Cliffhanger und lässt auf einen sehr spannenden nächsten Teil hoffen….indem vielleiht die ein oder andere offene Frage geklärt werden dürfte.
Schreibstil:
Dies war mein erstes Buch des Autors Rainer M. Schröder und mir gefiel sein flüssiger und gut zu lesender Schreibstil recht gut. Allerdings tat ich mir anfänglich mit dem Schwall an fremdartigen Ausrücken etwas schwer. Hier wäre vielleicht eine kleine Legende am Ende des Buches mit Erklärungen hilfreich gewesen.
Die Geschichte ist in der dritten Person geschrieben, dreht sich aber zum größten Teil um Kendira. Jedoch sind zwischendurch Kapitel eingestreut die von einer unbekannten Person, einem Mann, beschrieben werden der wohl einer der wenigen Personen ist, die nicht hinter dem System von Liberty 9 stehen….allerdings erfährt man im ganzen Buch nicht, um wen es sich hier handelt…dies ist ein weiteres Fragezeichen auf dessen Aufklärung ich im nächsten Band hoffe.
Fazit:
Liberty 9 ist eine dystopische Geschichte mit vielen Gegensätzlichkeiten die das besondere Gerüst der Geschichte darstellen.
Anfänglich wird der Leser etwas arg mit neuen und technischen Ausdrücken zugeschüttet und es dauerte einige Zeit um in die Geschichte hineinzufinden. Danach entwickelt sich die Geschichte zwar spannend, bleibt aber auch voller Rätsel und ungeklärter Fragen.
Die Protagonisten sind sympathisch dargestellt und vor allem die Hauptcharakterin macht eine äußerst positive Wendung durch und machte sich mir daher umso sympathischer.
Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil von „Liberty 9“ und hoffe, dass darin ein großer Teil der offenen Fragen aufgeklärt werden.





